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Archiv für den Monat Mai 2012

Gebärdensprachkurse an der VHS – Das Tagebuch von Melanie B.

Vor einige Tagen als durch eine aufsehenerregende Tweet von EinAugenschmaus (Julia Probst) solche heftige Diskussionen über Bestrafung und Regeln via Twitter auslöste, schauen wir mal als Beispiel genauer hin welche für Folgen in Sachen Inklusion und Barrierefreiheit geben könnte.

Das Tagebuch von Melanie B.:

Gehörlose lernen die Gebärdensprache bei den Eltern oder auf dem Schulhof. Hörende dagegen müssen zur Volkshochschule gehen, um die Sprache der Gehörlosen verstehen zu können. Keiner wusste, was die Besucher der VHS-Kurse empfinden – bis jetzt. Denn vor kurzem haben wir das Tagebuch von Simone gefunden und lernten eine völlig andere Welt kennen – die Welt der hörenden Kursbesucher. Simones stumme Leiden – jetzt werden sie laut!

…mein Gott, ich fasse es immer noch nicht! In meiner Klasse waren mindestens 2000 Leute, die die Gebärdensprache lernen wollten! Wir bekamen einen Bogen mit 25 Fragen, die wir innerhalb von 4 Stunden beantworten mussten. „Wann wurde die Gebärdensprache anerkannt?“ – woher zum Teufel soll ich das wissen? Ich studiere doch nur Gehörlosenpädagogik und nicht die Gehörlosen!…

Die Aufnahmeprüfung

Weil die Gebärdensprachkurse hoffnungslos ausgebucht sind, müssen die Teilnehmer neuerdings durch die Aufnahmeprüfung. Etwa 2000 Anmeldungen gehen ein – nur die besten 15 dürfen die Gebärdensprache lernen.

…das fing ja toll an, am ersten Tag machten sieben Teilnehmerinnen blau. Heute fühlte ich mich total unfrei. Ich brachte keine Vokabel zustande. Wir bekamen eine Babyrassel in die Hand gedrückt. Wozu sollte das denn gut sein? „Abbau von Hemmungen“ nannte das die Dozentin. Pah.

Ich fühlte mich nach den Lockerungsübungen gar nicht lockerer, ausserdem erinnert mich der Kram nur daran, dass ich meine Pille vergessen habe. Das wird wohl nichts mit Stefan…

Bloss keine Hemmungen

Lockerungsübungen und Spiele zur Abbau von Hemmungen.

…ich fühlte mich heute total lau, hätte auch blau machen sollen! Diesmal nur sechs Frauen. Wir durften beim Gebärden nicht reden. Das wäre sonst LBG oder so, meinte die Kursleiterin. Dabei rede ich für mein Leben gern. Wir standen da und schrien ohne zu schreien. „Lauter!“ befahl die Kursleiterin. Also schrie ich lautloser. Was für ein Stress. Mir brummt der Kopf immer noch…

Stumme Schreie

Hier lernen die Teilnehmer stumm zu schreien und lautlos zu lachen.

…heute war Helga zusammengebrochen. Sie heulte zwei Stunden lang. Denn heute war unser erstes Mal. Der erste DGS-Satz! Ich werde ihn nie vergessen. „Dein Name was?“…

…mein Gott, muss ich die Gehörlosenpädagogik-Abschlussprüfung auch in DGS schreiben?…

Den ersten Zusammenbruch…

…erleben einige Kursbesucher immer wenn die DGS-Grammatik zuschlägt.

…ich habe schon immer gewusst, dass es nicht gutgehen kann, wenn sich in einem engen Raum nur Frauen befinden (heute warens sieben). Elke machte eindeutige Gebärden. Ich wollte nur noch raus…

Berührungsängste

Sexuelle Belästigung – leider immer noch ein Tabu-Thema bei den Gebärdensprachkursen.

…nur noch drei Teilnehmerinnen. Die anderen haben aufgegeben. Unsere Kursleiterin war heute krank. Johannes übernahm die Vertretung – ich wünschte, ich hätte ihn nie kennengelernt. Meine Arme schmerzten, meine Hände taten mir weh – und ich musste weiter gebärden. Immer weiter… Nach 20 Minuten fiel Heidi vom Stuhl. Fünf Minuten später kippte auch Ute um. Und Stefanie musste sich übergeben.

Ich wollte nur noch nach Hause…

Barack Obama: Alles schaut auf mein Kommando!


„Gebärde oder Stirb!“ – die Kursleiter sind ehemalige Ausbilder aus White House und zeigten keinerlei Verständnis für wundgebärdete Hände.

…Endlich! Der letzte Tag! Ich war heute die Einzige in dem Kurs. Ich gebärdete noch schnell diese Sätze: „ich haben buch“, „dein vater wie alt?“, „du schüler du?“ – dann wurde mir schwarz vor den Augen und ich brach zusammen.

„ich haben fertig!“…

Das wars…

… Melanie B. hatte als Einzige alle 12 Doppelstunden besucht. Sie brach am letzten Tag wegen Erschöpfung zusammen und musste nach Hause getragen werden.

 

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Rentable GMU

„Andereits ist die Entwicklung der Gehörlosenzentrum zu mehr Professionalität gebremst, denn dort gibt es schon alle Angebote von Theater bis Weiterbildung. Das GMU zum Beispiel möchte sich langsam vom Gehörlosenzentrum zu einem Insitut wandeln. Die Frage ist, ob dann alle dort hin wechseln oder sich selbständige Gruppe gründen sollen wie zum Beispiel das IVT, das professioneller und leidenschaftlicher arbeiten als ein Zentrum, das als „Mama“, die sich um ihre Kinder sorgt, fungiert. Ich denke, dass Gehörlosenzentrum nicht mehr alles anbieten sollen, sondern dass öfters eigentsändige Gruppen, zum Beispiel als Kneipe oder Theatergruppe, gegründet werden sollten.“

Quelle: http://www.vibelle.de/tv/watch/108 zwischen 9:20 bis 9:55 Minuten

Interessante Aussage von Mr. Busch. Gehörlosigkeit kann ganz schön rentabel sein. Allerdings nicht für die Betroffenen selbst, sondern für alle, die für Betroffene arbeiten. Manchmal sind es sogar ganze Betriebe. Schauen wir mal nach Österreich/Wien. Eins davon ist das „equalizent“ in Wien. Die GmbH beschäftigt allein in der österreichischen Hauptstadt über zwei bis drei Dutzend Mitarbeiter. Seminare, diverse Kurse und Fortbildungen gehören zum Angebot. Sich selbst bezeichnet die Firma als „Qualifikationszentrum“. Es ist dort groß genug, so dass neben einem Veranstaltungsraum und Büros auch kleine Läden drinnen Platz finden. Die dann an „gehörlose Friseur und Fußpfleger“ vermietet werden kann. Nach einer Maniküre können die (hörenden) Kunden im hauseigenen Lokal speisen, das ebenfalls von Gehörlosen betrieben werden soll. Hauptspeise: Fingerbuchstabensuppe. Diese Leckerlei wird der Gast auch im Deafshop als Fertiggericht kaufen können. Das ILY-Schlüsselanhänger gibt’s dann als Werbegeschenk…

Woher kommt das ganze Geld? Klar, die Steuergelder! Nicht nur das Bundessozialamt beiteiligen sich, sondern auch die EU mit ihren Fördermitteln beteiligen. Vergleichbar ist das Projekt übrigens mit dem Münchner Gehörlosenzentrum, das dem Gehörlosenverband München (GMU) gehört. Das große Bau kostete mal 2,38 Millionen Euro – ein echtes Schnäppchen! Leider ist die Lage nicht gerade ideal, das GMU befindet sich jetzt am Popo von München. Und die Betriebskosten sollen den Vereinsvorständen jedes Jahr Sorgenfalten in die Gesichter treiben…

Sollte die zu einem Insitut umwandeln und auch ob das deaf’n more später mal Erfolg haben wird? Die Zielgruppe wird ja immer kleiner, da schwerhörige und taube Kinder frühzeitig mit Hörhilfen versorgt werden. So fällt ihnen der Spracherwerb leichter und immer mehr wandern in die Welt der Hörenden ab. (siehe zum Beispiel zuletzt neueste Statistik-Ausgabe 2012 von Deutscher Gehörlosen-Sportverband) In der Projektbeschreibung wird hingegen erwähnt, dass alleine in Wien und Umgebung 6000 Gehörlose wohnen! Woher das equalizent die Zahl hat? In Oberbayern (4,2 Mio Einw.) gibt es über 1000 Gehörlose, in ganz Bayern (12,5 Mio Einw.) sind es etwa leicht über 3000. Und equalizent rechnet vor, dass von den 1,7 Mio. Wienern angeblich 6000 gehörlos sind…

Edit: Danke an die aufmerksame Leser, die mir per Email zugeschickt hat. Siehe Leseprobe von DGZ sehr passend zu diesem Blogartikel, Seite 16, Thema „Brauchen wir Gehörlosenzentrum?“ http://www.gehoerlosenzeitung.de/leseprobe/2012_dgz_mai_leseprobe.pdf

 

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Pfui-Liste von Gehörlosen

Pfui: ARD, ZDF und alle anderen Sendeanstalten, die mit Untertiteln knausern.

Pfui: Cochlea-Implantate bei Kindern – Freddy Krüger lässt grüssen.

Pfui: Hörgeschädigte, die sagen: „Grahmatickfeler = Deafkuhldur“. Keine Kultur auf der Welt lässt Fehler in ihrer Sprache zu. Oder sind die Deutschen mit ihrer „Leitkultur“ den anderen wieder mal voraus?

Pfui: Saufwettkämpfe auf Vereinsfeiern.

Pfui: Neid und Missgunst unter Hörgeschädigten.

Pfui: Twitter-Krieg zwischen Ennomane und EinAugenschmaus. Außerdem häufen sich Beschwerden bei Gehörlosenverbände und Tierschützern wegen des Missbrauchs der Art als Werbeträger. Doch Unternehmen erkannten schnell das Potenzial und züchteten sich große Twitter-Schwärme, die sie mit Sprüchen fütterten und in alle Welt aussendeten. Nix zu machen! *schulterzuck*

 

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UT-Mission impossible

Jetzt ist wieder Diskussionen um Untertitel im besagten Kaffeeforum aufgelebt worden.

Das hochtrabende Ziel der Arbeitsgruppe ist die Erhöhung der Anteil an untertitelten Filmen im TV bis auf 100%…Ob auch Privatsender mitberücksichtigt werden, ist eine Frage der Zeit?

Steckt dahinter wieder nur „Viel Dichtung, wenig Wahrheit“? Höchstwahrscheinlich ja, denn Clubmitglieder sind folgende Vereine/Verbände: Deutsche Gesellschaft, der DGB (Dt. Gehörlosenbund), DSB (Dt. Schwerhörigenbund), die BHSA (Studentenverband der Hörg.), der Bundesgebärdendolmetscherverband und die Landesverbände. Das Treffen findet übrigens unter strengster Geheimhaltung und Ausschluß der Öffentlichkeit statt oder sogar separate Tagung mit Warteschlangekommunikation. Egal, viel Spaß beim Feiern und Prozentakrobaten!

Und: Warum man hierzulande TV-Sendungen nicht anständig untertiteln kann!

36 Zeichen passen in einen einzeiligen Videotext-Untertitel. Bei zwei Zeilen sind es 72 Zeichen – inklusive Interpunktion und Leerzeichen. Wenn der Untertitel fünf Sekunden eingeblendet bleibt, wäre das genug für ein zweistrophiges Kinderliedchen. Einen normalen Dialog in eine 72 Zeichen fassende Textbox unterzubringen, die fünf Sekunden lang angezeigt bleibt, ist nur ganz selten möglich. Im Fernsehen ist daher das Kürzen der Texte die Regel. Eine Politsendung mit schnellen Dialogen zu untertiteln ist ein Ding der Unmöglichkeit. Ist die Sendung live und muss der Untertitler die Dialoge sofort abhören und gleichzeitig (!) abtippen, korrigieren, kürzen, die Untertitel den Personen zuordnen, „einfärben“ und schließlich in den laufenden Beitrag einblenden, wird das ein Himmelfahrtsjob …

Die hörgeschädigten Zuschauer zogen bekannterweise Fazit: Die Untertitel gaben die Dialoge nur bruchstückhaft wieder, wurden mit großen Verzögerungen eingeblendet oder der sprachlichen Qualität der Untertitel (einer sagt zu schweres Deutsch, einer sieht doofes Deutsch, einer meint schlechtes Deutsch, einer behauptet UT-Qualität ausreichend etc….).

Hatten die Untertitler erkannt, dass sie sich zu viel vorgenommen haben? Denn es ist kein Geheimnis, dass es selbst die schnellste Tippse der Welt nicht schaffen würde, das Feuerwerk an Dialogen mittels einer normalen Tastatur niederzuschreiben. Man ist übrigens ebenfalls der Meinung, dass es unmöglich wäre, „alle Äußerungen in einer Diskussion wie zum Beispiel „hart aber fair“ vollständig wiederzugeben“. Der Pressesprecher des Senders NDR wurde noch deutlicher: „… (es gibt) aus dem Stand nicht genüg qualifizierte Untertitel-Redakteure, um ein solches Format jeden Sendungen (untertiteln) zu können …“.

Eine Alternative wäre, Schnellschreiber zu beschäftigen. Der Einsatz von Stenotypisten hat sich in den USA und Großbritannien bestens bewährt. Doch die Untertitelredaktionen im deutschsprachigen Raum weigern sich immer noch hartnäckig, auf das Stenosystem umzusteigen und schwören weiterhin auf archaische Methoden.  Dass oft stark gekürzt werden muss, nimmt man in Kauf – schließlich möchte man auch die weniger „lesekundigen Hörgeschädigten“ erreichen, wie die Untertitelredaktionen gerne betonen. Ob aber diese Zielgruppe einige Sendungen guckt?

Dieses und letztes Jahr war es dann soweit – die verbesserte Untertitelqualität liefen ganz „offiziell“ über den Bildschirm. Und wieder wurde der politisch interessierte hörgeschädigte Zuschauer enttäuscht. Genau wie in der Versuchsphase waren die Untertitel stark gekürzt, hinkten hinterher und alles andere als zufrieden stellend. Da kann man nur sagen: Mission gescheitert …

Eine gute Lösung würde so aussehen: Während der Live-Sendung werden die Dialoge von einem oder mehreren Stenotypisten niedergeschrieben. Gleichzeitig erscheinen die vollständigen Texte als dreizeilige Untertitel auf dem Bildschirm – maximal drei Sekunden lang. Wird die Sendung am nächsten Tag als Wiederholung mit Untertiteln gezeigt, könnte vor der Ausstrahlung ein UT-Redakteur die Gesprächsfloskeln in den Untertiteln auslassen und die Texte auf 2 Zeilen trimmen – der besseren Lesbarkeit wegen. Dadurch wäre beiden Nutzergruppen gedient: Die Turboleser und die Alles-ganz-genau-wissen-Wollenden bekommen während der Live-Übertragung die vollständige UT-Fassung. Am nächsten Tag können die Gemütlicheren und die „weniger lesekundigen Hörgeschädigten“ sich entspannt zurücklehnen und die für die Wiederholung bearbeiteten Untertitel in aller Ruhe lesen. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Vorschlag bald Gehör findet.

 
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Verfasst von - 17. Mai 2012 in Untertitel

 

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Deutscher Gehörlosen-Bund parteipolitisch neutral?

Hui, was haben wir gerade entdeckt.

Ausgerechnet derzeitige Vizepräsidentin des Deutsche Gehörlosen-Bund wirbt für „DIE GRÜNEN“. Aber ist es rechtens erlaubt?

Laut Satzung des Deutschen Gehörlosen-Bundes steht es:

§ 1 Name und Sitz

c)    Der DGB ist parteipolitisch und konfessionell neutral.

Autsch! Offensichtlich sind Deutscher Gehörlosen-Bund eindeutig nicht sehr politisch neutral geführt. Wahrscheinlich haben sie zuviel grüne Frösche von Haribo gefressen, deshalb sind fast alle Gehörlosen zu grün im Gesicht geworden.

 
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Verfasst von - 15. Mai 2012 in Gehörlosenkultur, Politik

 

Bundesparteitag der Piraten in Neumünster

Das waren noch Zeiten, wo die GRÜNEN damals sich an einem Ort versammelten und mit ihrem chaotischen Erscheinen für Aufsehen sorgten. Jetzt ist von dem Chaos keine Spur mehr zu sehen, im Gegenteil. Ein Grossaufgebot der Polizei hielt Wache – mit der Aufgabe, jeden Chaoten oder Unruhestifter sofort vom Platz zu entfernen. Das neue Image der Grünen heute: Wir sind wer! Deren Wähler sind jetzt lammfromm und sehr umweltfreundlich geworden.

Jetzt sind die Piraten dran, die gemeinhin noch immer als eine recht chaotische Organisation von Sonderlingen gelten. Wie man via Streaming prima beobachten kann. Wie sähe dann ab 2013 oder später aus? Wieder lammfromm und technikfreundlich? Wir werden sehen. Die anwesenden Hörgeschädigten während der Piratenparteitag gaben keinen Mucks von sich.

Wieder seit jahrhundertenlang kaum Hörgeschädigte auf einer Bundesparteitag

Liegt wohl daran, dass kein Hörgeschädigter über die Anwesenheit eines Dolmetschers informiert wird. Nur etwa ein halbes Dutzend Gehörlose verfolgten via Internet bzw. vor Ort Marina Weisbands oder Sebastian Nerz Ansprachen. Ein Dolmetscher hatte zunächst Bedenken, dass ihn die Zuschauer wegen dem Dialekt nicht verstehen würden. Doch seine Sorgen waren unbegründet. Ganz andere Sorgen dagegen hatten die Schwerhörigen und süddeutsche Gehörlosen mit gebärdensprachliche Dialekt. Wie Untertitel? Bei all den technische Voraussetzungen haben die Piraten wohl ihre Wähler mit Handicap vergessen. Nachträglich liess sich nichts mehr ändern.


(Quelle: Live-Stream während der Bundesparteitag am 28.04.2012 in Neumünster http://www.piraten-streaming.de)

Unsichtbare Piraten-Geistrede „Für Hörgeschädigte“ – tatsächlich gab es für uns einen Stand.
Unsichtbare Frage aus dem Rednerpult: „Wieviele Gehörlose sind hier?“
– Antwort vom Gebärdensprachdolmetscherin (Foto, Links): „7“
–  2. Gebärdensprachdolmetscherin (Foto, Rechts) „Wie bitte?“ – „MHEMM UHMEA IHNAAM UMMES GMNRGH!“ …Frau Weisband, das war kein guter Witz. Also, klarmachen zum ändern?

 

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Exklusiv: Das komplette Veranstaltungsprogramm zu den Gehörlosen Kulturtagen in Erfurt!

Unsere Nacht- und Nebel-Aktion hat sich gelohnt! Wir haben aus dem streng bewachten Tresor (hergestellt von FBI und CIA) des Hörgeschädigtenverbandes das geheimgehaltene Programm zu den Kulturtagen http://www.gehoerlosen-kulturtage.de geklaut!

Auf diesem Papier sind nicht nur Datum und Aufführungsorte der allgemeinen Veranstaltungen angegeben, sondern auch interne Vorträge und Diskussionen für Vereinsbosse (auch Vereinsbonzen)!

Unsere Leser sind schliesslich nie die Letzten, die etwas erfahren, sondern immer die Ersten…

Internes Papier
Streng vertraulich!

Programm zu den Gehörlosen Kulturtagen in Erfurt
vom 20.09.2012 – 22.09.2012

Alle Veranstaltungen finden ausschliesslich im Grossen Saal mit 240000 Sitzplätzen statt. (ausverkauft!! INKLUSION SEI DANK!!!!)

20.09.2012
10:00 Eröffnungsrede
12:00 Grussworte


12:00 bis 12:10 Grosse Pause
(nur in dieser Zeit ist den Besuchern das Aufstehen gestattet)


12:10 Vortrag
16:05 Kurze Ansprache


18:00 bis 18:05 Kleine Pause
(nur in dieser Zeit ist den Besuchern das Aufstehen gestattet)


18:05 Abendgebet
20:00 Schlussworte
23:25 Theaterstück „Homophobie“ mit Superstar bengie und Rafael-Evitan
23:30 Abschied

21.09.2012
10:00 Frühstucksrede
11:00 Vormittagsrede


12:00 bis 12:10 Grosse Pause
(nur in dieser Zeit ist den Besuchern das Aufstehen gestattet)


12:10 Mittagsrede
15:00 Vorstellung des Künstlers „Lollien“
15:03 Gebärdenlied „Alle Vögler sind schon da“
15:05 Kurze Rede
17:55 Dankesrede an den Hauptsponsor „Facebook“
17:59 Grosse Rede des Hauptsponsors mit Mark Zuckertal


18:00 bis 18:05 Kleine Pause
(nur in dieser Zeit ist den Besuchern das Aufstehen gestattet)


18:05 Abendrede
20:00 Theaterstück „Aniara“
23:45 Schlussrede
00:45 Nachtrede
03:00 Abschiedsrede

22.09.2012
Vorträge nur für Vereinsbosse
07:00 Vortrag „Wie gründe ich ein Verein?“
08:00 Vortrag „Wie gewinne ich trotz Mitgliederschwund neue gehörlose Mitglieder?“
08:00 Vortrag „Wie beantrage ich Zuschüsse?“
09:00 Vortrag „Wie lege ich die Million an?“
10:00 Vortrag „Wie baue ich ein neues Zentrum?“
11:00 Vortrag „Wie erkläre ich alles dem Fiskus?“


12:00 bis 12:10 Grosse Pause
(nur in dieser Zeit ist den Besuchern das Aufstehen gestattet)


12:10 Podiumsdiskussion
14:00 Podiumsdiskussion Teil 2
16:00 Podiumsdiskussion Teil 3


18:00 bis 18:05 Kleine Pause
(nur in dieser Zeit ist den Besuchern das Aufstehen gestattet)


18:05 Podiumsdiskussion Teil 4
20:30 Podiumsdiskussion Teil 5
21:45 Podiumsdiskussion Teil 6
22:00 Gebärdenlied „Fickaro“
22:05 Schlussdiskussion
Ab 23:00
– Grosse Saufparty (Veranstalter: Maydeaf)
– 40 Fässer Bier
– 10.000 Liter Jack Daniels
– 20 Millionen Liter Synergy-Drink
– GoGo-Girls
– Men and Women-Strips
– Lebendes Essen auf Rädern
– Dunkelkammer
– Munkelzimmer

06:05 Ausklang
06:10 Rauswurf

Achtung Satire!

 
2 Kommentare

Verfasst von - 1. Mai 2012 in Gehörlosenkultur

 

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