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Archiv der Kategorie: Sport – Deaflympics

Löst Deaflympics auf? #inklusion

Im Zuge der weltweiten Inklusion will der Paralympics-Präsident Sir Philips Craven offenbar gehörlosen Sportler/-innen im Jahr 2020 bei den Paralympics in Tokio/Japan aufnehmen.

Schon allein wegen dieser Zitat „“It is an objective to get some events for deaf athletes into the Paralympics,” von Paralympics-Präsident Sir Philip Craven löste weltweit unter gehörlose Sportfunktionäre riesige Unruhe aus und dies könnte ein Zeichen sein, ob Deaflympics eines Tages auflöst.

ICDS-Präsident Valeriy Ruhkledev dementierte dies natürlich. Kurze Zeit später entschuldigte sich und erklärte Sir Philip Carven, er sei falsch zitiert worden. Offenbar wird gemunkelt wenn einer von Paralmypics-Präsident selbst ertaubt, bzw. sein Gehör stark nachlässt, und er verzweifelt vor seiner heißgeliebten Paralympics-Posten aber verstummten Glotze sitzt und daran denkt irgendwas fehlt was, wird sich vielleicht etwas ändern, wenn er doch Deaflympics auf eigene Faust ohne Einverständnis des ICSD-Präsident Valery Rukhledev aufnimmt.

Eins steht es fest: Gehörlosen werden nie bei den Paralympics mitmachen und wollen ja auch nichts als Behindert angesehen werden. Arnold Schwarzenegger sagte einmal: „Euch Gehörlosen geht es zu gut!“

http://www.paralympic.org/news/ipc-statement-regarding-deaf-sports-and-paralympic-games

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Ein Kommentar

Verfasst von - 19. Oktober 2013 in Sport - Deaflympics

 

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Deaflympics: ICSD vergrault Deaf TV Teams (Medien)

Zwar ist Deaflympics in Bulgarien vorbei, und schon bahnt sich der große Streit an. Natürlich geht es wieder um das liebe Geld. Und zwar für die Berichterstattung. Jeder, der bei den Deaflympics drehen und im TV berichten will, muss hohe Gebühren an den Gehörlosenweltsportverband ICSD zahlen. Noch-Präsident Craig Crowley ist geschäftstüchtiger als wir dachten…Die Auswirkungen werden die daheimgebliebenen Fans zu spüren bekommen: In vielen Ländern wird’s wahrscheinlich nichts aus einer Sendung über die Deaflympics. Bei einer Versammlung der „Deaf-TV-Redaktionen“ gaben die Deaflympics-Veranstalter bekannt, dass für die Rechte auf Berichterstattung zwischen 1500 bis 5400 Dollar verlangt werden! Ein Schock für die TV-Teams – hatten doch die Leute angeblich eine kostenlose Akkreditierung versprochen! Diese Art von Geschäftemacherei ist nicht neu: Angeblich mussten in Rom (Deaflympics 2001) 3100 Dollar für „Senderechte“ sowie in Melbourne (Deaflympics 2005) für 2500 Dollar und Taipei (Deaflympics 2009) auch in ähnlicher Höhe gezahlt werden. …

Viele „Deaf-TV“-Teams weigern sich, die hohe Summe zu überweisen. Nur ein paar Ländern zeigen sich unbeeindruckt – dank der finanzkräftigen Mutter/Papa durch die Staat, werden die Gehörlosen mit einem kompletten Fernsehteam reisen. Die Mitarbeiter von Sehen statt Hören blieb bisher fern, weil sie werden die Gebühren wohl aus eigener Tasche bezahlen müssen. Immerhin wird der fertige Film über die Deaflympics nach Fertigstellung an den Fernsehsender mit Gewinn verkauft.

Auch die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage wie zum Beispiel LifeInsight oder Deutsche Gehörlosen-Zeitung werden zahlen müssen, wenn Sie vor Ort erscheinen müssen: 600 Dollar kostet eine Presseakkreditierung! Soviel also zum Thema schwache bzw. unsichtbare Öffentlichkeitsarbeit…

Siehe Preisliste:

Broadcast Media Max:

• The right to embed the official Deaflympics feed in the broadcaster’s own website

• Sofia 2013 will provide an advertisement-free livestream for medal and finals events in all sports in addition to coverage of the Opening and Closing ceremonies. Coverage will range from TV quality multi-camera coverage to single HD webcam coverage.

• A daily, edited, TV broadcast-standard highlights reel (at least 30 minutes of footage)

• Field of play access for two video cameras with camera operators

• Mixed zone access for six crewmembers (including interpreters) with maximum two cameras

• Rights and royalty-free use of ICSD official still images

• Venue, media centre and information center accreditation for up to ten named crewmembers

• Transportation network access for up to ten people

• Please note, an ICSD-provided media vest will be required for anyone wishing to operate professional camera equipment in a Deaflympics venue, whether on the field of play or in the spectator stands.

• US $ 5,400

Broadcast Media:

• The right to embed the official Deaflympics feed in the broadcaster’s own website

• Sofia 2013 will provide an advertisement-free livestream from for medal and finals events in all sports in addition to coverage of the Opening and Closing ceremonies. Coverage will range from TV quality multi-camera coverage to single HD webcam coverage

• A daily, edited, TV broadcast-standard highlights reel (30 minutes of footage)

• Field of play access for one video camera with camera operator

• Rights and royalty-free use of ICSD official still images

• Mixed zone access for three crewmembers with maximum one camera

• Venue, media centre and information center accreditation for up to four people

• Transportation network access for up to four people

• Please note, an ICSD-provided media vest will be required for anyone wishing to operate professional camera equipment in a Deaflympics venue, whether on the field of play or in the spectator stands.

• US $3,950

Broadcast Media (Single Sport):

• The right to embed the official Deaflympics feed from just one sport in the broadcaster’s own website.

• Edited, TV broadcast-standard highlights reel (30 minutes of footage) for the opening and closing ceremonies.

• Field of play access for one video camera with camera operator for only one sport.

• Rights and royalty-free use of ICSD official still images related to only one sport.

• Mixed zone access for three crewmembers with maximum one camera for only one sport.

• Single venue, media centre and information center accreditation for up to four people

• Transportation network access for up to three people only for venues related to the chosen sport.

• Please note, an ICSD-provided media vest will be required for anyone wishing to operate professional camera equipment in a Deaflympics venue, whether on the field of play or in the spectator stands.

• US $1,450
Journalist:

• Rights and royalty-free use of official still images

• Mixed zone access

• Venue, media centre and information centre access

• Transportation network access

• US $ 600
Still Photographer:

• Field of play access for one still camera

• Rights and royalty-free use of official still images

• Venue, media centre and information centre access

• Transportation network access

• US $ 600

Quelle: http://www.deaflympics.com/video.asp?29

 
 

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Russland „vergoldet“ die Deaflympics

Die Weltspiele der Gehörlosen, seit 2001 Deaflympics genannt, wurden am 04. August 2013 für beendet erklärt. 11 Tage lang kämpften gehörlose und hörgeschädigte Sportler aus aller Welt um Medaillen, Ruhm und neuerdings auch um Geld. Zwar wurden – zumindest in den ehemaligen Sowjetrepubliken – schon immer Prämien ausgezahlt, aber sie waren noch nie so astronomisch wie heuer und ehedem. Die höchsten Summen erhalten die erfolgreichen Sportler von der russischen Regierung: Jeder Goldmedaillengewinner bekommt 100.000 Euro Prämie!

Kein Wunder, dass die russischen Gehörlosen wie besessen trainierten und Auszeichnungen ernteten wie Spargel. Ergebnis: 67 Mal (richtig gelesen!!!) ging das begehrte Gold an Russland, möglicherweise mit neuer Rekord im Medaillenspiegel von 67 (nochmal richtig gelesen!!!) Goldmedaillen in ungeahnte Dimensionen. Weil auch die russische Fussballmannschaften den 1. Platz belegten, sind Prämien noch mehr fällig. Also jetzt sind die russische Regierung diesmal gezwungen mehr an erfolgsbessene Sportler/-innen „bluten“. Vielleicht kürzen sie in 4 Jahren, wer weiß.

Freude auch bei den Familienangehörigen, Fans und Funktionären in Russland: Sie empfingen die heimkehrenden Sportler am Flughafen wie Helden. Blumen, Küsse und Glückwunsche regneten auf die Sieger. Auch das Fernsehen war dabei, und natürlich widmete die Presse mehrere Seiten den Deaflympioniken. Andere Länder hielten sich da eher zurück: In Deutschland begrüßten lediglich ein Haufen deutscher Fans ihre Sportler, dafür aber war der Empfang für einen Heimkehrer umso herzlicher: Seine Freundin machte ihm gleich am Terminal einen Heiratsantrag, den er mit einem „Ja“ absegnete…

In der Schweiz pilgerten immerhin einige Funktionäre vom Sportverband zum Flughafen. Einzigste und erste schweizerische Goldmedaillengewinnerin der Deaflympics 2013 blieb einfach fern. Und von den Österreichern hört man gar nichts – kein Wunder, die (!) Alpencowboys brachten tatsächlich fast keine einzige Medaille mit nach Hause.

Macht nichts, vier Jahre bis zu den nächsten Weltspielen sind mehr als genug für ein intensives Training. Denn die Konkurrenz wird groß sein: In Türkei, wo 2017 die nächsten Deaflympics stattfinden werden, prophezeien die Veranstalter in türkischer Folkloretanz einen Ansturm von 5.000 bis zu 10.000 Sportlern. Wahrscheinlich sind 3.000-8.000 davon Türken…

 
 

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Deaflympics Sofia 2013 – Fussball Deutschland gegen Russland

Deutschland verliert gegen Russland 1:4 nach Verlängerung in einem dramatischen Spiel

Das hätte nicht passieren dürfen:Das Ergebnis sahen viele Zuschauer bereits voraus…

Die Deutschen starteten bei den Deaflympics überaus erfolgreich. Der Trainer und die Spieler leisteten gute Arbeit.

Schon zu Beginn des Halbfinalspiels stürmten die Deutschen auf das gegnerische Tor. In der 18. Minuter traf ein Stürmer mit 1:0 in Führung. Die deutsche Führung liess die Alarmglocken bei den Russen läuten…

Um der Sache mehr Dramatik zu verleihen, verwies der Schiedsrichter einen russischen und später einen deutschen Spieler vom Platz. Dennoch versuchten die stark spielenden Russen immer wieder einen Ausgleich zu erzielen. Bisher vergeblich!

Doch das Tor kurz vor dem Schluss machte die Goldmedaillenträume der Deutschen zunichte. Später trafen die Russen in der Verlängerung nach und nach.

Die Russen bejubelten sich nach dem Spiel, während die Deutschen sich artig bei den eigenen Fans bedankten. Man tröstete sich mit dem Gedanken, dass das Spiel anders verlaufen würde oder diese dramatische Szene in der Schlussminute.

 
 

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Deaflympics Sofia 2013 – Volleyball und Basketball

Überraschungssieg für Japan gegen USA (Volleyball-Damen Halbfinale) / USA gewinnt gegen starkes Team aus Argentinien (Basketball-Herren Viertelfinale)

Volleyball: Das hatte keiner erwartet: Der Favorit USA wurde von den wackeren Japanerinnen besiegt.

Die Spielerinnen aus dem Fernost waren dank ihrer Ausdauer und Willenskraft ins Finale gekommen.

Anfangs sah alles nach einem 1. Satz-Sieg für die Amerikanerinnen aus und gewann auch die mit 29:27. Die Japanerinnen hatten jedoch nie die Hoffnung aufgegeben. Ganz wacker kämpften sie auch um diesen letzten Punkt – und gewannen doch den hartumkämpften zweiten Satz mit 32:30!

Die Gegnerinnen aus den USA wurden ab den dritten Satz nervöser und machten immer mehr Fehler. Die Mädchen aus dem Land der aufgehenden Sonne liessen am Ende keine einzige Chance aus und sicherten den Vorsprung. Zum Schluss stand es 3:1. Die Spielerinnen aus Japan hatten die besseren Nerven und sind somit ins Finale. Laut ein Amerikaner sagte zu mir, sollte die sonst so erfolgsverwöhnte US-Volleyballerinnen Spiel um Platz 3 gegen Russland velieren, wäre dies seit 1993 kein Medaillenausbeute für US-Volleyballerinnen drin.

Basketball: Bei den Herren standen die USA den Gauchos aus Argentinien gegenüber. Zu Beginn des Spieles startete Argentinien schwach und liess die Amerikaner Punkte machen.

Doch dann wachten die Gauchos auf und präsentierten den Fans einige Punkten. Hier waren die Zuschauer wieder gegen die etwas arrogant wirkenden Amerikaner und wünschten einen Sieg der Argentinier.

Die Fans feuerten die Argentinier auch dann an, als die USA bereits einen grossen Vorsprung erzielten. Immerhin versuchten die Argentinier aufzuholen und versuchten noch zu gewinnen. Das misslang leider durch einige Fehler und Fehlwürfe. Die Amerikaner gewannen mit 101:73 und stehen somit im Halbfinale.

Gewinner des Tages: Japanische Volleyball-Fans die ohne Ende für Stimmung sorgten.

Verlierer des Tages: Die Schlange vor der Kantine war 20m lang, manche warteten 1 Stunde stehend auf ihr „Futter“!

 
 

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Deaflympics – Warum Russland so hohe Deaflympics Prämie ausbezahlt bekommen?

Weltweit, inbesondere Amerikaner, Europäer und Deutschen beneiden vor allem die hohe russische Medaillenprämien. Für jede Goldmedaille bei den Deaflympics 2013 in Sofia erhalten Russlands Sportler eine Prämie von vier Millionen Rubel (100 000 Euro) von der russische Regierung. In Deutschland dagegen klagen viele Sportler/-innen und fühlen sich „diskriminiert“, warum sie durch die Förderung der Deutschen Sporthilfe an die erfolgreichen Sportler zu niedrig ausbezahlt bekommen im Vergleich zu Russland.

In Russland werden die gehörlose Sportler/-innen seit vielen Jahren als Berufssportler betrachtet, um den Sport als eine Zuflucht ins Glück erscheinen zu lassen, weil in Russland oft genug Tristesse umgeben.

Wenn man Valeriy Rukhledev, den Präsidenten des russischen Gehörlosen-Sportverbandes, nach dem Geheimnis des russischen Erfolgs fragt, sagt er: „Das Geheimnis sind die Sportschulen, die aus der Sowjetzeit stammen und bis heute unverändert geblieben ist.“ Und obwohl er kein prahlerischer Mensch ist, fügt er hinzu, dass die Deutschen das Gleiche auch hätten haben können, wenn sie nur die Strukturen aus einer früheren Zeit mehr geachtet hätten, wo die deutsche Athleten damals sehr erfolgreich waren.

Ein „System aus einer früheren Zeit“ nennt Rukhledev, wobei der Begriff ein bisschen irreführend ist. Vielleicht hat er Recht, weil die Deutsche trainiere heutzutage weniger und langsamer. Auf der andere Seite härtet offenbar ein Verdacht, ob osteuropäische Sportler/-innen vielleicht mit unerlaubte Mittel genommen könnte, um ans hohe Medaillenprämien ranzukommen. Zwar werden Dopingskontrolle auch im Deaflympics durchgeführt, doch die Wahrscheinlichkeit in eine Dopingkontrolle zu kommen ist gering. Deshalb lässt sie bei Erfolg durch russische Sportkomitee Millionen Rubel vom Staat üppig auszahlen, um aus der russische Tristesse zu fliehen. Kein Wunder, warum Russland seit 2005 nur auf Platz 1 und 2 im Medaillenspiegel landen.

 

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Deaflympics 2013 – Leichtathletik

Bei Leichtathletik, der Königin aller Sportarten bei der Olympiade, versagte die ICSD völlig. Es wurde zu einem Ratespiel:

– Wer tritt an? Viele trugen nur die Startnummer auf ihrem Sportdress, die Namen wurde nicht über die Leinwand angekündigt, sondern nur die Zeiten bzw. Zahlen ohne die Namen zu nennen.

– Wer hat gewonnen? Wieder wurde nichts bekanntgegeben.

– Die Pausen zwischen den Läufen sind oft lang.

Soviel also zur „Königin“ aller Sportarten. Die revolutionären Bulgaren haben es geschafft, sie zu entthronen… Erinnert ein bisschen nach wie Deaflympics in Rom 2001.

Und auch sehr auffallend: Jeder weiß Kenianer können vor allem eines: Laufen bis sich die Fußnägel hochklappen. Deswegen sind auch alle Kenianer potenzielle Gewinner im Bereich Langstrecken und haben anscheinend gleiche Läufer-Syndrom wie normaler Profi-Läufer die man sich oft aus dem Fernsehen kennt.

Gewinner des Tages: Die Zuschauer bei Leichtathletik – für ihre starke Nerven bei der informationslosen Sportart haben alle eine Goldmedaille verdient!

Verlierer des Tages: Die Ordner – ein Sportler passierten die Sperre zum Stadion ohne den Ausweis kontrollieren zu lassen – und zum Eingang zurückgeschickt, um den Spielerpass dort vorzuzeigen!

 

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