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Archiv für den Monat September 2012

Lieb, bunt und „laut“-los! – 5. Deutsche Kulturtage der Gehörlosen in Erfurt #KT2012

Die 1. Kulturtage der Gehörlosen fanden 1993 in Hamburg statt. Zusätzlich stand eine grosse Demonstration auf den Strassen der Hansestadt im Programm. Viele Gehörlose und ihre hörenden Freunde (das nennt man Inklusion, versteht sich!) gingen an die Öffentlichkeit, um auf sich und ihre Kultur aufmerksam zu machen.

Bei den Kulturtagen 1997 in Dresden verzichteten die Veranstalter auf eine Demonstration. Die Ausstellungen und Vorträge wurden im Dresdner Kulturpalast organisiert.

Für die Kulturtage 2001 suchten die Veranstalter das grosse Gasteig-Bildungszentrum in München aus. Für insgesamt 3000 Besucher und 90 Aussteller bot das Komplex somit mehr als genug Platz. Auch damals verzichten die bayrische Köpfe auf eine Demonstration, doch der Gehörlosenbund war ganz stolz darauf, den Besuchern so viel Glanz und Gloria im Münchner Gasteig bieten zu können. Für vier Tage Kultur – inklusive Festabend – musste eine Familie damals im Durchschnitt 1000 Mark ausgeben. Die Eintrittspreise erreichten ebenfalls ganz andere Dimensionen. Kosten für Anfahrt und Übernachtung mussten zusätzlich berechnet werden. Versteht sich!

Nach knapp sieben Jahren Warterei fanden wieder das heißersehnte Großereignis wie München, des Deutschen Gehörlosenbundes, die vierten “Deutschen Kulturtage der Gehörlosen” mit gut 3000 Besucher in der Kölner Messe statt. Doch nicht ganz kinderfreundlich waren die, damals mussten die Eltern für die Kinder ab 3 Jahren Eintritte blechen. Wieder gingen viele Gehörlose (etwa 7000 Demonstranten) nach 1993 an die Öffentlichkeit und zwar ging es um Untertitel „Recht auf 100% Untertitel“.

Diesmal ändert sich in Erfurt einiges und zwar noch kinderfreundlicher. Jetzt dürfen die Eltern für die Kindern bis zu 13 Jahren kostenfrei mitnehmen.

Bei der Abholung der vorbestellten Karten wie zuvor im Münchner Gasteig und Kölner Messer wurden viele Besucher auf eine Geduldprobe gestellt. Wartezeiten waren üblich. Damals musste für einige Gäste die Kulturtage zu einer bitteren Erfahrung sammeln: Gesamtkarten, die von Freunden oder Bekannten abgekauft wurden, hatten keine Gültigkeit…Heute florieren einigen, die nicht zur Kulturtage aus diversen Gründen erscheinen können, die Eintrittskarten über Facebook Schwarzmarkt sie zu einem fairen bzw. wie vom Gehörlosen-Bund vorgegebene Preis um Verlustgeschäft zu vermeiden.

Die Aussteller und Künstler wurden ebenfalls zur Kasse gebeten. Bekannte Händler konnten die Standgebühren aus der Portokasse zahlen, während viele Künstler dafür ihr Erspartes zusammenkratzen mussten. Für Referenten (egal ob 30 Minuten oder 3 Stunden) erhalten als Dankeschön ein freies Eintritt zu allen Veranstaltung während der Kulturtage.

Das Programm zu den Kulturtagen blieb lange Zeit ein gut gehütetes Stasi-Geheimnis aus der DDR-Zeit, bis kurz vor der Eröffnung eine Parodie erschien. Erst danach gab der DGB das Originalprogramm bekannt, das den Besuchern wie vorherigen Veranstaltungen Kopfschmerzen bereitete. Mehrere Referate, Workshops und Aufführungen fanden nämlich zur gleichen Zeit statt…

Der Erfurter Messe war der grösste Raum mit über 3000 Plätzen, dennoch kamen für die Erfurter Kulturtage etwa 2200 Besucher. Die anderen Räume waren mit über hunderten Sitzen spürbar kleiner.

Firmen präsentierten Neuentwicklungen, Vereine stellten sich vor und Künstler liessen sich und ihre Werke bewundern.

Bei den Vorträgen und Referaten erlebten viele Besucher eine Enttäuschung. Dass viele zeitgleich stattfanden und die Wahl somit schwerfiel, war nicht das einzige Übel. Einige Dozenten zeigten sich besonders streng und schlossen pünktlich zum Vortragsbeginn die Tür. Neugierige Gäste durften nicht reinschnuppern.Viele Besucher beschwerten sich über den Ablauf der Vorträge und Workshops.

Interessant ist, wo ein Vortrag mit der Frage „Stirbt die Gebärdensprache aus?“ aufgrund von fortschreitender Technik und Innovationen für gehörlose Menschen beschäftigte, könnte es passieren, dass die Gebärdensprache irgendwann mal aussterben könnte. In Dänemark gibt es tatsächlich ein Fall, wo kein Hörgeschädigte bzw. Cochlea-Implantat Träger im Alter zwischen 0-12 Jahre alt kein Gebärdensprache beherrschen können und ebenfalls wurde dort berichtet, wie die schulpolitische Entwicklung in Dänemark ist und auch wie nach CI-Implantation inklusiv ohne Gebärdensprache an Regelschulen beschult wird.

Wahrscheinlich Tiefpunkt des Kulturtages: Es wird via Twitter und durch persönliche Erzählungen gemunkelt, wo Podiumdiskussion über „Barrierefreies Fernsehen“ und auch wo man man für 30 Minuten lang für Fragen von Zuschauer auf der Bühne stellen durfte, da rannte plötzlich übereifrige Julia Probst als erste auf der Bühne, und warf Niels Rasmussen, Vorsitzender der ARD-Projektgruppe „Barrierefreier Rundfunkzugang“, NDR Hamburg, mit vollen Mund zu, das man nicht zufrieden sein könne, mit dem geringen Untertitel. Julia Probst war zu diesem Zeitpunkt ausser sich, und entschuldigte kurze Zeit später sich dann, man wolle ja nicht angreifen.

Am Samstag um 13 Uhr beendeten die Veranstalter das Treiben auf dem Erfurter Messer und warfen die Gäste auf die Strasse. Die Besucher nahmen den Rauswurf gelassen hin und verlegten die Kulturtage in die historische Erfurter Altstadt, also die sogenannte Straßenfest „Wenigenmarkt“. Schliesslich machten sich alle auf den Weg zum Altstadt, später kamen die dann wieder abends zurück.

Einzig war das Programm „DDR-Abend“ für vielen ein voller Erfolg. Für Abschlussfeier wurde wie auch in Köln bisher blass trotz Tanzvorführungen, Musikauftritten, Kabaretts und jede Menge Grussworten bekamen die Besucher mehr als genug zu sehen. Diesmal wurde der Kulturpreisträger erstmals an drei Frauen vergeben, was ja auch nur bisherigen Kulturpreisträger an Männer vergaben und vielen während der Kulturtage vor 4 Jahren in Köln wegen der Gleichberechtigung forderten. Einige gaben dennoch zu, nichts vom Bühnenprogramm mitbekommen zu haben, da sie mit dem Unterhalten viel zu beschäftigt waren…Auch einige ärgerten sich noch lange nach den Kulturtagen, für die Übernachtung das Doppelte bezahlt zu haben. Für kurze Zeit in Erfurt und viel Geld verprasst, also fast genauso teuer wie im Skiurlaub nach Österreich oder Kurzurlaub nach Italien zum Beispiel.

Viele hoffen, dass die nächsten Kulturtage im Jahre 2016 in Berlin noch besser durchgeführt werden. Die Berliner wollen ja schliesslich nicht, dass ihnen dasselbe passiert wie Deaflympics 2001 in Rom, 4. und 5. Kulturtage in München, Köln oder Berliner neue Megachaos-Airport. Die neuen Gebärdenzeichen für alle organisierte Städte hängen nämlich mit „Chaos“ zusammen…

 

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Piraten Landesparteitag in Wernau – Gebärdensprachdolmetscher

Oder auch ihr könnt aus anderen Perspektive besser beurteilen. Hier: http://www.swr.de/landesschau-aktuell-bw/-/id=98428/nid=258368/did=10321160/pv=video/u48uls/index.html

EinAugenschmaus ist immer für neue Überraschung und Innovation gut. Wie findet Ihr die Übersetzung, siehe Youtube?



Meine persönliche Feststellung
: Die Kandidatin hat einen sehr schlauen Trick angewendet: Sie redete und gebärdete in gebrochene Gebärdensprache gleichzeitig und konnten die Rede somit gut rühren … äh, durchschütteln.

Nur ganz kurz (mein Bett ruft!):

Am besten fand ich beide Dolmetschern mit ihrer hervorragender Leistung… Beide haben es geschafft, aus gestrickten Sätzen in Lautsprache und Gebärdensprache von Julia Probst alias EinAugenschmaus jede Menge sehr langen und komplizierten Wortkonstruktionen zu bilden…

Alle Achtung… =0)

… und gute Nacht!

Siehe auch „Droht Deutschland gebärdenprachliche Chaos?“

Update 25. September 2012 (Umfrage):

Umfrageauswertung
gestartet am: 16. September 2012
beendet am: 25. Juli 2012
Stimmen ingesamt abgegeben: 18

Siehe Screenshot:

 
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Verfasst von - 16. September 2012 in Gebärdensprache, Politik

 

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Gehörlosentrauma Theatervorstellung „Sippschaft“ im Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg

Seit langem gab es in Hamburg, glaube zuletzt Bluthochzeit, keine einzige Theatervorstellung von Gehörlosen – nahezu unvorstellbar für Hörende in einer Stadt mit weit über hunderte Theaterbühnen! Da sind wir dankbar für jede Darbietung, die uns geboten wird, egal ob Hamburgs bekannteste gehörlose Schauspielern wie Marco Lipski, Susanne Genc oder die Nachbarn.

Die Folge: Wenn bei den Kammerspielen ein Theaterstück, das selbst Hörende als „hochkompliziert“ einstufen, mit Gebärdendolmetscher angeboten wird, dann tauchen am Eingang sogar Leute auf, die ein Reclam höchstens als Tischuntersetzer benutzen würden. Okay, Theater kann man vergessen. Und was ist mit Opern? Gibt’s ne Oper von und für Gehörlose? Jürgen Endress schmettert eine Arie die vom letzten Gehörlosen handelt … ganz lautlos… die Lippen formen ein „aaaaiiiaaaaa“… und die Hände zittern im Takt mit seinen Schnurrbarthaaren…
Na gut, ich hör auf zu meckern
.

Zurück zum Theater. Solange man unterversorgt ist oder nicht selbst Schauspieler wird, muss man halt die Angebote von den Hörenden nutzen. Beim Hamburger Theater namens „Ernst-Deutsch Theater“ wurde das Theaterstück „Sippschaft“ mit Gebärdendolmetscher angekündigt. Das klingt nicht allzu anspruchsvoll, eher was zum Lachen oder Weinen.

Also nichts wie hin. Das „Theaterzelt“ fasst etwa 700 Leute, in der verschiedene Reihe sitzen ungefähr 20-30 Gehörlose. Werden die beiden Dolmetscherinnen, die auf der Bühne nervös rumwanken, alle Pointen in Gebärden rüberbringen können? Der verstorbene gehörlose Moderator und Schauspieler Günter Puttrich-Reignard sagte damals mal in einer „Boulevard Bio“-Sendung: „Wenn der Hörende einen Witz erzählt, checken die Gehörlosen ihn auch mit Dolmetscher nicht – umgekehrt ist’s genauso.“

Die Bühne sieht aus wie ein zu groß geratenen Bauklötzen. Sechs Schauspieler darunter gehörlose aber in Wirklichkeit schwerhörige Schauspieler Eyk Kauly alias „Billy“ nehmen Stellung und erzählen Familiengeschichten. Sie schreien, kreischen, fluchen, jammern und kriegen durcheinandergewirbelte Gefühle. Die Dolmetscherinnen übersetzen, zucken und verschlucken. Und das Wichtigste – sie schaffen’s niemals die Pointe 1:1 rüberzubringen. Vielleicht fünf Gehörlose lachen bei einer Situationskomik zusammen mit den Hörenden. Aber bei Pointen lachen nur die Hörenden. Nichts zu machen. Die Gesten sind von Natur aus zu einfach gestrickt. Comedytheater mit Dolmetscher – das ist wie Michael Mittermeier mit Tonstörung. Nicht zu vergessen, dass der Dolmetscher kein Komiker ist. Man stelle sich vor, ein Wort-zum-Sonntag-Pfarrer erzählt Harald Schmidts Pointen. Ein Horror für die meisten Fans der Schmidt-Show, die absolute Realität für Gehörlose.

Unter den gehörlosen Zuschauern befindet sich eine angehende Dolmetscherin. Gehörlose müssen bei jedem Dialog zum Dolmetscher, sogar auch während der Aufführung über der Bühne die Obertitel angezeigt wurde, hingucken bzw. mitlesen. Sie kriegen etwas wenig mit vom dramatische Szene….  ach, lassen wir’s.

Etwa zwei Stunden sind um. Das Theater um Billys ist zu Ende. Tosender Applaus. Alle Gehörlose applaudieren mit auf ihre Art: Händehochwackeln. Hörende klatschen. Ein gewaltiger kulturelle Unterschied!

 
2 Kommentare

Verfasst von - 15. September 2012 in Gehörlosenkultur

 

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2 Jahre „Silent Writer“ Blog – Jubiläum

Nachdem erst ausgerechnet gerade zum 200. Beitrag-Jubiläum hier feiern durfte, gibts nun einen weiteren Anlass zu feiern, denn das Blog hat heute 2 jähriges Bestehen.

2 Jahre sind wie im Flug vergangen und auch im Blog hat sich innerhalb dieser 2 Jahre so einiges getan. Wenn man 1. und 2. Blog-Jahr vergleicht bleibt ganz speziell diese Deaf-Synergy Geschichte immer noch unvergessen, das kann man aus einer Statistik immer noch sehr gut ablesen.

Auch muss natürlich kurz was zur Statistik gesagt werden. Ca. aktuell 180 Abonnenten hat das Blog sowie viele tägliche Besucher. Wie ich finde ein ordentliches Ergebnis.

Hier mal ein kleines Einblick aus dem Statistik, welche Besucher aus aller Welt hier besuch(t)en:

 
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Verfasst von - 11. September 2012 in Allgemein

 

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Die Polizei – dein Freund und Helfer!

Thema: Der Umgang mit Hörgeschädigten

Die Polizei und ihre Aufgaben – für viele Hörgeschädigte wohl ein unbekanntes Pflaster. Das, was wir aus dem TV kennen, hat mit der Realität oft wenig zu tun – besonders wenn Hörgeschädigte in einem Fall verwickelt sind. Klischee über Klischee…Der Alltag sieht da ganz anders aus. Kleines Blogteam „Silent Writer“ wollte etwas mehr darüber erfahren und beschloss die „Ermittlungen“ aufzunehmen. Wie verläuft die Kommunikation zwischen Polizei und Hörbehinderten bei einem Einsatz? Wie funktioniert der Notruf für Gehörlose? Und vor allem: Was weiss die Polizei über die Hörgeschädigten?

Angefangen haben wir beim Landeskriminalamt. Auf unsere Anfrage, den Beamten „über die Schulter“ schauen zu dürfen, haben wir „wegen der angespannten Arbeitssituation“ eine knappe Absage erhalten. Dafür wurde uns die andere Frage beantwortet.

hewritesilent: Sind hier bei dem Landeskriminalamt hörgeschädigte Mitarbeiter beschäftigt?

LKA (H-M. H., echte Name des Interviewpartners der Blogger bekannt): Hörgeschädigte Mitarbeiter sind unseres Wissens im LKA nicht beschäftigt.

hewritesilent: Danke.

LKA: Wir wünschen Ihren Aktivitäten für Hörgeschädigte auf alle Fälle viel Erfolg.

Später haben wir bei der Pressestelle im Polizeipräsidium nachgefragt und wurden auf die Notrufzentrale verwiesen. Einsatzleiter der Notrufzentrale, stellte sich uns freundlicherweise zur Verfügung.

hewritesilent: Sind hier bei der Polizei z.B. in der Verwaltung hörgeschädigte Mitarbeiter beschäftigt?

Einsatzleiter (J.R., echte Name des Interviewpartners der Blogger bekannt): Ja, ein schwerhöriger Mitarbeiter und ist zuständig für die Sachbearbeitung.

hewritesilent: Beherrschen Sie oder einer Ihrer Mitarbeiter die Gebärdensprache?

Einsatzleiter: Beim Polizeinotruf nicht erforderlich und sinnvoll.

hewritesilent: Wie werden die Notruf-Meldungen für Hörgeschädigte (Fax/Schreibtelefon/SMS) bearbeitet und weitergeleitet?

Einsatzleiter: Die Einsatzzentrale verfügt über ein Schreibtelefon. Das Telefon wird vom Leiter der Einsatzzentrale bedient, bei Bedarf ein Einsatz aufgebaut und bearbeitet. Die Frequenz der Nutzung ist gering. SMS-Notruf ist im rechtlichen Sinne nicht als Notruf einzuordnen.

hewritesilent: Kommt in Deutschland auch die einheitliche Notrufnummer „112“ wie z.B. in anderen Länder, an die man auch per Fax oder Schreibtelefon oder SMS einen Notfall melden kann?

Einsatzleiter: Dass die Polizei auch im Festnetz auf 112 umschwenkt ist mir nicht bekannt. Es bedürfte auch erheblicher Infrastrukturmaßnahmen, um dies zu realisieren. Es müssten „Call Center“ geschaffen werden, die den Anlass des Anrufes vorklären. Das FAX und SMS sehe ich nicht als sonderlich zielführend an, da hier kein „Gespräch“ möglich ist, sondern immer das Ende der Sendung abgewartet werden muss. Interessant wäre eine „Chatlösung“, die aber seitens der Verbände auf nicht sonderliches Interesse stößt.

hewritesilent: Die Notrufnummer 110 wird missbraucht. Kommt dies auch beim Gehörlosennotruf vor?

Einsatzleiter: Durch zweideutige Positionierung im Telefonbuch Anruf durch sonstige Personen. Diese werden in der Regel an eine andere Nebenstelle verwiesen.

hewritesilent: Meinen Sie, sollten die Handy ohne Karte und kostenlos funktionieren?

Einsatzleiter: Dass der Notruf bei Mobiltelefonen auch ohne Karte und kostenlos funktioniere, sei eigentlich eine gute Sache. Bei einem Unfall auf der Autobahn oder auf der Straße melden sich gleich zehn oder mehrere Leute. Da geht nichts mehr verschütt.

hewritesilent: Ist die Sirene Ihres Funkstreifenwagens nicht zu leise?

Einsatzleiter: ??? (reagiert verwundert) Manche Nicht-Behinderte hören es wegen Autoradiomusik immer noch nicht, die Kollegen im Funkwagen bekommen einen Gehörschaden durch die Lautstärke. Wie Sie vielleicht mitbekommen haben, wird evtl. an anderen Tonfolgen gearbeitet (amerik. Sirenen).

hewritesilent: Wie gehen die Polizisten allgemein vor, die bei einer Fahrzeugkontrolle einen Hörgeschädigten vor sich haben? Gab es Probleme, so dass ein Dolmetscher hinzugerufen werden musste?

Einsatzleiter: Bei verschiedenen Polizeidienststellen konnte die Polizisten feststellen, daß es bisher keine großen Probleme beim Aufeinandertreffen von Polizei und Hörgeschädigten gab. Bei einer Fahrzeugkontrolle kann manchmal diese auf dem schriftlichen Wege über einen Notizblock oder einfache Handzeichen erfolgen.

hewritesilent: Wird an der Polizeischule der Umgang mit hörgeschädigten Mitbürgern erläutert?

Einsatzleiter: In der Ausbildung der Polizeibeamten wird die Kommunikation mit Hörgeschädigten nicht gesondert behandelt. Dies fällt unter das allgemeine Ausbildungsfeld „Kommunikation und Konfliktbewältigung“.

hewritesilent: Waren die Kollegen jemals bei einem Vorfall dabei, an dem Hörgeschädigte beteiligt waren? Wie verlief die Kommunikation und was für Erfahrungen haben die Beamten gemacht?

Einsatzleiter: Erfahrungen zu konkreten Fällen können die Polizisten leider nicht mitteilen, da es in Deutschland sehr viele Polizeidienststellen gibt und es uns nicht möglich war bei allen nachzufragen, da ja der Dienststellenleiter auch erst bei seinen Mitarbeitern nachfragen müsste. Dies ist bei vielen Beschäftigten des Polizeipräsidiums etwas schwierig. Bei den Dienststellen, bei denen wir uns erkundigt haben, konnten wir keine konkreten Fälle in der letzten Zeit genannt werden.

hewritesilent: Vielen Dank für das Interview.

Einsatzleiter: Gerne.

Fazit: Generell kann man sagen, daß der Umgang mit Hörgeschädigten in den persönlichen Ermessensspielraum eines jeden Polizisten fällt.

 
 

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Der Nachklapp – Titanic Interview mit Julia Probst

Sehr amüsante und köstliche Anspielung auf Julia Probst, man kann die Verhaltensweise von Julia überall im Medien/Internet prima beobachten. ;0)

(Quelle: aufgenommen mit Handyfoto „Titanic“ – Ausgabe 08/2012, Seite 57 und Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Titanic Magazin)

 

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„Wie billig kann Bio sein?“

Gestern abend strahlte die ARD-Sendung „Wie billig kann Bio sein?“ aus, wie ich vor Augen hielt, dass hinter günstigen Bio-Produkten oftmals eine Tierhaltung steckt.

Krass ist, wie die Reporter angebliche Freiland-Haltung lebende tote und halbtote Hühner mit zerrupftem Gefieder im Hühnerstall (Käfighaltung) filmte und zeigt, wie die raffgierige Bio-Bauer Bio-Eier trotz unansehnlichen Haltung verkaufte.

Oder auch wie Bio-Kartoffeln aus dem Discounter-Markt stammen nicht etwa aus regionalem Anbau, sondern aus Ägypten.

Bio ist ebenso Betrug, wie zum Beispiel die Ökosteuer, Bio-Sprit. Eine endlose Reihe an Volksverdummung, um an immer mehr Kohle zu kommen. Ob CO2-Ausstoß, Glühlampe, Heizungsanlage, alternative Energien usw.. Alles nur, um vermehrt an unser Geld zu kommen, denn der Moloch Staat vor allem die grüne und scheinheilige umweltfreundliche Politiker-Feitischisten mit bösen Zungen bläht sich unaufhörlich auf…

 
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Verfasst von - 4. September 2012 in Allgemein

 

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