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„We can consign deafness to history“

18 Okt

Lesenswerter Artikel von Paul Bartlett: http://the-rebuttal.com/?p=1488 in Zusammenhang mit höchst umstrittene Aussage von Frau Dronan (Brisbane Times, 11. Oktober 2011)

Nachtrag: In Australien bebt was. Selten habe ich solche Artikel mit chilischarfen Kommentaren gelesen, „Backlash apart, talk of combating deafness does not equate to genocide“ (Herald Sun Australia, 15. Oktober 2011)

 
5 Kommentare

Verfasst von - 18. Oktober 2011 in Gehörlosigkeit / Hörschädigung

 

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5 Antworten zu “„We can consign deafness to history“

  1. Regenbogen

    18. Oktober 2011 at 16:48

    Wow. Taubheit eine Geißel wie Polio, das ist schon starker Tobak. Ich weiß wohl, daß es etliche Hörende gibt, die Gehörlose nur so als arme Kranke betrachten, aber Aussagen in der Härte hätte ich so tatsächlich nicht erwartet – total unmöglich. Ist ja okay, wenn sie helfen will, wo Hilfe ge-
    wünscht wird – ggfls. Hilfe bitte gedanklich in Anführungszeichen – aber mit Polio und ähnlichem gleichsetzen geht gar nicht.

    Insofern kann ich den Kommentar, den Du hier verlinkt hast, auch gut nachvollziehen.
    Eines nur fand ich persönlich daran ein bißchen unglücklich, nämlich die „Retourkutsche“ a la
    „bätsch, jetzt bezeichne ich die CIs auch als Geißel“.
    Ich kann zwar verstehen, was der Autor damit – denke ich mal – bezweckt, nämlich dem Leser zu
    verdeutlichen, daß man das auch genau umgekehrt sehen kann, und zum Nachdenken zu bringen
    – ich weiß aber nicht, ob das bei den meisten Leuten so ankommt, zumal bei denen, die wie diese
    Frau Dornan denken.

     
    • He write silent

      19. Oktober 2011 at 07:25

      Die Aussage von Frau Dornan grenzt schon an die genozidische Förderung der kulturellen, sprachlichen und ethnischen Minderheit. Erinnert mich irgendwie an die Aborigines in Australien, wo die den Völkermord überlebten.

      Was auch ganz bizarr ist, wenn man Einreise in die USA die Frage begegnet, wer gerade an einem Völkermord beteiligt ist, würde sie die Frage fälschlicherweise nicht mit JA beantworten. Irgendwie perplex wenn es um Geld und Hilfe geht.

       
  2. Regenbogen

    19. Oktober 2011 at 10:33

    Du, ich versteh zwar, was Du meinst – daß man eine Kultur ausrotten will.
    Den Begriff Genozid würde ich dennoch nicht verwenden; der steht eigentlich nicht dafür, daß man
    eine Minderheit der Mehrheit anpassen will, sondern dafür, daß man die Leute umbringen will.
    Sowas wie Hitler mit den Juden und so.

    Das könnte Dich, wenn Du mal auf Leute stößt, die sich mit dem Thema nie befaßt haben, in das
    Licht eines radikalen Spinners rücken. Viele werden ja doch denken „die will doch keiner töten, de-
    nen will man doch nur helfen“. Und wenn sie Dich dann in die Spinner-Schublade einsortiert haben,
    nehmen sie Dich nicht mehr ernst.

    Vielleicht würde der Begriff Assimilation besser passen?
    Kürzlich noch von Herrn Erdogan verwendet, der es unpassend fand, wenn sich türkische Mitbür-
    ger zu sehr anpassen (was er halt für zuviel hält).

     
    • He write silent

      20. Oktober 2011 at 15:11

      Apropos Assimilation versteht man eigentlich darunter und die wäre wie eine staatlich oder vom Lobbyisten verordnete Zwangsmaßnahme zur Selbstaufgabe im kulturellen, ethnischen und anderen Bereich, im Grunde das was Stalinisten damals mit ihren Völkern versucht haben. Also in diesem Sinne würde dieser Begriff Genozid schon passen.

       
  3. Regenbogen

    19. Oktober 2011 at 10:46

    Hab jetzt nochmal Genozid bei Tante Wiki nachgeschlagen; der exakten Definition zufolge
    könnte man so manches tatsächlich darunter fassen, so daß Du in der Sache sogar recht
    hättest.
    Ich denke aber, daß im Verständnis eines großen Teils der Bevölkerung dennoch eher
    die Betonung auf Völker“mord“ liegt.

     

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