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Andreas Costrau – „Die korrigierte Gebärdensprache“

Sicher kennt einige über Andreas Costrau. Vor einigen Jahren habe ich hier schon einmal darüber gebloggt. Klaut Andreas Costrau meine Idee?

Am 17. November 2017 fand der Vortrag zum Thema „Wandel der Gebärdensprache – Wohin führt das Weg? Ist das gut? in Düsseldorf statt. Der schwersthörbehinderte Berliner mit oralgeschädigte Schnauze Andreas Costrau zeigte den tiefer Einblick in die Gedankenwelt über Wandel der Gebärdensprache.

Humorvoll sind die schwerstbehinderte Gebärdensprache von Andreas Costrau ganz sicher – allerdings nicht in der Art fröhlicher Ostalgie-Gebärdensprache, komischer DDR-Gebärdensprache oder rosaroter gebärdensprachliche und oralistische Erinnerungen von Andreas Costrau.

Der korrigierte Wandel der weibliche Gebären verwandelt schöne Aussichten auf einen beschaulichen Ruhestand in deprimierende Vorhersagen von Ausrottung der Gebärdensprache und Bildungsnotstand.

Ist der Wandel aufzuhalten? Und wenn ja, wie und wodurch?

Selbst Andreas Costrau kann die Entwicklung nicht verhindern, aber kann die Aufmerksamkeit schärfen und Probleme verdeutlichen.

Ein Wandel der Gebärdensprache vollzieht sich nicht von heute auf morgen und wenn die Experten vorausschauend plant wird die Gebärdensprachwelt in 2880 untergehen!

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Klaut Andreas Costrau meine Idee? #gebärdensprache

Wie vielleicht an meinem Beitrag „Müssen Gebärdensprachdolmetscher teuer sein?“ zu erinnern ist, entstehen in meinem Kopf jeden Tag irgendwelche super Ideen, was man im Internet noch so alles machen könnte. Ich laufe jetzt mal Gefahr, dass jemand anderes meine Ideen umsetzt und Andreas Costrau veröffentliche nun auf Youtube ähnliche Idee, wie man menschlich und preislich umgehen kann. Ich habe genug davon – außerdem ist meine Idee alleine noch nicht viel Wert. Also, klauen erlaubt. Und los hier auf Youtube-Beitrag von Andreas Costrau:

 

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Taube Nuss will gebärdensprachliche Revolution!

https://www.facebook.com/photo.php?v=3723846593552

Krass! Andreas Costrau nennt sich selbst als „Taube Nuss“, obwohl er in Wirklichkeit schwerhörig ist. Man kann im Video sehr gut erkennen, wie er Hörgerät trägt. Via Facebook lässt er alle gehörlose Gemeinde mitteilen, wie man die „diskriminierende“ gebärdensprachliche Begriff wie „gehörlos“ umsetzen könnte. Eher mehr visuelle Begriff wie „von Augen zu Hand“, meinte er. Komisch nur, in allen anderen Ländern dieser Welt sagt man nur „taub“. Nur im deutschsprachigen Raum ist dieses gebärdensprachliche Begriff gehörlos „diskriminierend“. Es wird hier immer schizophrener.

Man muss sich vorstellen, Gehör los. Ohne Gehör. Da hätte man keine Ohren, keine akustischer Kanal, keine Schnecke, nichts. Aber Andreas Costrau kann etwas hören und ist nicht Gehör los, kann visuell wahrnehmen wie wir fast alle Menschen auch. Kein Wunder, warum Andreas sich als Taube Nuss bezeichnet, weil Taub unter anderem auch funktionslos, defekt, nicht in Betrieb sein heißt. Deswegen ist sein „Nuss“ was nicht in Ordnung, genau das lässt sich beobachten.

Was noch sehr kurios ist, jemand behauptet im Facebook-Kommentar: „Out: gehörlos In: Augfit“
Augfit? Bitte was? Haben die nichts an Taubblinde oder andere Bezeichnungen (z.B. Augfit-Sportverein Berlin, Augfit-Bund, Augfit-Schulen etc….) gedacht, sind sie alle auch „Augfit“? Müssen Gehörlosen zukünftig die Augen noch mehr geschult werden?

Update: Herzlichen Dank an „Taube Nuss“ für anregende Facebook-Kommentare. Es macht mir unglaublich Spaß, was die anderen über mich denken. 😉 Offenbar schlägt Wintermüdigkeit durch? Oder ist momentan eine gewisse Unlust zu spüren? Ich bin auch müde. =.=

Die Wahrheit ist, warum vor allem die Deutschen im wahrsten Sinne bereits „Weltmeister der Begriffe-Verweigerung“ sind. Vor etwa 6 Jahren war ich bei einem Vortrag von Hartmut Teuber (ein Deutsch-Amerikaner) und ich kann mich noch erinnern, was er behauptet hatte. „Für ihn war das Wort „Gehörlos“ auch diskriminierend. Er meinte, das bezieht sich so aufs Gehör, das Hören wird wieder so betont. Und es hat einen negativen Klang, so á la „der, der kein Gehör hat“. Man sagt ja zu einem Blinden auch nicht „Sichtloser“ oder „Sehloser“. Seiner Meinung nach sollte man einfach den Begriff „taub“ benutzen, damit konnte er sich am besten identifizieren.“ Was können wir solche Begriffentwicklung bis heute schon beobachten? Taubstumm fast verschwunden, gehörlos bald auch. Was kommt noch? Wird der Begriff „taub“ in 50 oder 100 Jahren vielleicht auch verschwinden?

2. Update: @Annekartin Sterling-Meyer: Sehr interessantes Kommentar über Hörstatus!

Sogar der Deutsche Gehörlosen-Bund hat übrigens bestimmte Regeln über Hör- und Sehstatus erarbeitet:
GebärdensprachdolmetscherInnen müssen über ein uneingeschränktes Hör- und Sehvermögen verfügen. Es dürfen keine Beeinträchtigungen der Sprache, des Sprechens und der Stimme vorliegen. Die Beweglichkeit von Händen, Armen, Oberkörper und Kopf sowie die Mimik müssen die Verwendung der Gebärdensprache uneingeschränkt ermöglichen.

Quelle: http://www.dgsd.de/material/sonstiges/qualitaetsstandards_2005-09.pdf

Die Frage ist, was ist mit taube Gebärdensprachdolmetscher/-innen? Ich selbst konnte die aktuelle Qualitätstandards über taube Gebärdensprachdometscher kein einzigstes Wort finden. Frage Euch einfach in ein Loch in den Bauch aus, es wird immer spannender was wirklich rauskommt! 😉

 
4 Kommentare

Verfasst von - 23. Februar 2013 in Gebärdensprache

 

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