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Ralph Raule und die legendären 90%-Analphabetismus

04 Nov

http://notquitelikebeethoven.wordpress.com/2010/11/01/gefangen/#comment-5279

Nach dem legendären Spruch von Ralf Raule „Es ist nämlich ein verbreiteter Irrtum das Gehörlosen lesen können“, wozu denn gehörlosen Menschen Untertitel im TV brauchen sofern diese nach Aussagen von Ralf Raule eh nicht lesen können? Fakt ist, die Prozentzahlen von Ralph Raule wurde aus Marketinggründen ganz frei erfunden. Kein Wunder, warum er bei der Gebärdenwerk arbeitet. Man muss sich selber Fragen stellen, wie er die Prozentzahlen tatsächlich ermitteln kann, obwohl er die meisten hörgeschädigten Menschen persönlich nie zu Gesicht bekam.

Werfen wir mal ein Blick über Ralph Raule, was er wirklich denkt. Sein Schreiben vom 15. Mai 2006 um 23.58 Uhr Ist alles immer wieder die gleiche Leier. Stimmt, oder?

Was würden also die gehörlosen (und damit leseunkundigen?) Damen und Herren vom Deutschen Gehörlosenbund (DGB) sagen, wenn sie Raules Aussage lesen bzw. man ihnen den Satz vorgebärdet? Zur Erinnerung: Vor etwa 8 Jahren drehte der damals zurückgetretene Vorstand des Gehörlosenbundes fast durch, als ein Pharmakonzern eine vergleichsweise harmlose Anzeigenkampagne startete (Slogan: „Taub macht stumm“). Daraufhin schrieb die ehemalige DGB-Vorsitzende Gerlinde Gerkens böse, böse, bitterlich böse, weinerlich böse Protestbriefe an den Pharmakonzern…

Ob die Aussage von Ralph Raule eines Tages wie im Fall „Deaf-Synergy“ nächstes ungeheuerlichen Aufschrei aus dem Kehle zum Himmel geben wird, was als nächste Frage kommt? Schau´n mer mal!

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Eine Antwort zu “Ralph Raule und die legendären 90%-Analphabetismus

  1. Kia

    4. März 2012 at 10:52

    http://www.ph-heidelberg.de/wp/bimuelle/Schriftspra_und_Hoerschaed.doc

    Diese interessante 26. Seite habe ich früher gelesen. Ein Beispielzität lautet:
    „o Über 50 Prozent der Gehörlosen verlassen die Schule als funktionale Analphabeten.
    o Etwa fünf Prozent der gehörlosen Schülerinnen und Schüler sind zum Zeitpunkt des Schulabschlusses kompetente Leser und Schreiber. In dieser Gruppe sind überproportional häufig die gehörlosen Kinder gehörloser Eltern vertreten.“

    Deshalb kann ich mir gut vorstellen, weil ich meisten alten Mitschüler/innen (sh und gl), die so ein Analphabet sind, kenne. Sie können beispielsweise ein Buch nicht lesen…

    Ansonsten können sie aber UT lesen, klar, es gibt dabei immer Mithilfe der visuellen Zeichen (z.B. Körpersprache, Gesamtbild usw.) was sie begriffen können. in Wirklichkeit sind sie ein Analhabet, weil sie ohne Darstellung Text nicht einfach verstehen können.

     

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