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Olympia und hörgeschädigte Sportler? #Inklusion

13 Aug

Via Twitter gab es heisse Diskussionen um behinderte/beinamputierte Sportler Oscar Pistorious.
Vergleichen wir mal, wie inklusiv heute und damals wirklich ist.

Der erste behinderte Olympia-Teilnehmer überhaupt, war nämlich Deutsch-Amerikaner George Eyser (USA/Deutschland, beinamputiert).

Bis vor Olympia 2012 machten auch andere behinderte Sportler mit:

Olivér Halassy (Ungarn, beinamputiert)
Lis Hartel (Dänemark, Muskelkrankheit)
Neroli Fairhall (Neuseeland, gelähmt)
Paola Fantato (Italien, gelähmt)
Natalie du Toit (Südafrika, beinamputiert)

Heute haben wir Olympia 2012 in London gesehen, wieviele behinderte Sportler/-innen mitgemacht haben. Nämlich:

– Natalia Partyka (Polen, armamputiert)
– Im Dong Hyun (Südkorea, sehbehindert)
David Smith (USA, schwerhörig)
Oscar Pistorius (Südafrika, beinamputiert)

Und die Hörgeschädigte? Kein Inklusion-Problem, damals und heute gab/gibt es einige hörbehinderte Sportler/-innen, die Olympia teilgenommen haben/hatten.

Hier die Nameliste:

Terence Parkin (Südafrika, gehörlos)
– Frank Bartolillo (Australien, gehörlos)
– Chris Colwill (USA, schwerhörig)
Tamika Catchings (USA, schwerhörig)
Donald Gollan (Großbritannien, gehörlos)
Carlo Orlandi (Italien, gehörlos)
– Tony Ally (Großbritannien, gehörlos)
– Hugo Passos (Portugal, gehörlos)
– Wjatscheslaw Semjonowitsch Skomorochow (Sowjetunion, schwerhörig)
– Anatoli Jewstignejewitsch Masljonkin (Sowjetunion, schwerhörig)
Ildikó Rejtö (Ungarn, gehörlos)
Jeffrey Float (USA, schwerhörig)

Und jemand aus Deutschland? Angeblich schreien heute viele, Deutschland sei Inklusionfeindlich. Falsch gelegen. Damals gab´s die und ohne UN-Behindertenkonvention(!!!). Nämlich:

– Gerhard Sperling (Deutschland/DDR, gehörlos)
– Gertrude Ederle (Deutsch-Amerikanerin, schwerhörig)

Und noch was interessantes über ein gehörloser Olympiateilnehmer aus Estland und Unterschied zu Terence Parkin:

Der estische Ruderer, der nicht „deaf“ sein will.

Der Este Jüri Jaanson hat bei der Olympia 2004 im Einer-Rudern die Silbermedaille gewonnen. Für den damals 39jährigen war das ein großartiges Comeback an die Weltspitze. 1990 gewann er den ersten Platz bei der Ruder-WM in Australien, fünf Jahre später belegte er bei der WM in Finnland den zweiten Platz. Erst 2004 stand der leidenschaftliche Ruderer wieder auf der Siegertreppe: In Poznan gewann Jüri den Worldcup. Vor seiner Ruderkarriere war Jaanson Skiläufer, doch er hatte bald keine Lust mehr. „Ich wollte eine Sportart, wo ich mich weiterentwickeln konnte“, meinte Jüri noch, bevor er zum Ruder griff.
Im Gegensatz zu den anderen hörgeschädigten Sportkollegen stuft sich Jaanson (wie auch Ringer Hugo Passos) nicht als „deaf“ ein und trägt auch beim Sport Hörhilfen. Jüri Jaanson ist also nicht der Meinung, dass Gehörlosigkeit im Sport Vorteile verschafft – wie sein Sportkollege Terence Parkin stets behauptete. Der Südafrikaner verkündete stolz, Gehörlosigkeit wäre kein Handicap, im Gegenteil: Da Terence Parkin beim Start auf ein Lichtsignal achten müsse und nicht wie die anderen auf einen Startschuss, könne er etwas schneller starten – denn Licht sei ja schneller als Schall. Ja, Sportler können genial sein…

Geholfen hat es Terence Parkin aber wenig, in Sydney gewann er nur Silbermedaille und in Athen schied er zweimal bereits im Halbfinale aus (100m und 200m Brustschwimmen).

 

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5 Antworten zu “Olympia und hörgeschädigte Sportler? #Inklusion

  1. Kia

    14. August 2012 at 19:50

    Vergleich zw. Inklusion in einer Schule und im Olympia ist sauber?

     
    • hewritesilent

      14. August 2012 at 20:50

      @Kia Doofe Gegenfrage: Ist olympische Spiele sauber, was das Doping betrifft? Ich könnte auch über deaflympische Spiele glatt berichten, wer gedopt hatten. Könnte eines Tages enthüllen. Niemand ist sauber!😉

       
      • Hartmut

        16. August 2012 at 07:20

        Deine Erwiderung is wirklich daneben! Kia spricht, wie Olympia und Schule in der Sache von Inklusion vergleichen. Das Wort „sauber“ bedeutet anders bei tauben Gebaerdlern. Du als angeblicher Kenner von DGS weisst nicht davon? Doping is ein ganz anderes Thema.

        OK, Off Topic:
        inklusive Beschulung birgt Gefahr fuer taube Schueler. Ich weiss zu gut, wie taube Schueler in hoerenden Schulen schnell in die Drogenkultur wandern als Schueler in tauben Schulen. Hoffentlich geschieht das nicht in Deutschland.

        Beim Olympia wird ganz auf Leistung disrespektiv koerpelicher Andersartigkeit geachtet. Aber Unterschied zu Olympia: Schulen muessen Schueler mit minderwertigen Leistungen deswegen beruecksichtigen und sie foerdern.

         
        • Kia

          18. August 2012 at 16:17

          @Hartmut, Danke!

           
        • hewritesilent

          20. August 2012 at 20:24

          „inklusive Beschulung birgt Gefahr fuer taube Schueler. Ich weiss zu gut, wie taube Schueler in hoerenden Schulen schnell in die Drogenkultur wandern als Schueler in tauben Schulen. Hoffentlich geschieht das nicht in Deutschland.“

          Das musst du selbst „MeinAugenschmaus“ den Hintern hieven, sie ist eine riesengroße Anhängerin von inklusive Beschulung.

           

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