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Archiv für den Monat November 2011

Inklusion in der Schule – Risikien

http://www.vibelle.de/tv/watch/98

Wenn man Vibelle TV gut betrachtet, wie der gesellschaftlicher Zusammenhalt für hörgeschädigte Kinder möglicherweise gebrochen sei. Und auch wie bereits über „Integrative Beschulung“ berichtet.

Wenn die Eltern vermehrt ihre schwerhörige und gehörlose Kinder zur Regelschulen schicken, sehe ich die Gefahr, dass die Kinder für die Identitätsbildung irgendwann auflöst. Daher sollen hörgeschädigten Schule für gehörlose und schwerhörige Kinder bestehen bleiben, sicher ist sicher. Es besteht die Gefahr, dass die integrative Beschulung in Umgang mit Behinderungen am Konzept der inklusiven Bildung scheitern. Aus meiner eigener Erfahrung, wo ich damals meiner Kindheit zuerst im hörende parallel zusammen mit schwerhörige Welt aufgewachsen wurde, kann ich hier erzählen, dass diese inklusive Bildung für gehörlose und schwerhörige Kinder in einer vorwiegend hörenden Gruppe im zunehmenden Alter isolieren kann und das bedeutet auch dass die Identitätsfindung für gehörloser und schwerhöriger Kinder erschweren und noch viel länger prozessieren kann. Das habe ich damals erlebt. Gehörlose und schwerhörige Kinder haben darum nicht genügend positive Identifikationspersonen. Auch können nicht genügend hörende Lehrer/innen an allen Schulen ausreichend Kompetenzen und Umgang für hörgeschädigte Kinder mitgebracht werden und auch weil es zu wenige Lehrer/innen gibt, die selbst hörgeschädigt sind. Desweiteren muss man auch die Gebärdensprache des gehörlose und schwerhörige Kindern berücksichtigen, dass im Laufe eines Lebens die Gebärdensprachqualität, ganz egal ob in DGS oder LBG,verschlechtern kann und im Vergleich zu gehörlosen und schwerhörigen Personen, die heutzutage bessere Gebärdensprachkompetenz verfügen.

Im Spiegel-Forum wurde bereits eine Menge über Inklusion kontrovers diskutiert worden. Siehe hier: „Behinderte Schüler: Na bitte, es geht doch!“

 
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Verfasst von - 29. November 2011 in Inklusion/Integration

 

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Wie die GEMA Behinderten ausbeutet und diskriminiert!

Während meiner Organisationstätigkeit bin ich interessanterweise und unverständlicherweise auf die GEMA-Gebühren zugestoßen. Beim Finanzierungsplan (Ausgaben für Gebühren, erstellt von mein Kamerad) leuchtet mir gerade ein, warum wir die GEMA-Gebühren berappen müssen. Ganz offensichtlich ist GEMA die kleine Schwester der GEZ. Gehörlose können kein Musik hören und wenn wir die schwachsinnige GEMA-Gebührenrabatte (Vergütungssätze U-VK bzw. M-U 6. 33 1/3 %) aus dem Fenster rauswerfen, kosten die schon mal fast ein halbes Vermögen. Aber dummerweise gibt es schwerhörige Mitglieder. Und die Gebührenberechnung für Kleinveranstalter legt die GEMA folgende drei Punkte zu Grunde: Raumgröße, Höhe des Eintrittsgeldes und GEMA-Pflicht für die gesamte Veranstaltung ab einem GEMA-pflichtigen Musikstück. Die durchwegs zu hohen Gebühren zwingen Veranstalter dies durchzuführen. Ja richtig gelesen, einige Hörgeschädigten und vor allem Gehörlosen können nicht musikalisches hören und auch superwenig anfangen. Höchstens nur die Vibrationen der Musik spüren und die Geräusche sehr stark eingeschränkt wahrnehmen, nur wissen sie gar nichts bzw. kaum von welche hörende Künstler erstellt wurde.

Wenn man sich mal die Zahlen anschaut wieviel die GEMA einnimmt und wieviel sie wieder an die Künstler ausschüttet, dann muss doch auch der letzte behinderte Depp merken dass das ein Abzockerverein ist!

Über Google entdeckte ich, gab es auch Fälle, wie GEMA im Umgang mit Behinderten diskriminierten. Siehe hier: GEMA sperrt Youtube-Kanal für Hörgeschädigte

Was war mit seine Schwester GEZ, wo die Behinderten bislang stets Rundfunk-Gebühren (gab es im Fernsehen kein Musik?) von der GEZ befreit haben? Hier scheint genau das Gegenteil zu sein.

Wenn Ihr wissen wollt, was ein GEMA ist. Mehr darunter: http://de.wikipedia.org/wiki/GEMA

 

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Deutsch und Deutsche Gebärdensprache ins Grundgesetz?

Die Staatssprache Deutsch vor dem Petitionsausschus von Anatol Stefanowitsch

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=15840

Dank durch MeinAugenschmaus wurde ich auf einen interessanten Blogbeitrag von Anatol Stefanowitsch aufmerksam und auch gleichzeitig Petitionsforum von Bundestag gelesen. Wenn man sich in allen Aspekten betrachtet, habe ich mir mal Gedanken gemacht, was hier in Deutschland schief läuft und was fehlt.

Voraussetzung ist allerdings für eine Stärkung der deutschen Sprache in der Bundesrepublik Deutschland und anderen internationalen Organisationen, dass sie zunächst in Deutschland selbst wieder mehr gepflegt und ihrer zunehmenden Verderbung durch eine irre Flut völlig überflüssiger Anglizismen und andere Sprache Einhalt geboten wird. Frankreich hat mit dem Gesetz über den Gebrauch der französischen Sprache gezeigt, wie man die eigene Sprache als wichtigstes Gut eines Volkes wirksam schützen kann. In Europa steht Deutsch nach dem Russischen (100 Millionen) mit etwa 95 Millionen an zweiter Stelle, weit vor dem Englischen (60 Millionen), Französischen (55 Millionen) und Spanischen (29 Millionen). Aber alle bisherigen Bundesregierungen haben es noch nicht einmal fertiggebracht, die deutsche Sprache in der EU neben Französisch und Englisch als dritte Arbeitssprache durchzusetzen. Aus diesem Grund befürworte ich die Aufnahme ins Grundgesetz.

Und was mit Deutsche Gebärdensprache (=DGS) in Grundgesetz betrifft? Problem ist, wenn aber zwei Sprachen (DGS und Deutsch) mit zwei verschiedenen Modalitäten (3er-Raum, Gebärden, Mimik und dann Lautfluss) aufeinanderprallen, habe ich Bedenken. Wenn ich so ausdrücken will, wie ich normalerweise ausdrücke, dann werde ich oft missverstanden, das wird aber nicht immer gezeigt, also nicken sie und tun so, als ob sie es richtig verstanden haben und prägen sich was falsches ein. Es war meistens so, dass einige Gehörlosen sogar öfters gar nicht bewusst ist. Und deswegen vereinfache ich lediglich meine Sprache, aber ich verdumme meine Sprache nicht. Ich tausche nur bestimmte Wörter durch einfachere Wörter aus, und das mach ich auch nur bei Gehörlosen, wo ich weiß, dass sie mich sonst nicht verstehen. Und man muss auch nebenbei mitdenken, dass einige Gehörlosen ein erschwerter Zugang zur Schriftsprache darunter leiden und auch nicht in der Lage einwandfrei über Schriftkommunikation mit Hörenden und Hörgeschädigten mit hohen Schriftkompetenz via Internet zu kommunizieren. Siehe Fallbeispiel: Blog von Not quite like Beethoven. Auch andersherum können die Hörende, die Gebärdensprache nicht beherrschen können, auch nicht mit Gehörlosen kommunizieren.  Man darf nicht vergessen, dass die Gehörlosen ihre eigene Kultur haben, ihre eigene Sprache und ihr eigenes Leben hier irgendwo zwischen uns leben! Deutsche Gebärdensprache ins Grundgesetz kann ich mir nicht vorstellen, höchstens als anerkannte Sprache.

Sogar American Sign Language (=ASL) ist international die dominierende Gebärdensprache und in zwanzig Ländern vertreten. Kein einzigste Länder konnte diese dominierende Gebärdensprache nicht als Amtssprache und auch nicht ins Grundgesetz (-> Constitution) aufnehmen. In den USA kam es 1990 zur gesetzlichen Anerkennung der ASL als eigenständige Sprache.

 

 

 
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Verfasst von - 12. November 2011 in Gebärdensprache

 

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GINKO-Befragung Erkenntnisse

Interessant ist es die GINKO-Befragung festzustellen, wie exakt 5.184 Personen aus ganz Deutschland aller Zielgruppen teilgenommen haben und ausgewertet wurde, während die verbleibenden Zahlen schätzungsweise von 75.000 bis 200.000 Hörgeschädigten (etwa 50.000 gehörlosen und 150.000 schwerhörigen) fehlen. GINKO-Präsentation_Weber_DSB_Dresden_16.09.2011 Quelle: http://www.fst.uni-halle.de/projekte/ginko/ergebnisse

Der Durchschnitts-Hörgeschädigten hat laut GINKO-Befragung prozentual gesehen deswegen heute mehr Arbeitstätigen, weil die Statistik so nach oben schraubt, gleichzeitig werden die arbeitslosen Hörgeschädigten nach unten geschraubt. Die fehlende Umfrage-Teilnehmern, die nicht an der Umfragen im Zeitraum von 1. Oktober 2009 bis Ende 2010 teilnahmen, kann man die Statistik-Zahlen nicht genau eruriert werden. Oder vielleicht meinen die Umfrage-Teilnehmer auch so, weil sie ja auf „Weiterbildungslehrgänge“ (größtenteils mehr als schwachsinnig) geschickt wurden und damit „dem Arbeitsmarkt gerade nicht zur Verfügung stehen“, aber deswegen halt auch nicht „arbeitslos“ in deren Sinne sind, deshalb wurde Arbeitslose übrigens nicht erst in der Statistik aufgeführt sind. Siehe im Zusammenhang, wie bereits über die hohe Anzahl von behinderten Arbeitslosen berichtet.

Kurz zusammengefasst, daher ist die Statistik im allgemeinen nicht aussagekräftig oder man könnte auch meinen, die Bevölkerung wird also geschickt mit der GINKO-Statistik getäuscht. Siehe abweichende Unterschiede (n=Angaben zur Person = 5.184, Berufstätigkeit = 5.231). Deshalb verfehlen GINKO-Umfrage immer mehr ihren Zweck. 

Für die Bildungsschichten „hörgeschädigte Studierende“ (GINKO-Präsentation_Weber_BHSA_Eisenach_13.08.2011) dürfte die Statistik aber so ziemlich stimmen und liegen sehr nah beieinander, auch wenn die Anzahl gering ist.

 

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Sign Mob bei IKEA in Hamburg

Erneut wollen die Gehörlosen Sign-Mob organisieren und zwar in Hamburg. Es hatte schon mal Sign-Mob (Sign-Mob, Anm. d. Verf.im Sommer dieses Jahres gegeben, nur die haben nicht unter schwedische Gardinen verbracht.  Interessant ist, wie die Gehörlosen auf die Idee gekommen sind und warum ausgerechnet bei IKEA. Wenn man eine Abkürzung bzw. Codesprache für IKEA näheres betrachtet, staunt da man nicht schlecht. IKEA bedeutet nämlich Ich Kann Einfach Alles und in Anspielung auf Helene Jarmers Spruch „Ich kann alles, ausser hören.“ Als Parodie versuchen die Gehörlosen auffällige Merkmale dieser in überspitzter oder veralbernder Form widerzuspiegeln. Besonders schlimm ist es aber, wenn gehörlose Kunden ganz ohne Aufbauanleitung (siehe Spruch = „Ich kann alles…“) auskommen können, ein Gerät als defekt reklamieren, und man beim Reklamationsgespräch herausfinden muss, dass der beklagte Defekt durch falsches Einbauen herrührt. Da greift dann leider keine Garantie und auch keine Gewährleistung – man hätte sich also durch das Studium der Aufbauanleitung einiges ersparen können – Nerven und Geld.

 
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Verfasst von - 2. November 2011 in Gehörlosenkultur

 

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Deutscher Gehörlosen-Sportverband im Dilemma?

Zu wenig Können und Klasse? Eine schwierige Mentalität, eine zu kritisierende Einstellung? Der einst frühere erfolgsverwöhnte Deutscher Gehörlosen-Sportverband (DGS) hat es nicht geschafft, Deaflympics 2005 und 2009 einen internationalen Top-Platz zu belegen und wissen auch nicht mehr zukünftig gegen die übermächtigen Ukrainer, Russen und Asiaten fachmännisch zu zerlegen. Wie mühevoll die Suche nach gehörlosen Nachwuchs im eigenen Land ist, hat DGS-Präsident Karl-Werner Broska und sein Team erfahren. Neue Referentin für Leistungsport Petra Brandt hat jetzt den Auftrag, bundesweit neue unentdeckten talentierten gehörlosen Jugendlichen zur gehörlosen Vereine ins Boot zu holen. Den Blick zurück, der Blick über den Tellerrand hinaus ist erforderlich, um strukturelle Schwächen im DGS und gehörlose Sportvereine zu erkennen. Die Behauptung ist einfach, dass der DGS wegen Vermehrung der Cochlea-Implantate, undurchsichtige Landesverband- und Vereinsstrukturen und Rückgang von gehörlosen Sportlern letzten zehn Jahren falsch gemacht was er falsch machen konnte. Doch damit macht man es sich zu einfach. Der gesellschaftliche Wandel, das üppige Freizeitangebot oder setzen sich mit dem kulturellen Bildungsangebot auseinander oder die finanzielle Frage oder beklagen abstruse Regelwut und die fehlende hohen Leistungsbereitschaft, sich in das Wettkampf- und Leistungssystem einer Mannschaftssportart einzuordnen, trägt entscheidend dazu bei, dass vor allem 10- bis 21-Jährige dem Sport den Rücken kehren.

 
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Verfasst von - 1. November 2011 in Sport - Deaflympics

 

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Martin Zierold = Definitionsunfall zwischen gehörlos und taub

http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/das-ist-berlins-erster-tauber-politiker-article1305589.html

Meine Augen tat es schon etwas weh, wie diese Artikel immer abwechselnd taub und gehörlos platzierte. Eine einheitliche Definition ist immer noch nicht vorhanden.

 
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Verfasst von - 1. November 2011 in Politik

 

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