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Inklusion in der Schule – Risikien

29 Nov

http://www.vibelle.de/tv/watch/98

Wenn man Vibelle TV gut betrachtet, wie der gesellschaftlicher Zusammenhalt für hörgeschädigte Kinder möglicherweise gebrochen sei. Und auch wie bereits über „Integrative Beschulung“ berichtet.

Wenn die Eltern vermehrt ihre schwerhörige und gehörlose Kinder zur Regelschulen schicken, sehe ich die Gefahr, dass die Kinder für die Identitätsbildung irgendwann auflöst. Daher sollen hörgeschädigten Schule für gehörlose und schwerhörige Kinder bestehen bleiben, sicher ist sicher. Es besteht die Gefahr, dass die integrative Beschulung in Umgang mit Behinderungen am Konzept der inklusiven Bildung scheitern. Aus meiner eigener Erfahrung, wo ich damals meiner Kindheit zuerst im hörende parallel zusammen mit schwerhörige Welt aufgewachsen wurde, kann ich hier erzählen, dass diese inklusive Bildung für gehörlose und schwerhörige Kinder in einer vorwiegend hörenden Gruppe im zunehmenden Alter isolieren kann und das bedeutet auch dass die Identitätsfindung für gehörloser und schwerhöriger Kinder erschweren und noch viel länger prozessieren kann. Das habe ich damals erlebt. Gehörlose und schwerhörige Kinder haben darum nicht genügend positive Identifikationspersonen. Auch können nicht genügend hörende Lehrer/innen an allen Schulen ausreichend Kompetenzen und Umgang für hörgeschädigte Kinder mitgebracht werden und auch weil es zu wenige Lehrer/innen gibt, die selbst hörgeschädigt sind. Desweiteren muss man auch die Gebärdensprache des gehörlose und schwerhörige Kindern berücksichtigen, dass im Laufe eines Lebens die Gebärdensprachqualität, ganz egal ob in DGS oder LBG,verschlechtern kann und im Vergleich zu gehörlosen und schwerhörigen Personen, die heutzutage bessere Gebärdensprachkompetenz verfügen.

Im Spiegel-Forum wurde bereits eine Menge über Inklusion kontrovers diskutiert worden. Siehe hier: „Behinderte Schüler: Na bitte, es geht doch!“

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 29. November 2011 in Inklusion/Integration

 

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Eine Antwort zu “Inklusion in der Schule – Risikien

  1. Regenbogen

    5. Dezember 2011 at 18:26

    Da wird auch in den Foren ordentlich drüber diskutiert, woll?

    Eigentlich, soweit ich das mitbekommen habe, geht es doch bei der ganzen Inklusionsgeschichte
    um zweierlei:

    a) Die behinderten Kinder sollen – soweit möglich – eine gleichwertige Bildung vermittelt bekom-
    men wie die nichtbehinderten (wobei ich da bei schwer geistig behinderten Kindern echt ein
    Problem habe, auch wenn man mir jetzt ohne Zweifel Diskriminierung vorwerfen wird: So
    ein Kind bremst doch nur das Lerntempo der anderen und KANN es umgekehrt nicht so
    packen wie Nichtbehinderte. Es ist nunmal so, daß die Menschen nicht alle gleich sind –
    sie haben nicht dieselben Begabungen, nicht mal gleich viele, und sie können nicht alle
    dasselbe. Ich bin ja, nebenbei gesagt, auch nicht Einstein.)

    b) Nichtbehinderte Kinder sollen einen ganz natürlichen Umgang mit behinderten Kindern be-
    kommen, lernen, wie sie mit behinderten Kindern umgehen sollen, damit sie hinterher in
    plötzlichen Begegnungen nicht ganz so überrascht und hilflos sind.

    Meiner Meinung nach kann man das aber anders besser erreichen als damit, auf Teufel komm
    raus Gleichmacherei zu betreiben und alle Kinder durchs Regelgymnasium zu prügeln (….im übertragenen Sinne gemeint. Ist mir klar, daß die Körperstrafen abgeschafft sind.).
    Und es würde dann auch nicht ganz so viel kosten – ICH bin schon der Meinung, daß in Zeiten knapper Kassen die Frage nach den Kosten gerechtfertigt ist.

    Um beim Beispiel von gehörlosen Kindern zu bleiben:
    Wenn der Unterricht an Gehörlosenschulen wirklich inhaltlich schlechter ist – warum wird dann nicht daran gearbeitet, das Niveau an die Regelschulen anzugleichen? (….Ob das wirklich so ist, entzieht sich meiner Kenntnis.)
    Wenn es noch immer so ist, daß Lehrer rein oral unterrichten, dann müßte das natürlich auf DGS oder LBG oder wie auch immer es am besten ist, umgestellt werden, damit das Hauptau-
    genmerk auf der Vermittlung von Wissen liegt und nicht auf reinem Sprachtraining.

    Und was den natürlichen Umgang miteinander angeht; ich denke, daß sich hierfür beispielsweise Sportvereine total gut eignen würden, wenn man da mal gemeinsame Gruppen eröffnen würde.

     

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