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Gesten statt hochwertigen Untertitel?

Ralph Raule und der legendäre Spruch „90 % gehörlosen Menschen können nicht lesen“ und auch komisch, wie er sein Kind zignoO den Sonderpreis für außergewöhnliche Leistung im Bereich barrierefreier Webseiten von Biene Maja (Biene Award) bekam. Gut, denken wir mal nach.

In einem Vortrag der Kölner Kofo am 28. Oktober 2011 weist der gebärdende zignoO-Geschäftsführer Ralph Raule die Teilnehmer darauf hin, dass „Hörgeschädigte (…) eine geringere Schriftkompetenz“ haben. Daher soll zignoO „visuelle Informationen in Gebärdensprache umsetzen“. Exakt: „Man muss Gebärdensprache können!“

Um Geschäfte mit Gebärden in den Gang zu bringen, wird anscheinend keine Rücksicht auf die Zielgruppe und auf Inklusion genommen. Offensichtlich wollen die gehörlose Gesellschaft weiterhin gerne separieren und kapseln sich lieber in ihrer „sign language community“ ab. Ralph Raule ganz unverblümt zum Hamburger Abendblatt: „Es ist nämlich ein weit verbreiteter Irrtum, dass gehörlose Menschen lesen können“. (wie von HWS berichtet) Macht Taub also dumm? Eine bewusste Stigmatisierung aller Gehörlosen zum Wohle des Geschäftes? Egal, denn die Gehörlosen können den brisanten Satz im Abendblatt sowieso nicht lesen und setzen mehr auf BILD-Zeitung, weil die sehr einfachste Begriffe in das Gedächtnis unvergesslich machen können…

 

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