RSS

Archiv für den Monat Dezember 2013

Kurioseste Tweet #gehörlos #untertitel

Kurios, aber wahr: Daniel Büter, der Geschäftsführer des Landesverbandes der Gehörlosen Baden-Württemberg, meint dass er ohne Untertitel im Fernsehen sehr schade findet und kann aufgrund seiner Gehörlosigkeit im Fernsehen alles befolgen.

Edit am 29.12.2013:

In diesem Sinne meinte er wirklich: „Ich kann NICHT richtig befolgen, da ich gehörlos bin.“

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 28. Dezember 2013 in Untertitel

 

Schlagwörter: , ,

Spendenaffäre

Endlich: Karl Gehörmeyer verhaftet

Der Vereinsvorsitzende Karl Gehörmeyer (Foto unten) hatte jahrelang Spendengelder von einem Fernsehsender erhalten. Als Gegenleistung erwartete der Sender, dass Herr Gehörmeyer alle Aktionen für mehr Untertitel unterdrückte. Doch die Hoffnung, dass jetzt mehr Sendungen untertitelt werden, scheinen sehr gering zu sein. Denn Herr Gehörmeyer und sein Verein dürften nicht die einzigen sein, die geschmiert wurden. Wie erwartet, dementieren Sender und Vereine diesen Bericht.

affaereIn Spendierhosen: Herr Gehörmeyer

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 16. Dezember 2013 in Untertitel, Witze

 

Schlagwörter: , , ,

Riesenskandal: Gebärdensprachdolmetscher verfälscht Rede während der Mandela-Trauerfeier #Mandela #MandelaMemorial

Als irgendwer die Trauerrede für Nelson Mandela halteten, ersetzte der falsche Gebärdensprachdolmetscher in der nicht existierte südafikanische Gebärdensprach-Version. Die südafrikanische gehörlose Bürger/-innen sind entrüstet.

Der südafrikanische Gehörlosenverband haben den falsche Gebärdensprachdolmetscher scharf verurteilt, weil eine Rede des Trauernden komplett falsch übersetzt worden war.

Quelle in englischsprachiger Version: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=10151834862507807&id=271471837806

 

Schlagwörter: , , ,

BBW – „bin bald weg“

Das Berufsbildungswerk (BBW) wie in Husum, Neuwied, Winnenden, München, Leipzig, Nürnberg und Neckargemünd bietet über tausende Ausbildungsplätze für hörgeschädigte Menschen an. Folgende Handwerksberufe können unter anderem erlernt werden: Buchbinder, Drucker, Industriemechaniker, Maler, Metallbauer, Schneider, Schreiner, Schuhmacher, technischer Zeichner, Mediengestalter, Feintäschner, kaufmännische Berufe, Koch, Gärtner usw. ausgebildet.

Harter Alltag im BBW
Eine Ausbildung im BBW ist kein Zuckerschlecken. Die Arbeitszeiten sind nichts für Morgenmuffel. Denn bereits um 7.00 Uhr startet der Betrieb und die Maschinen werden angeworfen. Erst um 16.00 Uhr ist Feierabend. „Mahlzeit“ ist immer mittags so um 12 Uhr, in der nebenan liegenden Kantine kann gegessen werden. Während der Berufsschule beginnt die Mittagspause 20 Minuten früher. Hinzu kommen noch zwei Pausen, jeweils von 9.30-9.45 und 14.30-14.45. Der Lohn für die Mühe ist ziemlich karg: Azubis, die im Heim untergebracht sind, bekommen kleine Prämie. Nicht pro Tag, sondern im Monat! Dazu kommen noch 90 Euro Taschengeld. Stadtschüler erhalten statt dem „Taschengeld“ eine Vergütung von etwa 250-400 Euro.

Schlendrian im BBW
„Die Meister kommen immer zu spät“, moniert ein Azubi. „Richtig gebärden kann kein Meister“, „Es gibt nur wenig Arbeit“ und „Mit vielen Meistern habe ich Streit“. Die Beschwerden fallen wie reife Äpfel vom Baum.

Doch die Kritik kommt nur von den Jungs. Anders die Mädchen: „Ich bin zufrieden“ und „Die Kommunikation klappt“ meinen die weiblichen Auszubildenden. Doch der Gesichtsausdruck spricht eine andere Sprache. Nochmal nachgefragt und weiter nachgehakt. Dann nach einiger Zeit die Frage, ob frau hier keine Depressionen kriegt. „Hm, eigentlich schon“, gibt eine zu.

Der Wille ist da, aber der Weg ist steinig. „Noch ein Jahr“. Fast klingt es wie eine Freiheitsstrafe, die abgesessen werden muss. Dabei ist der Wille der jungen Leute gross. „Ich möchte sehr gerne diesen Beruf machen. Aber…“ Die Motivation verschwindet mit der Zeit. Nicht wenige BBWler brechen die Ausbildung ab und wechseln zu einem anderen Berufszweig oder begeben sich gar in die Arbeitslosigkeit.

Stadtbezirke bekommt den schwarzen Peter. Warum kommen einige Berufsschullehrer zu spät zum Unterricht? Wieso beherrscht kaum ein Meister die Gebärdensprache? Wird im BBW nur die Zeit abgesessen? Wer trägt die Verantwortung für diese Situation? Etwa die Stadtbezirke, der auch Lern- und Körperbehinderte zu den Hörgeschädigten „integriert“ hat? „Der Unterricht ist viel langsamer geworden“ beschwert sich ein Schüler. „Wir bekommen die ganz einfachen Bücher“. Ganz hart: „Ich bin im Unterricht eingeschlafen“.

Es kommen kaum noch Aufträge ins Haus. Doch warum vergeben die Behörden zum Beispiel die Bestellungen für die Herstellung von Broschüren an die Firmen und nicht an die BBW’s? Sparen wäre angesagt: Die Stadtbezirke überall haben Millionen Euro Schulden.

Das BBW blickt in eine ungewissene Zukunft. Die Abwanderung zu den anderen Schulen ist nicht gering. Und wenn noch mehr Azubis lieber das Berufsbildungswerk zum Beispiel in Nürnberg wählen, für die nicht der oberbayerische Bezirkstag zuständig ist, dann wird das BBW München bald neue Stellen anbieten können: Museumswächter – für die eingemottenen millionenschweren Werksmaschinen…

Angeblich empfahl ein Berufschullehrer einem hörgeschädigten BBWler, doch zu den Hörenden zu gehen. Denn hier habe er nichts verloren. Daraus schliesst man, dass einige Meister und Lehrer ebenfalls unzufrieden sind. Aber wahrscheinlich haben diese Ausbilder sich mit der Situation abgefunden.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 9. Dezember 2013 in Gehörlosenkultur

 

Schlagwörter: , , , , , , , , ,