RSS

Schlagwort-Archive: Gebärdenkompetenz

Gebärdensprachschule – Dozenten

Damals wurde Gebärdensprachkurse an der VHS abgehalten, inzwischen heisst es heute die Gebärdensprachschule. Ahoi Gebärdensprache: Die Branche boomt, immer mehr Hörende lassen sich an der Gebärdensprachschule einschreiben, doch Dozenten sind Mangelware. Siehe Taubenschlag-Meldung!
oder auch hier „Taubenschlag-Dozentenstellenmarkt“

In der Gebärdensprachschule – im Volksmunde „Kontaktschule“ genannt – werden auch Gebärdensprachkurse angeboten. Im Gegensatz zu den anderen Kursen werden hier Kontakte mit einer anderen Welt aufgebaut. Dass die Gebärdensprache angeblich eine schwere Sprache ist, bekommen die Kursbesucher wortwörtlich am eigenen Leibe zu spüren. Waren’s bei den Anfängern nur leichte Fingerübungen, müssen hier bei den Fortgeschrittenen komplette Sätze in der verwirrende DGS-Grammatik einstudiert werden.

Genau die DGS-Grammatik bereitete einigen Teilnehmern richtiges Kopfzerbrechen. Die Besucher, die teilweise bereits als Kursleiter tätig sind, quälten sich hier durch. Die Lücken wurden aber schnell geschlossen, und der Unterricht endete pünklich.

Die Gebärdensprach-Kursbesucher sind ein buntes Volk: Alle Altersstufen sind vorhanden, der Berufsspiegel reicht von Anwält(inn)en über Student(inn)en bis Zahnärzt(inn)en…

Wer nicht vorhat, eine Gehörlosen-Party zu besuchen (dort haben übrigens bis zu 30-50% der hörgeschädigten Besucher geringe Gebärdensprach-Erfahrung oder mangelhafte Gebärdensprachkompetenz) – die Kursbesuche können eine interessante Erfahrung sein!

Dieses Kurs kann auch als eine Art Eigeninitiative gesehen werden. Denn Gebärdensprachdolmetscher kommen ja nicht von irgendwoher, sondern werden mehr oder weniger in Gebärdensprachschule-Kursen gedrillt. Und Gehörlose, die sich zu Dozenten ausbilden lassen, leisten dabei ihren Beitrag.

Werbeanzeigen
 
4 Kommentare

Verfasst von - 31. Januar 2013 in Gebärdensprache

 

Schlagwörter: , , , , , ,

Wundermittel „Jekyllhyderonin“ – die Tablette zur Steigerung der Gebärdenpotenz

Als der Begriff „Gebärdensprachallergie“ (Idee von Markus Beetz) kürzlich auftauchte, wie ich euch mein Beitrag über „WFD internationale Petition“ berichtet habe. Nun fand ich heraus, welches Mittel Symptome der Krankheit heilen könnte.

Gebärdenkompetenz ist für Sie ein Fremdwort? Das ist vorbei: Ab sofort heißt es nämlich Gebärdenpotenz und zweitens können Sie tatsächlich nach wenigen Minuten die volle Gebärdenkompet…äh, potenz erreichen!

In Zusammenarbeit mit der Uni Hamburg (Institut für Deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser) hat ein Labor in Österreich ein Präparat entwickelt, mit der gebärdenunkundigen Menschen geholfen werden kann. Nun müssen zukünftig keine Gebärdensprachkurse mehr besucht werden. Auch der Besuch einer Hochschule ist überflüssig. Nach wenigen Einnahmen kann sogar das kleine Dolmetscherdiplom erlangt werden! Allerdings ist das neue Medikament noch nicht ausgereift, bei diversen Versuchspersonen sind Nebenwirkungen aufgetreten. Aber diese sind unbedenklich, auch für die Nachbehandlung ist gesorgt.

Die Versuche an Probanden gehen bis zur Serienreife des Medikaments weiter. Täglich von 20 bis 20.15 Uhr können die Versuchspersonen während der Einwirkung des Medikaments zu Studienzwecken beim Fernsehsender „Phoenix“ beobachtet werden. Für Doktorarbeiten stehen diverse Laborergebnisse auf der Webseite der Uni Hamburg zum Download bereit.

Normale Dosis: 33 mg Jekyllhyderonin, Versuchsperson Maria T.
Kompetenz steigt langsam und kontinuierlich, die volle Potenz ist nach 12 Min. erreicht. Nebenwirkungen: siehe Bilder unten.


Doppelte Dosis: 66 mg Jekyllhyderonin, Versuchsperson Maria T.
Subjekt neigt zu Ausbrüchen. Verstärkte Mimik, gekrümmte Finger. Nebenwirkungen: perm. Gebärdenimpotenz.


Dreifache Dosis: 99 mg Jekyllhyderonin, Versuchsperson Maria T.
Unkontrollierte, epilepsieähnliche Körperbewegungen, Atemnot! Abbruch des Versuchs war nur mit der Aus-Taste möglich.

 

Schlagwörter: , , , , ,