Die Staatssprache Deutsch vor dem Petitionsausschus von Anatol Stefanowitsch
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=15840
Dank durch MeinAugenschmaus wurde ich auf einen interessanten Blogbeitrag von Anatol Stefanowitsch aufmerksam und auch gleichzeitig Petitionsforum von Bundestag gelesen. Wenn man sich in allen Aspekten betrachtet, habe ich mir mal Gedanken gemacht, was hier in Deutschland schief läuft und was fehlt.
Voraussetzung ist allerdings für eine Stärkung der deutschen Sprache in der Bundesrepublik Deutschland und anderen internationalen Organisationen, dass sie zunächst in Deutschland selbst wieder mehr gepflegt und ihrer zunehmenden Verderbung durch eine irre Flut völlig überflüssiger Anglizismen und andere Sprache Einhalt geboten wird. Frankreich hat mit dem Gesetz über den Gebrauch der französischen Sprache gezeigt, wie man die eigene Sprache als wichtigstes Gut eines Volkes wirksam schützen kann. In Europa steht Deutsch nach dem Russischen (100 Millionen) mit etwa 95 Millionen an zweiter Stelle, weit vor dem Englischen (60 Millionen), Französischen (55 Millionen) und Spanischen (29 Millionen). Aber alle bisherigen Bundesregierungen haben es noch nicht einmal fertiggebracht, die deutsche Sprache in der EU neben Französisch und Englisch als dritte Arbeitssprache durchzusetzen. Aus diesem Grund befürworte ich die Aufnahme ins Grundgesetz.
Und was mit Deutsche Gebärdensprache (=DGS) in Grundgesetz betrifft? Problem ist, wenn aber zwei Sprachen (DGS und Deutsch) mit zwei verschiedenen Modalitäten (3er-Raum, Gebärden, Mimik und dann Lautfluss) aufeinanderprallen, habe ich Bedenken. Wenn ich so ausdrücken will, wie ich normalerweise ausdrücke, dann werde ich oft missverstanden, das wird aber nicht immer gezeigt, also nicken sie und tun so, als ob sie es richtig verstanden haben und prägen sich was falsches ein. Es war meistens so, dass einige Gehörlosen sogar öfters gar nicht bewusst ist. Und deswegen vereinfache ich lediglich meine Sprache, aber ich verdumme meine Sprache nicht. Ich tausche nur bestimmte Wörter durch einfachere Wörter aus, und das mach ich auch nur bei Gehörlosen, wo ich weiß, dass sie mich sonst nicht verstehen. Und man muss auch nebenbei mitdenken, dass einige Gehörlosen ein erschwerter Zugang zur Schriftsprache darunter leiden und auch nicht in der Lage einwandfrei über Schriftkommunikation mit Hörenden und Hörgeschädigten mit hohen Schriftkompetenz via Internet zu kommunizieren. Siehe Fallbeispiel: Blog von Not quite like Beethoven. Auch andersherum können die Hörende, die Gebärdensprache nicht beherrschen können, auch nicht mit Gehörlosen kommunizieren. Man darf nicht vergessen, dass die Gehörlosen ihre eigene Kultur haben, ihre eigene Sprache und ihr eigenes Leben hier irgendwo zwischen uns leben! Deutsche Gebärdensprache ins Grundgesetz kann ich mir nicht vorstellen, höchstens als anerkannte Sprache.
Sogar American Sign Language (=ASL) ist international die dominierende Gebärdensprache und in zwanzig Ländern vertreten. Kein einzigste Länder konnte diese dominierende Gebärdensprache nicht als Amtssprache und auch nicht ins Grundgesetz (-> Constitution) aufnehmen. In den USA kam es 1990 zur gesetzlichen Anerkennung der ASL als eigenständige Sprache.
