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Gehörlosen-Schule – ein Schrecken ohne Ende….. #inklusion

21 Feb

Kürzlich eine sehr interessante Argumentation entdeckt und gelesen. Die stammt von politisches Magazin. Ich kann einfach nicht anders, ich MUSS sie hier veröffentlichen!!! Sonst verpasst noch jemand diese bombige Antwort. Also, passt auf, hier sind die Auszüge:

„…Neunzig Prozent der Hörenden, vom Hilfsarbeiter bis zum Uni-Rektor glauben, die Gehörlosen lernen Gebärdensprache von ihren Lehrern an den Gehörlosen-Schulen! Wenn die lesen, Gehörlosen-Lehrer lernen jetzt erst Gebärdensprache, dann würden diese Leser erst recht ein negatives Bild von Pädagogen bekommen. Für jeden normalen Menschen ist es selbstverständlich, daß Lehrer die Sprache ihrer Schüler nicht nur beherrschen, sondern ihnen diese Sprache beibringen.

Seit vierzig Jahren erlebe ich immer wieder, daß Hörende ungläubig den Kopf schütteln, wenn ich ihnen sage: “Die gehörlosen Kinder lernen Gebärdensprache NICHT an den Gehörlosen-Schulen, es ist eine Sprache, die einfach nur von den Älteren an die Jungen weitergegeben wird und in den Gehörlosen-Schulen bis vor einigen Jahren sogar verboten war“.

Am Gymnasium Stegen (bei Freiburg) und an anderen höheren Schulen für Gehörlosen, ist Gebärdensprache bis heute immer noch verpönt. Inzwischen gibt es Hochschulstudium für Gebärdensprach-Dolmetscher. Es ist irgendwie grotesk, Hörende studieren an Hochschulen eine Sprache, die Gehörlosen an keiner Schule lernen, sondern nur im Schulhof und Verein und die Pädagogen besuchen Gebärdensprach-Kurse, anstatt Gebärdensprache im Pädagogikstudium zu studieren und den Gehörlosen-Kindern eine Gebärdensprache mit Niveau zu vermitteln, die den Gehörlosen-Kindern auch einen besseren Zugang zur Schriftsprache ermöglichen könnte….“

Also:

NOCHMAL, BITTE GANZ GENAU LESEN & NACHDENKEN:

„Für jeden normalen Menschen ist es selbstverständlich, daß Lehrer die Sprache ihrer Schüler nicht nur beherrschen, sondern ihnen diese Sprache BEIBRINGEN“. 

„Es ist irgendwie grotesk, Hörende studieren an Hochschulen eine Sprache, die Gehörlosen an keiner Schule lernen, sondern nur im Schulhof und Verein“. 

Das leuchtet ein, oder? Ein Dolmetscher braucht ja ein Diplom als Nachweis für die Beherrschung einer Sprache, die an der Schule nicht unterrichtet wird, weil nicht …….. *ähm* Ich sag lieber nichts dazu.

Ist das nicht pervers? Sollte irgendwann evtl. auch „gehörlose Schüler in Regelschule – ein Schrecken ohne Ende…..“ tituliert werden. Wir sind gespannt.

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6 Antworten zu “Gehörlosen-Schule – ein Schrecken ohne Ende….. #inklusion

  1. Nele

    23. Februar 2013 at 10:57

    Aus welchem politischem Magazin hast Du die Argumentation? Ich würde den Artikel gern mal selbst durchlesen wollen.

     
  2. Stefan

    23. Februar 2013 at 12:05

    Das stimmt so. Ich habe die richtige Gebärdensprache nicht durch Gehörlosenschule gelernt, sondern durch Gehörlosen, ich habe sie immer genau beobachtet und habe immer gefragt, was das bedeutet und dann kann ich heute gebärden. Früher war ich in einer Schwerhörigenschule, natürlich keine Gebärden und da hat man sehr viel vom Mund abgelesen aber auch mühsam, was auch wirklich notwendig war und ich habe auch viel Sprechen geübt und heute kann ich sprechen. Ich muss sagen als Schwerhöriger ist fast wie ein Paradies allen zu kommunizieren.

     
  3. Marinus

    3. März 2013 at 14:04

    Hey! Ich habe dein Blog im Facebook gepostet. Es gibt Diskusion. Schau mal dort http://www.facebook.com/groups/130879873708226/
    Was meinst du?

     
    • hewritesilent

      3. März 2013 at 16:40

      Danke, Marinus! Diskussionen helfen da nicht. Das rührt nur den heissen Brei. Yves Ansicht ist leider auch nur „heiße Luft“.!

      1. Ich bin nicht gehörlos.
      2. Ich habe keine gehörlose oder schwerhörige Familie.
      3. Ich bin auch der einzigste in der Familie mit Hörschädigung.
      4. Yves sieht falsch und hat irgendwie komische Blickwinkel.

      Und auf welchem Niveau (Babyalter/Kindergarten/Vorschule) ist nicht bekannt…Wurde im Magazin nicht erwähnt.

       
  4. Nexa

    26. April 2013 at 14:50

    Es sollte Lehrern die Möglichkeit des Studiums des Schwerpunkts
    Gebärdensprache eröffnet werden. D.h.: diese Lehrer sollten als eines der
    o.g. drei Fächer Gebärdensprache studieren können.
    Z.B.: Erziehungswissenschaften mit Schwerpunkt Hörgeschädigtenpädagogik,
    Deutsch und Gebärdensprache ( u. nicht wie z.b. Verhaltensgestörtenpäd. oder s.o. )

    Das sollte im Studium eigentlich anders geregelt werden.

     

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