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Archiv für den Monat Juni 2012

Definition: Taubstumm / Taub macht stumm

(Quelle: Screenshot Twitter)

Via Twitter hat ein Hörender mir wegen dieser Begriff „Taubstumm“ gefragt und ich ihn „Taub macht stumm“ oberflächlich darauf beantwortete, prompt feuerte sich die „zwei taube Frontleuten“
(@EinAugenschmaus und noch einer der namentlich nicht genannt werden möchte) via Twitter ab. Ich sei nicht glaubwürdig und ich über mich selbst belustigen will. Ok, Ansichtssache wie immer!

Kommen wir mal zum Kernpunkt und nehmen wir mal an, ein Kind, das taub ist, wächst mit Mama & Papa auf die auch taub sind. Das Kind, das eigene oder fremde Stimme nicht selbst hört und bis zu kein einzige Laut hören kann, kann einfach nicht von Natur aus drauf kommen, daß es lautsprachlich sprechen müsste. Somit ist „Taub macht stumm“ in dieser Weise natürlich NICHT diskrimminierend. Wie schön wenn ich in einer solchen Welt aufwachsen würde.

Dann kommt folgendes: taubes Kind mit hörende Eltern. Wenn die Eltern nicht informiert sind, was man tun kann, denken sie, daß sie einen taubstummen Kind haben, die man nicht helfen kann. Taub macht stumm, trifft auch zu, nur wegen Informationsdefizit.

Heutzutage gibt es Gebärdensprache, Cochlea-Implantat, frühfördernde Bilingualismus, Logopädie für Lautsprachunterstützung uvm. Wenn man schon beim Kind anfängt was zu tun, dabei gibt es vielerlei Möglichkeiten, daß es nicht stumm wird. Einige von Gehörlose sind auch gar nicht stumm. Beste Beispiel Julia Probst besser bekannt als EinAugenschmaus. Aber manchmal gibts doch Momente dass man sich Taub stellen will und das macht auch tatsächlich stumm.

Und was soll denn schon am Taubstumm schlecht sein? Taubstummer kann man auch so weit kommen wie ein Hörende, indem man sein Wissen nur mittels Gebärdensprache erlernt (ohne Lautsprache) oder nur aus lesen von geschriebenes weis ist. Das ist doch zweifellos möglich. Und nehmt auch auf Hörende Rücksicht, die keine Stimme haben oder Loch im Hals. Sie sind auch stumm, obwohl sie hören kann. Ist das verachtend, oder nicht?

Es ist radikal und schlichtweg peinlich, mir unterstellen zu wollen, ich hätte was gegen taube/gehörlose Menschen oder so irgendetwas. Es ist auch dumm zu behaupten, ich hätte Diskriminierung betrieben. Kein vernünftiger Mensch glaubt an so ein Blödsinn!

Was läuft eigentlich? Ein paar Randalierer wollen mir vormachen, dieser Begriff taubstumm oder taub macht stumm sei eine Diskriminierung oder verachtend. Warum? Was ist daran diskriminierend oder verachtend? Nichts! Die Hörenden meinen mit „stumm“ nicht „dumm“, (so ein Quatsch!) sondern nur das Unvermögen von tauben Menschen sich frei und ohne Einschränkung mit Hörenden zu kommunizieren. Oder ganz allgemein an irgendwas teilzunehmen, wo Lautsprache nun mal nötig ist. Es gibt endlos viel Fälle, wo Taubheit im Wege steht und ergo stumm macht.

Das ganze Trara um „taubstumm“ macht mich und uns doch lächerlich. Was denkt jetzt die hörende Welt? Sie wird ja sowieso von radikalen Gehörlosen immer wieder zum Feind erklärt. Und zwar pauschal. Alle! Ohne Ausnahme…

Ich habe jede Menge hörender Freunde und Bekannte und war mir nicht zu schade, jeden einzelnen zu befragen. Das Ergebnis: keiner denkt dabei an „dumm“. Sie haben echt gestaunt: wieso denn das, woher diese Definition?

Und warum so? Weil sie die ganze verfluchte Vorgeschichte gar nicht kennen. Sie wissen nicht, woher, wieso und warum. Der ganze Kram und Krampf mit „früher war das so und so, stumm ist dumm, Mailänder Kongress von 1880, Oralisten…“ usw. Völlig unbekannt. Deshalb kommt keiner auf die Idee, „stumm“ mit „dumm“ gleichzusetzen.

Ich ahne schon, was jetzt kommt, ist mir aber egal. Meine Meinung darf ich wohl äussern. Sollte einer mir taubstumm verbieten, das ist schon ein gefährlicher Eingriff in Sachen Meinungsfreiheit. Habe genug Erfahrungen mit tauben/gehörlosen Kindern und Leuten gemacht und stehe dazu. Punkt und Basta!

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Deutsche Gehörlosen Sportfest in Berlin

Nach dem Vorbericht „Sport ist Mord“ über Deutsche Gehörlosen-Sportfest fand nun „Fair Play“ auf dem Deutschen Gehörlosen Sportfest in Berlin statt – nicht nur die Spieler verzichteten auf brutale Fouls, sportliche Härte, auch Bärliner pfiff die Regenwolken zurück und liess die Sonne lachen. Die Veranstalter erhoben kein tatsächlich Eintrittsgeld. Etwa hunderte Zuschauer und 1000 Sportler besuchten das gut organisierte Fest.

Darunter ein twittersüchtige Zuschauerin Julia Probst, wo sie aufgrund wegen ihre fehlende gehörlose Identität völlig im Neuland betrat und für Verwechslung im Gehörlosenwelt via Twitter sorgte.

(Quelle: Twitter)

Beim Leichtathletik holten die Junior-Athleten das Letzte heraus. In ihren Herzen brannte der olympische Geist. Sogar die Richter liessen sich mitreissen und feuerten die Sportler an. Leider mussten die Leichtathleten auf Applaus der Zuschauer verzichten. Die Tribünen waren fast leer, nur einige andere Sportler belegten die Plätze. Die Olympiastadion lag einfach zu weit ausserhalb des Gehörlosenzentrums und in Berlin gibt es zwei Gehörlosenzentrum (eins in West-Berlin und eins in Ost-Berlin).

Knallhart verliefen die Basketball-Fights im Pokalmeisterschaft bei den Herren. Ganz im Ghetto-Stil wurde gedribbelt und geworfen. Auch ganz ghettomässig verliefen die Zweikämpfe – von Reissen über Stossen und Treten bis zum Umwerfen wurde den Zuschauern Wettkampf pur geboten. Endlich musste Rekord- und Serienmeister GSV Osnabrück den 4. Platz begnügen. Keine andere Sportart hatte mehr Show zu bieten.

Im Seniorenspiel trate zuerst der Herren (Ü30 + Ü40). Danach durften die Profis-Weiber im Finale auflaufen und den Zuschauern ihr Können vorführen. Die Süddeutsche Powerfrauen (GSV Augsburg/GSV Karlsruhe) wollten es genau wissen und forderte die Spielerinnen aus Nordrhein-Westfalen (GTSV Essen) heraus. Die Mädels verzichteten auf Trikots und traten – ganz der Mann – mit blossem Oberkörper an. Die gegnerische Mannschaft lief im normalen Sportdress an. Bei den Spielen wurden keine weibliche Stars wie Marta oder Brigit Fischer oder männlichen Stars wie Ronaldo oder Lionel Messi vermisst. Die Kickerinnen boten ein gutes Spiel. Zum Schluss musste Bayerinnen das Feld als Verlierer verlassen. Die Bayerinnen waren ein wenig betrübt über die Niederlage. Doch eine weitere Revanche ist nicht auszuschliessen.

Im Schach-Wettkampf war Kopfarbeit gefordert. Leider kam es zu keiner Herausforderung wie „Meister gegen Schüler“. Junge Leute waren bei dieser Sparte wenig zu sehen. Doch die Spieler waren zufrieden, alle hatten eine gute Partie geschoben.

Routine bei den Tennis-Herren und Damen: Saubere Schläge, wenige Fehler und keine Risiken. Die Spiele verliefen wie am Schnürchen, die Favoriten schlugen sich alle in das Finale. Zeit durfte dabei keine Rolle spielen. Auch wenn es bis zum Abend dauerte. Die Damen boten dagegen viele Tricks. Die paar Zuschauer sahen Tennis pur. Dafür leisteten sich männliche und weibliche Spieler eine Runde ohne Schläger.

Die Zuschauer gingen nach Hause und die Bierbrüder und -schwestern pilgerten zum Disco. Dort wurden die Fässer ordentlich geleert, wie es sich für die echten Bayern gehört. Bei den Deaflympics nächstes Jahr in Bulgarien werden die Berliner sicher schnell ihr schönes Stadt vermissen…Und überraschenderweise fehlt noch die Bewerber zur Ausrichtung des Deutsche Gehörlosen-Sportfest 2016. Droht hier die griechische Verhältnisse? Gibt es bald Casting-Shows für DGSF 2016? Gehörlose Tanzstar Tobiz, bekannt geworden durch seine Teilnahme an der Casting-Show „Das Supertalent“, weiss wie´s geht.

 
 

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Warum nicht Lautsprache für Gehörlose? Spiegel-Artikel Lippenlesen @EinAugenschmaus

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/julia-probst-twittert-als-einaugenschmaus-zur-em-a-839557.html

Durch den Spiegel-Artikel über das Thema Lippenlesen von Julia Probst besser bekannt als EinAugenschmaus ist mir interessante Gedanken gekommen. Uns ist es bekannt, dass Julia Probst lautsprachlich und problemlos Lippenlesen beherrschen kann. Und sie selbst bezeichnet sich laut ihre eigene Angaben, sie sei gehörlos.

Jetzt kam mir die Gedanke. Lippenlesen und gehörlos? Warum nicht Lautsprache für Gehörlose?

Wir wissen, die Gebärdensprache ist eigenständige Sprache der Gehörlose, wobei sie untereinander als eigene Kommunikationsbasis unterhalten und sich dabei wohl „fühlen“. Bedenke dabei, sind leider viele Gehörlose nicht genug die Lautsprache gefördert worden. Trotzdem brauchen viele Gehörlose und auch leider einige Schwerhörige Gebärdensprache, weil das Lippenablesen und Lautsprache für sie zu anstrengend ist.

Es ist faszinierend, dass viele Gehörlose die lautsprachliche Erziehung als Zwang empfinden, obwohl viele auf Mundbild (ist ja auch eine stumme Lautsprache) angewiesen sind. Siehe z.B. Mundbild „Völkerverständigung Sprachlos“

Lieber augenschmausende Lippenlesen als schlechte Gebärden zu lesen! ;0)

1. Update 22. Juni 2012: Es hatte mal ein Film „Der Schulwitz“ von Gunter Trube (ehem. Gunter Puttrich-Reignard) und Christina Schönefeld gegeben. (konnte leider das Filmauschnitt im Internet nichts finden). Dafür gibt´s Manuskript von Taubenschlag. http://www.taubenschlag.de/html/ssh/1168.html – Siehe 1. Teil Gehörlosenschule sehr passend zum Thema.

2. Update 23. Juni 2012: 


(Quelle: Twitter)

Als @phoeni über ihre Bedenken zwischen Lippenlesen und Überwachungsstaat via Twitter hingewiesen hat, kam da mir der Geistesblitz. Es gibt ein Film und der heisst „Das Leben der Anderen“: Das Film zeigt über das System wie in der DDR Einschüchterung, Demütigung und Überwachung durch das System, bis ins Detail geplant und akribisch ausgeführt. Sehr beklemmendes Szene.

Man muss sich ungefähr wie in der DDR vorstellen, was passiert wenn während der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien aussehen könnte. z.B. Brasilianische Nationalmannschaft wollen bei der WM 2014 im eigenen Land unbedingt den WM-Titel holen und hat da eine Idee, wie man taktisch während des Spiels noch mehr herausholen kann. Nationaltrainer von Brasilien und sein Team braucht nur noch mit Ohrhörer, Lippenleser, Übersetzer und Diskreter (so ähnlich was man alles braucht), um ihre Gegner irgendetwas abzuhören können. Das heisst also brasilianische Nationalmannschaft hat die deutsche Nationalmannschaft (DFB) „ausspioniert“ und macht mit Lippenlesen ein sehr gutes Geschäft.

Was ich aber nicht verstehe. In Leipzig gab es Demo (1989), sind früher die 1989 zu Tausenden auf die Straße gegangen, weil sie gegen die Bespitzelung demonstrieren wollten, und heute? Jetzt wo sie auf dem Weg zurück in einen „Überwachungsstaat“ sind, ist es heute allen egal. Wahrscheinlich wollen die Deutschen gar nicht die Grundrechte die ihnen zu stehen. Sonst muss ich dann als nächstes an solche Filme wie „V wie Vendetta“ und „Gattaca“ denken, wie die deutsche Nationalmannschaft später aussehen könnte um weiter erfolgreich spielen zu können…

 
30 Kommentare

Verfasst von - 21. Juni 2012 in Lippenlesen

 

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Völkerverständigung Sprachlos

(aufgenommen mit Smartphone-Foto im Juni 2012 auf dem Weg von Frankfurt nach Bangkok im Flugzeug)

Völkerverständigung Sprachlos
Gesten können in verschiedenen Ländern unterschiedliche Bedeutungen haben. In Ihrem Buch „Versteh mich nicht falsch!“ (Bierke Verlag, aus als iPhone-App erhältlich) erklären die Journalistinnen Julia Grösse und Judith Reker, was man mit Gesten sagt – ob gewollt oder ungewollt. Der kleine Finger, der sich aus der Faust herausstreckt, bedeutet:

– Eins (Kenia, Kirgistan)
– Mager, klein (Italien)

Communicating without words
Using your hands to express yourself can sometimes be risky because a single gesture can mean quite different things in different ciltures. German journalists Julia Grosse und Judith Reker explain in their book Don´t get me wrong! what it means to meak a fist and then extend your little finger:

– One (in Kenya and Kyrgyzstan)
– Thin, small (in Italy)

(Textquelle: Lufthansa Magazin 06/2012)

Wie schaut´s die deutsche Gebärdensprache aus, ob man mit dieser kleine Finger der aussieht wie ein i gebärden kann? Ja, es gibt die und zum Beispiel „Ignorieren“ (Eigenschaft der Gebärdenbewegung: Handfaust herausstrecken mit kleine Finger in Richtung Person bewegen) oder „Ironisch“ (Eigenschaft der Gebärdenbewegung: ähnlich wie die italienische Gebärdenform Mager bewegen die Handfaust aber nach unten, bei ironisch dreht man die Handfaust kreisförmig). So nennt man das Völkersverständigung unter gehörlosen Völker, auch wenn es manchmal zu Missverständnisse führen könnte. Das nennt man „Zwangskommunikation“, bei der stumme Leute in Situationen gebracht werden, in denen sie in Händen SPRECHEN MÜSSEN.

Anderes Thema zum Völkersverständigung in Deutschland. Bitte schön, wie gebärdet man „Hast du mein Bonbon gegessen?“ ohne Mundbild? Besonders das Wort Bonbon? Achtung Verwechslungsgefahr und Missverständnisgefahr mit Tablette, Pille, Medikament, Ecstasy, Zungenpiercing, Geldmünze, etc…!!! Soviel zum Thema Völkerverständigung!

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 20. Juni 2012 in Gebärdensprache

 

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Inklusion und CI-Situation in Australien

Greetings from Queenslands, Australia. I´m feel here so grouse and i like this boomer. Hooroo! :0)

Inklusion in Australien

Wenn Eltern behinderte Kind zur vollständige inklusive Beschulung schicken wollen, aber es gibt erst die Bedingung in Australien, die man ein behinderte Kind bestehen müsste. In Australien sieht es so vor, sollen jeden Kind je nach Behinderungsart, egal ob hörgeschädigt, sprachbehindert oder geistig behindert müssen vor seiner Einschulung zwölf Monate lang Zugang zu einem integrierte Vorschulprogramm der Schule zu ermöglichen.

Im Vorschulprogramm wird ihnen nicht das Lesen und Rechnen beigebracht, sondern sie werden auf die Schule vorbereitet. Lesen, schreiben und rechnen lernen um Lese- und Lernfähigkeit zu fördern und feststellen, ob ein behinderte Kind geeignet für normale Schule wäre, das ist die Aufgabe der Schule.

Sollte ein behinderte Schüler im integrierte Vorschulprogramm der Schule nicht bestehen, werden die automatisch ins Förderschule „abgeschoben“. Oder man kann auch am Förderunterricht in regulären Schulen teilnehmen, falls mehrere behinderte Schüler mit Förderbedarf in einer Klasse vorhanden ist.

Für Menschen mit Behinderungen, die wahrscheinlich keine Chance auf eine berufliche und wettbewerbsfähige Tätigkeit auf dem offenen Arbeitsmarkt zu einem üblichen Lohn haben und fortdauernde Unterstützung benötigen, stehen spezielle Beschäftigungsmöglichkeiten in geschützten Werkstätten, den so genannten ADE, VET oder RIDBC (ähnlich wie hier in Deutschland: Behindertenwerkstatt, BBW, etc…)  zur Verfügung.

Interessant ist, in Australien besteht nicht die Pflicht, eine Mindestquote an Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen festlegen; obwohl einige Organisationen eine Quotenregelung für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen befürworten. Und Ausgleichsabgabe für behinderte Arbeitsnehmer gibt´s in Australien nicht. Aber beim Eintritt in den Arbeitsmarkt zu unterstützen, übernimmt die australische Regierung einen Teil der Ausbildungskosten. Australische Regierung verfolgen bis auf Melbourne und Sydney aufgrund wegen die abgeschiedene Lage, wirtschaftliche Lage und Lage der Bevölkerung eine andere Strategie als in Deutschland.

Was ein Unterschied zu Deutschland bemerkbar ist, nehmen die australische Gehörlose das Thema „Inklusion“ nicht sehr ernst, weil diese schulische System in Australien seit vielen Jahren festgelegt ist, auch vor dem Raitifizierung der UN-Konvention.

Cochlear-Implantat in Australien

Schon einmal hatte hier darüber bereits gebloggt. Siehe “We can consign deafness to history”

Interessant ist, wie in Australien bis heute immer noch kontrovers über Cochlea-Implantat diskutiert wird. Dieses Schlagzeilen über Cochlea-Implantat und Gehörlosenkultur schafften es dadurch sogar australienweit bis in die bekannte australische Presse und TV-Medien, welches hier in Deutschland bislang nur bis in die deutsche hörgeschädigte Presse wie LifeInsight oder Deutsche-Gehörlosenzeitung erreichen konnte.

Selbst die gehörlose Australier bezeichnen die Gehörlosengesellschaft so eine Art hispanischen Gemeinschaft wie in den USA. Einer behauptet selbst: „Die Gehörlosen ist eine Kultur. Sie sind ähnlich wie die Kultur der hispanischen Gemeinschaft, zum Beispiel wo Eltern die hispanisch sind, oder Gehörlose würde natürlich ihre Familien durch ihre gemeinsame Sprache behalten zu wollen. Ihre primäre Sprache ist, die entweder Spanisch oder Englisch oder für Gehörlose in diesem Fall in Form der Gebärdensprache bzw. Lautsprache.“ Was er genau mit Spanisch und Englisch meint, ist nämlich die Lautsprache als Mutter- oder Zweitsprache. Unter der Zweisprachigkeit der Gehörlosen wird verstanden, dass sie die Gebärdensprache und die Lautsprache wie die hispanischen Gemeinschaft als Muttersprache oder Zweitsprache angesehen wird.

 

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