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Martin Zierold = Definitionsunfall zwischen gehörlos und taub

01 Nov

http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/das-ist-berlins-erster-tauber-politiker-article1305589.html

Meine Augen tat es schon etwas weh, wie diese Artikel immer abwechselnd taub und gehörlos platzierte. Eine einheitliche Definition ist immer noch nicht vorhanden.

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5 Kommentare

Verfasst von - 1. November 2011 in Politik

 

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5 Antworten zu “Martin Zierold = Definitionsunfall zwischen gehörlos und taub

  1. Regenbogen

    1. November 2011 at 17:09

    Ist doch okay, solange man nicht taubstumm sagt, oder?

    Mir hat man in der Grundschule auch beim Aufsatzschreiben beigebracht, daß man möglichst nicht dauernd dasselbe Wort verwendet – jedenfalls, wenn es Alternativen gibt…..
    Also, zum Beispiel nicht ständig „er sagte, sie sagte“….sondern auch andere Worte, antwortete, meinte, was auch immer.

    Ich schätze mal, der Autor des Beitrags ist ähnlich unterrichtet worden und hat deshalb beide Worte benutzt. Außerdem wird er dann doch beiden Fraktionen gerecht. 😉
    Und das taubstumm hat er doch gut vermieden, wenn ich jetzt nix übersehen habe.

    (Ich bezweifle sowieso, daß sich Milliarden von Hörenden umgewöhnen, wenn ein paar Gehörlose beschließen, daß sie jetzt auf einmal anders heißen wollen….. 😉 Schließlich beinhalten beide Worte bei Hörenden überwiegend einfach die Information „kann nichts hören“, Punkt. Irgendwelche Eigendefinitionen sind da wohl wenig bekannt und vermutlich auch nicht von gesteigertem Interesse – jedenfalls bei den meisten.)

     
  2. Regenbogen

    1. November 2011 at 17:10

    …..ersetze Milliarden durch Millionen, natürlich…..denn die anderen, nicht deutschsprachigen Hörenden haben ja Worte ihrer eigenen Sprachen dafür. Mein Tippfehler. 😉

     
    • He write silent

      1. November 2011 at 22:51

      Das ist klar, aber während in der Gehörlosenszene ganz putzmunter zwischen „taub“ und „gehörlos“ mit dem Kopfkissen schlachten und das ist mitunter umstritten.

       
  3. Regenbogen

    8. November 2011 at 16:25

    Du meinst die Verbalkloppereien im gl-cafe?
    Jau, das ist echt unglaublich, was da so abgeht (ohne hier Namen nennen zu wollen).
    Vor allem, nützt eh nix.
    Hörende werden da wohl überwiegend denken wie ich – okay, daß taubstumm unerwünscht ist, ist nachvollziehbar und das ist auch nicht zuviel verlangt, daß man darauf Rücksicht nimmt.
    Aber irgendwelche Sonderwünsche zwischen taub, gehörlos, kulturell taub und unkulturell gehörlos oder was weiß ich, die würde ich auch nicht weiter beachten, sondern eher denken „was für ein Kindergarten“.
    Für mich persönlich sind beide Worte okay, weil sie halt im üblichen Sprachgebrauch die Bedeutung haben „Person kann nicht hören“. Damit weiß ich bei jemandem, den ich frisch treffe, der meine Hilfe braucht oder im Rathaus vor mir steht, genug, um mich drauf einstellen zu können.
    Irgendwelche kulturellen Zweitbedeutungen sind für die meisten Hörenden schlichtweg belanglos, weil sie eh keinen Zugang zur Gehörlosenkultur haben bzw. damit einfach nicht befaßt sind.

     
    • He write silent

      11. November 2011 at 13:52

      Ja, das meine ich mit GL-Cafe. Was du schreibst, kann ich unterschreiben. Das Wort „taub“ an sich ist immer schwierig, weil es gewisse Assoziationen weckt. Das müsste eigentlich jeder klar sein und das kann nie von null auf hundert ändern.

       

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