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Archiv für den Monat Juli 2012

Interview mit einem Gebärdensprachdolmetscherin

hewritesilent: Hallo „Jana“, ich kenne dich durch dein Auftritt vor der Kamera – war das aufregend für dich? :0)

Jana (Name geändert, echte Name des Interviewpartnerins der Blogger bekannt): Ja, da war ich aufregend. Und ich weiss nicht wer mich gerade im TV anguckt. Normalerweise steht mir immer ein anderer Gehörloser gegenüber und nickt mir zu, wenn ich gebärde. Aber vor der Kamera ist es so kalt, so leer… ich sehe nur ein schwarzes Loch. Daran muss ich einfach immer denken. Aber auch bei besonders schwierigen Aufträgen bin ich aufgeregt. Oder wenn viele Leute da sind. Ich bekomme immer noch ab und zu Lampenfieber, obwohl ich sowas schon oft machen musste. Noch was: Wenn die Aufnahme startet, muss ich noch 6 bis 7 Sekunden warten, bevor ich anfange zu übersetzen. Denn ein Dolmetscher muss zum Schluss noch den letzten Satz übersetzen. Manchmal passiert beim Schnitt auch, dass der Dolmetscher im Film früher fertig ist. Der Inhalt, die Zeit und die Haltung müssen also stimmen. Und immer schön freundlich sein! Deshalb diese ganze Aufregung.

hewritesilent: Wie lange bist du schon Dolmetscherin?

Jana: Seit 20 Jahren also fast genau um diese Zeit, wo damals Mauer gefallen wurde. Da war ich aber noch in der Dolmetscherzentrale.

hewritesilent: Du musst also vor dem Übersetzen viel üben?

Jana: Das ist unterschiedlich. Wenn ich mir die Gebärden überlege, so kann ich mich gut vorbereiten. Und das Anpassen! In der Lautsprache klingt ein Satz oft anders als in der DGS. Also weg damit, ein neuer Satz muss her. Ganz typisch!

hewritesilent: Hast du manchmal das Gefühl, dass du überfordert bist?

Jana: Es wird nicht nur einfach gedolmetscht. Wenn ich den übersetzen muss, gibt es manchmal Schwierigkeiten. Zum Beispiel jemand gebärdet oder redet durchgehend, da muss ich oft darauf achten. Aber überfordert? Nee. Wenn es so wäre, dann hätte ich die Arbeit längst aufgegeben.

hewritesilent: Bekommst du von gehörlose Kunde Kritik, wie du als Dolmetscherin warst?

Jana: Ich bin mir sicher, dass die Gehörlosen untereinander über Dolmetscher reden, aber ob die ihre Meinungen an mich mitteilen? Leider sehr selten.

hewritesilent: Und schwerhörige Kunde, die auf Gebärdensprachdolmetscher angewiesen ist?

Jana: Oh sehr gute Fangfrage, meine bisherige Erfahrungen ist ein schwerhörige Kunde manchmal anders als ein gehörlose Kunde, für den man dolmetschen muss. Zwischen Schwerhörigen und Gehörlosen sind manchmal ein grosser Kontrast! Als Gebärdensprachdolmetscherin gab es auch Situationen und ich bin oft erstaunt, erwundert, wie wenig vor allem Gehörlosen und einige Schwerhörigen an Wissen aufweisen und manchmal Probleme haben z.B. Gespräche. Ich muss mir die Gebärden überlegen und auch darauf achten, dass die Gebärdensprache in Deutschland unterschiedlich ist. Meine Aufgabe ist das Dolmetschen, fertig.

hewritesilent: Du bist hauptberuflich Dolmetscherin. Hast du noch einen Nebenberuf?

Jana: Nein! Das ist genug! Sonst explodiert mir noch der Kopf. Aber ich habe viel Arbeit und ich muss auch Aufträge ablehnen.

hewritesilent: Was? Ablehnen?

Jana: Ja, denn ich arbeite Tag und Nacht. Und einige Gehörlose wissen nicht, dass ich noch viel Büroarbeit erledigen muss. Das ist schon ganz hart. Selbständig halt, leider.

hewritesilent: Was für Büroarbeit?

Jana: Zum Beispiel Auftragsannahme. Wenn ich mit dem Dolmetschen fertig bin, was kommt danach? Erstmal Konzepte erstellen, dann Emails versenden, Kostenvoranschläge faxen oder mailen, Kostenträger ermitteln und so weiter.

hewritesilent: Wie lange dauert das Ganze?

Jana: 10-15 Stunden.

hewritesilent: Was? 10-15 Stunden am Tag?

Jana: Nee, in der Woche. Noch was über die Bezahlung: Viele sagen, dass die Dolmetscher eine Menge Geld verdienen. „Super, ich brauche nur hinzukommen, dolmetschen, kassieren, fertig“. Das stimmt nicht. Wenn ich krank bin und zuhause bleiben muss, verdiene ich gar nichts, aber die Ausgaben laufen weiter. Wenn ich keine Rentenversicherung zahle, bekomme ich auch keine Rente. Dann muss ich nacharbeiten, auch für den Urlaub. Versicherungen kommen noch dazu. Bei Angestellten wird alles automatisch abgezogen und der Rest kommt auf die Hand. Ich muss alles selbst zahlen. Okay, das ist ein guter Job, denn wenn es zuwenig wäre, hätte ich es längst aufgegeben. Ich wohne ganz bescheiden in einer Wohnung.

hewritesilent: Zum Beispiel Dolmetscher in Regelschule. Einige Gehörlosen sagen: „Für jeden Gehörlosen soll ein Dolmetscher zur Verfügung gestellt werden“. Was meinst du dazu?

Jana: Was? Immer derselbe Kunde? Wenn es dazu kommen sollte, dann bin ich dagegen! Immer denselben Gehörlosen zu begleiten bedeutet auch, dass die Kodex irgendwann nicht mehr erfüllt werden kann. Da wird man zu persönlich. Als Dolmetscherin ist für mich Abwechslung sehr wichtig! Ich will verschiedene Leute treffen, öfters andere Aufträge annehmen, dann wird es nie langweilig! Ja, dafür gibt es auch mehr Unregelmässigkeiten, ich muss akzeptieren dass ich keine Beamtin bin, die regelmässig morgens in die Arbeit geht und nachmittags nach Hause darf. Am Wochenende gibt es für mich auch Arbeit, manchmal sogar nachts. Es gibt nun mal verschiedene Menschen.

hewritesilent: Bist du in der Freizeit mehr bei den Hörenden oder bleibst du in der Welt der Gehörlosen?

Jana: Unsere Eltern sind gehörlos. Wenn Freunde und Familie gehörlos sind, dann zeigt man automatisch mehr Verständnis. Selbstverständlich pflege ich auch die Beziehungen zu den Hörenden.

hewritesilent: Danke für das Interview.

Interview durchgeführt am 28. Juli 2012

 

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Deaf Rock Night in Mönchen

Gestern durfte Theo Kurz vom GBF Mönchen die schlimmste Erfahrung seines Lebens machen: Sein Vereinsbericht wurde nicht in der DKZ (Deaf Krauts Zeitung) abgedruckt! Und das, obwohl Theo Kurz’s Bericht den strengen Richtlinien der Krautszeitung entsprach:
– staubtrockener Schreibstil,
– vereinstreuer Inhalt und
frei von jeglichen Korrekturen.

Doch was der gute Mann übersah, waren die 2 neuen Auflagen der Zeitungsredaktion:
– alle Artikeln dürfen erst 2 Monate später in der Redaktion eintreffen und
klare und scharfe Fotos werden abgelehnt!

Voll Gram wandte sich der Geschmähte an uns und bat um eine Veröffentlichung seines Berichts an uns. Da wir eh für unsere Grossmut bekannt sind, haben wir ihm den schönsten Geschenk seines Lebens gemacht: Theos Artikel ist – unverändert!!! – bei uns abgedruckt worden!

Hier Theos Artikel:

Wunderschöner Deaf-Rock Night Erlebnisabend in Mönchen
Der GBF Mönchen veranstaltete am 07. Juli 2012 eine Deaf-Rock Night. Es war ein grossartiges Ereignis, das wir nie vergessen werden. Die mustergültige Organisation um Killah Babe und unter Führung von Fabio DelBubi begann um 8.00 Uhr in der Früh mit dem Einkaufen. Besonders freuten wir uns über die Mitarbeit von unserem treuen Mitglied Killer Kürzer!

Um 18 Uhr öffnete das Tonhalle an der Graficker Str. seine Pforten. Mimi, unsere liebe Büroseele, kontrollierte die Eintrittskarten der meist jugendlichen Besucher. Wir sind aber sehr enttäuscht, dass Herr Newhouse vom Nachbarsverein GSV Augenhof seine Mitglieder nicht zur Unterstützung geschickt hat. Dafür haben uns viele Mitglieder ehrenamtlich geholfen. Vielen Dank!

Mit kultureller Umrahmung, Tanzmusik und viel Unterhaltung wurde dieses Deaf-Rock Night begangen. Wir danken nochmal allen Spender, Förderer und Helfer für das Gelingen dieses Rock-Festivals!

Wir waren überrascht, wieviele junge Menschen Interesse an unserem Veranstaltung hatten. Unser Barkeeper-Newbie Killer Kürzer und unsere lieben ehrenamtlichen Helfer an der Bar hatten alle Hände voll zu tun. Von GBF Mönchen bekamen wir 2000 Liter Wahrpinkelsteiner Freibier gesponsert. An dieser Stelle dankt der Veranstalter seinen langjährigen Geschäftspartner.

Gegen 24 Uhr wurde unser schönes Veranstaltung ein wenig getrübt. Die Veranstalter reduzierten die Musikleistung auf 350.000 Watt! Die Polizei besuchte unsere Veranstaltung und befahl uns, die Musik auszumachen. Alle unsere treuen Mitglieder mussten die Hände hochnehmen und wurden durchsucht. Hier „danken“ wir hiermit Herr Newhouse vom GSV Augenhof, der uns die Polizei ins Haus schickte.

Gegen Mitternacht löste sich unsere fröhliche Gesellschaft langsam auf. Bei dem Besuch der Polizei vermissten wir unseren Vereins-Geschäftsführer Phil Eisenhart und die Tageseinnahmen, die wir für den Neubau eines weiteren Vereinsheimes benötigen. Wer ihn gesehen hat, soll uns seinen Standort melden. Diese Bitte richtet sich auch an unsere Vereinsfreunde in Rio, Brasilien und London, England. Wir danken nocheinmal ganz herzlich unsere Dolmetscherin Jule Pups, die uns die Wünsche und Worte aus den Augen las!

Alles in allem war es eine erlebnisreiche und begegnungsreiche Freizeit und alle freuen sich schon auf das nächste Beisammensein in 2 Jahren!

Theo Kurz, Gehörlosen Bergfreunde Mönchen

Foto: Deaf Rock Night in Mönchen

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 24. Juli 2012 in Gehörlosenkultur

 

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Gebärdenfilmchen im Internet #Barrierefreiheit

Der Webauftritt des Bundes wurde um einige Videostreams erweitert: Auf der Seite des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziales und Anti-Diskriminierungsstelle ist ein Link zum Gebärdenvideo zu finden. Nach einem Klick öffnet sich eine neue Seite, ein Knut W. übersetzt den Text ganz langsam und deutlich in Gebärdensprache. Mit diesem Service möchte der Bund wahrscheinlich alle Personen ansprechen, die nicht lesen und schreiben können und auf Gebärden angewiesen sind. Doch nicht alle Seiten sind die Gebärdenvideos zu finden, wie sollen damit die leseunkundigen Zielgruppen anfangen?

Auch die Bundesregierung rüstete seine Website mit den Videos auf, die diesmal nicht von der Firma „gebärdenwerk“ erstellt wurden, sondern vermutlich von der Skarabee oder RWTH Aachen.

Im Gegensatz zum Bund verzichtet, die zahlreiche Gehörlosen-Sportvereine wie GBF München oder Hamburger GSV oder die Gehörlosen-Landesverbände wie Bayern, Baden-Württemberg , Sachsen, SaarlandHamburg usw. weiterhin auf eine DGS-Übersetzung seiner Website. Ganz schön diskriminierend!…Ausgerechnet die hörgeschädigten Blogger/-innen wie Meins, MeinAugenschmaus, MeinenSenfdazugeben, Clatschia, usw..sind auch nicht besser. Einzig Zorlo84 stellt ein paar Videoblogs zur Verfügung.

Während die meisten Gehörlosenverbände ihre Mitglieder weiterhin jahrelang mit Nur-Text-Websiten „diskriminieren“, versucht „die Geschäftleuten“ mehr Interesse bei den hörgeschädigten Surfern zu wecken. Damit die Internetauftritte des Bundes und des Arbeitsamtes noch gehörlosenfreundlicher werden, hatten die Herren vom „gebärdenwerk“ und BMGS damals unter rot-grüne Regierung eine Umfrage gestartet. Unter anderem sollen die Nutzer auch abstimmen, ob die Gebärdenvideos mit Ton und Untertiteln ergänzt werden sollen.

Das häufig genannte Argument, dass Untertitel einen Lernwert darstellen, weil damit Fachwörter, Begriffe usw.erklärt werden könnten, kann als nicht relevant angesehen werden. Zum einen ist dies nicht die eigentliche Aufgabe und das Ziel der Barrierefreiheit, zum anderen laufen mit der Gebärdensprache und den Untertiteln zwei dynamische Vorgänge gleichzeitig ab und können nicht zusammen vom Nutzer erfasst werden. Weiterhin ist es nicht möglich, die Geschwindigkeit der Untertitel an das der Gebärdensprache anzugleichen. Letztlich stellen Untertitel selbst Schriftsprache und damit weiterhin eine Barriere für Gehörlose dar.

Vertonung und Untertitel erscheinen aus den genannten Gründen nicht notwendig, sie sind eher als zusätzlichen Nutzen zu betrachten. Wenn ein Auftraggeber dennoch auf Vertonung und/oder Untertitel besteht, sollte er auf eine standard-konforme Umsetzung von Vertonung / Untertitel (bspw. auf der vom W3C standardisierten Sprache „Synchronized Multimedia Integration Language – SMIL“) bestehen, welche ein- und ausschaltbar sind.

Die Gebärdensprache selbst wird in den Filmen offensichtlich von den meisten Teilnehmern der Umfrage verstanden: Über 84% konnten die Inhalte der Gebärdensprach-Filme gut bis sehr gut verstehen.

Quelle: http://www.di-ji.de/index.php?option=com_content&view=article&id=121&Itemid=73&lang=de&limitstart=14

Mit einer Nachvertonung möchte der Bund seine Website vermutlich auch für gut-/normalhörende Analphabeten zugänglich machen. Die Untertitel dienen dabei zu Lernzwecken – auch werdende Dolmetscherinnen können diesen Service nutzen. Voraussetzung: Sie wohnen in Norddeutschland, denn die Gebärden sind wegen des Dialekts nur von den Nordlichtern zu verstehen. Damals wurde selbstverständlich die Umfrage mit Gebärdenvideos ausgestattet. Ob die Hörgeschädigten ihre Antworten ebenfalls als Media-File zurückgesandt worden?

Was die Filme zeigen sollen? Eine Person soll den Inhalt der Websiten in Gebärdensprache übersetzen, damit den „hörgeschädigten“ Internetsurfern das Amtsdeutsch nicht mehr spanisch vorkommt. Moment, brauchen die Hörgeschädigten tatsächlich Gebärdenfilmchen im Web? Auch Schwerhörige? Der Bund sieht das so und nennt das „Barrierefreiheit“. Und wenn die Videos für die gebärdensprachunkundigen Hörgeschädigten zu Barrieren werden?

Zudem verlangt der Bund einen hörgeschädigten Darsteller. Das wird aber zweigig… äh, zwickig – die Hörgeschädigten sind doch die Zielgruppe, die „keine Texte versteht“. Wie soll der Darsteller dann…? Aber warum überlassen wir das nicht dem Bund? Die Minister haben ja für solche Probleme die besten Lösungen, vielleicht haben die dafür sogar ’nen Hartz… äh, „Zweig IV“ in der Schublade…

 

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Hard MISSion – Miss Deaf World 2012

Karin Keuter ist „Miss Deaf World 2012“ oder Meppenerin Karin Keuter schönste „Gehörlose“ der Welt

Einmal im Jahr schlagen die Männerherzen höher. In Prag, der goldenen Stadt, steigt die „Party“ des Jahres, und man sieht die hübschesten Mädels aus aller Welt gleichzeitig an einem Ort. Jedes Land schickt sein hörgeschädigtes Mädchen und von allen Teilnehmerinnen werden die drei Schönsten gewählt. Diese Veranstaltung wird „Miss Deaf World“ genannt, findet aber weltweit bei den Hörgeschädigten nur wenig Beachtung. Völlig zu Unrecht, da sie auf einem viel höheren Niveau liegt als die üblichen Miss-Wahlen der Gehörlosen. Dafür schenkten die Hörenden der „Miss Deaf World“ sehr viel Aufmerksamkeit – mehr als die Hälfte der Zuschauer war hörend, fast täglich berichtete die tschechische und internationale Presse darüber und zahlreiche namhafte Sponsoren unterstützten das Ereignis.

Auch wenige Hörgeschädigtenverbände zeigten Interesse. Die Einladung zu der Wahl verschwand bei vielen Vereinen in der untersten Schublade. Daher reisten viele Kandidatinnen auf eigene Faust an oder wurden von Jungs angeworben, die auf keinen Fall sich für ihr Land schämen wollten. Von den vielen deutschen Mädchen, die in ganz Deutschland angeschrieben wurden, konnte keine überzeugen – bis die blonde Karin Keuter bei einer Miss Deaf Germany (2011) entdeckt wurde. Die erst 20jährige amtierende Miss Deaf Germany Karin Keuter (2011) war ein Volltreffer. Schwerhörige Karin Keuter gewann auf Anhieb zur Miss Deaf Germany und wurde zur internationalen Wahl angemeldet. Düster sah es dagegen für echte deutsche Gehörlose und Österreich aus. Dort konnte keine einzige hübsche Miss gefunden werden. Wen heiraten die Männer dort eigentlich?

Organisiert wird die Veranstaltung von „Top Hotels Groups“. Eine tschechische Hotelfirma, wo nur Hörende arbeiten. Warum eigentlich „Top Hotels Groups“? Vor elf Jahren beauftragte der tschechische Gehörlosenverband (SNN) die Agentur „Czech Model“, die erste Veranstaltung durchzuführen, da der SNN sich für so ein Event in diesem Ausmass einfach überfordert fühlte. Seitdem übernimmt „Top Hotels Groups“ bei jeder „Miss Deaf World“-Veranstaltung die komplette Organisation. Die vielen Sponsoren haben die aufwendige Durchführung möglich gemacht – die Kosten für die diesjährige „Miss Deaf World“ beliefen sich angeblich auf ca. über 100.000 Euro. Allerdings werden die Leute beim SNN langsam unruhig – man habe das Gefühl, dass SNN ins Abseits gedrängt werde. Bei einer Versammlung stellte eine Vertreterin aus Frankreich die Frage an den SNN, warum die Miss-Wahl seit über 10 Jahren immer in Prag veranstaltet werde. Die Antwort kam prompt: Erstens haben die anderen Länder eh kein Geld, um die Wahl zu organisieren und zweitens bestehe ein Vertrag mit „Top Hotels Groups“. Allgemeine Zustimmung („Ja, die Kassen sind knapp!“), dann wurde mit Mineralwasser auf weiterhin gute Zusammenarbeit geprostet.

Bereits am ersten Tag wurde es ernst. 
Kein Hallo vom Organisator, keine Vorstellung der Teilnehmer und keine Erholungspause von der Reise. Die Veranstalter drückten allen Teilnehmerinnen ein knallpinkes T-Shirt mit der Aufschrift „Miss Deaf World“ in die Hand mit dem Befehl, dieses nie und niemals abzulegen. Die T-Shirts waren im XXXL-Format und alles andere als sexy – die Mädels sahen darin wie Kanarienvögel aus. Gut, dass wenigstens nicht von Anfang an eine knallrote Mütze über dem Kopf gestülpt wurde, sondern erst vor dem grossem Finale. Cluburlaub lässt grüssen!

Sofort nach der Ankunft wurde im Konferenzraum mit dem Training begonnen. Der richtige Gang und die korrekte Haltung mussten einstudiert werden. Ständig gingen die Mädchen kreuz und quer sowie rauf und runter durch den Raum. Dazwischen Rufe von Josef Uhlir, Chef der Modelagentur. Josef spricht übrigens kein Englisch und kann auch nicht gebärden. Deshalb waren seine Tochter und auch andere Dolmetscherinnen im Raum, die allerdings nur tschechisch bzw. international gebärden konnten. Chaos war vorprogrammiert…

Obwohl die Misses alle erwachsene Frauen sind, benahmen sich die Dolmetscherinnen wie die Erzieherinnen in einem Kindergarten, die mit ihren Zöglingen ein Weihnachtsstück einstudierten. Die Begleiter waren entsetzt. Doch man wagte nicht die Mädels zu verteidigen – im Falle eines Rauswurfes wäre bei der Teilnehmerin die Welt sicher zusammengebrochen. Erst als die Dolmetscherinnen Strumpfhosen für die Miss-Wahl verbieten wollten, wurde protestiert. Schließlich wurden sie doch erlaubt – allerdings mussten die Mädchen beim Auftritt auf aufwendige Abendkleider verzichten, der Gleichheit wegen. Und allen Teilnehmerinnen wurde verboten, Hörgeräte bei der Tanznummer im Finale zu tragen. „Die Veranstaltung heisst MissDeaf World, wo ist das Problem?“, so die Veranstalter. Folge: Die Mädchen gerieten bei ihren Tanzauftritten oft aus dem Takt…

Der reinste Drill. Täglich wurde von morgen bis abend geübt. Gleich nach dem Frühstück ging es an die Arbeit. Nur zum Abendessen durften die Mädels eine längere Pause einlegen, dann ging es weiter. Mittagessen gab es übrigens keins. Erst um 21 oder 22 Uhr war Feierabend. Full Model Jacket!
Zermürbend war die Warterei zwischen den Übungen. Ganz bestimmt hätte ein einziger Tag zum Trainieren gereicht, wenn die Verständigung klappen würde. (Bei GNTM-Becoming klappt dies auch wunderbar, die Kandidaten tanzen bereits nach einem Tag fast wie ihre großen Vorbilder.) Da aber die Dolmetscherinnen die Mädchen weiterhin wie Kinder behandelten, dauerte das Training eine ganze geschlagene Woche.

Nur an einem Tag war Entspannung angesagt – eine Stadtrundfahrt stand auf dem Programm. Auch die First Lady der tschechischen Republik lud die Kandidatinnen zu sich ein. Im Anschluß eine kleine Bootsfahrt, dann durfte der Tag mit einer Weinprobe ausklingen. An einem anderen Abend wurden die Misses in ein Restaurant eingeladen, allerdings nur um sich den Film von der Miss Deaf World aus frühere Jahre anzusehen. Dann die Botschaft vom Veranstalter: Am selben Abend, gleich nach dem Rückkehr ins Hotel, stand die Anprobe der Kleider auf dem Programm. Den Mädchen stand die Erschöpfung groß im Gesicht geschrieben. Klar, dass an dem Abend null Partystimmung aufkam. Alle wollten nämlich nur noch eines: schlafen.

Während dem Training hatte man das Gefühl, in einer fernöstlichen Wäscherei mit müden Arbeiterinnen zu sein. Die Betreuer langweilten sich, vor allem die männlichen… Da half nur die Flucht in die Innenstadt, wo man sich ein persönliches Reiseprogramm zusammenlegte: Ein bisschen Karlsbrücke gucken und dann die Ruhe in einem kleinen Cafe geniessen. Bloß keine Mädchen mehr für den Rest des Tages.

Schwierigkeiten bei der Kommunikation zwischen den Misses. Zu Beginn hatten die Teilnehmerinnen noch Bedenken, ob man sich überhaupt verstehen würde. Einige versuchten es anfangs mit der internationalen Gebärdensprache. Schließlich beschränkte man sich einfach auf Pantomime und allgemeinen Gesten. Tiefgründige Gespräche waren natürlich nicht möglich. Daher wurden kaum Freundschaften geschlossen, über die Hälfte der Teilnehmerinnen blieben Einzelgänger. Schlimmer noch an einer Leinwand, was alles gesprochen wird, werden nur in tschechischer Sprache mitgelesen.

Am letzten Tag der grosse Schreck – einige Teilnehmerinnen hatten gar keine Strumpfhosen dabei, bei anderen wurden die Nylons bei der Anprobe zerstört. Also gingen die Begleiter schnell Ersatz suchen. Dann die Ernüchterung: In ganz Prag gab es keine Strumpfhosen, die für Miss-Wahlen geeignet waren! Weder in teuren Geschäften noch in Second-Hand-Bazaren…

Zwar gibt es alles Mögliche in Prag zu kaufen, auch China-Kram, täuschend echte Spielzeugwaffen und „Armani“-Hemden… Doch Strumpfhosen liessen sich nicht auftreiben. Und das einzige Geschäft hatte geschlossen… Zwei Betreuer gaben die Suche auf, die anderen zwei suchten weiter – und etwa 15 Minuten vor der Abfahrt zum Miss Deaf Wahl hatten sie doch die passenden Nylons gefunden…

Der grosse Abend. Fast 1300 Zuschauer passten in den Saal. Unter den Gästen waren ausser den SNN-Mitgliedern nur wenige tschechischen Hörgeschädigte. Selbst Miss Tschechien brachte keine gehörlosen Freunde mit. Dafür waren viele Gehörlose aus dem Ausland angereist, darunter ein halbes Dutzend gutaussehender Jungs aus Deutschland. Der Rest: Hörende Gäste aus Prag, die fast den ganzen Saal füllten. Zwei bis drei Dolmetscher standen auf der Bühne und übersetzten gleichzeitig. Bei der Show stand als Erstes die Begrüßung prominenter Gäste an. Dann traten die Mädchen in Kleidern auf, die von tschechische Textilfirma entworfen wurden.

Die Tanzauftritte der Misses danach waren unterhaltsamer, obwohl die Kandidatinnen wegen dem extrem glattpolierten Boden weniger schwungvoll waren als beim Training. Einige traten daher barfuß auf. Miss Russland, gelernte Ballerina, musste auf ihre gewagten Sprünge verzichten. Miss Slowakei, Miss Australia, Miss Kasachstan und Miss Italien tanzten zu Folkloremusik. Miss Frankreich und Miss Sweden versuchten es mit Gebärdenpoesie, leider wars für alle unverständlich. Ganz neu: Miss Israel schwenkte nach ihrem Auftritt die isralische Landesfahne. Eigentlich gehören die Tanzauftritte nicht zum üblichen Programm einer Miss-Wahl, denn bei den weniger talentierten Mädchen sieht es immer ein bisschen nach Miniplayback-Show aus. Normalerweise macht man ein kleines Interview mit den Kandidatinnen, um ihre Sprachgewandheit und Intelligenz zu testen. Warum die Veranstalter die Tanznummer wünschten, bleibt ein Rätsel.

Als die Mädchen in Bikini auf die Bühne spazierten, war der Saal wieder voll. In dem knallengen Bikinis sahen einige Mädchen aus wie Leistungsschwimmerinnen. Die vielen Musikeinlagen von Hörenden nutzten manche Zuschauer zu ausgedehnten Rauchpausen draussen im Foyer. Die Jury, die übrigens aus etwa 20 Hörenden bestand, bekam vor der Miss-Wahl Wahlbriefe verteilt. Kurz vor dem Finale sammelten die Veranstalter die Stimmbriefe ein, um diese auszuwerten. Nur wenige Minuten später stand die Auswertung schon fest… Ganz schön blitzschnell, die Tschechen.

Dann der letzte Auftritt in Abendkleidern, bei dem auch die Gewinnerinnen bekanntgegeben wurden. Adjelina Corovic wurde zur Miss Symphatie gewählt. Mit einem sympathischen Lächeln trat die Dame aus Montenegro nach vorne und nahm die Blumen dankend entgegen. Maria Latseviuk, die in Georgien geboren wurde, gewann den Titel zur 2. Vize-Miss. Als Maria Sakrevelashvili aus Georgien zur 1. Vize-Miss erklärt wurde, trat sie nach vorne und jubelte wie ein Fussballer nach einem geglückten Elfmeter – geballte Faust vor der Brust und ein lautloses „Yeah!“. Zum Schluß die Überraschung: Die Deutsche Karin Keuter wurde zur Miss Deaf World gekrönt und sie ringte um Fassung. Nach der ausgiebigen Gratulation stürmten die Fotografen zur Bühne, linsten durch die Superzoomobjektive und merkten verwundert, dass bei den Gewinnern keine einzige Träne über die Wange kullerte.

Wie immer gab es auch nach dieser Wahl Vermutungen und wilde Spekulationen. „Es wurde gewürfelt!“ – so ein enttäuschter Besucher. „Das Ergebnis stand sicher schon vorher fest“, vermutete ein Betreuer. Ein anderer: „Hätte man die vier Gewinnerinnen bei der Wahl interviewt, wäre das Ergebnis anders ausgefallen!“ – schließlich waren die vier Gewinnerinnen so wortkarg wie Clint Eastwood in „Dirty Harry“. Nette Geste der Gäste: Für die Teilnehmerinnen, die nicht die erhoffte Krone aufsetzen durften, gab es viel Trost von den (männlichen) Zuschauern. Die meisten Besucher waren trotzdem mehr als zufrieden mit der Veranstaltung, vor allem die Deutschen. Die Vorführung verlief schließlich fast reibungslos, ausser dem Zusammenstoss zweier Mädels gab es keine weiteren Pannen. Und die Misses sahen an dem Abend einfach bezaubernd aus.

Der Tag danach: Bereits am frühen Morgen packten die Teilnehmerinnen ganz schnell die Koffer. Um ihre Flieger zu erreichen, mussten manche noch vor dem Frühstück abreisen. Leider trafen sich die wenigsten noch ein letztes Mal und konnten so weder voneinander Abschied nehmen noch ihre Adressen tauschen. So verstreuten sich die Mädchen wieder in alle Winde. Eines ist sicher: Bei vielen wird ein fader Nachgeschmack in Erinnerung bleiben. Man kann nur hoffen, dass 2013 alles besser wird und „Miss Deaf World“ nicht irgendwann mit dem Slogan „Aussen hui, innen pfui“ erneut behaftet wird.

 

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Umfrage: Sendung „Sehen statt Hören“ am 7. Juli 2012 Thema: „gehörlose“ Bloggerin des Jahres 2011

Haben Sie schon mal dieser Sendung Sehen statt Hören am 7. Juli 2012 zum Thema „gehörlose“ Bloggerin des Jahres 2011 gesehen? Laut Sehen statt Hören taucht laut Untertitel über Julias Sprachstil „Deutsche Gebärdensprache“ auf. Jetzt gibt es eine Umfrage an alle meine „treue“ Blogleser/-innen. Was ist Ihre Ansicht oder wie empfindet Ihr über Julias gebärdensprachliche Stil?

Update 14. Juli 2012:

Umfrageauswertung
gestartet am: 9. Juli 2012
beendet am: 14. Juli 2012
Stimmen ingesamt abgegeben: 46

(Quelle Fotoaufnahme: Sehen statt Hören 7. Juli 2012)

Danke an alle „Sehen statt Hören“-Zuschauer, die ihre Stimme abgegeben haben. Wenn man sich die Umfrageergebnisse ansieht, ist es interessant zu wissen, wie unterschiedlich der Wahrnehmung der Zuschauer aufweisen. Sehr interessant, niemand stimmten für „DGS (= Deutsche Gebärdensprache) ab! An das „Sehen statt Hören“-Team! Sechs, setzen!

Mein persönliches Fazit: Zwar hat Julia Probst gebärdensprachlich gesehen im Vergleich zu Artikel „Droht Deutschland gebärdensprachliche Chaos?“ deutlich gebessert, immerhin kann man ihr noch prima erkennen wie gemischt seine Gebärdensprache war.

 
 

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Lasst die Füsse „sprechen“…

Bei manchen Taubstumme klingt die Stimme rau, gepresst, schrill oder tonlos. Inzwischen gehen langsam immer mehr „Taubstumme“ zur Logopädie und ist zur Zeit in Mode geworden. Siehe Tweet von gehörlose Dame, die später gerne als „gehörlosschwerhörig“ bezeichnet werden möchte!

(Quelle Screenshot: Twitter)

Den Stummen eine „Stimme“ zu geben und damit sich selbst aus dem „Stummheitsdruck“ zu befreien.
Eine „Stimme“ fängt bei den Füßen an. Mit Füßen tanzen? Ein Phänomen? Woran liegt das? Wir haben herausgefunden, ob Füße auf dem Boden eine Rolle spielt und wie man das tanzt, hier die neueste Gebärdenschrei mit den Füßen.

 
 

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Rosarote Zeiten – Christopher Street Day #CSD

Die Schwulen, Lesben und Transsexuelle gehören bekanntlich zu einer Minderheit, die früher von der Polizei schikaniert wurde. Im Jahre 1969 bei einer Razzia in einer Bar an der Christopher Street (New York) hat sich die Minderheit zum ersten Mal gewehrt und zurückgeschlagen. Eine schwere Krawalle brach aus, die zwei Tage lang dauerte.

Dieses Ereignis ist heute der Anlass für eine jährliche Parade. Tausende Schwule, Lesben und Transsexuelle ziehen auf die Strasse, präsentieren sich und kämpfen für noch mehr Rechte. Das Fest zur CSD ist eine grosse und bunte Parade, die durch viele Städte in Deutschland und Europa zieht.

Bunter Protestmarsch im Zeichen des Regenbogens. Viele tausende Zuschauer strömten zum im Herzen Deutschlands und beobachteten neugierig das Treiben. Die Schwulen und Lesben organisierten ein buntes Fest mit einem umfangreichem Programm. Verschiedene Politiker wie Guido Westerwelle (FDP), Klaus Wowereit (SPD), Joschka Fischer (Die Grünen), Roland Koch (CDU) etc. übernimmt/übernahmen die Schirmherrschaft in diverse deutsche Städten. Viele Lastautos begleiteten den Marsch rund um die deutsche Innenstadt.

Rosarote Zeiten auch für Gehörlose. Die hörgeschädigten Schwulen und Lesben nutzten den Tag und organisierten einen Laster, der mit rosarote Luftballons und winkenden Menschen beladen wurde. Ganz im Stil der Love-Parade zogen die Laster durch die Menschenmassen in der Innenstadt. Es waren zwar keine hunderttausende Teilnehmer da, doch die ausgelassene Stimmung füllte jede Lücke. Aber was versteht man CSD unter Gehörlosen wirklich darunter? CSD ist die Abkürzung für California School for the Deaf in Fremont bei San Francsico. Wenn alle dort tatsächlich eingeschult sind, werden dann alle Deafies automatisch sooo gaaaääyy ääänd lesbiaaäään. Ein Traum aller Gehörlosen und die rosarote Zeiten für die einzigartige CSD-Schule in Deutschland kann kommen!

Kurzes Interview mit schwule Gehörlose, der hier namentlich nicht genannt werden will.

hewritesilent: Wie gefällt´s dir hier?

Deaf-Gay (in DGS): OooooOooh, so geeeeeeil, voooolll tolerant und buntfröhlich schööööön. *rrrrrr*

hewritesilent: Hast du hier eine neue Liebe gefunden?

Deaf-Gay (in DGS): OoooooOOOOhhh, ich alle lieben muss! Aber du woooow sexy. Warum nicht? Ich scharf auf dein „Banane“ und lecker lutschen. *rrrrrr*

hewritesilent: Äh, ich bin kein Affe mit voller Haare und habe keine Banane dabei.

Deaf-Gay (in DGS): Achsüüüü! Du bestimmt Transexuell, ich nicht gewusst. Trotzdem du wow als andere. *schwäääärrrrrmgebärdwild*

hewritesilent: Danke für das Interview! Und noch was: Ich habe hier Pflaume dabei und schenke dir jetzt frische Obst Pflaume, die ist wirklich lecker als Banane.

Deaf-Gay (in DGS): WooooW, du sehr lieb und süss! Danke du mir Pflaume geben, ich gerne jetzt esse. Ciao Bussi!

Fotos:

Offenes Herz für alles.

Mutiger Haufen. Gehörlose (GL-Liroköln1989) organisierten einen LKW und tuckerten zusammen mit den Hörenden in die Kölner Innenstadt – wann kommt der eigene Truck für die B-Parade (ursprünglich Love-Parade) in Berlin? (Foto-Copyright von GL-Liroköln1989)

Grünfreundlich! Selbst Politikerin Claudia Roth (DIE Grünen) war dabei. Berlins gehörlose Bezirksverordneter Martin Zierold weit und breit nichts zu sehen. Leidet er unter Homophobie?

Hells Engels. Bei diesem Anblick werden die Polizisten bestimmt in Entzückung geraten!

Bizarr. Kreischend schrille Klamotten – daher also die vielen schwulen Modemacher.

Paradiesvogel. Zurück aus dem Süden – mit einer Zwischenlandung in Köln.

Rosarote Träume. Wenn auch noch die rosarote Brille aufgesetzt ist, wird der Mann unsichtbar…

Schleierhaft. Schwule, Lesben und Transexuelle kämpfen für gleichgeschlechtliche Ehen. Warum nicht? Beamte sind ja auch mit ihrer Arbeit verheiratet.

Nichts unter dem Schottenrock! Wir wissen es genau – wir haben es überprüft!

 
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Verfasst von - 8. Juli 2012 in Gehörlosenkultur, Interview

 

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