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Schlagwort-Archive: GEZ

GEZahltes Irrsinn

Via Facebook stöhnen viele nichtlesekompetente Gehörlosen über GEZ. Die bisher als GEZ bekannte Behörde heißt nun ARDZDF Beitragsservice. Oder auch siehe Taubenschlag-Meldung!

Die ARDZDF möchte ein besseres Image aufpolieren. Kontrollen sollen wegfallen, mehr Untertitel angeboten werden jedoch viele Mitarbeiter zusätzlich eingestellt werden. Warum? Das wollte auch der Wahnsinn! wissen.

Die ARDZDF möchte schon dieses oder nächstes Jahr 100% Untertitel erreichen. ARDZDF hat schon bereits eine famose Aufholjagd gegen WDR (gilt als Untertitel-Marktführer) gestartet und befindet sich bereits auf Überholspur. Aber 100% Untertitel? Was ist mit andere TV-Sender, die wahrscheinlich nicht 100% Untertitel erreichen könnten?

Viele nicht lesekompetente (vielleicht hat Ralph Raules bedeutendste und viel geachteste Spruch „“Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Gehörlose lesen können“ doch Recht!) Gehörlosen dachten wohl, auf seiner Rechnung stand 17,97 Euro statt 5,99 Euro in 3 Monaten. Aber hallo, 100% Untertitel und nichtlesekompetente Gehörlosen? Lieber doch 100% Gebärdenspracheinblendung im TV, weil nicht lesekompetent?

Von aufgebrachten nichlesekompetente gehörlose Bürger stürmte die gehörlose Verbände, zum Glück gab es keine Gewalttaten gegen die ehrenamtliche Mitarbeiter der GL-Verbände gekommen und schon schnell wurde alle Missverständnisse dank Gebärdensprache aufgeräumt.

Doch vielen wollen lieber nicht GEZahlen nur wegen die Begründung „100% Untertitel reichen nicht aus“. Dumm nur, ARDZDF haben eine „Nahkampfausbildung“ absolviert und sind drauf gedrillt, alle auf mögliche Verdacht, denn wenn sie einen Zufallstreffer landen, werden es viele rot anlaufend zugeben bzw. aufgeben und reumütig zahlen. Funktioniert leider…

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Verfasst von - 17. Februar 2013 in Untertitel

 

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@EinAugenschmaus Quiz2012 -Auftritt

Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie die Mediendschungel z.B. TV und Twitter ticken, was ich schon mehrfach befürchtet habe.

Am 29.12.12. strahlte ARD, trotz fehlender Untertitel, im Ersten die Show „2012 – das Quiz“ mit Kurzauftritt von „gehörlose Twitter- oder Lippenlesen-Star“ Julia Probst aus. Die „Super-Lippenlesen Ausnahme“ hörgeschädigte Dame Julia Probst wirkte vor allem für GL-Gesellschaft immer noch ein Fremdbild („nicht typisch Gehörlos“), weil sie trat ähnlich wie durch ihren Auftritt in der ZDF-Login auf. Immerhin konnte sie etwas zeigen, trotzdem viel geändert hat sich seitdem kaum. Und die Quiz-Fragen in Sachen Gebärdensprache waren einfacher als sonst, aber vielleicht ist das nur Zufall. Ok, nun anderes Thema.

Damals hatte es andere gehörlosen Personen solche Quizauftritte gegeben und zwar aus dem Jahre 2003 und 2011. Immerhin waren die Auftritte damals von gehörlosen Personen authentischer als Julia Probst. Was meine Bekannte und ich Quiz2012-Show in der ARD sehr schnell auffallen, wie groß der mediale Unterschied solche Auftritten mit hörbehinderte Personen wie Quiz2012 vor kurzem und damals war.

2003 hatte es eine Quiz-Sendung mit gehörlosen Kandidaten gegeben, die damals sogar 50.000 Euro gewannen. Was aber einer feiner Unterschied zu Quiz2012 erkennbar ist, ist die Gebärdensprachdolmetscher/-in. Die Gebärdensprachdolmetscherin saß damals im Studio perfekt vor dem TV-Kamera, um die Fragen des Quizmasters und die Antworten der Kandidaten jeweils zu übersetzen und sogar die gehörlose und schwerhörigen Zuschauern konnten damals verfolgen. Untertitel fehlte damals, muss man damals sich nicht wundern!

Auch es gibt noch ein anderer Unterschied aus dem Jahr 2011, wo ein gehörlose Dame auftrat. Damals gab es in der ARD mit Untertitel, dank Einsatz durch Skarabee und der Gebärdensprachdolmetscher stand ebenfalls perfekt. Gebärdensprachdolmetscherin an Julias Seite war anwesend, aber für einige Insider finden sehr kurios, ist ausgerechnet diese Gebärdensprachdolmetscherin Mitarbeiterin von Skarabee. Kein Untertitel vorhanden, trotz heutzutage ordentliche UT-Anteil von ARD! Um Ironie zu verstehen, muss man davon ausgehen, wie Julia gerne Lautsprache bevorzugt (Sie sagte irgendwo: „Meine Muttersprache ist die Lautsprache.“) und auch ihre Quiz2012-Auftritt bemerkbar macht. Und die ungünstigen seitlichen Positionen zwischen Gebärdensprachdolmetscherin und Herr Plasberg sind für vielen Gebärdensprachnutzern klar verzerrt.

Wenn man genauer die Medienlandschaft hinschaut, ist es unglaublich wie die Bevölkerung von den Medien verarscht wird!!! Zum Teil wird die Medienlandschaft systematisch desinformiert und Informationen, die offen ignoriert; Promis in unheilvoller Allianz mit den Medien, welche alles, aber nicht mehr die Realität berichten bzw. entsprechen.

Egal ob Behindert, Kommunist, Kapitalist, Anarchist oder was auch immer: Deine Meinung ist uns
wichtig, so ticken die Medien halt. Wir sind wirklich gespannt darauf, wie die ermäßigte Gebühren der GEZ wirklich für hörbehinderte Zuschauer umgegangen werden.

Einen guten Rutsch ins neue wünsche ich Euch jetzt.

 
 

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taube Gebärdensprachdolmetscher rein, Untertitel raus?

Damals gab es hier themenähnliche Blogartikel „Untertitel rein, Dolmi raus“. Diesmal umgekehrt.

Im TV-Kanal „Phoenix“ wurde vorgestern die Tagesschau erstmals mit tauber oder gehörloser oder taubstummer (die Begriffe könnt Ihr ruhig aussuchen, welches Ihr am besten gefällt) Gebärdensprachdolmetscher Rafael-Evitan Grombelka gedolmetscht.

Sehr auffallend ist während der Sendung, wie er seine Augen ständig in Richtung hörenden Gebärdensprachdolmetschern (stand hinter der Kamera) schielte und wenn ich es richtig gesehen habe, konnte er nicht einwandfrei übersetzen. Was man auch sehr deutlich erkennen kann, hat er am Ende spät übersetzt (trotz zeitsparsame, gebrochene und gekürzte DGS-Grammatik), wo die Tagesschausprecherin in seiner Bericht bereits fertig war. Und man stelle sich vor, zwei Gebärdensprachdolmetscher (hörend und stocktaub) vor Ort anwesend (!!). Wer zahlt das? Ja, unserer GEZ-Gebühr ab 2013! Gerecht oder ungerecht?

Das ist Unfug, da man sich die Sendung ansehen will und nicht den/die „taube“ Dolmetscher/in.

Es können niemals alle Gehörlose den „taube“ Dolmetscher/-in verstehen. (Dialekte, Bildung, Geschwindigkeit, usw.) Schwerhörige und Gehörlose, die keine Gebärden verstehen, bleiben eh aussen vor. Das bedeutet ein Anschlag an jede Bemühung zur sozialen und geistigen Integration aller Hörbehinderten.

Sollten „taube“ Gebärdensprachdolmetscher direkt von Telepromptern ablesen (was für vielen nach Raules bundesweit bekannte Spruch eigentlich unvorstellbar wäre), dann müssten sie eine sehr sehr sehr gute Lesekompetenz verfügen und alles pedantisch übersetzen müssten. Und wenn ein Herr Raule die Meinung verbreiten, dass Gehörlose ungebildet seien („nicht lesen können“), dann überzeugen sie damit die Eltern einmal mehr, dass Gehörlose + Gebärdensprache und auch was die ahnungslosen Eltern oder Leuten leider oft denken: Dass Gebärdensprache automatisch DGS bedeutet. Das muss aufhören. Gebärdensprache ist Kommunikationsmittel, egal in welcher Sprache z.B. DGS, LBG, LUG, GuK, NVK, LS, etc…

Vielleicht gebärdet Rafael eines Tages bei Phoenix sowie er auch bei SQ?!AT tat. Siehe Bild unten:

(Bildquelle: Taubenschlag, Übersetzung Q = rein und raus)

 

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Untertitelte Sendungen auch bei Sky (ehem. Premiere)

Von DWDL gibt es Neuigkeit über Sky mit Untertitel: http://www.dwdl.de/nachrichten/37232/sky_bietet_kuenftig_filme_und_sport_mit_untertiteln_an/

Viele Gehörlosen haben sich auf Facebook gefragt, ob Sky solche Sozialtarife wie damals auch Premiere angeboten hatte oder ob 100% Untertitel anbietet oder wie das mit GEZ zu finanzieren ist?

Sozialtarife und umfassende Untertitel-Angebote wird es bei Sky leider nicht geben. GEZ müssen leider ab 2013 alle einkommenstarke Workalkholiker zahlen. Nur die Taubblinden und die Betroffenen die in der sozialen Hängematte liegen sind von der GEZ-Gebühr befreit.

Der Pay-TV-Sender Sky strahlt ab 1. September einige ausgewählte Spielfilme mit Untertiteln aus. Damit ist Sky nach Pro7, RTL, Kabel 1, VOX und SAT.1 der sechste Privatsender, der untertitelte Sendungen für Hörgeschädigte zeigt. Zu Beginn bietet Sky etwa 20 Filme mit Untertiteln an. Später kommen monatlich mindestens 8 bis 10 neue „Highlights“ dazu. Zusätzlich sollte vielleicht Bundesliga mit Untertitel ausgestrahlt werden. Ob und wie lange es dabei bleibt, ist noch offen. (Siehe Blogartikel zur Erinnerung: Sky bald untertitelreif?)

Billig ist das Filmvergnügen allerdings nicht: Bei normale „Sky Paket“ sind 169 Euro für den Receiver fällig, um das Zerrbild entschlüsseln zu können. Dazu kommt noch das Abo, für das Sky monatlich 16,90 Euro (12 Monate) von Ihrem Konto abbucht. Aktivierungsgebühr natürlich nichts zu vergessen. Zum Technischen: Der Receiver wird über die Scart-Büchse angeschlossen.

Zum Angebot: Gestartet wird mit Filmen, die bereits auf DVD erhältlich sind, z.B. „Crazy, Stupid, Love“ oder „Männerherzen“. Das Sky-Abo ist also ideal für Garfield-Naturen, die sich nicht von ihrem Filmsessel loseisen lassen und sich den mühseligen Gang zur Videothek ersparen wollen. Alle anderen gehen lieber weiter zum Verleiher und sehen sich als Erste den neuesten Filmknüller je nach Filmgeschmack an. Ganz frei und ungezwungen – und obendrein billiger…

 
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Verfasst von - 28. August 2012 in Untertitel

 

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Die Untertitel-Fabrik

Eine Sendung oder einen Film mehrmals hintereinander ansehen, was nicht sehr spannend klingt, ist für manche Leute ein normaler Job. Wie für die mehrere MitarbeiterInnen, die beim Bayerischen Fernsehen beschäftigt sind. Immerhin dürfen Untertitlern die Arbeit mit nach Hause nehmen. Die anderen müssen täglich beim BR vorbeikommen. Nach WDR haben wir uns einen Einblick über ihre Arbeit verschafft.

Ähnlich wie bei WDR muss auch ein Untertitler einen Film mehrmals ansehen. Es wird Schwerstarbeit abverlangt: das Film wird ständig vor- und zurückgespült. Daher werden oft vom Film eine oder mehrere Kopien angefertigt. Die Dialoge müssen wieder und wieder abgehört werden, damit die Untertitel an der richtigen Stelle eingeblendet werden können. Moderne Anlagen erleichtern die Arbeit zwar erheblich, doch Untertitler müssen nach wie vor viel Aufmerksamkeit und Geduld mitbringen.

Für eine Dokumentation, die 45 Minuten lang ist, braucht eine Untertitlerin mehrere Stunden sogar auch bis zu 2 Tage. In den beiden Tagen muss sie stundenlang vor dem Monitor sitzen und die Untertitel schreiben. Anschließend wird bei der Endkontrolle nach Tippfehler gesucht und auf richtige Grammatik geprüft. Manchmal reicht für eine 30-Minuten-Sendung nur ein Arbeitstag. Einfacher wird es, wenn eine Textvorlage vorhanden ist, von der man abschreiben kann. Aber nur ein bisschen einfacher, da die Dialoge aus der Textvorlage auch bearbeitet werden müssen. Richtig anstrengend wird es, wenn die Sendung untertitelt werden soll. Dann braucht man mindestens 2 Tage, da keine Textvorlage vorhanden ist und fachchinesische Fachbegriffe richtig verstanden werden wollen.

Insgesamt werden nur 1/3 der Untertitel neu produziert, der Rest stammt aus Wiederholungen oder wird von anderen Sendern übernommen. Die Planung steht – es kommt sehr selten vor, dass eine Sendung spontan untertitelt wird. Manchmal treffen Filmwünsche beim TV-Anstalten ein, obwohl der Sender gar nicht dafür zuständig ist. So haben sich tatsächlich gehörlose Leute per Twitter, siehe https://twitter.com/Clatschia/statuses/188563311669944321 gemeldet und wünschten sich, dass „Die Rosenheim-Cops“ in ZDF untertitelt werden soll…

Eigentlich könnten sich die Redakteure die vielen Stunden sparen und eine Sendung live untertiteln. Wie es beispielsweise in Großbritannien üblich ist. Doch Spontan-Untertitelung ist wegen der Struktur der deutschen Sprache nicht möglich (siehe ältere Bericht). Die Sätze können wegen der Beschränkung auf zwei Zeilen sinnverdreht erscheinen. Jemand sah sich in England eine Sendung an, die nach dem Stenoprinzip untertitelt wurde. Die Untertitel „scrollen“ über den Bildschirm. Manchmal fügen die Schnellschreiber noch eilig die Wörter ein, die sie beim Tippen überhört haben. Dies führt dazu, dass der Text sich verändert oder verschiebt, was den Zuschauer eher verwirrt. Wie die Engländer wohl in der PISA-Studie abgeschnitten sind…?

Warum die einkommensstarke Behinderten ab 2013 ein Drittel Rundfunkgebühren (GEZ) zahlen müssen? Es gibt in Deutschland keine Sponsoren oder zusätzliche Geldgeber für. Grosszügig: in der Schweiz werden die Untertitel vom Sozialministerium bezahlt, in den USA von Konzernen wie AT&T oder General Motors gesponsert. In Amerika läuft übrigens wieder mal ein heftiger Protest. „Ein paar Reklamesendungen während des Super Bowls (siehe zum Beispiel Finalspiel American Football) werden nicht untertitelt!“ (Orginal-Kommentar aus dem amerikanischen Forum: „I don’t f***ing understand why all Super Bowl ads DO NOT have subtitles available… This is absurd and a disrespect to the deaf community.“) Die haben Probleme…..

 
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Verfasst von - 10. April 2012 in Untertitel

 

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Wie die GEMA Behinderten ausbeutet und diskriminiert!

Während meiner Organisationstätigkeit bin ich interessanterweise und unverständlicherweise auf die GEMA-Gebühren zugestoßen. Beim Finanzierungsplan (Ausgaben für Gebühren, erstellt von mein Kamerad) leuchtet mir gerade ein, warum wir die GEMA-Gebühren berappen müssen. Ganz offensichtlich ist GEMA die kleine Schwester der GEZ. Gehörlose können kein Musik hören und wenn wir die schwachsinnige GEMA-Gebührenrabatte (Vergütungssätze U-VK bzw. M-U 6. 33 1/3 %) aus dem Fenster rauswerfen, kosten die schon mal fast ein halbes Vermögen. Aber dummerweise gibt es schwerhörige Mitglieder. Und die Gebührenberechnung für Kleinveranstalter legt die GEMA folgende drei Punkte zu Grunde: Raumgröße, Höhe des Eintrittsgeldes und GEMA-Pflicht für die gesamte Veranstaltung ab einem GEMA-pflichtigen Musikstück. Die durchwegs zu hohen Gebühren zwingen Veranstalter dies durchzuführen. Ja richtig gelesen, einige Hörgeschädigten und vor allem Gehörlosen können nicht musikalisches hören und auch superwenig anfangen. Höchstens nur die Vibrationen der Musik spüren und die Geräusche sehr stark eingeschränkt wahrnehmen, nur wissen sie gar nichts bzw. kaum von welche hörende Künstler erstellt wurde.

Wenn man sich mal die Zahlen anschaut wieviel die GEMA einnimmt und wieviel sie wieder an die Künstler ausschüttet, dann muss doch auch der letzte behinderte Depp merken dass das ein Abzockerverein ist!

Über Google entdeckte ich, gab es auch Fälle, wie GEMA im Umgang mit Behinderten diskriminierten. Siehe hier: GEMA sperrt Youtube-Kanal für Hörgeschädigte

Was war mit seine Schwester GEZ, wo die Behinderten bislang stets Rundfunk-Gebühren (gab es im Fernsehen kein Musik?) von der GEZ befreit haben? Hier scheint genau das Gegenteil zu sein.

Wenn Ihr wissen wollt, was ein GEMA ist. Mehr darunter: http://de.wikipedia.org/wiki/GEMA

 

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