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Schlagwort-Archive: Bundestagswahl 2013

Politische „Wahrheit“ #btw13

Es fällt oft auf, dass jetzt kurz vor den Wahlen die einzelnen Parteien und deren Politiker mit Gebärdensprache (DGS-Version) werben und grossflächlich für Hörgeschädigte eingesetzt, diese aber durch geringe Anzahl an Hörgeschädigten nicht wirklich benötigt werden.

– CDU: http://www.youtube.com/watch?v=yjIWjdEWAok
– Grüne: http://www.youtube.com/watch?v=85TTBkmZ6PQ
– Linke: http://www.die-linke.de/fileadmin/download/wahlen2013/kurzfassung_gebaerdensprache/bundestagswahlprogramm2013_kurzfassung_gebaerdensprache.mp4
– Piraten: http://www.youtube.com/watch?v=8dwjmK6SAFw

Die Frage wäre daraufhin: Interessieren sich Hörgeschädigte grundsätzlich weniger für die Politik oder scheint es nur so? Was haltet ihr von solchen Parteiwerbung incl. Gebärdensprache? Wie steht ihr zu den Wahlen?

Wenn man sich ausrechnet, sieht es so aus, dass die Gehörlosen in der Tat sich wenig für Politik interessieren. Aber wenn man nach Prozent denkt, ist schon okay, dass nur ca. 5 Gehörlosen bei dieser DGS-Wahlkampf dabei waren. In München leben nur 2500 Gehörlosen, also nur 0,2 % Bevölkerung von München.
Bei dieser Veranstaltung waren ungefähr 3000 Leute dabei und nur 5 Gehörlosen waren dabei, es ist also 0,17 % (ca. 0,2 %). und nur 0,25 % von ganzer Bevölkerung Münchens waren dabei… Und umgekehrt sieht´s nach Zugriffzahlen z.B. von Youtube anders aus. Zwar schauen sich viele Gehörlosen Wahlkampfwerbung in DGS-Version an, doch in Wirklichkeit schauen auch viele Hörende aus reine Interesse an Gebärdensprache. Genau aus diesem Grund fällt trotz einige gehörlose „DGS-Version Besucher“ prozentual gerechnet auch gering aus.

Wahrscheinlich sind die Wahlkampf-Werbungen in DGS-Version zu kompliziert. Wenn eine „Politiker“-Rede gebärdet wird, ist natürlich klar, dass die meisten Gehörlosen nur das Wesentliche verstehen. Also, z.B. „Mietpreisbremse“ oder „er redet über die Eurokrise“. Mehr ist nicht drin…

Überraschenderweise haben die SPD und FDP nicht in Gebärdensprache zur Verfügung gestellt. Wie man hört, haben SPD und FDP keinen Gebärdensprach-Einsatz gewünscht. Vielleicht haben sie erfahren, dass auf der SPD- und FDP-Homepage ganz wenige Gehörlose DGS-Version anschauen, und mehr auf Textversion setzen, weil DGS-Version bekannterweise in die Länge ziehen und die Textversion für nur paar Minuten durchgelesen wird.

Laut Umfragen der Deutsche Gehörlosen-Zeitung (http://www.gehoerlosenzeitung.de/Umfrage/) wollen die meisten Gehörlosen Grüne (mit im Boot Berliner Bezirksverordneter Martin Zierold, gehörlos), CDU ( auch mit im Boot Steffen Helbing aus Berlin, ebenfalls gehörlos), SPD und sogar die Linke wählen. Die anderen Parteien kämen für vielen nicht in Fragen, trotz „gehörlose“ Bundestagskanditatin Julia Probst.

Vor allem Piratenpartei setzt sich in vielen Belangen für Hörgeschädigten ein, dass es Themen gibt die einen Betroffenen, einem Hörgeschädigten, sehr wohl interessieren dürften und trotzdem ist die Teilnehmerzahl dermassen gering bzw. fast gleich null. Hörgeschädigte, egal ob gehörlos oder schwerhörig, interessieren sich wenig für Politik. Das war schon immer so. Sie sind es gewohnt, sich passiv zu verhalten und von jemandem geleitet zu werden. Deshalb bleiben sie lieber gemütlich zu Hause und überlassen alles weitere ihrem Verein oder sonstwem.

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Verfasst von - 19. September 2013 in Politik

 

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Ist Julia Probst alias @EinAugenschmaus wirklich reif für die politische Bühne?

Am 22. September findet die Bundestagswahl 2013 in Deutschland statt. Laut Facebook diskutieren viele gehörlose Wähler und sind noch unentschlossen bzw. uneins, wen sie wählen wollen. Nun schauen wir gespannt vor allem Julia Probst alias EinAugenschmaus darauf, ob sie wirklich reif für die politische Bühne ist.

Laut Facebook wollen die Mehrheit der gehörlose Wähler nicht unbedingt Piratenpartei wählen, auch wenn „gehörlose“ Julia Probst besser bekannt als EinAugenschmaus für diese Piratenpartei vertritt und für den Bundestag kandidiert. Eher wählen die gehörlose Wähler aus anderem Grund, weil einige meinen, sie freue sich zwar für Julia Probst, doch alleine reicht sie nicht aus oder man wählt Piratenpartei da man ihr Programm gut findet, dann hat die Piratenpartei den Einzug in den Bundestag geschafft und das Programm A wird trotzdem wegen Erfolglosigkeit über den Haufen geworfen. Oder manche finden das Wahlprogramm super und stehen dahinter, doch alleine reicht´s nicht aus und bevorzugen andere wichtige Themen wie z.B. Arbeit, Gesundheit, stabile Wirtschaft oder Rente. Die anderen meinen, sie finden Piraten recht symphatisch, doch Problem sind die zur Zeit viele linke Sektierer in ihren Reihen haben. Sogar ein hörgeschädigter User behauptet über Julia Probst: „Was soll man von einer Person denn sonst halten die über vielen Leute via Twitter herzieht, sie gar beschimpft!“ Klingt hart!

Können Piratenpartei den Einzug in den Bundestag schaffen? Eher wahrscheinlich nicht. In den bundesweiten Umfragen liegen die Piraten derzeit unter der 5%-Hürde.

Die Piraten sind leider zu einer burleske Mischung aus Grünen, liberale FDPler, Linksradikale und IT mutiert. Es war zwar abzusehen, dass sich die Piraten irgendwann solche verschiedene Themen annehmen müssen, allerdings ist das auch der Todesstoß. Eine Partei die aus allen politischen Strömungen besteht, und sich dort festsetzt, stößt unweigerlich eine große Anzahl an potenziellen Wählern vor den Kopf. Wir haben gesehen, wie die Piratenpartei damals zwischen Schlömer und Geschäftsführer Ponader radikal unterschiedliche Vorstellungen haben und sich gegenseitig zerfleischt haben.

 
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Verfasst von - 7. September 2013 in Politik

 

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Null Bock auf Politik? #wahlkampf #btw13

Stell dir vor, es finden Wahlkampfveranstaltungen statt und fast keiner geht hin.

So sieht es zur Zeit bei den Hörgeschädigten aus. Die Parteien organisierte eine Wahlkampfveranstaltung und bestellte für die Gehörlosen ein paar Dolmetscher. Ausserdem war der Eintritt frei.

Vor der Veranstaltung verschickte die Parteien an den Gehörlosenverbände oder Taubenschlag ein Informationsschreiben. Der Gehörlosenverbänden sollte das Rundschreiben an die anderen Vereine und Lesern weiterleiten/informieren. Leider befanden sich sämtliche Vorstandsmitglieder im Urlaub oder waren anderweitig beschäftigt. Der Gehörlosenverbände konnte keine einzige Vertretung auftreiben. Kein Mitarbeiter hatte Zeit. So wurde die Öffentlichkeitsarbeit kurz auf Eis gelegt.

Kein einziger vom Vorstand nahm an der Veranstaltung teil. Eigentlich schade. Sogar Politikern übernahm die Schirmherrschaft und freute sich mit den Gehörlosen. Ihr ist jede Menge zu verdanken, auch das verschiedene Veranstaltungen, diverse Einrichtungen oder so ähnliches.

Dolmetscher glänzten in der Abwesenheit
Zu der Wahlkampfshow pilgerten weit über tausende Menschen. Nur ein paar Hörgeschädigten sassen in der ersten Reihe irgendwo vor der Bühne. So legten alle Sprecher einen guten Auftritt hin. Doch man dachte nicht an die Dolmetscher. Da sie aus Sicherheitsgründen nicht auf die Bühne durften, mussten die Dolmetschern direkt vor den Hörgeschädigten stehen und dolmetschen! Trotzdem waren alle von der Arbeit der beiden Dolmetscher begeistert. Teilweise waren die Dolmetschern überzeugender als die andere Politikern mit Wortgewalt oder Wortspielerei …

Alle Wahlkampfansprachen waren klar und leicht verständlich. Die Veranstaltung wurde von bekannteste TV-Moderator moderiert. Eine Tanzgruppe sorgte in der Pause für Abwechslung und vielleicht auch Entspannung. Denn die Veranstaltung dauerte mehrere Stunden.

Tatsache ist, dass alle Hörgeschädigte, die nicht bei der Veranstaltung dabei waren, eine Menge Politik und auch Unterhaltung verpasst haben. Eigentlich ist die geringe Anzahl der gehörlosen Zuschauer kein Grund zum Meckern, es sind ja auch „nur“ weit über tausende Hörende aus dem Bundesland oder bundesweit angereist, obwohl die meiste Großstädten viele Einwohner hat. Prozentual gesehen wären die Gehörlose in bestimmte Großstadt sogar ein gutes Ergebnis. Denn zu den Wahlkampfveranstaltungen in manchen Städten oder Bezirken kam kein einziger Hörgeschädigter.

Man habe auch nicht den Eindruck, dass jemand die „armen“ Hörgeschädigten schlecht behandeln will. Alles reine Einbildung!

Zurück zum Dolmetscher. Es hat ein Fall gegeben, wo kein Gehörloser anwesend war und trotzdem stand Dolmetscher auf der Bühne. Man fragt sich schon lange, warum Gehörlosen, oder besser gesagt deren Vertreter, unbedingt auf einen Dolmetscher auf der Bühne bestehen? Immer nur neben einem Politiker oder einem anderen Promi? Wenn im Auditorium nur ein paar Gehörlosen sitzen, soll doch der Dolmetscher daneben stehen. Aber nein, nur da, auf der Bühne, damit auch jeder im Publikum sehen kann, wie man mit den Armen in der Luft schwirrt! Muss das sein? Hat schon jemand gedacht, dass solche „Aktionen“ stark vom Redner ablenken?

Hätte man einfach um einen Dolmetscher gebeten, der neben einer Gruppe von Gehörlosen platziert wäre, würde auch keine Absage kommen.

 
 

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Verstösst Martin Zierold gegen die Satzung von DIE Grünen ?

Die zwei „gehörlosen“ Politikern halten gerne zusammen, aber ob das gut geht, ist die Frage. Zwar liest sich aus dem Facebook-Beitrag von Martin Zierold heraus, als ob er an Bundestagskanditatin Julia Probst (Piraten) was bestimmtes mitteilen möchte. Es entsteht hier den Eindruck, als ob er den auch andere Parteien im Zeiten der Wahlkampf gemeinsam mit Piraten informieren bzw. zusammenarbeiten möchte. Ein Facebook-User wies darauf hin und ist offenbar nicht begeistert.

Hier Facebook-Screenshot:
fb_zierold
Quelle: https://www.facebook.com/martin.zierold/posts/10151610407928004

Laut Satzung steht es:

§ 2 Mitgliedschaft
Jeder Mensch, der die politischen Grundsätze und Programme von
Bündnis 90/Die GRÜNEN anerkennt und keiner anderen Partei oder politischen
Vereinigung angehört, die bei Wahlen mit Bündnis 90/Die Grünen konkurriert, kann
Mitglied werden.

Oder:

§5 Rechte und Pflichten der Mitglieder
(9) Ein Mitglied darf keiner Partei oder politischen Vereinigung angehören oder beitreten,
die mit Bündnis 90/Die Grünen bei Wahlen konkurriert.

Quelle: https://gruene-berlin.de/sites/gruene-berlin.de/files/satzung_032013_neu.pdf

Erinnern wir mal zurück:

Er will noch schnell mit Katja Dathe von den Piraten sprechen. Es sei unfair, befindet er, dass die Piraten nun doch keinen Posten im Vorstand der BVV bekommen haben. Katja Dathe guckt ihn lange an. Dann sagt sie: „Also ganz ehrlich? Ich finde das nicht so schlimm – für uns ist das hier alles so neu, wir müssen uns erst einmal zurechtfinden. Wir sind ganz schön überfordert.“ Ja, das sei ein Gefühl, das er kenne, sagt Martin Zierold. –> Quelle: http://www.fr-online.de/politik/portraet-das-experiment,1472596,11453042.html

 
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Verfasst von - 14. August 2013 in Politik

 

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Jetzt kommt es endlich raus: Die Bundestagswahl ist entschieden

In geheimer Sitzung beschloss der deutsche Bundestag letzte Nacht das Ergebnis der nächsten Bundestagswahl. Das ergibt ein Protokoll, das mir eine gehörlose Niedriglohnschreibkraft des Bundestages gegen einen Becher Kaffee und eine warme Mahlzeit übergab.

In dem Papier werden nicht nur die genauen Prozentzahlen des Wahlergebnisses sondern auch die vorläufigen
Ministerposten und Absprachen zum Verhalten der Abgeordneten untereinander genannt.

Die Parteienverteilung

Nehmen wir einmal das Absehbare vorweg, die FDP ist raus, was vor allem Julia Probst alias EinAugenschmaus sich sehr tierisch freut.

Die Linke bekommt 12.9%, was einen ganzen Prozentpunkt mehr bedeutet, als bei der letzten Bundestagswahl. Als Gegenleistung wurde vereinbart, dass Oskar Lafontaine sich auch während der nächsten Legislaturperiode aus der Bundespolitik heraus hält und Gregor Gysi seinem Auftrag als bundestagseigener Comedian etwas mehr Zeit entgegen bringt als in der aktuellen Legislaturperiode.

Desweiteren hat Gysi sich – gegen den Willen Oskar Lafontaines – verpflichtet, seiner Fraktionskollegin Sarah Wagenknecht humoristische Nachhilfestunden zu geben, da ihre Reden nicht unterhaltsam genug rüberkommen und immer wieder Abgeordnete gelangweilt den Saal verlassen. Julia Probst findet das gut.

Die CDU/CSU kommt auf 18,6% und verliert damit etwas über 15% gegenüber der letzten Wahl.
Die Abgeordneten legten sich einstimmig darauf fest, dass die Union für die diversen Skandale der
letzten 3 Jahren abgestraft werden müsse. Inzwischen ist Julia Probst sehr beruhigt durch schlechtes Wahlergebnis von CDU, hätte CDU genau 33,7% überschritten bekäme sie seinen gewaltigen Vulkanausbruch wie die Diktatoren.

Direkt nach dem Bundestagswahl tauchen immer mehr Gerüchte auf, warum die Zahlen Schlagzeilen solche Misstrauen schüren und würden dazu beitragen, dass immer mehr politisch interessierte „Blogger und andere Internetspinner“ hinter den Politikern á la NSA (= Nationaler Spanner- und Abhördienst) herschnüffeln. Ob Julia Probst dahinter steckt, erfahren wir später.

Die SPD gewinnt 4 Prozentpunkte dazu, in erster Linie, um den Grünen einen Warnschuss vor den Bug zu geben, weil sie sich in letzter Zeit zu wichtig nehmen.

Die Grünen werden von 10,7% auf 11% aufgewertet. Zwar ergeben Umfragen in der Bevölkerung ein höheres Ergebnis, die Bundestagsabgeordneten waren sich allerdings einig, dass die Grünen in der aktuellen Legislaturperiode zu oft den Spielverderber gegeben haben und einige Verstöße gegen die Abmachungen der letzten Wahlkampfabsprache aufweisen. Daher kämen sie für eine Regierungsbeteiligung auch nicht in Frage und steht nun leer da.

Mit den Piraten wird momentan noch verhandelt, wieviel Prozent sie bekommen. Der Bundestag stellt gewisse Ansprüche an die Politneuling Julia Probst, die Gespräche erweisen sich jedoch als schwierig, weil Julia Probst ihre sehr stark schwankende Gebärdensprachkenntnisse gemeinsam mit Gebärdensprachdolmetscher/-in dem Sprachnorm und Sprachviveau oft nicht entsprechen.

Sollte sich die Piratenpartei auf die Vereinbarungen einlassen, würde sie mit knapp 17% in den Bundestag einziehen, bei einer Weigerung, die Absprachen anzuerkennen würden sie gleichauf bei 4,99% mit der FDP dem Bundestag fernbleiben. Die übrigen Prozentpunkte würden dann an CDU aufgeteilt.

 
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Verfasst von - 21. Juli 2013 in Politik

 

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Gleichstellungsgesetz? #inklusion #recht #bundesregierung

Gleichstellungsgesetz wurde unter rot-grüne Koalition vor 10 Jahren verabschiedet worden. Aber hat es sich dank Gleichstellungsgesetz bis jetzt spürbar verbessert? Gerade habe ich mir alles durchgelesen und vieles dabei entdeckt. Leider entpuppt sich Gleichstellungsgesetz als Mogelpackung dank unter rot-grüne Regierung zwischen 1998-2005. http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a301-gesetz-zur-gleichstellung-behinderter-menschen.pdf?__blob=publicationFile

Kernstück vom Bundesregierung: Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte und Wahlschablonen für Blinde.

Was gibt’s so für schwerhörige und gehörlose Gesellschaft? Achtung, jetzt kommt es: „Hör- oder sprachbehinderte Menschen haben das Recht, im Verwaltungsverfahren mit Bundesbehörden in Deutscher Gebärdensprache, mit lautsprachbegleitenden Gebärden oder über andere geeignete Kommunikationshilfen zu kommunizieren. Die Kosten sind von den Bundesbehörden zu tragen.“ Quelle: http://www.bit.bund.de/nn_2143936/BIT/DE/Beratung/Beratung__BGG__neu/Kommunikation/node.html?__nnn=true

Kurios: Sprachbehinderte Menschen haben das Recht auf einen Dolmetscher? Können sie denn überhaupt gebärden? Glaube nicht…

Denken wir allgemein mal nach: Dolmetscher bei Behördengängen. Aber wie oft geht man schon zum Arbeitsamt…Oder zum Jugendamt…Oder zum Einwohnermeldeamt…. Oder irgendwelche Behörden. Ausserdem profitieren davon nur ein paar Tausend Gehörlose. Oder wie oft benutzen die Gehörlosen beim Wahlen die Gebärdensprachdolmetscher, obwohl viele Gehörlosen in der Vergangenheit mehrmals zur Wahlen ohne Dolmetscher gegangen sind? Nichts! Einfach die Wahlhelfer nur freundlich begrüßen und die Wahlzettel ankreuzen genügt!

Bestes Beispiel: In meiner Wohnort hatte die Behörde (selbst Einwohnermeldeamt) damals die gebärdensprachkompetente Mitarbeiter zur Verfügung gestellt, obwohl ich gerne in Anspruch genommen hätte, leider bevorzuge ich lieber in lautsprachliche Kommunikation. Monaten später kam ich erneut dorthin und stelle fest, dass es dort keine gebärdensprachkompetente Mitarbeiter nichts zu finden ist. Auf meiner mündliche Anfrage an Behördenmitarbeiter und er sagte: „Es hat sich ergeben, dass die vor Ort angebotenen gebärdensprachkompente Mitarbeiter kaum in Anspruch genommen wurden.“ Aha!

Der behinderter Blogger „Silent Writer“ drückt die Enttäuschung aus: „Die Gleichstellung Behinderter bleibt scheinbar ein frommer Wunsch.“

 
 

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