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Schlagwort-Archive: Arbeitswelt

Hörgeschädigten Arbeitslosigkeit in den USA

Von einem Leser bekam ich per e-Mail den Hinweis, wie die Arbeitslosigkeit für hörgeschädigten Gesellschaft in den USA aussähen. Hier:

Sprache/Language: (ASL=American Sign Language)

In den USA lag aus dem Jahr 2008 die Arbeitslosenquote zwischen durchschnittlich 4-6%, aber in der hörgeschädigten Gesellschaft sind die Zahlen deutlich höher. Ist genauso wie in Deutschland, zur Erinnerung Arbeitslosigkeit in Deutschland.

Wer behauptet, dort ist man Deutschland um einige Jahre, wenn nicht Jahrzehnte voraus, allerdings zu behaupten, dass viele dort ASL beherrschen würden, barrierefreie Leben, bessere Bildung verfügt und die Kommunikation kein Problem darstellt ist schlichtweg falsch. Fakt ist, es funktioniert nur in Washington D.C. ganz gut, oder in Teilen von New York oder in San Francisco. Restliche Amerika glänzt nicht alles Gold.

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Arbeitslosigkeit bei Behinderten extrem hoch

Schwerbehinderte Menschen sind besonders stark von der Wirtschaftskrise betroffen. Die Arbeitslosenquote lag im Jahresdurchschnitt 2008 und 2009 bei jeweils 14,6 Prozent. Das ist etwa doppelt so hoch wie die Arbeitslosenquote insgesamt.

Weitere Text und Quelle (rp-online.de): http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/Arbeitslosigkeit-bei-Behinderten-extrem-hoch_aid_889683.html

Gut und schön, die Zahlen muss man nicht so genau ernst nehmen, aber in Wirklichkeit sehen verschiedene Behindertengruppen prozentual gesehen ganz anders aus. Man rechne einfach mal vor. Laut Statistik durch Power-Point Präsentation von Thomas Worseck leben bundesweit Schwerhörige und Gehörlose (ab 50% Behinderungsgrad) ingesamt 266.471 (Stand: 31.12.2007) und zu diesem Zeitpunkt gab es etwa 106.000 schwerhörige und gehörlose Arbeitslose. Das ergibt sich etwa 40 % schwerhörige und gehörlose Arbeitslose heraus. Schön viel, was? Anscheinend interessieren Bundesregierung nicht an einer Problemlösung für hörbehinderten Menschen, sondern weil die geschönte Zahlen oft meistens aus Ziffern bestehen. Selbst die Araber können heute nicht mehr sagen, wie sie das geschafft haben. Wahrscheinlich haben die Politikern einfach aus Langeweile Zeichen in den Sand gemalt und sich gefreut. Wie man schön sagt: „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht oder nicht selber erstellt hast.“

 
 

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Unterschiede zwischen Hörende und Hörgeschädigte

Ich nehme/schreibe mal zwei Beispiele auf, was mir gerade so einfällt:

1. Der Gehörlose oder Schwerhörige war schlecht vorbereitet (denn das ist Voraussetzung für jeden Beruf, sich gut vorzubereiten und spiegelt nicht im geringsten den Unterrichtsstoff an Universität generell wieder; nach der Theorie dürfte kein Absolvent arbeitslos sein)

2. Einige Unternehmen laden grundsätzlich Menschen mit Behinderungen ein, wegen der Quote, lehnen diese aber später ab. Begründungen sind oft auf nicht Wissen etc. bezogen; können aber immer vorweisen, dass sie Menschen mit Behinderung eine „Chancengleichheit“ gegeben haben. Leider vergessen die meisten Unternehmen, wie gut die praxistauglichen Kompetenz die hörgeschädigten Leuten verfügen im Vergleich zu hörende Menschen.

Warum das so ist? Zwar gibt es auch bei Hörende Bildungsunterschiede, sogar ich kenne einige Hörende die im Vergleich zu mir Bildungsdefizite haben. Sehr gravierende sogar und das finde ich schade, denn sie haben keine Behinderung (ich klammer jetzt mal eine Lernbehinderung aus und orientiere mich an Menschen ohne Einschränkungen) und finde schade, dass bei einigen das Schulsystem in Deutschland versagt.
Dennoch: Es ist auffällig, dass einige (nicht alle) Hörgeschädigten-Schulen einen sehr hohen Bildungsdefizit haben und leider viele nicht auf die Welt nach der Schule vorbereitet sind. Folge: Arbeitslosigkeit (etwa 40 % Prozent Hörgeschädigten sind arbeitslos)

Damals habe ich an einer privaten Akademie studiert und habe bereits unter Hörenden (ich war der einzigste Hörgeschädigte von allen!!!) erfolgreich abgeschlossen und siehe Ergebniss, habe ich mühsam um eine Arbeit gesucht trotz gute Qualifikationen.

Klar die meisten denken, ich sei typisch „dumm oder blöd“ nur weil ich als Hörgeschädigt angesehen bin. Meine persönliche Einschätzung ist, dass ich eigentlich schon mein ganzes Leben lang mit einem ziemlichen Druck konfrontiert bin, um auf einem Niveau mit Normalhörenden zu sein. Dennoch war ich bisher immer überdurchschnittlich gemessen zu Normalhörenden, worauf ich irgendwie fast stolz bin. 🙂

Ich kann nur sagen, dass das System in Deutschland auf ganzer Linie versagt .

 

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