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Archiv für den Monat Februar 2011

Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg

Seit Wochen verfolge ich intensiv über den Plagiat-Fall von Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg mit voller Besorgnis.

Definitiv bin ich ungehalten darüber das die Plagiatsaffäre aufgekommen ist. Er trägt gerade als Minister und zuständiger für die Bundeswehr Universitäten eine enorm hohe Verantwortung und gilt als repräsentatives Vorbild. Genau wie die Offiziere die repräsentativen Vorbilder für die Soldaten sind. Und nun den Fehler. Mehr als die Hälfte der Offiziere sind nicht vorbildsfähig und stehen auch nicht zu Fehlern, bzw. geben anderen die Schuld. Irgendwann kann man die Schuld nur nicht mehr von sich abweisen…

Nehmen wir mal an das dem Minister OFFIZIELL eine Schuld zugesprochen wird, er tritt als Minister zurück und ein neuer kommt. Das würde die eh schon komplizierte Umstrukturierung noch erschweren oder verhindern. Als Verteidigungsminister hat er weiterhin meine volle Rückendeckung und vor allem mein Vertrauen!!! Und ich das Schmierentheater der Opposition lächerlich finde, auch wenn ich teilweise zu den rote Sozialromantiker gehöre.

Als Doktor nicht, zumindest nicht nach dem Vorfall. Allerdings gebe ich ihm die Chance das ganze zu überarbeiten, um so den guten Willen zu zeigen.

Es gibt in unserem Staat so viel, was juristisch gegen den Baum läuft. Aber vor allem in der Beziehung ist man unbedingt auf böses Blut aus. Für mich unverständlich. Als wenn wir nicht andere Sorgen hätten.

Gewalt in Berliner U-Bahnen, bzw. Gewalt allgemein, Missbrauch von Kindern, Inzest-Fall wie in Österreich und Deutschland usw. Da kommt dann nur die Frage auf ob man es auf Bewährung machen soll oder ob das Urteil nicht zu hart ausfällt.

Und außerdem gibt es in unserem Rechtssystem eine Klausel, nämlich das man solange Unschuldig ist, bis die Schuld bewiesen ist. Deswegen sollte man gerade bei so einem Thema, mit Vermutungen, Behauptungen oder Verurteilungen vorsichtig sein.

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Verfasst von - 28. Februar 2011 in Politik

 

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Deaflympics-Chaos total

Via Internet wie zum Beispiel Deutscher Gehörlosen-Sportverband oder andere Internetseiten verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer um die gehörlose Welt, während die Mehrheit der hörende Welt kaum in den Medien mitbekommen.

Nicht nur Zuschauer sind enttäuscht, sondern auch Sportler und Funktionären!

Bereits vor dem Beginn der Deaflympics hat ein Mannschaft verloren: Die Organisatoren! Die Ursachen könnte folgendes sein:

Wie man deutlich die Videobildern von H3 Media herauslesen konnte:

http://www.h3.tv/deaflympics-slovakia-2011/the-venues

Schwierige Geldbesorgung.
Beim Geldbeschaffung von slowakischen Organisatoren herrschen Zustände wie auf dem Sozialamt: Das Personal ist extrem träge und die Warteschlangen sind endlos lang. Es gibt keine Hinweisschilder von ICSD oder slowakische Regierung (oder nur auf chinesisch?).

Es gibt kein Informationsbüro.
Alle Besucher und sogar manche Sportler mussten die Anfahrt zu den Sportstätten ohne eigene Vorwissen selbst planen.

Arroganz
Beim angebliche Geldveruntreuung in Höhe von 1,5 Millionen Euro von Jaromir Ruda (laut Taubenschlag) wird an Personal gespart, aber überall stehen unfertige Gebäude herum und scheuchen das Publikum herum. Fürchtet die ICSD etwa Terroranschläge?…

Unfertige Gebäude und leere Tribünen: Grössenwahn und schlechte Organisation haben ihren Preis – viele Zuschauer und Hörende verloren Interesse  an den Deaflympics. Vor der  Kulisse steht die kanadische weibliche Bär, die durcheinander gebärden.

Aktualisiert am 18.02.2011:

http://www.h3.tv/deaflympics-slovakia-2011/h3-video-mayor-of-strba-tells-story-about-fiasco-part-1/

http://www.h3.tv/deaflympics-slovakia-2011/h3-video-mayor-of-strba-part-2/

Wieder enthüllt sich die kanadische Bärweib, denn es geht im Großen und Ganzen darum ungelöste Rätsel und Fragen zu lösen. Somit ist ein Krimi „Wo ist Jaromir Ruda?“ kaum unterscheiden zu Krimi-Buch wie Alfred Hitchock.

Interessant ist die Aussage von slowakische Bürgermeister, wo er behauptet hat, wo die Deaflympics-Veranstaltung aufgrund finanzielle Engpass längst abgesagt hätte, doch weiterhin von slowakische Deaflympics-Organisationskomitee unbeirrt weiterführte und was slowakische Bürgermeister mit großer Staunen später feststellte.
Informationen im Internet rund um die Deaflympics gab es nur spärlich und meist in slowakischer Sprache. Dennoch fand ich im Internet in slowakischer Sprache heraus, angeblich sollten die Gebäude 30 Millionen Euro kosten, davon wollen die slowakische Deaflympics-Organisationskomittee 9 Millionen Euro für diese Gebäude investieren, soweit ich aus Übersetzungstool verstanden habe. Wie gebärdet, Deaflympics-Chaos total!

 
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Verfasst von - 18. Februar 2011 in Gehörlosenkultur

 

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Arbeitslosigkeit bei Behinderten extrem hoch

Schwerbehinderte Menschen sind besonders stark von der Wirtschaftskrise betroffen. Die Arbeitslosenquote lag im Jahresdurchschnitt 2008 und 2009 bei jeweils 14,6 Prozent. Das ist etwa doppelt so hoch wie die Arbeitslosenquote insgesamt.

Weitere Text und Quelle (rp-online.de): http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/Arbeitslosigkeit-bei-Behinderten-extrem-hoch_aid_889683.html

Gut und schön, die Zahlen muss man nicht so genau ernst nehmen, aber in Wirklichkeit sehen verschiedene Behindertengruppen prozentual gesehen ganz anders aus. Man rechne einfach mal vor. Laut Statistik durch Power-Point Präsentation von Thomas Worseck leben bundesweit Schwerhörige und Gehörlose (ab 50% Behinderungsgrad) ingesamt 266.471 (Stand: 31.12.2007) und zu diesem Zeitpunkt gab es etwa 106.000 schwerhörige und gehörlose Arbeitslose. Das ergibt sich etwa 40 % schwerhörige und gehörlose Arbeitslose heraus. Schön viel, was? Anscheinend interessieren Bundesregierung nicht an einer Problemlösung für hörbehinderten Menschen, sondern weil die geschönte Zahlen oft meistens aus Ziffern bestehen. Selbst die Araber können heute nicht mehr sagen, wie sie das geschafft haben. Wahrscheinlich haben die Politikern einfach aus Langeweile Zeichen in den Sand gemalt und sich gefreut. Wie man schön sagt: „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht oder nicht selber erstellt hast.“

 
 

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(W)Irre Statistiken auf deaflympics.com

Die Zahlen schlagen Purzelbäume – olympiareif!

Auf der Website www.deaflympics.com kann man die Statistiken in der Rubrik „Games“ die Namenslisten von „Deaflympics“ finden!  Dies betrifft alle Weltspiele von 1924 bis 2009, natürlich ohne die kriegsbedingt ausgefallene Veranstaltung. Jetzt können Sportsfreunde mit nur einem Klick auf den Veranstaltungsort erfahren, welcher Athlet für welches Land angetreten war…Liebe Statistiker, freut euch nicht zu früh! Man kann jetzt zwar erfahren, dass derjenige oder diejenige für dieses oder jenes Land angetreten war – aber nicht, was er oder sie dort, drauf oder drunter gemacht hat. Die fleißigen Datensammler haben tatsächlich glatt vergessen, die Sportarten mit zu übernehmen. Oder hatten sie keine keine Lust mehr?

Auch die Geburtsdaten sind unvollständig. Von „Geschlechtertrennung“ hält das CISS ohnehin nicht viel. Das heißt: Die Listen auf www.deaflympics.com enthalten nur Namen und Geburtsjahre, sonst nichts! Das heißt, man sieht auch nicht, wer eine Medaille gewonnen hat. Das geht aber wahrscheinlich gar nicht, da ständig ein Land nach dem anderen vom Deaflympics-Komitee boykottiert, verbannt, ausgeschlossen oder mit Medaillenentzug bestraft wird. So hätte Deutschland sämtliche Gold- Silber- und Bronzemedaillen von alle Spiele verloren, wenn sie nicht schnell ihre Strafe bezahlt hätte…

Und nicht wenige Sportler fanden ihren Namen in falscher Schreibweise vor. Also Meier statt Maier, Müller statt Schulz. Immerhin: Um Missverständnisse zu vermeiden, hat man neben einigen Namen die richtige (oder falsche?) Schreibweise in Klammern eingesetzt…

Total (w)irre ist jetzt das Spiel um die Teilnehmerzahlen geworden! Nach einem Klick auf „Rom 2001“ sieht man in der obere Zeile: „Nationen: 67“, „Athleten: 2215“. Schaut man sich dann die Zahlen von Deutscher Gehörlosen-Sportverband an, kann man ganz andere Zahlen ablesen: „68 Länder, 2217 Athleten“.  Auch das sind bei „Melbourne 2005“ (laut deaflympics.com: „63 Länder, 2043 Athleten“, andere Quelle von australischen Gehörlosen-Sportverband: „67 Ländern und über 3200 Athleten“) und „Taipei 2009″ („77 Länder, 2493 Athleten, von österreichische Gehörlose-Sportverband findet man die Zahlen „80 Ländern, 2670 Athleten“ oder taiwanische Bericht „91 Ländern, 3894 Athleten“) zu finden. Genauso chaotisch ist’s bei „Kopenhagen“, „Sofia“… ja, das ist auf allen Seiten so! Hoffentlich haben die Zahlenverdreher bei den Deaflympics nie eine Stoppuhr in ihren Händen gehalten…

 

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Unterschiede zwischen Hörende und Hörgeschädigte

Ich nehme/schreibe mal zwei Beispiele auf, was mir gerade so einfällt:

1. Der Gehörlose oder Schwerhörige war schlecht vorbereitet (denn das ist Voraussetzung für jeden Beruf, sich gut vorzubereiten und spiegelt nicht im geringsten den Unterrichtsstoff an Universität generell wieder; nach der Theorie dürfte kein Absolvent arbeitslos sein)

2. Einige Unternehmen laden grundsätzlich Menschen mit Behinderungen ein, wegen der Quote, lehnen diese aber später ab. Begründungen sind oft auf nicht Wissen etc. bezogen; können aber immer vorweisen, dass sie Menschen mit Behinderung eine „Chancengleichheit“ gegeben haben. Leider vergessen die meisten Unternehmen, wie gut die praxistauglichen Kompetenz die hörgeschädigten Leuten verfügen im Vergleich zu hörende Menschen.

Warum das so ist? Zwar gibt es auch bei Hörende Bildungsunterschiede, sogar ich kenne einige Hörende die im Vergleich zu mir Bildungsdefizite haben. Sehr gravierende sogar und das finde ich schade, denn sie haben keine Behinderung (ich klammer jetzt mal eine Lernbehinderung aus und orientiere mich an Menschen ohne Einschränkungen) und finde schade, dass bei einigen das Schulsystem in Deutschland versagt.
Dennoch: Es ist auffällig, dass einige (nicht alle) Hörgeschädigten-Schulen einen sehr hohen Bildungsdefizit haben und leider viele nicht auf die Welt nach der Schule vorbereitet sind. Folge: Arbeitslosigkeit (etwa 40 % Prozent Hörgeschädigten sind arbeitslos)

Damals habe ich an einer privaten Akademie studiert und habe bereits unter Hörenden (ich war der einzigste Hörgeschädigte von allen!!!) erfolgreich abgeschlossen und siehe Ergebniss, habe ich mühsam um eine Arbeit gesucht trotz gute Qualifikationen.

Klar die meisten denken, ich sei typisch „dumm oder blöd“ nur weil ich als Hörgeschädigt angesehen bin. Meine persönliche Einschätzung ist, dass ich eigentlich schon mein ganzes Leben lang mit einem ziemlichen Druck konfrontiert bin, um auf einem Niveau mit Normalhörenden zu sein. Dennoch war ich bisher immer überdurchschnittlich gemessen zu Normalhörenden, worauf ich irgendwie fast stolz bin. 🙂

Ich kann nur sagen, dass das System in Deutschland auf ganzer Linie versagt .

 

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