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Gebärdensprachschule – Dozenten

31 Jan

Damals wurde Gebärdensprachkurse an der VHS abgehalten, inzwischen heisst es heute die Gebärdensprachschule. Ahoi Gebärdensprache: Die Branche boomt, immer mehr Hörende lassen sich an der Gebärdensprachschule einschreiben, doch Dozenten sind Mangelware. Siehe Taubenschlag-Meldung!
oder auch hier „Taubenschlag-Dozentenstellenmarkt“

In der Gebärdensprachschule – im Volksmunde „Kontaktschule“ genannt – werden auch Gebärdensprachkurse angeboten. Im Gegensatz zu den anderen Kursen werden hier Kontakte mit einer anderen Welt aufgebaut. Dass die Gebärdensprache angeblich eine schwere Sprache ist, bekommen die Kursbesucher wortwörtlich am eigenen Leibe zu spüren. Waren’s bei den Anfängern nur leichte Fingerübungen, müssen hier bei den Fortgeschrittenen komplette Sätze in der verwirrende DGS-Grammatik einstudiert werden.

Genau die DGS-Grammatik bereitete einigen Teilnehmern richtiges Kopfzerbrechen. Die Besucher, die teilweise bereits als Kursleiter tätig sind, quälten sich hier durch. Die Lücken wurden aber schnell geschlossen, und der Unterricht endete pünklich.

Die Gebärdensprach-Kursbesucher sind ein buntes Volk: Alle Altersstufen sind vorhanden, der Berufsspiegel reicht von Anwält(inn)en über Student(inn)en bis Zahnärzt(inn)en…

Wer nicht vorhat, eine Gehörlosen-Party zu besuchen (dort haben übrigens bis zu 30-50% der hörgeschädigten Besucher geringe Gebärdensprach-Erfahrung oder mangelhafte Gebärdensprachkompetenz) – die Kursbesuche können eine interessante Erfahrung sein!

Dieses Kurs kann auch als eine Art Eigeninitiative gesehen werden. Denn Gebärdensprachdolmetscher kommen ja nicht von irgendwoher, sondern werden mehr oder weniger in Gebärdensprachschule-Kursen gedrillt. Und Gehörlose, die sich zu Dozenten ausbilden lassen, leisten dabei ihren Beitrag.

 
4 Kommentare

Verfasst von - 31. Januar 2013 in Gebärdensprache

 

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4 Antworten zu “Gebärdensprachschule – Dozenten

  1. Nele

    1. Februar 2013 at 09:21

    Lieber hewritesilent,

    seit geraumer Zeit verfolge ich schon deinen Blog und bin schlichtweg begeistert. Bitte mach‘ weiter so!!!

    Ich bin selbst auch hörgeschädigt, mit zwei CIs versorgt und meine Gebärdensprachkenntnisse sind ziemlich gering.

    Und da ich als Hörgeschädigte selbst es eigentlich ziemlich unmöglich finde kaum Kenntnisse von der Gebärdensprache zu haben, wollte ich dies schleunigst ändern. Somit besuchte ich von August bis Dezember letzten Jahres 4 Kompaktkurse in einer Gebärdensprachschule und durfte insgesamt vier Dozenten bzw. Dozentinnen kennenlernen. Von den vieren Dozenten fand ich persönlich nur zwei von ihnen kompetent, die auch DGS wirklich unterrichten konnten. Was mich allerdings am meisten gestört hatte als Anfängerin, war, dass die Grammatik zu wenig erklärt wurde und teilweise keine Kopien zur Grammatik ausgeteilt worden sind. Das Andere, was mich noch gestört hatte, war, dass besonderes eine Dozentin immer super genervt reagiert hatte, wenn ich oder auch andere Personen bei Dialogen Vokabelfragen hatten. Ich finde, dass das nicht sein darf. Wenn jemand bereit ist mit vollem Enthusiasmus DGS lernen zu wollen, dann sollten auch die Dozenten einem entgegen kommen und nicht in der Pause – beispielsweise – in der hintersten Ecke sitzen und mit dem Handy rumspielen.

    Wie gesagt, dass ich nur meine eigene Erfahrung. Alle Teilnehmer, die ich in den Kursen kennengelernt habe, sind super nett gewesen und die Gründe, warum sie Gebärdensprache lernen wollten, fand ich auch echt cool. Zum Beispiel saß bei mir eine im Kurs, die zur Zeit eine Ausbildung beim NDR macht. Für einige Zeit arbeitete sie in der Online-Redaktion und entdeckte dort die Musikvideos in Gebärdensprache. Prompt war ihre Neugier geweckt und sie meldete sich für einen Kurs an. Solche Zufälle finde ich echt klasse.

    Mit lieben Grüßen,
    Nele

     
  2. Ralph Raule

    1. Februar 2013 at 10:27

    Und was ist jetzt die Aussage vom Artikel?

     
  3. Nele

    1. Februar 2013 at 12:47

    Stimmt Ralph, da fehlt die Aussage. Tut mir leid. Was ich eigentlich damit sagen wollte, ist, dass ich es wirklich schade finde, dass die Qualität von den Kursen ziemlich schlecht ist. Da fehlt einfach die Unterrichtsmethodik — der rote Faden. Ich hatte das Gefühl, dass viele Teilnehmer oftmals ratlos wirkten und nicht so recht wussten, was sie tun sollten.

    Hoffe, dass die Aussage nun etwas klarer wirkt…:/

     

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