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Schlagwort-Archive: Cochlea Implantat

Cochlear Ltd. –> Medienlüge #gehörlos #gebärdensprache #cyborgs

Diesen Videobeitrag zeigt sehr deutlich, wie in den USA Gehörlosengemeinschaft seit 1950 fast 70% verringert wurde.

http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2010/1130/003_cochlea.jsp

Jetzt seht Ihr ein Videobeitrag von gehörlose Natalie Girth. Ist zwar etwas alt, aber dennoch zeigt den Videobeitrag wie verzerrt die mediale Bildlandschaft ist. Ihre Stimme wurde hier komplett synchronisiert, damit im Fernsehen alles perfekt klingt – und das hinterließ so eine Art Klischee. Gleichzeitig verhinderte man bei Hörenden die Erfahrung mit gehörlosen Stimmen, damit man alles super rüberkommt. Aber wie sieht´s in der Realität wirklich aus? Wenn Ihr nicht glauben wollt, dann frag ruhig Natalie nach und könnt es direkt von Natalie Girth persönlich erfahren, dass ihre Stimme für die TV-Sendung komplett synchronisiert wurde.

Woher hat Cochlear-Implantat solche Macht?
Es besteht eine „Schweigespirale“ bei diesem Thema. Die Medien suggerieren bekanntlich eine falsches Bild, deshalb schweigt die CI-Industrie wegen sozialer Erwünschtheit. Heißt konkret: Eigentlich ist nur eine Minderheit für eine Gleichstellung von Behinderten. Der CI-Industrie ist es gleichgültig. Bis zu mehrere hunderttausende Hörgeschädigten wurden Opfer der erzwungenen internationalen und hörenden Anpassungspolitik. Das zeigt auch Youtube-Videobeitrag sehr deutlich wie, seit 1950 bis heute verfolgte die internationale Regierung und Cochlear-Implantat Industrie eine rigide Anpassungspolitik verfolgte, deren Ziel die Auslöschung der Gehörlosen-Kultur war.

Die Cochlear Ltd. ist eine Australische Firma, die weltweit quasi eine Monopolstellung für Hörimplantate inne hat. An der Börse kann man dies unter der Wertpapierkennnummer WKN: 898321 oder der ISIN: AU000000COH5 finden. Seit Jahren hat es kontinuierlichen Wachstum. Vor allem in reichen Ländern, ist diese Firma aktiv in der Politik involviert und steuert nahzu ihr Monopol fast ohne Probleme. Denn ihre Forderungen wurden von der Politik erfüllt. Die Politik hin und her gerissen von sozialer Thematik und Gewinnmaximierung. Und Cochlear Implantats liefert ihnen mit ihren Produkten eine starke Argumentationsgrundlage CI Schüler in Regelschulen unterzubringen. Da reiben sich die Politiker selbstverständlich die Hände.

Unter http://www.finanzen.net kann man sich die Aktie mal anschauen. Nehmt die letzten 5 Jahren mal genau unter die Lupe: Aktien die starkes Steigungspotenzial haben, sind noch in den „Stars“ zu finden. Die 100 € Marke ist auch nur noch eine Frage der Zeit. Ich will hiermit nicht zu einer Kaufempfehlung anregen, denn ich möchte nur damit aufmerksam machen, wieviel Macht ein solches Unternehmen hat. Sollte ein Boykott in Deutschland möglich werden, wird diese Aktie auch rapide fallen. Da Deutschland in Europa und Amerika der stärkste Absatzmarkt dieser CI Industrie ist.

Ihr müsst wissen, dass die Finanzinvestoren, denen der Cochlear Ltd. gehört, das Patent für die Wiederbelebung der Ohrhaarzellen aufgekauft hat. Wenn die Finanzinvestoren das Patent doch tatsächlich herausgeben, müssen diese die CI Industrie (Cochlear Implants Ltd.) schließen, da es dann überflüssig wird. Es kann 10-20 Jahre dauern, vielleicht auch länger bis sie ihre Strategie ändern (Ist abhängig, wie sich die politische Situation ergibt). Im Moment wächst der Markt so stark, dass es schwierig wird sich dagegen zu wehren. Wenn wir in Deutschland für ein Verbot dieser CI Industrie durchsetzen würden, kann es trotzdem lange dauern, bis sie das neue Patent herausgeben werden, da diese weltweit operieren. Man muss also eine Weltweite Initiative für das Verbot der CI durchführen, erst dann würde es gehen. Ihr seht also, dass wir Sklaven der Großkonzerne sind und auf lange Sicht noch so bleiben werden.

Und unser Gesundheitssystem in Deutschland ist so konzipiert. Ich bin der Meinung, dass die wichtigen, medizinisch notwendigen Behandlungen, Operationen, Beratungen etc. vollständig über Steuern finanziert werden sollten.

Und wer jeder ein CI als Schönheit-Hören haben will, der darüber hinaus noch versichert werden will, eine Zusatzversicherung abschließen muss. Ist genauso wie Zahn-Zusatzversicherung, ob man jemand schöne und streng gebleichte Zähne bis zum Tod haben möchte. Typisch amerikanischen Zähne und Grimasse!

Zur Erinnerung: Schon dass man bei einer Brille die Gläser selbst zahlen muss, finde ich unmöglich. Früher hat die Krankenkasse das übernommen. Ich frage mich, wie man das begründet hat, dass man das jetzt selbst zahlen muss. Brille und Hörgeräten gehören auch zu den Hilfsmittel, genau so wie die Cochlear-Implantat die als Prothese angesehen wird und auch zu den medizinisches Hilfmittel gehört, aber warum müssen wir heute die Brille, Hörgeräte und und und….. zahlen. Cochlear-Implantat nicht!

Diese ganze Situation, dass die Krankenkassen untereinander im Wettbewerb stehen, ist schon grotesk.

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Verfasst von - 29. November 2013 in Cochlear Implantat

 

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Hörgeräte / CI-Hörgeräte beim Sex äusserst unpraktisch!

Hammer, echt der Knaller! Lies Seite 2, Abschnitt 2! Das hatte Frau Gerkens, unsere ehemalige Gehörlosen-Präsidentin damals gesagt!

Cochlea Podiumsdiskussion – Original-PDF von Deutscher Gehörlosen-Bund

„Die Gehörlosengemeinschaft fragt nicht nach dem Hörstatus, sondern nach der Zugehörigkeit zur sozialen Gruppe“. Keine Hörgeräte oder Cochlea-Implantat beim Sex und Sport? Woher will die gute Frau das so genau wissen, hmmm? Hilfe!!!

Somit ist bewiesen, dass sie wirres Zeug redet/schreibt und des öfteren sich selbst widerspricht, steht schwarz auf weiss (siehe alle ihre Stellungnahmen).

 
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Verfasst von - 29. September 2013 in Cochlear Implantat

 

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Cochlea-Implantat – Fluch oder Segen? Wir brauchen einen Schnaps. :-)

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/sehen-statt-hoeren/sehen-statt-hoeren-cochleaimplantat-112.html?time=1.327

In der heutigen Ausgabe von „Sehen statt Hören“ geht es um das CI – Fluch oder Segen?! Den Betrag geht es darum CI-Gegnern bzw. Kritikern aufzuzeigen, dass Eltern die sich bei ihrem Kind für ein Cochlea Implantat entscheiden keinesfalls wollen oder beabsichtigen dass die Gebärdensprache ausstirbt oder gar die Gehörlosenkultur zusammenbricht! Wir erkundigen nach, ob die Eltern richtige Entscheidung getroffen haben.

Liebe Zeitreisende!

Das Cochlea-Implantat der Zeit wird in die 2000er Jahre zurückgedreht – zur eindeutig hochbrisantesten Hörtechnik aller Zeiten! Auf unserer Zeitreise werden wir wie „gefeierte Heldin“ wie Julia Probst begegnen und zeigen wie unsere gequälten Ohren von der langweiligen „Technik“ des neuen Jahrtausends befreien werden. Und welchen Einfluss Cochlea-Implantat damals und heute verfügt?

Hier ein Rückblick in die 2000er Jahre von „Sehen statt Hören“ und vergleichen wir mal zu heutige Ausgabe von „Sehen statt Hören“:

Jürgen: Die Meinungen zum Thema CI sind so vielfältig wie diese Berge. Das macht den Weg für Eltern und Kinder sehr schwer. Julia Probst ist 19 Jahre alt und wurde mit 12 operiert. Am BBW wird sie zur Mediengestalterin „Digital- und Printmedien“ ausgebildet. Sie ließ sich zur Operation überreden. Wir haben sie im Schülerwohnheim besucht.

Martina: Trotz deines CI machst Du eine Ausbildung bei Hörgeschädigten. Warum nicht bei Hörenden, wo Du mehr Auswahlmöglichkeiten hättest?

Julia: Naja, mit CI bist du nicht gl, nicht sh, sondern irgendwo dazwischen. Ich fühle mich bei Schwerhörigen und Gehörlosen wohl. Ich habe da viele Freunde, wie auch unter Hörenden, aber das ist mehr mein Bereich. Unter GL und SH ist mehr Freiheit da.

Martina: Während des Berufsvorbereitungsjahrs (Regelschule) hast Du das CI abgelegt. Was sind die Gründe dafür?

Julia: Manchmal nervt mich das Hören. Dann will ich meine Ruhe haben. Ich glaube, dass das Hörende gar nicht verstehen können. Aber für mich war es wirklich so.

Martina: Wie haben Deine Verwandten darauf reagiert?

Julia: Sie haben sich sehr gewundert. Ich versuchte, es zu erklären. Es war ja vorher auch so, dass ich nichts hören konnte. Vor der Operation akzeptierten sie es schließlich auch. Ich finde, sie sollten es jetzt auch akzeptieren. Vor der Operation sagte meine Tante: Wenn ich im Rollstuhl sitzen würde und durch eine Operation wieder laufen könnte, würde ich „ja“ sagen. Ich war ganz sauer, weil ich finde, dass dies etwas ganz anderes ist. Laufen übt man kurz und kann es dann, aber hören muss man immer üben.

Martina: Würdest Du Dir noch einmal ein CI implantieren lassen?

Julia: Vielleicht, wenn ich jünger gewesen wäre. Wenn man jünger ist, hat man mit dem CI mehr Möglichkeiten. Ich war von der 1.-3. Klasse auf einer normalen Schule. Dort hatte ich viele Freunde und musste dann zur Schule nach München. Ich vermisste meine Freunde und wollte lieber auf die alte Schule zurück. Ich dachte, wenn ich hören kann mit dem CI, darf ich wieder zurück. Dann hätte ich auf einer normalen Schule bleiben können. Vielleicht hätte ich Abitur machen können, ein Traum von mir.

Martina: Es gibt CI-Träger, die die Geräte ablegen oder explantieren lassen. Wie erklärst Du Dir das?

Julia: Ich denke, die Erklärungen geben die Betroffenen selbst. Man merkt es an ihren Antworten. Es gibt unterschiedliche Lebensentwürfe, um sein Leben zu gestalten. Das Leben hält viele Antworten für Hörgeschädigte bereit. Das CI ist nur eine mögliche Antwort darauf. Die Berichte zeigen: Das CI hat im Leben dieser Menschen keinen Platz mehr. Das CI kann keine Antworten darauf geben: wer ich bin, wie ich mich fühle, wo ich mich zugehörig fühle.

Quelle: http://www.taubenschlag.de/html/ssh/1025.htm

Julia Probst ist heute die prominenteste Beispiel, damals behauptet sie, sie fühlen sich bei Gehörlosen und Schwerhörigen wohl, heute sagt sie, sie fühle sich am besten bei Hörende aufgehoben. Dennoch liegt die Wahrheit in Wirklichkeit woanders: Laut ihre Blog  „Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich damals grad frisch eingeschult in der Grundschule für Hörende um die Ecke, ziemlich schnell begriff, wie das mit dem Lesen ging und nun alles gierig verschlang, was bedruckt war. Oder „Daheim bin ich in der hörenden Welt, ich hatte bisher immer nur hörende Partner und Deutsch in Wort und in Schrift ist meine Muttersprache; vermutlich ist sogar mein englisches Sprachniveau besser als meine Gebärdensprachkenntnisse, was aber nicht bedeutet, dass ich die Gebärdensprache nicht schätze und mag.“ Quelle: http://meinaugenschmaus.blogspot.de/2011/05/ich-habe-einen-traum.html

Eines Tages sind wir gespannt, ob Melissa die „zweite Julia Probst“ werden könnte.

Jetzt stellt sich zum Beispiel Melissas Eltern aber die Frage: Jeder Erwachsene hat das Recht über seinen Körper zu entscheiden. Dieses Recht gilt vor allem dann, wenn er sich gegen ein Implantat entscheidet, genauso wie für sein minderjähriges Kind. Aber warum und wieso liessen sich die gehörlose Eltern entschieden, Ihr Kind ein Cochlea-Implantat zu befürworten. Fall wie Julia Probst zeigt, wie sie damals durch ihre Eltern offensichtlich ohne ihre Wissen eingepflanzt hätte und später wie sie laut Ihre eigene Aussage plötzlich gegen Cochlea-Implantat ist. Aha, es geht um Prestige und Geld, wie bereits erwähnt ist ein Cochlea Implantantierung eine sehr gefährliche Angelegenheit, mit schwersten Risiken und Nebenwirkungen. Für die Angehörigen und das Kind bedeutet es eine enorme psychische und physische Belastung. Diese Art Apparatemedizin ist nicht nur ein Experiment, sondern ebenso ein enormer körperlicher und psychischer Eingriff in die Unversehrtheit des Körpers. Bei all den technischen ausgereiften wie neuen medizinischen Errungenschaften, bleibt hier anscheinend kein Platz für gleichwertige Lebensmodelle wie Gehörlosigkeit und Gebärdensprache.

Es ist offensichtlich, wie schwer die Eltern wie zum Beispiel Melissas Eltern eigene Verantwortung und Entscheidung für Ihre Kinder haben, doch die Hirnforscher haben es herausgefunden, freie Entscheidung im Gehirn existiert nicht und wird dadurch Diktatur des Gehirns und demokratische Entscheidung bzw. Gesellschaftsordnung häufig unter Druck gesetzt.

Gut, dass wir dank Sehen statt Hören eigene Zeitreise haben, können jeder ein Schnaps brauchen, was die gehörlose und nichtbehinderte Eltern bzw. Kinder für Ihre Aussage damals und heute für richtig halten sollen.
Immerhin wenigstens dank heutige „Sehen statt Hören“-Ausgabe bedeuten Cochlea-Implantat doch keinen Sprachenmord an einer Minderheit. Na, denn Prost trinken wir alle jetzt mal ´nen schöne Flasche Schnaps.

 
 

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CI = Viel Lärm um nichts? (umstrittene Satz des DGZ)

Deutsche Gehörlosen Zeitung Quelle: TuT-Initiative oder http://www.taubenschlag.de/meldung/8152

Inzwischen rumort vielen Gehörlosen des Artikels (Deutsche Gehörlosen-Zeitung) mit dem letzten Satz: „Das Ziel, dass es irgendwann einmal in Deutschland keinen tauben Menschen mehr geben und somit die Deutsche Gebärdensprache aussterben wird, wird vom Bund finanziert.“

Hört, hört! CI-Industrie und Bundesregierung macht Ernst und bläst zum Grossangriff. Heute sind alle Zeitungen und Medien voll von Berichten über die wundersame Heilung von gehörlosen Kindern! Selbst Bundeskanzlerin Merkel sprach von „Wunder“.

Schlimmer noch: „In Zukunft keine Gehörlosen mehr“ – dieser Satz lässt mich erschaudern. Haben wir jetzt Zustände erreicht, wie sie im Dritten Reich üblich waren?

Aber da findet man ganz andere Aussagen: „Ich will nicht hören“, „Ich bin froh, dass ich gehörlos bin“, „Ich hoffe, meine Kinder werden gehörlos“ usw. Wie? Inzwischen entscheiden sich immer mehr die gehörlose Eltern aus Angst vor gesellschaftlicher Druck, die ein Kind mit Hörbehinderung bekommen, ihr Kind mit Cochlea-Implantaten versorgen zu lassen.

Diese Entwicklung kann keiner aufhalten, leider!

Fakt ist: Es ist fast unmöglich, mehr über die CI-Industrie zu erfahren. Schon alleine die Tatsache, dass Krankenkassen die sündhaft teuren OP’s voll bezahlen, (Hörgeräte werden nur bezuschusst) spricht für ihre Macht. Auch werden CI-Kritiker und CI-Bekämpfer zum Schweigen gebracht. Die ehemals laute Sirene aus dem Norden liess ihre Proteste mehrmals verstummen. Mehrmals!

 
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Verfasst von - 24. Januar 2013 in Cochlear Implantat

 

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Auf Zeitreise á la Piraten…..

Wir erlauben uns die Zeitreise-Antrag von Anatol Stefanowitsch (Piraten) zu erforschen, wie wirklich damals und heute die Meinungsbildungen von Julia Probst erkennbar sind.

Die große Bewunderung an gehörlose Julia Probst, weil sie sehr flott und auch breitspurig schreibelt und
das macht ein bisschen neugierig. Aus diesem Anlass schenken wir Euch wie ein Weihnachtsgeschenk die wahren Identität von Julia, wie sie in Wirklichkeit damals und heute tickt.

Hier eine Online-Zeitreise ins Jahr 2000 (Sehen statt Hören):

Jürgen: Die Meinungen zum Thema CI sind so vielfältig wie diese Berge. Das macht den Weg für Eltern und Kinder sehr schwer. Julia Probst ist 19 Jahre alt und wurde mit 12 operiert. Am BBW wird sie zur Mediengestalterin „Digital- und Printmedien“ ausgebildet. Sie ließ sich zur Operation überreden. Wir haben sie im Schülerwohnheim besucht.

Martina: Trotz deines CI machst Du eine Ausbildung bei Hörgeschädigten. Warum nicht bei Hörenden, wo Du mehr Auswahlmöglichkeiten hättest?

Julia: Naja, mit CI bist du nicht gl, nicht sh, sondern irgendwo dazwischen. Ich fühle mich bei Schwerhörigen und Gehörlosen wohl. Ich habe da viele Freunde, wie auch unter Hörenden, aber das ist mehr mein Bereich. Unter GL und SH ist mehr Freiheit da.

Martina: Während des Berufsvorbereitungsjahrs (Regelschule) hast Du das CI abgelegt. Was sind die Gründe dafür?

Julia: Manchmal nervt mich das Hören. Dann will ich meine Ruhe haben. Ich glaube, dass das Hörende gar nicht verstehen können. Aber für mich war es wirklich so.

Martina: Wie haben Deine Verwandten darauf reagiert?

Julia: Sie haben sich sehr gewundert. Ich versuchte, es zu erklären. Es war ja vorher auch so, dass ich nichts hören konnte. Vor der Operation akzeptierten sie es schließlich auch. Ich finde, sie sollten es jetzt auch akzeptieren. Vor der Operation sagte meine Tante: Wenn ich im Rollstuhl sitzen würde und durch eine Operation wieder laufen könnte, würde ich „ja“ sagen. Ich war ganz sauer, weil ich finde, dass dies etwas ganz anderes ist. Laufen übt man kurz und kann es dann, aber hören muss man immer üben.

Martina: Würdest Du Dir noch einmal ein CI implantieren lassen?

Julia: Vielleicht, wenn ich jünger gewesen wäre. Wenn man jünger ist, hat man mit dem CI mehr Möglichkeiten. Ich war von der 1.-3. Klasse auf einer normalen Schule. Dort hatte ich viele Freunde und musste dann zur Schule nach München. Ich vermisste meine Freunde und wollte lieber auf die alte Schule zurück. Ich dachte, wenn ich hören kann mit dem CI, darf ich wieder zurück. Dann hätte ich auf einer normalen Schule bleiben können. Vielleicht hätte ich Abitur machen können, ein Traum von mir.

Martina: Es gibt CI-Träger, die die Geräte ablegen oder explantieren lassen. Wie erklärst Du Dir das?

Julia: Ich denke, die Erklärungen geben die Betroffenen selbst. Man merkt es an ihren Antworten. Es gibt unterschiedliche Lebensentwürfe, um sein Leben zu gestalten. Das Leben hält viele Antworten für Hörgeschädigte bereit. Das CI ist nur eine mögliche Antwort darauf. Die Berichte zeigen: Das CI hat im Leben dieser Menschen keinen Platz mehr. Das CI kann keine Antworten darauf geben: wer ich bin, wie ich mich fühle, wo ich mich zugehörig fühle.

Quelle: http://www.taubenschlag.de/html/ssh/1025.htm

P.S: Nun ja sie steckt tatsächlich im unangenehmen Kampfmühle imn der hörende Welt, wo sie wahrscheinlich nicht frei fühle und leider überall dickes Fell braucht. Wir können Blogmeinung von WordPress-Blogger Goofyhouse empfehlen. Dies ist jetzt letzter Blogeintrag des Jahres. Frohe Weihnachten wünschen wir Euch und einen guten Rutsch ins neues Jahr.

 
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Verfasst von - 11. Dezember 2012 in Cochlear Implantat, Gehörlosenkultur

 

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Letzte gehirnvolle Überlebender

Heute via Twitter rumort es wieder über Cochlea-Implantant:

Unser Bundesregierungssprecher Steffen Seiber hat den Anstoß gegeben.

Siehe:

Dieses überarbeitete Bild stammt von einem hörgeschädigten Blogger „hewritesilent“ und setzt CI-Träger mit Gehirnlosen gleich. – Oh Herr …

 
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Verfasst von - 27. November 2012 in Cochlear Implantat, Witze

 

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Lieb, bunt und „laut“-los! – 5. Deutsche Kulturtage der Gehörlosen in Erfurt #KT2012

Die 1. Kulturtage der Gehörlosen fanden 1993 in Hamburg statt. Zusätzlich stand eine grosse Demonstration auf den Strassen der Hansestadt im Programm. Viele Gehörlose und ihre hörenden Freunde (das nennt man Inklusion, versteht sich!) gingen an die Öffentlichkeit, um auf sich und ihre Kultur aufmerksam zu machen.

Bei den Kulturtagen 1997 in Dresden verzichteten die Veranstalter auf eine Demonstration. Die Ausstellungen und Vorträge wurden im Dresdner Kulturpalast organisiert.

Für die Kulturtage 2001 suchten die Veranstalter das grosse Gasteig-Bildungszentrum in München aus. Für insgesamt 3000 Besucher und 90 Aussteller bot das Komplex somit mehr als genug Platz. Auch damals verzichten die bayrische Köpfe auf eine Demonstration, doch der Gehörlosenbund war ganz stolz darauf, den Besuchern so viel Glanz und Gloria im Münchner Gasteig bieten zu können. Für vier Tage Kultur – inklusive Festabend – musste eine Familie damals im Durchschnitt 1000 Mark ausgeben. Die Eintrittspreise erreichten ebenfalls ganz andere Dimensionen. Kosten für Anfahrt und Übernachtung mussten zusätzlich berechnet werden. Versteht sich!

Nach knapp sieben Jahren Warterei fanden wieder das heißersehnte Großereignis wie München, des Deutschen Gehörlosenbundes, die vierten “Deutschen Kulturtage der Gehörlosen” mit gut 3000 Besucher in der Kölner Messe statt. Doch nicht ganz kinderfreundlich waren die, damals mussten die Eltern für die Kinder ab 3 Jahren Eintritte blechen. Wieder gingen viele Gehörlose (etwa 7000 Demonstranten) nach 1993 an die Öffentlichkeit und zwar ging es um Untertitel „Recht auf 100% Untertitel“.

Diesmal ändert sich in Erfurt einiges und zwar noch kinderfreundlicher. Jetzt dürfen die Eltern für die Kindern bis zu 13 Jahren kostenfrei mitnehmen.

Bei der Abholung der vorbestellten Karten wie zuvor im Münchner Gasteig und Kölner Messer wurden viele Besucher auf eine Geduldprobe gestellt. Wartezeiten waren üblich. Damals musste für einige Gäste die Kulturtage zu einer bitteren Erfahrung sammeln: Gesamtkarten, die von Freunden oder Bekannten abgekauft wurden, hatten keine Gültigkeit…Heute florieren einigen, die nicht zur Kulturtage aus diversen Gründen erscheinen können, die Eintrittskarten über Facebook Schwarzmarkt sie zu einem fairen bzw. wie vom Gehörlosen-Bund vorgegebene Preis um Verlustgeschäft zu vermeiden.

Die Aussteller und Künstler wurden ebenfalls zur Kasse gebeten. Bekannte Händler konnten die Standgebühren aus der Portokasse zahlen, während viele Künstler dafür ihr Erspartes zusammenkratzen mussten. Für Referenten (egal ob 30 Minuten oder 3 Stunden) erhalten als Dankeschön ein freies Eintritt zu allen Veranstaltung während der Kulturtage.

Das Programm zu den Kulturtagen blieb lange Zeit ein gut gehütetes Stasi-Geheimnis aus der DDR-Zeit, bis kurz vor der Eröffnung eine Parodie erschien. Erst danach gab der DGB das Originalprogramm bekannt, das den Besuchern wie vorherigen Veranstaltungen Kopfschmerzen bereitete. Mehrere Referate, Workshops und Aufführungen fanden nämlich zur gleichen Zeit statt…

Der Erfurter Messe war der grösste Raum mit über 3000 Plätzen, dennoch kamen für die Erfurter Kulturtage etwa 2200 Besucher. Die anderen Räume waren mit über hunderten Sitzen spürbar kleiner.

Firmen präsentierten Neuentwicklungen, Vereine stellten sich vor und Künstler liessen sich und ihre Werke bewundern.

Bei den Vorträgen und Referaten erlebten viele Besucher eine Enttäuschung. Dass viele zeitgleich stattfanden und die Wahl somit schwerfiel, war nicht das einzige Übel. Einige Dozenten zeigten sich besonders streng und schlossen pünktlich zum Vortragsbeginn die Tür. Neugierige Gäste durften nicht reinschnuppern.Viele Besucher beschwerten sich über den Ablauf der Vorträge und Workshops.

Interessant ist, wo ein Vortrag mit der Frage „Stirbt die Gebärdensprache aus?“ aufgrund von fortschreitender Technik und Innovationen für gehörlose Menschen beschäftigte, könnte es passieren, dass die Gebärdensprache irgendwann mal aussterben könnte. In Dänemark gibt es tatsächlich ein Fall, wo kein Hörgeschädigte bzw. Cochlea-Implantat Träger im Alter zwischen 0-12 Jahre alt kein Gebärdensprache beherrschen können und ebenfalls wurde dort berichtet, wie die schulpolitische Entwicklung in Dänemark ist und auch wie nach CI-Implantation inklusiv ohne Gebärdensprache an Regelschulen beschult wird.

Wahrscheinlich Tiefpunkt des Kulturtages: Es wird via Twitter und durch persönliche Erzählungen gemunkelt, wo Podiumdiskussion über „Barrierefreies Fernsehen“ und auch wo man man für 30 Minuten lang für Fragen von Zuschauer auf der Bühne stellen durfte, da rannte plötzlich übereifrige Julia Probst als erste auf der Bühne, und warf Niels Rasmussen, Vorsitzender der ARD-Projektgruppe „Barrierefreier Rundfunkzugang“, NDR Hamburg, mit vollen Mund zu, das man nicht zufrieden sein könne, mit dem geringen Untertitel. Julia Probst war zu diesem Zeitpunkt ausser sich, und entschuldigte kurze Zeit später sich dann, man wolle ja nicht angreifen.

Am Samstag um 13 Uhr beendeten die Veranstalter das Treiben auf dem Erfurter Messer und warfen die Gäste auf die Strasse. Die Besucher nahmen den Rauswurf gelassen hin und verlegten die Kulturtage in die historische Erfurter Altstadt, also die sogenannte Straßenfest „Wenigenmarkt“. Schliesslich machten sich alle auf den Weg zum Altstadt, später kamen die dann wieder abends zurück.

Einzig war das Programm „DDR-Abend“ für vielen ein voller Erfolg. Für Abschlussfeier wurde wie auch in Köln bisher blass trotz Tanzvorführungen, Musikauftritten, Kabaretts und jede Menge Grussworten bekamen die Besucher mehr als genug zu sehen. Diesmal wurde der Kulturpreisträger erstmals an drei Frauen vergeben, was ja auch nur bisherigen Kulturpreisträger an Männer vergaben und vielen während der Kulturtage vor 4 Jahren in Köln wegen der Gleichberechtigung forderten. Einige gaben dennoch zu, nichts vom Bühnenprogramm mitbekommen zu haben, da sie mit dem Unterhalten viel zu beschäftigt waren…Auch einige ärgerten sich noch lange nach den Kulturtagen, für die Übernachtung das Doppelte bezahlt zu haben. Für kurze Zeit in Erfurt und viel Geld verprasst, also fast genauso teuer wie im Skiurlaub nach Österreich oder Kurzurlaub nach Italien zum Beispiel.

Viele hoffen, dass die nächsten Kulturtage im Jahre 2016 in Berlin noch besser durchgeführt werden. Die Berliner wollen ja schliesslich nicht, dass ihnen dasselbe passiert wie Deaflympics 2001 in Rom, 4. und 5. Kulturtage in München, Köln oder Berliner neue Megachaos-Airport. Die neuen Gebärdenzeichen für alle organisierte Städte hängen nämlich mit „Chaos“ zusammen…

 

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