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Phoenix – Livedolmetschung

Das was in München am Freitagabend Schüsse passierte, ist es schon sehr tragisch. Via Push-Mitteilung erfuhr ich auf meinem Smartphone, dann schaltete ich TV an, um die Ereignisse in München zu erfahren.

Während Live-Sendung zappte ich abwechselnd diverse TV-Sender. Mit Untertitel gelesen, diesmal habe ich auf Phoenix mit meinen Augen auf die Gebärdensprachdolmetscherin zu blicken. Doch da sehe ich minutenlang 2 Bildschirme gleichzeitig, meine arme Augen. Ich meine, ich müßte auf Gebärdensprachdolmetscherin und auf Bildschirm von Tagesschau via Phoenix anschauen. Da bekam ich Augen wie ein Frosch.

Ich hab schon mehrere Sendungen mit Gebärdensprachdolmetscher/-in gesehen. Ok! Aber heute? Keine Chance, bei Konzentration auf diese das Geschehen am Bildschirm stundenlang mitzuverfolgen.

Mir ist es wurscht ob Gebärdensprachdolmetscher/in oder Untertitel, hauptsache ich kriege den Inhalt informativ mit, leider ist das selten der Fall, und wozu gibts das Internet. Da gibt´s zahlreiche Informationen darüber und oft informativer als Untertitel und Gebärdensprachdolmetscher/-in. Für etwa eine Stunde mit meinen Augen auf die Frau zu starren, ist schon echt anstrengend genug. Wenn ich das Mädel in der Ecke ignoriere, dafür verstehe ich nur noch Bahnhof! Dann zappte ich andere Sender um. Live-Untertitel löchrig wie Schweizer Käse! Egal, wie die Live-Untertitel im TV derzeit ist, sind mir deshalb mit Untertitel weitaus lieber. In sekundenschnelle gelesen hat man genügend Zeit, sich auf das übrige zu konzentrieren.

Via Facebook fordert ein Gehörloser (Namen wurde aus Datenschutzgründen unkenntlich gemacht):
phoenix_livegs
Er verlangt, dass man bei Situationen solche Dolmetschereinsätze im Live-TV besser organisieren können. Bitte was? Es gibt ein LiveStream-Angebot mit Live-Dolmetschung im Internet, wo hauptsächlich Firma Skarabee aus Köln beauftragt wird. Da verwundert man sich, warum man nicht andere Dolmetscherfirma einsetzen sollte. Einer sagte mir, Skarabee ist in Sachen Live-Dolmetscherung professioneller und erfahrener aufgestellt als die anderen Dolmetscher. Aha, professionell nennt man das? Selbst taube Gebärdendolmetscher Rafael-Evitan Grombelka gab via Facebook zu, wie die Gebärdensprachdolmetscherin bei Liveübertragung in zunehmender Länge nebelig wirkte. Professionell und erfahren nennt man das? Schön! Und wieso klagen viele Gehörlosen über die schlechte Live-Untertitelqualität im TV? Leider erlebt man sowas häufiger bei Gehörlosen: Gerne höhere Belastungen in Kauf nehmen für solche sinnlose Forderungen.

 

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Untertitel statt Gesten @phoenix_de

Zur Zeit herrscht bei Phoenix Schlagzeilen, weil sie Gebärdenspracheinblendung am 8. Juli 2013 einstellen möchten, doch die Empörung der Gebärdensprach-Aktivisten ist zu groß.

Phoenix baut „endlich“ barrierefreies Fernsehangebot für alle passende Zielgruppen aus. Fakt ist, Untertitel ist mit Abstand der geeignete Weg für alle Menschen zum Beispiel Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwäche sowie Migranten, Schwerhörigen und Gehörlosen die von Untertiteln profitieren.
Allein die Gebärdenspracheinblendung können niemand profitieren.

Na dann wir sind weiterhin gespannt wie es weitergeht, hoffentlich haben die sparsamen Senderchefs nichts von der unglückseligen Reklame von gehörlosen Aktivisten mitbekommen. Sonst kämen sie noch auf die Idee, dass a) Hörgeschädigte automatisch Gehörlose sind und umgekehrt, die b) nur gebärden können und c) aufgrund ihres Bildungsdefizites keine Untertitel brauchen und allesamt sowieso „Vibelle TV“ und Gebärdenwelt aus gucken – und sparen die Gebärdenspracheinblendung einfach ein …

Sonst wird es befürchtet, wenn die Ossis Untertitel auf Ostdeutsch im deutschen Fernsehen fordern.

Siehe auch bisherige Blog-Artikeln „Gesten statt hochwertigen Untertitel“
oder taube Gebärdensprachdolmetscher rein, Untertitel raus?  oder Untertitel rein, Dolmetscher raus! oder Untertitel-Wahnsinn in Deutschland nimmt kein Ende!

 
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Verfasst von - 4. Juli 2013 in Untertitel

 

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taube Gebärdensprachdolmetscher rein, Untertitel raus?

Damals gab es hier themenähnliche Blogartikel „Untertitel rein, Dolmi raus“. Diesmal umgekehrt.

Im TV-Kanal „Phoenix“ wurde vorgestern die Tagesschau erstmals mit tauber oder gehörloser oder taubstummer (die Begriffe könnt Ihr ruhig aussuchen, welches Ihr am besten gefällt) Gebärdensprachdolmetscher Rafael-Evitan Grombelka gedolmetscht.

Sehr auffallend ist während der Sendung, wie er seine Augen ständig in Richtung hörenden Gebärdensprachdolmetschern (stand hinter der Kamera) schielte und wenn ich es richtig gesehen habe, konnte er nicht einwandfrei übersetzen. Was man auch sehr deutlich erkennen kann, hat er am Ende spät übersetzt (trotz zeitsparsame, gebrochene und gekürzte DGS-Grammatik), wo die Tagesschausprecherin in seiner Bericht bereits fertig war. Und man stelle sich vor, zwei Gebärdensprachdolmetscher (hörend und stocktaub) vor Ort anwesend (!!). Wer zahlt das? Ja, unserer GEZ-Gebühr ab 2013! Gerecht oder ungerecht?

Das ist Unfug, da man sich die Sendung ansehen will und nicht den/die „taube“ Dolmetscher/in.

Es können niemals alle Gehörlose den „taube“ Dolmetscher/-in verstehen. (Dialekte, Bildung, Geschwindigkeit, usw.) Schwerhörige und Gehörlose, die keine Gebärden verstehen, bleiben eh aussen vor. Das bedeutet ein Anschlag an jede Bemühung zur sozialen und geistigen Integration aller Hörbehinderten.

Sollten „taube“ Gebärdensprachdolmetscher direkt von Telepromptern ablesen (was für vielen nach Raules bundesweit bekannte Spruch eigentlich unvorstellbar wäre), dann müssten sie eine sehr sehr sehr gute Lesekompetenz verfügen und alles pedantisch übersetzen müssten. Und wenn ein Herr Raule die Meinung verbreiten, dass Gehörlose ungebildet seien („nicht lesen können“), dann überzeugen sie damit die Eltern einmal mehr, dass Gehörlose + Gebärdensprache und auch was die ahnungslosen Eltern oder Leuten leider oft denken: Dass Gebärdensprache automatisch DGS bedeutet. Das muss aufhören. Gebärdensprache ist Kommunikationsmittel, egal in welcher Sprache z.B. DGS, LBG, LUG, GuK, NVK, LS, etc…

Vielleicht gebärdet Rafael eines Tages bei Phoenix sowie er auch bei SQ?!AT tat. Siehe Bild unten:

(Bildquelle: Taubenschlag, Übersetzung Q = rein und raus)

 

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Gauck ist gewählt! Bundesversammlung am 18. März 2012

Bundesversammlung wurde heute der neue Bundespräsident Joachim Gauck von der Bundesversammlung mit großer Mehrheut gewählt worden, darunter ein abgegebene Stimme von Berlins gehörloser Bezirksverordneter. In letzter Zeit konnten wir interessanterweise alle zusammen beobachten, welche regelrechter Hype um Berliner Bezirksverordneter Martin Zierold enstanden ist. Woran lag es? Lag es an Facebook oder gehörlosen Magazin LifeInsight bzw. Deutsche Gehörlosen-Zeitung oder Sehen statt Hören oder Taubenschlag oder mehrere Internetberichte von diverse Verlage? Erinnern wir mal an Hans-Uwe Feige (DIE LINKE) und der behauptet selbst:

„Allerdings: die Medien der Deaf Community glänzten durch Abwesenheit. Wo waren Reporter der Gehörlosenpresse? Kein „Sehen statt Hören“, nirgends. Wurde da nicht eine Möglichkeit verschenkt, dem Publikum- Hörgeschädigten und ihren Freunden – ein Stück lebendige Demokratie zu zeigen?“
Quelle: http://alt.taubenschlag.de/kolumnen/erfahrungen/bundesversammlung/bundesversammlung_print.pdf

Starker Tobak! Ein aalglatter medialer Diskriminierung gegen Hans-Uwe Feige, ausgerechnet unter Deaf Community. Warum das denn? Gut, vergleichen wir mal mit hörende Community wie die Politkern aus dem Lager wie CDU, SPD, FDP, DIE GRÜNE gerne unaufälligerweise die völlig durchgeknallte Partei DIE LINKE ausgrenzen.
Hier ein Twitter-Beispiel, wie die Medienanstalten ganz bewusst ausgetrickst haben, sonst werden alle Gehörlosen zukünftig Linksradikalinskis:


Auch die „Sehen statt Hören“-Moderatoren vor 8 Jahren wie Jürgen Stachlewitz oder inzwischen gefeuerte Marco Lipski müssen damals gehörlosen Parteimitglied Hans-Uwe Feige (DIE LINKE) ausgrenzen, deshalb diese Abwesenheit.

Lutz Pepping (Die Grünen-Akitivist) sagte im Facebook: „Nur eines ist sicher: Live-Übertragung übers Internet steht fest, im TV noch nicht. Ich weiß aber, dass die Berliner Grünen sehr hartnäckig sein können! Wunder-bar!“

Andere sagte ein Kommunist auch im Facebook, wo er Lutz Peppings Kommentar daraufhin direkt beantwortete: „die linken, aber auch! christian dirk ludwig (die linke)“ Quelle: https://www.facebook.com/groups/130879873708226/

Haben wir richtig gelesen? Die Linke auch? Was war das noch mit Hans-Uwe Feige damals? Komisch, egal nicht wichtig.

Ok, zum Thema Gebärdenspracheinblendung:

Zwischen 10 und 11 Uhr gab es um diese Zeit viel Unruhe und viele beschwerten sich, warum die Gebärdenspracheinblendung in Phoenix nicht eingeblendet wurde. Viele wilden und gedankenlosen Gerüchte tauchen im Facebook auf, Phoenix würden allen diskriminieren. Ausgrechnet die gehörlose Vizepräsidentin des DGBes meint: „Das kann nicht sein, dass einer die Entscheidungsbefugnis hat, ab wann und wieviel wir was zu erfahren haben! Diskriminierung!“ oder ein Gehörloser meint: „Was ist aus Ihrer Zusage geworden, die Bundesversammlung und Wahl inkl. eines eingeblendeten Gebärdensprachdolmetschers zu zeigen? In den Beiträgen um die Wahl ist zur Zeit kein Gebärdensprachdolmetscher zu sehen. Warum hält Phoenix seine Versprechen nicht?“ oder eine hörende Frau: „Was ist aus Ihren Zusagen geworden, die Bundesversammlung und Wahl inklusive der Einblendung eines Gebärdensprachdolmetschers zu senden. Die Berichte, die gerade laufen, sind weder Untertitelt noch wird ein Gebärdensprachdolmetscher eingeblendet. Sie diskriminieren Menschen mit Hörschädigungen!“ oder noch schlimmer ein hörender Mann denkt: „Wir sollten ans verfassungsgericht schreiben und das einklagen …“ u.v.m.

Ganz typisch strenge deutsche Pünktlichkeit um 12 Uhr erschien doch die versprochene Gebärdenspracheinblendung von Phoenix, wo während der Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert die Rede hält. Schon alle waren die Facebooker sehr erleichtert, die meisten glauben, als wäre die Kampf um Gebärdenspracheinblendung aussichtslos und fühlen sich verarscht. Lustigerweise beschweren sich einige über die Gebärdenspracheinblendung. Ein bekannter gehörloser Hamburger, der sich am besten mit Filmtechnik auskennt und massig für DGS-Filme produzierte, klagte via Twitter: „Warum ist denn die GS-Einblendung so klein? Das kann ich unmöglich aus drei Meter sehen. Die Kameraeinstellung zur GebärdensprachdolmetscherIn ist unscharf. Bitte korrigieren und Bild grösser machen.“ Man könnte meinen, hat er die Chance, sich auf eine Stelle bei Phoenix zu bewerben, die für ihn sowas wie ein Traumjob wäre.

So, jetzt haben wir alle zusammen gesehen. Gut, und nun zum Untertitel. Die TV-Anstalten wie ARD und ZDF setzen lieber auf Untertitelmethode, um bessere Bildung und Lesekompetenz speziell für Gehörlosen, Leghasteniker und Ausländer zu fördern. Ohne Gebärdenspracheinblendung!

Wahrscheinlich sind viele sehr sauer auf mich und würde mich am liebsten umbringen, warum die Gebärdenspracheinblendung nicht im ARD oder ZDF auftauchte. Weil ich vor ein paar Tagen via Twitter mitgeteilt hatte und möglicherweise die TV-Anstalten wie ARD und ZDF mich hellhörig machten. Prompt erfuhr ich von einige Gehörlose unbegründete Aufregungen und sie meinen, die Gebärdenspracheinblendungen müssen auch mit rein ins ARD und ZDF, weil einige meinen die Gebärdensprache seien für allen zu unbekannt und deshalb wollen alle Gebärdensprach-Aktivisten, alle müssen dementulöse hörende Bürger die Gebärdensprache auf ihren Köpfe festnageln, was das zu bedeuten hat und auch um mediale Aufmerksamkeit bei denen schaffen, die von nix was wissen.

Hintergrund zum Thema „Ralph Raule“ und „Gesten statt hochwertigen Untertitel“

Komischerweise meinen viele, die Untertitel sei nicht gut oder verkürzt worden. Aus meiner Sicht sind die Untertitelqualität von ARD und ZDF völlig ausreichend, deutlich besser als die Sportsendungen und das ist nun mal Fakt. Hier Videobeweis:

Warum 1:1 immer noch nicht untertitelt werden konnte, sollte man hier lesen bzw. schon wissen, wie UT-Produktion das geht/funktioniert. Einblick in die UT-Redaktion oder auch hier die ausführliche Erklärung von NDR.

Zurück zum Thema Gauck:

Mitte Februar 2012 hatte Julia Probst besser bekannt als „EinAugenschmaus“ via Twitter (siehe Screenshot unten) verkündet, sollte Joachim Gauck Bundespräsident werden, möchte sie zum Sommer 2012 irgendwo auswandern. Jetzt ist Joachim Gauck gewählt geworden. Dürfen wir gerne wissen, wohin sie auswandern möchte? Nach ihre heißgeliebte und angeblich barrierefreies USA? Wir wünschen Julia Probst alias EinAugenschmaus der New Life im Ausland alles Gute und auch die nötige Kraft für die Zukunft.


 
 

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Wundermittel „Jekyllhyderonin“ – die Tablette zur Steigerung der Gebärdenpotenz

Als der Begriff „Gebärdensprachallergie“ (Idee von Markus Beetz) kürzlich auftauchte, wie ich euch mein Beitrag über „WFD internationale Petition“ berichtet habe. Nun fand ich heraus, welches Mittel Symptome der Krankheit heilen könnte.

Gebärdenkompetenz ist für Sie ein Fremdwort? Das ist vorbei: Ab sofort heißt es nämlich Gebärdenpotenz und zweitens können Sie tatsächlich nach wenigen Minuten die volle Gebärdenkompet…äh, potenz erreichen!

In Zusammenarbeit mit der Uni Hamburg (Institut für Deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser) hat ein Labor in Österreich ein Präparat entwickelt, mit der gebärdenunkundigen Menschen geholfen werden kann. Nun müssen zukünftig keine Gebärdensprachkurse mehr besucht werden. Auch der Besuch einer Hochschule ist überflüssig. Nach wenigen Einnahmen kann sogar das kleine Dolmetscherdiplom erlangt werden! Allerdings ist das neue Medikament noch nicht ausgereift, bei diversen Versuchspersonen sind Nebenwirkungen aufgetreten. Aber diese sind unbedenklich, auch für die Nachbehandlung ist gesorgt.

Die Versuche an Probanden gehen bis zur Serienreife des Medikaments weiter. Täglich von 20 bis 20.15 Uhr können die Versuchspersonen während der Einwirkung des Medikaments zu Studienzwecken beim Fernsehsender „Phoenix“ beobachtet werden. Für Doktorarbeiten stehen diverse Laborergebnisse auf der Webseite der Uni Hamburg zum Download bereit.

Normale Dosis: 33 mg Jekyllhyderonin, Versuchsperson Maria T.
Kompetenz steigt langsam und kontinuierlich, die volle Potenz ist nach 12 Min. erreicht. Nebenwirkungen: siehe Bilder unten.


Doppelte Dosis: 66 mg Jekyllhyderonin, Versuchsperson Maria T.
Subjekt neigt zu Ausbrüchen. Verstärkte Mimik, gekrümmte Finger. Nebenwirkungen: perm. Gebärdenimpotenz.


Dreifache Dosis: 99 mg Jekyllhyderonin, Versuchsperson Maria T.
Unkontrollierte, epilepsieähnliche Körperbewegungen, Atemnot! Abbruch des Versuchs war nur mit der Aus-Taste möglich.

 

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