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Überforderte DGB-Präsidum: Die Beinahe-Insolvenz des Deutscher Gehörlosen-Bundes

27 Okt

Chaotische Buchführung und eine Insolvenz kam zum Thema, die nicht sein durfte: Die Geschichte des Deutschen Gehörlosen-Bundes bis zur Beinahe-Pleite Oktober 2013 ist eine Geschichte der ständigen Überforderung.

Glaubt man Rudi Sailer und sein Team, dann war er es, der die Notbremse zog, als der Deutscher Gehörlosen-Bund mit hoher Geschwindigkeit auf die Insolvenz zuraste, wo er sein Weckruf in der Videobotschaft „versteckte Werbung“ im Sommer 2013 auslöste.

Viele Mitglieder der Gehörlosen-Verbände und Fördermitglieder haben das wahre Drama erst nach dem Verbandstag begonnen und erfuhren erstmals das Ausmaß unserer Überschuldung. Selbst Berlins gehörlose Bezirksabgeordneter Martin Zierold (DIE Grüne), der selbst im DGB-Präsidium neugewählt werden sollte und leider für 1 Jahr warten musste, teilte über Facebook mit: „Wir fühlen Bauchschmerzen wegen Finanz…“

Angeblich sollte das Team von DGB laut Kommentare via Facebook während der prunkvolle Gehörlosen-Kulturtage in Erfurt erhebliche finanzielle Einbußen heruntergewirtschaftet haben. Der Fall ist ein Lehrstück der Überforderung, die nicht selten eintritt, wenn ehrenamtlich geführte Präsidium zu einem Wirtschaftsunternehmen machen. Das zeigt deutlich, welche wunde Seite Deutscher Gehörlosen-Bund hat, wie die notorisch unterbesetzte deutsche Steuerfahndung hat auch das Präsidium zu wenig Personal, um alles ordentliche Finanzen zu kontrollieren.

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2 Kommentare

Verfasst von - 27. Oktober 2013 in Gehörlosenkultur

 

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2 Antworten zu “Überforderte DGB-Präsidum: Die Beinahe-Insolvenz des Deutscher Gehörlosen-Bundes

  1. Maria

    27. Oktober 2013 at 14:28

    Dass dieser DGB Finanzen probleme hat, ist schon seit Jahren bekannt. Und bislang wurde alles immer aufgeschoben. Da wurde sogar der Staatsanwaltschaft darüber informiert. Von wegen „wir fühlen Bauchschmerz wg. Finanzen“ und ausgelöst wurde das ganze schon vor vielen Jahren unter dem Vorsitzenden A. von Leyenn, der ein reiner Bürokrat ist – was der eigentlich den ganzen Tag im Büro machte? Und immer noch macht? Die Zuschüsse eingesackt, aber Öffentlichkeitsarbeit für Hörgeschädigte? Nö, nur minimal. Vielleicht sind die zu stolz, um Hilfe anzunehmen?
    Da sind sogar alle Blogs von Gehörlosen, Schwerhörigen, Ertaubten etc. viel besser besucht als die Webseite vom Deutschen Gehölrosenbund (die komplette Liste fand ich auf http://www.gehoerlosblog.de/blogs/)

     
    • hewritesilent

      27. Oktober 2013 at 16:43

      @Maria: Aha, vielen Dank für die zusätzliche Infos. Die Finanzchaos ist wohl A. von Meyens Fukushima. 😉

       

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