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Archiv für den Monat April 2012

Droht Deutschland gebärdensprachliche Chaos?

Während der zweitägigen Arbeitstagung mit Bundesversammlung in Stuttgart referierte Julia Probst besser bekannt als EinAugenschmaus erstmals für die Gehörlosen Vortrag „Medien und deren Auswirkungen“.
Via Twitter konnten wir einige Delegierte die virtuelle Geschehnisse von dort aus „beobachteten“, wie es dort so verlaufen wurde.

Ein gehörloser bayrischer Delegierter (siehe Twitter-Screenshot unten) behauptet selbst, die Referentin (gemeint ist wohl die Twitterin aus Neu-Ulm) trug größtenteils in Lautsprache und die gebärdensprachliche Lücke vor (sprich: LUG = Lautsprachunterstützende Gebärden), so dass aus diesem Grund einige Delegierte nicht alles verstehen konnten.


(Bildquelle: Twitter Johannes Kruse @johas83)

Später verteidigte ein Twitterer aus dem hohen Norden zu EinAugenschmaus, wie gut sie gebärden kann. Siehe Screenshot unten. LBG? Gut, Ansichtsache!


(Bildquelle: Twitter Danny Canal @Taubposeidon)

Jetzt kommt der nächste Hammer und die nackte Wahrheit in voller Videolänge! Kürzlich erschien www.stern.de virtuelle Ausgabe über die Bloggerin Julia Probst. Danke Stern!

Was kommt jetzt heraus? Eindeutig LUG = Lautsprachunterstützende Gebärden, kein LBG oder DGS zu erkennen! Wer´s nicht glauben will, vergleiche und inspiriere einfach bitte zu früherer Videos von Julia Probst, 140 Sekunden. Aber LUG während der Arbeitstagung in Stuttgart? Nehmen wir dies unter die Lupe.

Kürzlich tauchte ein offener Brief der staatlich geprüften tauben Gebärdensprachdolmetscher auf, was uns wirklich auffällt. Link:http://www.taubenschlag.de/meldung/7370

Interessant, aber was war wirklich beim Arbeitstagung in Stuttgart, wo einige Delegierte beim Tagung die gebärdensprachliche Qualität beim Vortrag etwas vermisst wurde und es da angeblich keine taube Gebärdensprachdolmetscher (wer weiß?) gab, was die Qualität betrifft? Das bedeutet, die bruchstückhafte Gebärdensprachkompetenz (LUG) wie zum Beispiel von Julia Probst alias EinAugenschmaus müsste stets einen taube Gehörlosensprachdolmetscher mitbringen, immer zu zweit und die bruchstückhafte Gebärdensprache von Julia Probst wird von tauben Gehörlosensprachdolmetscher übersetzt. Dann haben alle Delegierte 100% verstanden und sind zufrieden.

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Verfasst von - 27. April 2012 in Gebärdensprache

 

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Müssen Gebärdensprachdolmetscher überall dabei sein?

Die Dolmetscherseite bei uns sagt JA! Die Gehörlosen bei uns sagen NEIN!

Es gab brisante Situationen, die wir durch einige gehörlose Personen erfahren mussten:

Würdet ihr wirklich einen Gebärdensprachdolmetscher zum Arzt mitnehmen?

Also sind sie nicht soooo unselbständig, wie man gerne behauptet, aber es gab zwar Fälle, wo die Gehörlosen (Taubi) dringend Gebärdensprachdolmetscher (Dolmi) brauchen.

Arzt: „Hier haben wir eine wichtige und dringende Besprechung! Schauen Sie bitte, dass Sie einen Dolmetscher besorgen!“
Taubi: „Selbstverständlich, ich gebe mein Bestes!“
Taubi informiert an bestimmte Dolmis, der eine kann nicht, da er verhindert ist, der andere darf nicht, weil er aus beruflichen Gründen nicht annehmen kann. Also bleibt nur der Weg zur Dolmizentrale.
Fax an Dolmizentrale: Brauche morgen dringend einen Dolmi für eine sehr wichtige Besprechung!
Antwort der Dolmizentrale: Dolmi XX pausiert, Dolmi XY nimmt diese Woche keine Aufträge an (dolmetschte aber diese besagte Woche doch an Unis), Dolmi YX ist im Mutterschutz und darf daher nicht mehr dolmetschen, Dolmi AB hat schon einen Termin, Dolmi BA ist beruflich verhindert, also bleibt nur Dolmi AA übrig, aber die ist angeblich auch im Mutterschutz. Was sich aber falsch herausstellte, dieser Dolmi traute sich nach massiver Kritik des Taubies nicht für diesen dolmetschen. Vertragen Dolmis keine Kritik? Sind sie so empfindlich? Laut Regeln, dürfen bei uns Dolmis in Notsituationen keinen Auftrag ablehnen, wohl aber der Taubi selbst schon. Auf der einen Seite „wollen“ Dolmis erreichen, „überall“ dabei zu sein, auf der anderen Seite geniessen sie „Macht“. Denn eigentlich ist der Kunde König. Der Taubi hatte Glück, dass er am Abend plötzlich krank wurde und die Besprechung entschuldigt absagen musste.

 

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Österreicher finden Poppen diskriminierend!

(Bildquelle: ÖGLB) oder http://www.oeglb.at/netbuilder/docs/diskr_bericht_2004.pdf

Haben wir richtig gesehen? Und wer guckt durch das Schlüsselloch oben links (Bild)? Ja, Big Brother „Halfauge“ is watching you! 🙂

Betrachten wir das Bild unten in Original-Farbe genauer, was das genau zu bedeuten hat.

Bildquelle: (BIZEPS): http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=5352 (2004)
http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=9447 (2009) oder http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=12862 (2011)

Wenn also diese Menschen solche Bilder erblicken, wie gerade bei österreichischen Behinderten-Homepage bizeps.or.at präsentiert (siehe Links oben), denken sie, es heißt „f***ck dich selbst“ oder eben „poppen“ und das seit 2004 (!!!!) unveränderte Gebärdensprachform „Diskriminierung“. Und wer war der „Urheber“ dieser Gebärdensprache? Ausgerechnet ein Gehörloser: http://www.bizeps.or.at/person.php?wer=lkh

In Deutschland, wie schaut´s aus? Ja, wir deutsche Gehörlosen haben doch offensichtlich sehr viel von Lukas Podolski zu verdanken, siehe Artikel. Herzlichen Dank an Lukas Podolski!

 
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Verfasst von - 17. April 2012 in Gebärdensprache

 

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Viel Stille um nichts?

In Leipzig wird erstmals ab September 2012 Ausbildung zu professionellen Schauspielern für Schwerhörige und Gehörlose angeboten. Siehe Taubenschlag-Artikel

Doch Ernst-Deutsch-Theater aus Hamburg sucht nämlich gehörloser Schauspieler. Scheitert Theaterstück aus Mangel an gehörlosen Schauspielern? Siehe Taubenschlag-Artikel

Erinnern wir mal damals in Bonn, wo der erfolgreiche Spielfilm „Jenseits der Stille“ als Theaterstück aufgeführt worden ist. Die Rechte dazu hatte das Junge Theater Bonn bereits von Autorin und Regisseurin Caroline Link erworben und zu den Aufführungen werden schon Pläne gemacht wie z. B. die Installation einer Übertitelungsanlage für Hörende und Gehörlose. Perfekt, oder? Mit einer Sache hatte der Intendant aber wohl nicht gerechnet: In Deutschland gab es keine deutsche gehörlosen Schauspieler …

Schon vor 16 Jahren (1996), als „Jenseits der Stille“ verfilmt werden sollte, gab es beim Casting riesengroße Probleme. Zwei Rollen sollten von Gehörlosen besetzt werden, aber Caroline Link fand in Deutschland keinen Einzigen, der gut genug schauspielern konnte. Sie beschloss daher, auf „Ausländer“ zurückzugreifen. Das Ergebnis: Ein Amerikaner (Howie Seago) und eine Französin (Emmanuelle Laborit), beide gehörlos, spielten in dem Film zwei Deutsche.

Das Bonner Theater wollte fast alle Rollen mit gehörlosen Schauspielern besetzen. Ein gewagtes Vorhaben wie der Turmbau zu Babel! Caroline Link offenbarte in einer Zeitung, sie „halte es für schwierig, gehörlose Schauspieler zu finden, die mit der Gebärdensprache schauspielerisch überzeugen könnten.“

Gut, dass die Regisseurin und der Intendant das Stück von „Thow und Show“ (heute angeblich aufgelöst??) oder das „Deutsche Gehörlosen-Theater“ noch nicht gesehen haben.

Moritz Seibert, Intendant des Jungen Theaters Bonn, hatte damals reagiert und geschrieben:

„Ganz so düster, sieht die Sache aber nicht aus. Zunächst mal haben wir nur zwei Rollen zu besetzen, die wenn irgend möglich von gehörlosen Schauspielern gespielt werden sollen: Laras Eltern.

Caroline Link hat darauf ausdrücklich Wert gelegt und hat uns erzählt, dass sie bei ihrem Casting zu dem Film viele sehr gute gehörlose Schauspieler kennen gelernt hat, dass aber die ausländischen Schauspieler, die sie schließlich besetzt hat, ihr noch besser gefallen haben.

Und falls Ihre Skepsis sich als berechtigt herausstellen sollte, gibt es immer noch die Notlösung, diese beiden Rollen mit hörenden Schauspielern zu besetzen, die die Gebärdensprache beherrschen. Sicher ist es ein sehr ambitioniertes Vorhaben, ‚Jenseits der Stille‘ auf die Bühne zu holen, aber es birgt die Chance auf ein ganz außergewöhnliches Theatererlebnis ebenso in sich wie das Risiko des Scheiterns.“

 
 

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Die Untertitel-Fabrik

Eine Sendung oder einen Film mehrmals hintereinander ansehen, was nicht sehr spannend klingt, ist für manche Leute ein normaler Job. Wie für die mehrere MitarbeiterInnen, die beim Bayerischen Fernsehen beschäftigt sind. Immerhin dürfen Untertitlern die Arbeit mit nach Hause nehmen. Die anderen müssen täglich beim BR vorbeikommen. Nach WDR haben wir uns einen Einblick über ihre Arbeit verschafft.

Ähnlich wie bei WDR muss auch ein Untertitler einen Film mehrmals ansehen. Es wird Schwerstarbeit abverlangt: das Film wird ständig vor- und zurückgespült. Daher werden oft vom Film eine oder mehrere Kopien angefertigt. Die Dialoge müssen wieder und wieder abgehört werden, damit die Untertitel an der richtigen Stelle eingeblendet werden können. Moderne Anlagen erleichtern die Arbeit zwar erheblich, doch Untertitler müssen nach wie vor viel Aufmerksamkeit und Geduld mitbringen.

Für eine Dokumentation, die 45 Minuten lang ist, braucht eine Untertitlerin mehrere Stunden sogar auch bis zu 2 Tage. In den beiden Tagen muss sie stundenlang vor dem Monitor sitzen und die Untertitel schreiben. Anschließend wird bei der Endkontrolle nach Tippfehler gesucht und auf richtige Grammatik geprüft. Manchmal reicht für eine 30-Minuten-Sendung nur ein Arbeitstag. Einfacher wird es, wenn eine Textvorlage vorhanden ist, von der man abschreiben kann. Aber nur ein bisschen einfacher, da die Dialoge aus der Textvorlage auch bearbeitet werden müssen. Richtig anstrengend wird es, wenn die Sendung untertitelt werden soll. Dann braucht man mindestens 2 Tage, da keine Textvorlage vorhanden ist und fachchinesische Fachbegriffe richtig verstanden werden wollen.

Insgesamt werden nur 1/3 der Untertitel neu produziert, der Rest stammt aus Wiederholungen oder wird von anderen Sendern übernommen. Die Planung steht – es kommt sehr selten vor, dass eine Sendung spontan untertitelt wird. Manchmal treffen Filmwünsche beim TV-Anstalten ein, obwohl der Sender gar nicht dafür zuständig ist. So haben sich tatsächlich gehörlose Leute per Twitter, siehe https://twitter.com/Clatschia/statuses/188563311669944321 gemeldet und wünschten sich, dass „Die Rosenheim-Cops“ in ZDF untertitelt werden soll…

Eigentlich könnten sich die Redakteure die vielen Stunden sparen und eine Sendung live untertiteln. Wie es beispielsweise in Großbritannien üblich ist. Doch Spontan-Untertitelung ist wegen der Struktur der deutschen Sprache nicht möglich (siehe ältere Bericht). Die Sätze können wegen der Beschränkung auf zwei Zeilen sinnverdreht erscheinen. Jemand sah sich in England eine Sendung an, die nach dem Stenoprinzip untertitelt wurde. Die Untertitel „scrollen“ über den Bildschirm. Manchmal fügen die Schnellschreiber noch eilig die Wörter ein, die sie beim Tippen überhört haben. Dies führt dazu, dass der Text sich verändert oder verschiebt, was den Zuschauer eher verwirrt. Wie die Engländer wohl in der PISA-Studie abgeschnitten sind…?

Warum die einkommensstarke Behinderten ab 2013 ein Drittel Rundfunkgebühren (GEZ) zahlen müssen? Es gibt in Deutschland keine Sponsoren oder zusätzliche Geldgeber für. Grosszügig: in der Schweiz werden die Untertitel vom Sozialministerium bezahlt, in den USA von Konzernen wie AT&T oder General Motors gesponsert. In Amerika läuft übrigens wieder mal ein heftiger Protest. „Ein paar Reklamesendungen während des Super Bowls (siehe zum Beispiel Finalspiel American Football) werden nicht untertitelt!“ (Orginal-Kommentar aus dem amerikanischen Forum: „I don’t f***ing understand why all Super Bowl ads DO NOT have subtitles available… This is absurd and a disrespect to the deaf community.“) Die haben Probleme…..

 
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Verfasst von - 10. April 2012 in Untertitel

 

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Interview mit Herr Jörg Stachelschwitz vom „Gähnen statt Hören“

Blogger hewritesilent trifft rein zufällig bundesweit bekannteste gehörlose „Gähnen statt Hören“-Moderator Jörg Stachelschwitz am Münchner Flughafen und führte mit ihm ein kurzes Interview.

hewritesilent: Herr Stachelschwitz, bitte warten Sie! Laufen Sie nicht weg!

Stachelschwitz: Ich habe jetzt keine Zeit! Ich will mein Flugzeug nicht verpassen!

hewritesilent: Bitte! Nur zehn Minuten!

Stachelschwitz: Na gut. Fünf Minuten!

hewritesilent: Danke! Wohin soll die Reise gehen? Welches Hotel haben Sie gebucht?

Stachelschwitz: Bahamas. Vier Wochen lang Sonne und Meer. Kennen Sie das „Grand King Royal Kempinkelski“?

hewritesilent: Mann, das nenne ich einen Luxus-Urlaub! Dafür müsste meine Grossmutter aber lange stricken!

Stachelschwitz: Und meine Grossmutter hat das alles eingefädelt.

hewritesilent: Und wie kommt die Sendung  „Gähnen statt Hören“ ohne Sie zurecht?

Stachelschwitz: Das ist überhaupt kein Problem. Seit wir Beiträge von anderen Sendungen aus Europa und Amerika klauen…äh, leihen, habe ich noch mehr Freizeit.

hewritsilent: Ihre Sendung ist die einzige, die während den Schulferien immer Pausen einlegt. Was sagen denn Ihre hörgeschädigte Zuschauer dazu?

Stachelschwitz: Mir schnurzpiepegal. Solange wir die Einzigen mit einer Sendung für Hörbehinderte sind, kann mir niemand weglaufen. Ausserdem stimmt die Kohle immer.

hewritesilent: Übrigens wegen der Kohle, Sie hatten alte 0190-Servicenummer gehabt?

Stachelschwitz: Sicher. Obwohl – am Anfang gab es einige Schwierigkeiten, da die Zuseher gedacht haben, dass diese 0190-Nummer eine „Hotline“ wäre. Wir bekamen einen Haufen Stöhn-Faxen. Seit wir diese Nummer an unsere Kollegin weitergeleitet und eine neue beantragt haben, läuft alles reibungslos.

hewritesilent: Angeblich ist Marco Lustschki laut Wikipedia-Angaben gerade das Arbeitsverhältnis beendet worden. Ein Gerücht geht um, dass Sie seit längerem durch Marco Lustschki wegen Deaf-Synergy Affäre komplett ersetzt worden ist. Stimmt das?

Stachelschwitz: Genausowenig wie das Gerücht, dass ich ehrenamtlich tätig wäre. Haha! Hoppla, mein Flieger! Ich muss nun los.

hewritesilent: Danke für das Interview. Guten Flug!

 
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Verfasst von - 7. April 2012 in Interview

 

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Die Gebärdensprachdolmetscherprüfung!

Hätten Sie bestanden? Die Gebärdensprachdolmetscherprüfung!
Die Ausbildung zum Dolmetscher dauert 3-5 Jahre. Schwerpunkte sind: Kommunikation, Fremdsprachen, Wirtschaft, Steuern und Umgang mit Waffen. Zum Schluss müssen die Teilnehmer durch eine Prüfung. Nur ein Bruchteil hält die ganze Distanz durch.

Und wie sieht denn eine Prüfung zur/zum Gebärdensprachdolmetscher/In aus?
Wir schafften es, einen Prüfer zu entführen und aus seinem Aktenkoffer einen Prüfungsbogen zu rauben. Nachdem wir den Fragebogen durchgelesen haben, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir die Prüfung niemals geschafft hätten. Was ist mit Ihnen? Nehmen Sie ruhig einen Stift und kreuzen alle richtige Antworten an. Haben Sie alles geschafft? Dann können Sie Ihren Kommentar hier hinterlassen oder mailen Sie sich doch an, ob Sie als Dolmetscher tauglich sind: hewritesilent (at) gmail.com

Frage 1:
Sie sehen eine gehörlose Frau, die hilflos auf dem Boden liegt und Hilfe braucht!
Was machen Sie?

a) Ich rufe sofort den Notarzt!
b) Ich gehe weiter.
c) Ich kassiere sofort 75 Euro Schnellbearbeitungsgebühr und rufe dann den Notarzt in zwei Wochen an.

Frage 2:
Sie werden zum Gericht (Foto) bestellt und müssen für einen Gehörlosen
15 Minuten lang übersetzen. Welche Rechung ist richtig?

a) 15min Dolmetschen, 50 Euro
b) Für jede begonnene Stunde 100 Euro, Anfahrtskosten innerhalb Zone 1 (Raum Bayern) 200 Euro,
Erschwerniszuschlag 100 Euro, Armgymnastik 50 Euro, sonstige Gebühren 100 Euro,Summe geschätzt und gerundet: 1000 Euro.
c) Ich sage kurz vor dem Gerichtsprozess ab! Weil der Angeklagte natürlich keinen Ersatz bekommt, springe ich ausnahmsweise ein, nachdem sein Familienerbe erfolgreich auf mich übertragen wurde.

Frage 3:
Sie besuchen eine Theateraufführung (Foto). Die Darsteller sind gehörlos und verwenden DGS.
Alle Besucher sind jedoch hörend und können keine GS. Was machen Sie?

a) Ich gehe auf die Bühne und übersetze freiwillig!
b) Ich bleibe sitzen und geniesse die Show alleine.
c) Ich gehe auf die Bühne, wo „Hamlet“ gespielt wird, verwende aber Dialoge von „Gina Wild lässt es krachen!“ und geniesse die Show.

Frage 4:
Die Zentrale teilt Ihnen mit, dass man Sie am 10.10. um 10 Uhr bestellt hat. Sie mögen den
Kunden (Foto) aber nicht, finden ihn total aufdringlich und völlig unsymphatisch! Was machen Sie?

a) Ich nehme den Auftrag trotzdem an, man muss Privat und Dienst trennen.
b) Ich nehme den Auftrag an und stelle eine gepfefferte Rechnung aus.
c) Ich gebe den Auftrag an meinen Kollegen weiter, komme aber trotzdem zum Kunden am 10.10. um 9.45 Uhr. Dann kassiere ich die 200 Euro Vorschuss und verschwinde wieder, bevor mein Kollege kommt.

Frage 5:
Wie lange soll ein Kunde warten (Foto), bis ein Dolmetscher frei ist?
a) 2 bis 4 Wochen
b) 2 bis 4 Monate
c) 2 bis 4 Jahrzehnte

Frage 6:
Ein Kunde hat Ihre Rechnung (1200 Euro) nicht bezahlt. Was machen Sie?
a) Ich verklage den Kunden.
b) Ich schicke dem Kunden eine Schlägergruppe (Foto) ins Haus und treibe das Geld ein.
c) Nicht schlimm. Die Rechnung übergebe ich meinem Steuerbüro.
Beim Finanzamt wird das als Verlust zehnmal abgeschrieben, damit ich für meine Gewinne keine Steuern zahlen muss. (Psst: Dann schicke ich dem Kunden eine Schlägergruppe (Foto) ins Haus und treibe das Geld ein)

Frage 7:
Warum wollen Sie Gebärdensprach-Dolmetscherin werden?
a) Ich liebe die wunderschöne Gebärdensprache sooo…
b) Ich suche einen Mann.
c) Vater Staat zahlt sowieso alles – warum soll nicht ICH das Geld verdienen?

 

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