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Schlagwort-Archive: Taubenschlag

Demokratie in Bewegung – DiB #demokratie #DiB

Nach langer, langer Zeit habe ich endlich mal wieder die Zeit zu bloggen.

Es ist immer wieder interessant zu beobachten, warum und wieso die Hörgeschädigten die neu gegründete Partei „Demokratie in Bewegung“ unterstützen wollen.

Via Facebook werben sich viele Gehörlosen nun die ca. 2000 Unterschriften von Wähler/innen in jedem Bundesland brauchen. damit sie zur Bundestagswahrl 2017 zugelassen werden. Kurz zuvor waren die 100 000 Unterschriften unter der Online-Petition, was leider wegen die Unterschriften-Echtheit überprüft werden muss.

Das ganze erinnert mich fast sehr stark an Piratenpartei und Julia Probst. Zur Erinnerung hier nachlesen:
https://hewritesilent.wordpress.com/2013/09/07/ist-julia-probst-alias-einaugenschmaus-reif-fur-die-politische-buhne/

Es ist immer noch wirklich ein Phänomen, wie und warum viele Hörgeschädigten vor allem Identifikationsfiguren wie Benedikt Sequiera Gerardo (besser bekannt als bengie) und Ralph Raule (weltberühmt durch sein Zitat „Es ist nämlich ein verbreiteter Irrtum das Gehörlosen lesen können„) wahrnehmen und unterstützen wollen.

Hier Youtube-Video von Ralph Raule:

Wie sah damals aus? Soweit ich mich noch sehr gut erinnern kann, wussten bestimmte Vereins- bzw. Verbandsheinis die Wahlveranstaltung schon vorher, also wo die Politiker reden will, mit GL-Dolmetschern ausgestattet wird! Die Heinis wie zum Beispiel GMU oder Deafberlin haben niemanden informiert! Die Homepage von GMU oder Deafberlin verliert darüber kein Sterbenswörtchen! Nur im Taubenschlag damals (unter Führung von Bernd Rehling) steht eine bescheidene Mitteilung. Das beste daran: oft steht es steht wörtlich: kommt zahlreich und nutzt die Gelegenheit zur politischen Teilhabe. Wenn man sich überlegt dass bei einer öffentlichen politische Veranstaltung von ca. 1000 Leuten „nur“ 2 bis 6 Hörgeschädigte anwesend sind, dann fragt man sich natürlich schon warum nur so wenige. Heute auch noch!

Das lustige ist, dass die DiB-Fans sich als „pure Demokratieideologen“ bezeichnen. Das ist ziemlich lustig für eine Partei, und offenbart ja die politische Naivität die dahinter steckt. Allerdings frage ich mich dann, wieso sie dann soviele von deren Anhängern immer „mehr Demokratie“ verkaufen wollen. Wenn ich mir viele Gehörlosenverbände- und vereine beobachte, ist das keine echte Demokratie, weil viele in vielen Sitzung oft einstimmig abnicken. Genauso wie in Nordkorea!

Zu Partei „Demokratie in Bewegung“ fällt mir nur eins ein: leere Versprechungen genauso wie die Volksparteien, die sich auch als demokratische Parteien verkaufen. Das einzige Argument der hörgeschädigte DiB-Anhänger, die ich bislang vernehmen durft war: Ich will mehr Demokratie ohne Bevormundung durch den Staat und Volksparteien.

In meiner Umgebung bzw. Umfeld kenne ich keine hörgeschädigte Dib-Anhänger.
Die Frage ist nun aus welchem Lager diese Stimmen kommen. Ein Großteil wahrscheinlich auch aus dem Nichtwählerlager, Behindertenwählerlager und Antidiktaturenlager. Ähnlich wie die Piratenpartei wurde von Extremisten (Linke, Hardcorefeministen, Antideutsche, Mittelfinger-Ghettos) unterwandert und ist heute krachend gescheitert. Offensichtlich haben die Volksparteien die iPhone- und Internet Generation einfach ignoriert und wird es auch wohl enden wie DiB. Siehe Piratenpartei!

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Verfasst von - 27. Juni 2017 in Politik

 

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Trickst „Barrierefreiheit-Experte“ Ralph Raule allen aus? #gebärdensprache

Der angebliche „Barrierefreiheit-Experte“ Ralph Raule hat erneut wieder zugeschlagen und was er wieder macht ist auch nichts neues.

Während Barrierefreiheits-Experte Ralph Raule für die Gruppe der gehörlosen Gebärdensprachler feststellt: „Eigentlich gibt es keine Möglichkeit, mich wie eine hörende Person in aller Vielfalt zu informieren, ob das nun bei Focus ist, bei Spiegel oder Welt oder Bild“. Für Raule hat das fatale Folgen: „Das Informationsangebot für Gehörlose ist mehr als mangelhaft, es ist ungenügend. Deshalb können wir da auch nicht von Teilhabe und gesellschaftlichem Zugang sprechen. Ich kann halt als Gehörloser nichts zum Syrienkrieg sagen, wenn ich keine Informationen dazu habe.“

Quelle: http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/27712/Barrieren-bei-Nachrichten-Portalen.htm

Der schwerhörige Gebärdenwerk-Geschäftsführer Ralph Raule hat dem Kobinet-Nachrichten gerne ausgetrickst, wenn er weitere Ziele erreichen möchte. Eine (Film-)Minute kostet bei der Hamburger Firma zwischen 100 und 200 Euro, verriet Gebärdenwerkler Ralph Raule damals. Das ist weitaus mehr als in der horizontalen Branche an der Reeperbahn verlangt wird. Zwar kann man mit der Erstellung von Gebärdenvideos nicht so viel Geld machen wie Dirk Nowitzki oder Michael Schumacher, aber das Gründertrio vom Gebärdenwerk ist nah dran. Man kann in der Tat gute Geschäfte mit Gebärdenvideos machen, zumal heutzutage sie kinderleicht und nahezu kostenfrei zu erstellen sind.

Aber: Um Geschäfte mit Gebärden in den Gang zu bringen, wird anscheinend keine Rücksicht auf die Zielgruppe genommen. Ralph Raule damals ganz unverblümt zum Hamburger Abendblatt: „Es ist nämlich ein weit verbreiteter Irrtum, dass gehörlose Menschen lesen können“. Sind Gehörlose tatsächlich leseunfähig? Oder „Taub macht leseunfähig“? Eine bewußte Stigmatisierung aller Gehörlosen zum Wohle des Geschäftes? Macht nichts, denn die Gehörlosen können den brisanten Satz alle Online-Medien wie Spiegel, BILD, Stern, Focus, Welt, Tagesschau.de usw.. sowieso nicht lesen… Was würde Online-Portal http://www.taubenschlag.de für Schwerhörige und Gehörlose eigentlich über Ralph Raule denken, wenn Taubenschlag gezwungen sind allen Textversionen in DGS-Version umzuwandeln? Wie haben die Gehörlosen damals ohne Online-Medien gelebt? Natürlich immer mit Printmedien ohne Gebärdenvideos. Die Gehörlosen haben in der Schule ganz normal Deutsche Sprache lesen und schreiben gelernt. Sie können halt gut Deutsch lesen und verstehen (BILD/ Spiegel/ Stern/…) Sehr gutes Hochdeutsch müssen sie nicht schreiben.

Was wird jetzt nach Raules Aussage passieren? Werden jetzt DGB-Präsident Rudi Sailer und seine Jünger wegen „Taub macht leseunfähig“ zu Streitaxt und Schwert greifen? Von wegen! Ralph Raule ist nämlich Vorsitzender in eben diesem Hamburger Gehörlosenverband und lässt gerne DGS-Boss Rudi Sailer verpfeifen!

Siehe auch ältere Artikel:

https://hewritesilent.wordpress.com/2010/10/11/gebardenwerk-und-die-schone-regierung/
https://hewritesilent.wordpress.com/2012/07/19/gebardenfilmchen-im-internet-barrierefreiheit/

 
29 Kommentare

Verfasst von - 23. September 2013 in Barrierfreiheit, Gebärdensprache

 

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Ein augenschmausende Gehörlosigkeit!

Frohes neues Jahr allerseits!


(Bildquelle: Twitter, http://www.twitter.com)

Irgendwie ist es für uns unerklärlich, warum sie darauf besteht, dass man als gehörlos sagt und nicht hörgeschädigt. Warum? Gut, schauen wir mal genauer hin, wer sie wirklich ist. Sie wollte mit dem Bloggen und Twitterei (siehe Bericht http://meinaugenschmaus.blogspot.com am 1. Dezember 2011) ganz gewissenhaft aufhören, doch seit www.taubenschlag.de durch Karin Kestners Schlagzeile sorgte, bloggt sie ganz abstrus wieder doch und aus diesem Grund schreit sich die Kehle aus dem Hals ganz lauthals. Irgendwie schon verständlich, wie sehr in ihr das Herz steckt und in Ohnmacht fällt. Seitdem beobachtet sie mit Argusaugen statt Augenschmaus die Geschehenisse von zwei Mädchen.

Tatsache ist Julia Probst alias EinAugenschmaus Cochlea-Implantat Trägerin. Wenn man auf einer Seite ein Cochlear-Implantat und auf der anderen Seite ein Hörgerät betrachtet. Ich persönlich trage und habe ausreichende Erfahrung mit meine Hörgeräte und trage kein Cochlea-Implantat. Klar ist die Cochlea-Implantat Technologie wesentlich besser und auf der Hörgeräte Seite kann ich nicht immer Sprache vollständig erfassen. Was interessant ist, als ich analoge Hörgeräte hatte, war meine Aussprache etwas anders, als zur Zeit mit den digitalen Hörgeräten. Mit dem Cochlea-Implantat kann man wesentlich besser Sprache erfassen und auch das Hören weniger anstrengend ist. Sie hat dank Cochlear-Implantat das Glück, warum sie in einer Regelschule ohne Gebärdensprachdolmetscher auskommen müssen. Einmal sagte sie zu mir, dass sie vor CI-Operation angeblich gutes Deutsch hatte und angeblich von klein auf nur hörende Schule beschult wurde. Das ist keine Überraschung, warum sie so gut sprechen kann und bruchstückhafte Gebärdensprache (LUG = Lautsprachunterstützende Gebärden) beherrscht. Hier 140 Sekunden (mit UT!) oder hier re:publicca (ab 11:30 Min) oder auch hier ARD Nachtmagazin (ab 5:57 Min). Deshalb ist sie nicht typisch gehörlos, wie man in allen Filmen gut beobachten kann.

Mit normale Hörgeräten kann ich dafür aus technischen, optischen, ethischen und sozialen Gründen angenehmer tragen. Dagegen lehne ich Cochlea-Implantat aus operativen, medizinischen, gesundheitlichen, versicherungstechnischen und juristischen Gründen ab. Endergebnisse lautet also normale Hörgeräte ist ingesamt „freundlicher“ als Cochlea-Implantat. Und ich kann auch ähnlich gut sprechen wie sie, nur mein einzigste Schwäche ist wie ich beim Sprechen manchmal unregelmäßig verschlucke, das nennt man Aphasie was ganz normal ist. Drum werde ich von hörende Personen als sprachgestörter Gehörloser angesehen. Nur die Frage ist, warum Julia Probst gerne als gehörlos ausgibt. Mit dem Eigenschaftswort „gehörlos“ wird die Aufmerksamkeit auf „durchgestrichenem Gehör“ (typisches Gehörlosen-Logo) gelenkt statt auf die Wesen als visuell-orientierte Menschen mit eigener Sprache und Kultur.

Warum das so ist? Klar ist, seit vielen Jahrzehnten konnte man ganz inbesondere Gehörlosenszene oft und immer beobachten, haben Gehörlose eine sehr eigene berühmt-berüchtigten Streitkultur vor allem die Definitionen zwischen „taubstumm, taub und gehörlos“ und ist bis heute immer noch nicht auf Durchsetzung aufgebaut worden. Der Knackpunkt ist der Begriff „taubstumm“ wurde unaufälligerweise zu „gehörlos“ konvertriert, so dass man gut in Gebärdensprache feststellen kann und sich sehr an „taubstumm“ erinnert. Hier die Bildbeschreibung:

(Bildquelle: http://www.visuelles-denken.de)

Auch ganz lesenswert ist die Zitat von Paco aus dem einschlägigem Forum.

Paco: Ich zitiere aus einem Editorial der DGZ 1987:

Zitat: 
Ein Vogel ist an allem schuld

… Wer das Wort (gehörlos) „erfunden“ hat, konnte ich noch nicht eindeutig feststellen. Mir ist nur bekannt, dass der Ausdruck „gehörlos“ erstmals nach dem Ersten Weltkrieg aufkam, vermutlich in Anlehnung an das Wort „sprachlos“. Damals waren alle, die nicht hören oder nicht sprechen oder beides nicht konnten, durchweg „taubstumm“. Das passte den Taubstummen, die in der Taubstummenanstalt mittlerweile sprechen gelernt hatten.., gar nicht (…)
Nun wäre es aber ganz logisch und naheliegend gewesen, von dem Wort „taubstumm“ einfach die zweite Silbe auszumerzen und nur noch „taub“ zu gebrauchen – wie die Engländer und Amerikaner das allgemein gut ankommende „deaf“.
Da aber hat uns ein sehr bekannter, vielgeliebter, oft auch gehasster Vogel mit seinem Namen einen dicken Strich durch die Absicht gemacht. Es würde sich doch sehr komisch lesen, wenn unser Leib- und Magenblatt mit dem Titel „Deutsche Tauben-Zeitung“ zu Ihnen kommen würde. Man würde Sie sofort als Mitglied eines Taubenzüchtervereins sehen. Oder wenn der Herr Pastor uns in seiner Kirche mit „Meine lieben Tauben“ anreden würde. Nein, die damaligen Führer der Taubstummenvereine waren sich schnell einig, dass mit dem Wort „taub“ kein Staat zu machen ist. So machte man sich auf die Suche nach einer anderen Bezeichnung und kam eben auf „gehörlos“, das schon hier und dort verwendet wurde und Anfang der zwanziger Jahre bereits in Vereinsnamen zu finden war (….)

Die damalige „Allgemeine Deutsche Taubstummen-Zeitschrift“ änderte ihren Namen am 1. Januar 1927 in „Allgemeine Deutsche Gehörlosen-Zeitschrift“ und 14 Tage später wurde in Weimar der „Reichsverband der Gehörlosen Deutschlands e.V.“ (Regede) mit Sitz in Berlin gegründet, der Vorgänger des jetzigen Deutschen Gehörlosen-Bundes. So war`s mit dem „gehörlos“! Wissen Sie vielleicht ein besseres Wort?
Herzlichst, Ihr Friedrich Waldow

(aus: DGZ 11/1987,Dank an Helmut Vogel für die Übergabe des Artikels)

Quelle: www.gl-cafe.de

Darum ist dies so entstanden. Die gehörlosen Kritiker verstehen unter „stumm“ etwas ganz anderes, als Hörende! Es ist tatsächlich so, dass fast alle Hörenden in jedem Gehörlosen/Tauben einen „Stummen“ sehen, wie man obige Twitter-Screenshot feststellen kann. Sie denken so: er/sie kann zwar (mehr oder weniger gut) sprechen, aber…

Wenn die Verbände und Gehörlosen also sagen: Wir sind nicht „stumm“, wir wollen dies und das (Anerkennung etc.), dann stiftet das nur Verwirrung in den Köpfen. Dann denken die Hörende: „Was hat das eine mit dem anderen zu tun?“

Auch der Begriff „taub“ wird mitunter als abwertend angesehen, z.B. taube Nuss oder auch Gefühllosigkeit etc.

Ist es nicht besser, die echte und alltägliche Benachteiligung zu bekämpfen, als sich wegen angeblichen Diskriminierung durch irgendwelche Begriffe aufzuregen?

Wollen Sie nicht die heilige Gehörlosenkultur zu retten? Man muss sich Fragen stellen, eigentlich ist den Gehörlosen der Gehörlosenkultur heilig und sie zu beschützen. Das tun nur unwissende Menschen (ob Hörende, CI-Industrie, Betonköpfe, etc….), denen nichts und niemand heilig ist und die überall einmischen müssen. Es ist genauso wie den Aborigines der Ayers Rock heilig ist und sie betreten ihn niemals. Auch das tun nur unwissende Touristen und australische Ignoranten, denen nichts und niemand heilig ist und die überall rumlatschen müssen. Was interessant ist, wenn wir mal nach Indien genauer betrachtet, wo die heilige Kuh auf der Strasse niemals von jemanden verjagt oder überfahren dürfen, selbst unwissende Touristen oder Laie wissen wie man sich auf der Strasse korrekt verhält, um sie herum fahren müssen ohne zu verjagen oder überfahren. Oder es gibt noch viele unendliche Heiligtum auf der ganzen Welt, die man immer noch entdecken oder nichts entdecken kann.

Nun die Frage ist, warum für Julia ganz besonders die Bezeichnung nicht typisch gehörlos ist. Für mich ist nur dieser Begriff richtig und auch extra für Julia Probst: hörgeschädigt. Er sagt klar und deutlich, was Sache ist (hat kaputte Ohren, kann aber sprechen (egal wie gut oder schlecht), usw. und verdient ein bisschen Mitleid.) Es gibt solche Leute die als hörgeschädigt angesehen werden, aber medizinisch und juristisch gesehen sind sie gehörlos, weil es auf dem Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „GL“ offiziell steht. Ob Julia in Ihrem Schwerbehindertenausweis gleiche Merkzeichen wie ich hat, ist die Frage und die Bedingung mit dem Merkzeichen „GL“ müsse von taubheit grenzende Schwerhörigkeit mit Sprachstörungen vorliegen. Wenn doch, dann darf sie überraschenderweise gerne als gehörlos bezeichnen (und das ohne Sprachstörung?!?).

Sicher ist vielen aufgefallen, warum unter Schwerhörigen (darunter auch die meisten CI-Träger) bisher kaum heißes Brei debattiert wurde. Für Schwerhörigen hätten nichts dagegen und auch möglicherweise hoffentlich auch für Gehörlosen ohne darüber nachzudenken, wenn sie gleich als hörgeschädigt angesehen werden. Nicht dass die Gehörlose einfach so sagt, ob es an fehlende Selbstbewusstsein liegt. Später, wenn wir mal so cool und selbstbewusst werden (!!!) wie die Afro-Amerikaner oder halbstarke Jugendliche, dann können wir uns mit „Ey, was geht ab, tauber Bruda“ oder „Bis bald, Taubazz!“ Warum tauchen an vielen Schulen die Bezeichnung „Schule für Hörgeschädigte“ häufig auf, wo sogar die Mischung von Schwerhörigen und Gehörlosen zu finden sind? Selbst Deutscher Gehörlosen-Bund listet sogar „Schule für Hörgeschädigte“ auf, wo man die Schule bundesweit finden kann. Hier den Link!

Nun zum Taubenschlag-Artikel aus meiner Perspektive: Ich finde, die Förderschule (evtl. Regelschule???) muss ein Extra-Fach schon in der Grundschule einführen und zwar: „Grammatik“. Man merkt oft, dass sehr viele Gehörlose und auch Schwerhörigen Probleme haben, die Sprache richtig zu beherrschen, weil manche manche Schwerhörigen und Gehörlosen auch häufig eine Art Mischmasch von DGS und gebärdetem Deutsch verwenden. Manchmal sind die Deutsche Gebärdesprache (=DGS) auch der Grund dafür. Vor allem bei der DGS, da sie keine Grammatik hat und das Verb kommt da erst am Ende, z.B. „Meine Mutter kocht ein Spiegelei“ in DGS: „Mein Mutter Spiegelei kochen“ oder anderes Beispiel „Schön, daß ich nach langer Fahrt in Mailand angekommen bin.“ in DGS: „Lange fahren Mailand da schön“ oder auch anderes Beispiel „“Bist du heute morgen zu spät zur Arbeit gefahren?“ in DGS: „Heute Morgen du zu spät Arbeit?“. Das ist dann klar, dass sie dann kein gutes Deutsch beherrschen können und auch Missverständnisse führen kann, denn DGS ist eine visuell aufnehmbare Sprache mit eigenen Syntax. Auch ich hatte früher in der Schulzeit mit den Artikeln, Endungen und ein paar Probleme, die im Laufe der Zeit immer besser wurden (dank Internet und „Lesewahn“). Meine Eltern haben mich früher damit echt genervt, aber heute bin ich ihnen dankbar dafür.

Auch ein Cochlear-Implantierte kann nicht gleiche Ergebnisse wie Julia Probst erzielen, wenn sie zur Regelschule schicken sollten, weil häufig individuelle Unterschiede im Spracherwerb aufweisen. Ich kenne einige CI-Träger, die eine erkennbare eingeschränkte grammatikalische Schriftsprachentwicklung haben. Genauso machen CI-Kinder beim Erwerb der Sprache Fehler wie die Schwerhörigen mit normale Hörgeräten und Gehörlosen. Bei CI-Kinder braucht nach der Implantation viel Zeit, um die richtige Spracherwerb wahrzunehmen. Was zählt, sollen die Kinder zum richtigen Zeitpunkt in ihrer geistigen Entwicklung eine Sprache erwerben und zwar in bilingual (hier: Schrift- und Gebärdensprache). Allein Cochlear-Implantat kann alles nicht viel bringen und darum ist es ganz typischerweise von Kind zu Kind verschieden und hängt sehr stark vom Begabung und Erziehung ab.

Und was passiert wenn ein Schwerhöriger und ein Gehörloser zusammen in einer Klasse sitzt? Ob an der Regelschule auch die LBG (= Lautsprachbegleitendes Gebärdensprache) abgeschafft werden und dafür die DGS eingeführt werden soll. Heißt im Klartext so viel wie: Im Unterricht sollten alle die DGS erlernen, wenn nötig auch unter Zwang und die LGB wird abgeschafft. Das muss man sich mal vorstellen, da wird dann in den Klassen nur noch DGS gebärdet. Wenn ein Mensch ohne Gehör auf die Welt kommt, dann kann ihm nicht besseres als die Gebärdensprache passieren. Er kann so lernen zu kommunizieren und als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft auf wachsen. Wie sähe Schwerhörige aus? Interessanterweise ist die LBG gesetzlich nicht anerkannt, sondern nur als Kommunikationsform anerkannt. Jedoch muss er auch gleichzeitig die Lautsprache erlernen. Ganz logopädisch gesehen wichtig für Schwerhörige, sonst leidet man darunter die lautsprachliche Qualität. Möchte man draußen überleben, so muss man auch über die Lautsprache kommunizieren können. Aber auch auf der anderen Seite ist mir bewusst, brauchen die Gehörlosen DGS, um beide Sprachen gefördert werden. Das sollen die Grammatik für Gehörlosen und auch für interessierte Schwerhörigen im Fach „Grammatik“ beider Sprachen (Deutsch und DGS) betrachtet werden um zu vergleichen und richtig wahrnehmen zu können, was der Unterschied ist.

Edit:

Antwort von EinAugenschmaus via Google+ (1. Januar 2012): (Link: https://plus.google.com/u/0/105147235498941045340/posts/CRM9tC3qYsd )

@hewritesilent: Eigentlich sehe ich überhaupt keine Veranlassung, dir überhaupt irgendwelche Aufmerksamkeit zur deiner diffamierende Darstellung meiner Person zu schenken. Aber vielleicht helfen dir diese Fakten über mich weiter, die JEDEM bekannt sind, die mein Blog lesen und verstehen können. 

1. Hartmut, eine sehr geschätzte Persönlichkeit aus der Gehörlosenwelt, erklärte dir schon ausreichend in einem Blogcommentar In DEINEM BLOG, dass ich erst mit 12 JAHREN das Cochlear Implantat bekommen habe und ich war nur mit normalen Hörgeräten, die aber schlecht eingestellt waren und ohne Gebärdensprachdolmetscher auf der hörenden Grundschule! 

2. Deine Angaben über mich entsprechen also nicht der Wahrheit. Anscheinend, weil du sie nicht hören kannst oder WILLST. Und zweitens: Ich sagte schon immer, dass meine Gebärdensprachkenntnisse nicht perfekt sind und ich wirklich dann nur gut gebärden kann, wenn ich weiß, dass meine Umgebung aus gehörlosen Menschen besteht. 

3.Und ich bin in keinster Weise gehörgeschädigt, wie du es behauptest. Ist dir denn noch nie in den Kopf gekommen, dass das Wort „gehörgeschädigt“ eine ähnliche Abwertung einer Person enthält wie das Wort „kriegsbeschädigt“ oder „kriegsversehrter“? In meinem Schwerbehindertenausweis habe ich das Merkzeichen GL, weil ich ohne das Cochlear Implantat erst jenseits ab 90 dzb was wahrnehmen kann. Damit bin ich ganz klar gehörlos ohne das Cochlear Implantat.

4. Ich sagte das schon immer ganz klar: Ohne das Cochlear Implantat bin ich gehörlos, mit dem Cochlear Implantat bin ich schwerhörig und von der kulturellen Identität hörend. Und damit habe ich kein Problem, auch meine gehörlosen Freunde nicht. Die akzeptieren meine Identität und stehen hinter mir, was meine Bloggerei und damit meine Ansichten betrifft. 

5. Und in deinem ganzen Blogeintrag kann man nachlesen, dass du die Replys an mich per Twitter überhaupt nicht 100% richtig verstanden hast. 

Ich fühle mich dennoch sehr geschmeichelt, dass du soviel Zeit meiner Person widmest – ich hoffe, ich werde dir weiterhin noch eine unterhaltsame Zeit bieten.
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Mein Antwort an Julia Probst via Google+ (1. Januar 2012):

1. Dein Antwort via Twitter ist mir damals bekannt. Hartmuts Beiträge sind schon ZU extremistisch! Und ja, wer denkt, ich sei zu radikal. Besser sarkastisch als radikal! 🙂 Viel Spaß beim nachdenken!
2. Dann können wir eines Tages persönlich treffen, wenn du magst/möchtest. Vielleicht bringe ich meine gehörlose Freunde mit. Ich/Wir werde/-n dann analysieren.3. Eigentlich sehr außergewöhnlich! Sprachstörungen hast du meine Feststellung keins, trotzdem.4. Ohne das Hörgerät bin ich gehörlos, mit dem Hörgerät bin ich taubheit grenzend schwerhörig und von der kulturellen Identität alles in einem, also hörend, schwerhörig und gehörlos. 🙂5. Wir haben unterschiedliche Vorstellungen, aber eines fehlt was bei dir. 🙂Extra-Antwort Nummer 6: Früher sagte man „taub und stumm“, dann wurde daraus „taubstumm“. Logisch! Man hatte ja damals keinen passenderen Begriff! Was sollten sie denn sonst sagen – Nichtsprechender und Nichthörender? Später wurde klar, dass ein tauber Mensch nicht stumm sein muss. Was tut man in diesem Fall? Das Wort „stumm“ ist weg, und alle Welt ist zufrieden. Nur die Deutschen nicht! Sie erfinden nicht nur ein völlig neues Wort, sondern verdammen auch noch das alte als „diskriminierend“. Muss das sein? Es gibt ja tatsächlich taubstumme oder stumme Menschen, die nicht sprechen können.Kann jemand mir bitte erklären, wieso ein gehörloser Politiker wie Martin Zierold häufig und immer dieser Begriff „taub“ benutzt und nichts anderes. Und du „gehörlos“ (laut Twitter und Blog)!

 

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Marco Lipski vor Sehen statt Hören (SsH)-Comeback?

Wieder mal nach langer Zeit neues von Marco Lipski und höchst umstrittenen „Deaf-Synergy“, die kürzlich im Taubenschlag erschienen ist.

Vor etwa halbes Jahr stolperte gehörlose Moderator Marco Lipski über einen höchst umstrittenen Mulit-Level-Marketing „Deaf-Synergy“ mit dem Unternehmen Synergy Worldwide und verlor darüber ihre Moderations-Job. Beim BR (Bayerische Rundfunk) ist er seitdem nicht mehr auf dem „SsH“ zu sehen und im dritten Programm hat in dieser Saison Jürgen Stachlewitz, Thomas Zander und Kilian Knörzer moderiert. Allerdings angeblich mit weniger Erfolg oder Begeisterung als Marco Lipski. Ob Marco Lipski und Co. „ehrliche Reue“ zeige und eine zweite Chance verdient hat, ist eine Frage der Zeit.

Über Facebook kann man zwar die Anhängerschaft „Nein zu Sehen statt Hören ohne Marco L., Rona M. und Conny R.“ über Facebook finden und vergleichen, doch die Anhängerschaft von Marco Lipski & Co. ist schwächer als die Anhängerschaft von „Nein zu Synergy“. Die Gruppe von „Nein zu Synergy“ weist bis heute immer noch die deutliche Mehrheit auf und hat momentan weit über 300 Anhänger Vorsprung, was auch genauso die sehr deutliche Umfrageergebnis von GL-C@fe immer noch klar und deutlich zeigt.


(Bildquelle: http://www.gl-cafe.de, Stand: 23. Mai 2011)

ältere Artikeln über die Machenschaften von Deaf-Synergy:
Synergy Warnung
Taubenschlag „Boooom, du Müüüüülll“
Erfahrungsberichte über Synergy
Wahrheit oder Lüge?

 
 

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