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Gebärdensprachfestival 2010 – Ehrenpreis für goldene Plaudern

Wie ich Euch über Türkisparade kürzlich berichtet habe, findet anschliessend nach dem Türkisparade 7. Berliner Gebärdensprachfestival statt.

http://www.gebaerdensprachfestival.de

Am 24. und 25. September 2010 wird in Berlin zum siebten Mal das Gebärdensprachfestival durchgeführt. Dort werden die Teilnehmer in verschiedenen Kategorien um die begehrte Trophäe kämpfen: die Goldene Hand! Dass die Hand in Wirklichkeit nicht aus Gold ist sondern aus Gips, muss ja keiner wissen.

Wie der Wettkampf ausschaut? Die Kandidaten gebärden eine Geschichte, erzählen ihre Träume, „singen“ im Chor oder plaudern einfach drauflos. Selbstverständlich im jeweiligen Dialekt. Ob die Hamburger die Münchner Gehörlosen oder die Aachener die Chemnitzer Gebärdensprachnutzer verstehen können, ist unwichtig – was zählt, sind die Gebärden und der Zeitlimit (bis zu 5 Min.), der unbedingt eingehalten werden muss.

Lautsprachbegleitende Gebärden (LBG) sind übrigens genauso verpönt wie Pantomime und Hilfsgebärden. Nicht zugelassen werden laut den Teilnahmebedingungen „Beiträge, die grob gegen audistische, rassistische, religiöse oder sittliche Werte verstoßen“. Auditisch? Bis dato unbekannte Begriff „Audismus“ ist seit siebten Gebärdensprachfestival ganz neu in Mode gekommen. Von ersten bis sechsten Berliner Gebärdensprachfestival ist nie der Begriff „Audismus“ aufgetaucht. Klingt interessant, aber wen interessiert. Rassistisch? Dann frage ich mich, ob es in Berlin viele, die von den Türken bzw. Muslime öffentlich genannte „Rassist“ Thilo Sarrazin Double gibt. Wer ihn öffentlich als Rassisten und Idioten bezeichnet, tut das indirekt damit auch für all die, die sich darüber freuen, dass jemand ihre Ängste ausspricht. So erreicht man keine Menschen. Eine kurze Zeit in ferner, glorreicher Vergangenheit hatte Germanien sich einmal um die Erhaltung seiner perfekten Rasse und Kultur bemüht, diese Anstrengungen waren jedoch seit langem in Vergessenheit geraten. Schade eigentlich!

Na, ein bisschen rassistisch darf man aber immer sein….Siehe Punkt 7 unter Regelungen Berliner Gebärdensprachfestival Wettbewerbsregeln

Nun wünscht „He write silent“ allen Gebärdensprach-Teilnehmer/-innen viel Erfolg. Unangenehmer Körpergeruch und Achselschweiß auf der Bühne gehören zum guten Gebärden. 😉

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