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Drag-Queen at Turquoise Parade in Berlin und Firma Laserline


Hoppla? Hier hat sich bei der Türkisparade ein schwuler gehörloser Drag-Queen namens Christian G. aus Hamburg aufgetranst. Okay, Drag-Queens sieht man häufig in Berlin, Schwule gehören da nicht zu, weil diese sich nicht in allen Fällen verkleiden, sonst müsste man an dieser Stelle wieder die Stadt Köln, die Hauptstadt des Kostümierens, nennen.

Guten Tag Herr xxxx xxxx,

vielen Dank für die freundliche und interessante Bewerbung als Initiativbewerbung.

Sie verfügen über umfangreiche Fähigkeiten und Kenntnisse, jedoch suchen wir eine/n Kandidatin/Kandidaten, dessen Profil noch genauer mit unseren Anforderungen übereinstimmt.

Wir bedauern daher, Ihnen heute absagen zu müssen.

Wir hoffen, dass sich Ihr beruflicher Werdegang entsprechend Ihren persönlichen Vorstellungen weiterentwickelt und Sie Ihre Erfahrungen erfolgreich einbringen können.

Alle frei werdenden Stellen der Firma werden auf unserer Homepage veröffentlichet. Vielleicht besuchen Sie uns ja in Zukunft wieder einmal unter www.laser-line.de und wir bleiben in Kontakt!

Für Ihren weiteren beruflichen und privaten Lebensweg wünschen wir Ihnen alles Gute.

Viele Grüße aus der Mitte Berlins

i.A. xxxx xxxx

Beauftragte für Aus- und Weiterbildung

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LASERLINE Digitales Druckzentrum Bucec & Co Berlin KG
Scheringstraße 1, 13355 Berlin

Ich hatte ganz spontan an Laserline initiativ beworben und wollte mich dort nur erkundigen. Und jetzt siehe oben sehr kreativen und nett gemeinte Copy-Paste Absagebegründung von Laserline: In der Tat ist ein großer Murks. Ich erspare mir lieber weitere Bewerbung an Laserline, weil die meisten eh realitätsfremd sind und luxuriös bevorzugter Bewerber/-in eines Tages abgesprungen ist und irgendwann die Stelle frei ist. Wie man sieht, sponsern Laserline angeblich gratis für die „Türkeiparade“, weil ein türkisches Kleinkind zu viel Spaß mit Vaters Edding 3000 und sehr hochwertige Werbeband hatte, da Laserline Mitarbeiter grundsätzlich verschlafen sind, fällt ihnen das nicht auf.

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Verfasst von - 28. September 2010 in Gehörlosenkultur

 

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Türkisparade in Berlin am 25.09.2010

Wenn man sich selbst fragt, was die türkisfarbene Ribbon á la AIDS-Schleife zu bedeuten hat. Siehe Erklärung: http://tuerkisparade.de/warum/

Laut Text von Türkisparade: Vor acht Jahren dann fing der österreichische Gehörlosenbund an, Schleifen in Türkis einzusetzen.

Okay, blicken wir mal kurz zurück, warum ausgerechnet in Österreich.

Helene Jarmer, Obfrau der österreischischen Gehörlosen, hat einen „türkisen Ribbon“ entworfen und bietet ihn nun für 1 Euro an. Dabei handelt es sich um ein kleines Bändchen, dessen Enden übereinander gelegt sind. Es ist identisch mit der AIDS-Schleife – nur in Türkis eben.
Jeder Österreicher, der sich mit den Gehörlosen und der Gebärdensprache solidarisiert, sollte den Ribbon tragen, meint Jarmer. Man erkenne mit dem Kauf eines Ribbons die Gehörlosenkultur, die Gebärdensprache und die „DeafPower“ an. Was wohl 2 Ribbons auf dem Sakko aussagen würden? Oder eine ganze Girlande?

Der türkise Ribbon scheint aber bei den Gehörlosen auf wenig Gegenliebe gestoßen zu sein. Bei den Deaflympics in Taipei wurde kein Österreicher mit einer Schleife gesehen. Einige nennen das Ding spöttisch „türkische Rippchen“, andere reagieren sogar empört auf Jarmers Idee: „Sind wir kranke Menschen, oder was?“

Türkisparade in Berlin unter http://tuerkisparade.de/

 

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