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Lesekompetenz á la Ralph Raule

20 Feb

Interessant!

Während 96 % der Schwerhörigen angaben, gut (21 %) bis sehr gut (75 %) lesen zu können, waren es bei den Gehörlosen 89 % (45 % bzw. 44 %) und 100 % bei den Spätertaubten (46 % bzw. 54 %).

Quelle: http://www.taubenschlag.de/cms_pics/Masterarbeit%20-%20Einheitliche%20Untertitel%20fuer%20Hoergeschaedigte%20im%20deutschsprachigen%20Fernsehen%20-%20Chance%20oder%20Utopie.pdf (Siehe Seite 47)

Die Statistikwerte aller Hörgeschädigten-Gruppe ist schon überraschend zu erkennen, eigentlich können die Spätertaubten und Schwerhörigen besser lesen als die Gehörlosen. Die Werte von Schwerhörigen ist klar, aber die Spätertaubte liegen die Werte sehr ähnlich wie bei den Gehörlosen. Normalerweise können die Spätertaubte schon geschriebenes Deutsch Lese- und Sprachverständis mit Hörenden besser mithalten als die Gehörlose, was laut bewiesene Studie von einem Schweizer doch nicht der Fall ist. Trotzdem wenn ich in diversen Foren von und für Gehörlose lese, wie sie mit der Schreibsprache umgehen, stehen mir die Haare zu berge. Immerhin kann man mit schreib- und leseschwache Gehörlosen schriftlich kommunizieren trotz spärlichen Hintergrundverständnis genauso wie die Untertitelqualität.

Vielleicht hat Herr Raule mit ihrem immer noch legendären Spruch „Es ist nämlich ein verbreiteter Irrtum das Gehörlosen lesen können“ offensichtlich mit Spätertaube statt Gehörlosen in Sachen Lese- und Sprachkompetenz irrtümlich geforscht oder aller Hörgeschädigtengruppen nicht richtig gelesen bzw. eingeschätzt.

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2 Antworten zu “Lesekompetenz á la Ralph Raule

  1. Kia

    22. Februar 2012 at 21:29

    i glaube, dass einige Gehörlose mit unausreichender Lesekompetenz die Fragebogen der Studie nicht beantworten können, logisch oder? ^^
    Ich kann mich mit Statistik gut auskennen. Es gibt vor allem einen empfindlichen Nachteil einer Sichtprobe, weil Toleranz sich duch Hochrechnung auf Grundgesamtheit ergibt. Zum Beispiel ist die SIchprobe (z.b. GL) klein. Dann wird Toleranz großer. Innerhalb dieser liegt der wirkliche Wert mit großer Wahrscheinlichkeit automatisch. Leistung der Studie ist niemals perfekt

     
  2. Jan

    24. Februar 2012 at 12:34

    Ich muss gestehen ich lese hier teils Sachen, wo ich vom Verständnis nicht ganz nach komme. Trotzallem gefällt mir der Blog 😉

     

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