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Schlagwort-Archive: Inklusion

Viele hörgeschädigte Schüler/-innen sind gegen schulische #Inklusion

Seitdem Politiker die Bildung und Inklusion als wichtiges Thema erkannt haben, überschlagen sich die Reformen. Und trotzdem herrscht bis heute Verunsicherung auf allen Seiten.

Kürzlich erhielt ich einige Informationen über die schulische Inklusion.

Das Rheinisch-Westfälisches Berufskolleg für Hörgeschädigte in Essen (www.rwb-essen.de) hatte am 14. März 2013 einen Besuch von der NRW-Landesregierung (Düsseldorfer SPD-Landtagsabgeordnete) erhalten. SPD-Abgeordnete besuchten eine Gehörlose sowie eine schwerhörige Klasse. Die hörgeschädigten Schüler/-innen haben ihre Erfahrungen und Bedingungen mitgeteilt, welch dies mit sehr viel Interesse aufgenommen wurde.

Die Bedingungen von hörgeschädigten Schüler waren, wie die schulische Inklusion im normale Regelschulklasse aussehen sollte:

- die Sitzordnung muss in einem Halbkreis stattfinden, damit die hörgeschädigte Schüler/-innen jeden das Mundbild ablesen können
- die Lehrer/-innen und nichtbehinderte Mitschüler/-innen müssen Verständnis haben, wenn jemand akustisch nichts verstanden hat, mehrmals zu wiederholen. Das wird in einer Regelschule oft nicht beachtet.
- fehlende FM-Anlage, ohne FM-Anlage fühlen viele Schwerhörigen sich akustisch ausgegrenzt
- fehlende Gebärdensprachkompetenz in der Regelschule, auch viele gehörlosen fühlen sich kommunikativ ausgegrenzt und späteren Schulverlauf häufig alleine gelassen

Sollte alle Bedingungen nicht erfüllt werden, sind die meisten hörgeschädigte Schüler schulische Inklusion dagegen, weil schulische Inklusion für die meisten als Geldsparmodell angesehen wird und zum Scheitern verurteilt ist. Und sie wollen, dass nicht alle hörgeschädigte Schüler/-innen zwangsinkludieren. Denn für fast jeden ist eine Regelbeschulung in der Form der Inklusion nicht das Richtige.

Eine aktuelle RWB-Schülerin berichtete über ihre aktuelle Erfahrung in der Regelschulzeit damals. Sie berichtete, sie war damals auf einer Regelschule, wie sie sich dort fühlte, wie der Regelschul-Unterricht für den Rest der Klasse wird empfindlich gestört wird und Probleme als Hörgeschädigte hatte! 10 Jahre lang. Und weiteres begründet sie, wie sie die ein paar Regelschullehrer, die ihr damals unterstützt haben, aber doch das waren nur wenige.. Die meisten Regelschullehrer/-innen fühlen sich überfordert, um ihre spezielle Förderbedarf zu kümmern. Und seit sie  2013 im RWB Essen ist,  läuft für sie alles besser. Die Lehrer sind dort dafür ausgebildet und wissen wie man mit den Schülern umgehen müssen.

Die bisherige Debatte über Inklusion zeigt jetzt und wird wohl hoffentlich auch dem Letzten glasklar, daß diese Inklusionsgeschichte recht wenig mit der Realität zu tun haben, an den betroffenen Kindern (und damit auch an ihren Eltern und anderen Familienangehörigen!) vorbeigehen, und schlußendlich nur ein erneuter Beweis für die unbedingte Durchsetzung rot-grüner Gutmenschideologie sein wird. Dabei übersehen sie, daß jeder Mensch andere Voraussetzungen und Bedürfnisse für die Teilhabe am Leben mitbringt die man nicht über einen Kamm scheren kann.

Deutsche Politik befindet sich dank UN-Behindertenrechtskonvention im wirren Zustand.

 
 

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Gleichstellungsgesetz? #inklusion #recht #bundesregierung

Gleichstellungsgesetz wurde unter rot-grüne Koalition vor 10 Jahren verabschiedet worden. Aber hat es sich dank Gleichstellungsgesetz bis jetzt spürbar verbessert? Gerade habe ich mir alles durchgelesen und vieles dabei entdeckt. Leider entpuppt sich Gleichstellungsgesetz als Mogelpackung dank unter rot-grüne Regierung zwischen 1998-2005. http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a301-gesetz-zur-gleichstellung-behinderter-menschen.pdf?__blob=publicationFile

Kernstück vom Bundesregierung: Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte und Wahlschablonen für Blinde.

Was gibt’s so für schwerhörige und gehörlose Gesellschaft? Achtung, jetzt kommt es: “Hör- oder sprachbehinderte Menschen haben das Recht, im Verwaltungsverfahren mit Bundesbehörden in Deutscher Gebärdensprache, mit lautsprachbegleitenden Gebärden oder über andere geeignete Kommunikationshilfen zu kommunizieren. Die Kosten sind von den Bundesbehörden zu tragen.” Quelle: http://www.bit.bund.de/nn_2143936/BIT/DE/Beratung/Beratung__BGG__neu/Kommunikation/node.html?__nnn=true

Kurios: Sprachbehinderte Menschen haben das Recht auf einen Dolmetscher? Können sie denn überhaupt gebärden? Glaube nicht…

Denken wir allgemein mal nach: Dolmetscher bei Behördengängen. Aber wie oft geht man schon zum Arbeitsamt…Oder zum Jugendamt…Oder zum Einwohnermeldeamt…. Oder irgendwelche Behörden. Ausserdem profitieren davon nur ein paar Tausend Gehörlose. Oder wie oft benutzen die Gehörlosen beim Wahlen die Gebärdensprachdolmetscher, obwohl viele Gehörlosen in der Vergangenheit mehrmals zur Wahlen ohne Dolmetscher gegangen sind? Nichts! Einfach die Wahlhelfer nur freundlich begrüßen und die Wahlzettel ankreuzen genügt!

Bestes Beispiel: In meiner Wohnort hatte die Behörde (selbst Einwohnermeldeamt) damals die gebärdensprachkompetente Mitarbeiter zur Verfügung gestellt, obwohl ich gerne in Anspruch genommen hätte, leider bevorzuge ich lieber in lautsprachliche Kommunikation. Monaten später kam ich erneut dorthin und stelle fest, dass es dort keine gebärdensprachkompetente Mitarbeiter nichts zu finden ist. Auf meiner mündliche Anfrage an Behördenmitarbeiter und er sagte: “Es hat sich ergeben, dass die vor Ort angebotenen gebärdensprachkompente Mitarbeiter kaum in Anspruch genommen wurden.” Aha!

Der behinderter Blogger “Silent Writer” drückt die Enttäuschung aus: “Die Gleichstellung Behinderter bleibt scheinbar ein frommer Wunsch.”

 
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Geschrieben von - 1. März 2013 in Barrierfreiheit

 

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Gehörlosen-Schule – ein Schrecken ohne Ende….. #inklusion

Kürzlich eine sehr interessante Argumentation entdeckt und gelesen. Die stammt von politisches Magazin. Ich kann einfach nicht anders, ich MUSS sie hier veröffentlichen!!! Sonst verpasst noch jemand diese bombige Antwort. Also, passt auf, hier sind die Auszüge:

“…Neunzig Prozent der Hörenden, vom Hilfsarbeiter bis zum Uni-Rektor glauben, die Gehörlosen lernen Gebärdensprache von ihren Lehrern an den Gehörlosen-Schulen! Wenn die lesen, Gehörlosen-Lehrer lernen jetzt erst Gebärdensprache, dann würden diese Leser erst recht ein negatives Bild von Pädagogen bekommen. Für jeden normalen Menschen ist es selbstverständlich, daß Lehrer die Sprache ihrer Schüler nicht nur beherrschen, sondern ihnen diese Sprache beibringen.

Seit vierzig Jahren erlebe ich immer wieder, daß Hörende ungläubig den Kopf schütteln, wenn ich ihnen sage: “Die gehörlosen Kinder lernen Gebärdensprache NICHT an den Gehörlosen-Schulen, es ist eine Sprache, die einfach nur von den Älteren an die Jungen weitergegeben wird und in den Gehörlosen-Schulen bis vor einigen Jahren sogar verboten war“.

Am Gymnasium Stegen (bei Freiburg) und an anderen höheren Schulen für Gehörlosen, ist Gebärdensprache bis heute immer noch verpönt. Inzwischen gibt es Hochschulstudium für Gebärdensprach-Dolmetscher. Es ist irgendwie grotesk, Hörende studieren an Hochschulen eine Sprache, die Gehörlosen an keiner Schule lernen, sondern nur im Schulhof und Verein und die Pädagogen besuchen Gebärdensprach-Kurse, anstatt Gebärdensprache im Pädagogikstudium zu studieren und den Gehörlosen-Kindern eine Gebärdensprache mit Niveau zu vermitteln, die den Gehörlosen-Kindern auch einen besseren Zugang zur Schriftsprache ermöglichen könnte….”

Also:

NOCHMAL, BITTE GANZ GENAU LESEN & NACHDENKEN:

“Für jeden normalen Menschen ist es selbstverständlich, daß Lehrer die Sprache ihrer Schüler nicht nur beherrschen, sondern ihnen diese Sprache BEIBRINGEN”. 

“Es ist irgendwie grotesk, Hörende studieren an Hochschulen eine Sprache, die Gehörlosen an keiner Schule lernen, sondern nur im Schulhof und Verein”. 

Das leuchtet ein, oder? Ein Dolmetscher braucht ja ein Diplom als Nachweis für die Beherrschung einer Sprache, die an der Schule nicht unterrichtet wird, weil nicht …….. *ähm* Ich sag lieber nichts dazu.

Ist das nicht pervers? Sollte irgendwann evtl. auch “gehörlose Schüler in Regelschule – ein Schrecken ohne Ende…..” tituliert werden. Wir sind gespannt.

 

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Breaking News: Bildungsoffensive – Gebärdensprache wird neues Schulfach für alle

Neues Schuljahr, neues Glück. Mit einer Vielzahl innovativer Änderungen soll das deutsche Bildungssystem wieder auf Vordermann gebracht werden.

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt haben sich die gehörlose grüne Piraten Politiker/-innen einige Veränderungen im kommenden neuen Schuljahr geeinigt. Sie sollen das deutsche Bildungssystem international wieder wettbewerbsfähig machen. “Silent Writer” enthüllt die wichtigsten Neuerungen:

Gemeinsamer Unterricht

Keiner soll mehr ausgegrenzt werden, alle SchülerInnen werden gemeinsam unterrichtet und so auf ein einheitliches Niveau gebracht. Beispiel: Für die Reintegration von Oral-Fans und Gebärdensprach-Gegner Schulschwänzern wird zielgruppengenauer Projektunterricht angeboten.

Gebärdensprache 21

Gebärdensprache wird als neues Fach bundesweit an allen Schulformen eingeführt. Um Deutschland fit fürs 2. Jahrhundert* zu machen, wird die Schule zur grammatikfehlerfreien Gebärdensprachzone erklärt. Verbindlich fürs Erreichen des Abiturs ist das Beherrschen eines Kernwortschatzes von rund 200 Wörtern. Für den Hauptschulabschluss reichen dagegen paar Sätze, die auf das Leben vorbereiten, wie “Ey du Opfer, ich gebärde viel besser als du!” oder “Ey Behindi, was gebärdest du für ein Müll?!”. Dudengenaue Schreibweise wird durch Schreibweise nach empfundenen Gebärden ersetzt.

*Tippfehler – es sollte 19. Jahrhundert heißen.

Oral-O-Mat

Die gehörlose Politikern aus der Partei Grüne und Piraten stellten sich einer entscheidenden Frage: Wie hält man die Oralisten von der Schule fern? Die Lösung war so einfach wie genial: Die Firma “Hart Mut Tauber Ltd.” stellt in der Schuldiele den Oral-O-Mat auf. Dieser Automat verhindert alle Oralisten von der 1. bis zur 13. Klässler und dieser Grundversorgung wird sofort automatisch in Gebärdensprache umgewandelt.

 
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Geschrieben von - 8. Februar 2013 in Gebärdensprache

 

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Lieb, bunt und “laut”-los! – 5. Deutsche Kulturtage der Gehörlosen in Erfurt #KT2012

Die 1. Kulturtage der Gehörlosen fanden 1993 in Hamburg statt. Zusätzlich stand eine grosse Demonstration auf den Strassen der Hansestadt im Programm. Viele Gehörlose und ihre hörenden Freunde (das nennt man Inklusion, versteht sich!) gingen an die Öffentlichkeit, um auf sich und ihre Kultur aufmerksam zu machen.

Bei den Kulturtagen 1997 in Dresden verzichteten die Veranstalter auf eine Demonstration. Die Ausstellungen und Vorträge wurden im Dresdner Kulturpalast organisiert.

Für die Kulturtage 2001 suchten die Veranstalter das grosse Gasteig-Bildungszentrum in München aus. Für insgesamt 3000 Besucher und 90 Aussteller bot das Komplex somit mehr als genug Platz. Auch damals verzichten die bayrische Köpfe auf eine Demonstration, doch der Gehörlosenbund war ganz stolz darauf, den Besuchern so viel Glanz und Gloria im Münchner Gasteig bieten zu können. Für vier Tage Kultur – inklusive Festabend – musste eine Familie damals im Durchschnitt 1000 Mark ausgeben. Die Eintrittspreise erreichten ebenfalls ganz andere Dimensionen. Kosten für Anfahrt und Übernachtung mussten zusätzlich berechnet werden. Versteht sich!

Nach knapp sieben Jahren Warterei fanden wieder das heißersehnte Großereignis wie München, des Deutschen Gehörlosenbundes, die vierten “Deutschen Kulturtage der Gehörlosen” mit gut 3000 Besucher in der Kölner Messe statt. Doch nicht ganz kinderfreundlich waren die, damals mussten die Eltern für die Kinder ab 3 Jahren Eintritte blechen. Wieder gingen viele Gehörlose (etwa 7000 Demonstranten) nach 1993 an die Öffentlichkeit und zwar ging es um Untertitel “Recht auf 100% Untertitel”.

Diesmal ändert sich in Erfurt einiges und zwar noch kinderfreundlicher. Jetzt dürfen die Eltern für die Kindern bis zu 13 Jahren kostenfrei mitnehmen.

Bei der Abholung der vorbestellten Karten wie zuvor im Münchner Gasteig und Kölner Messer wurden viele Besucher auf eine Geduldprobe gestellt. Wartezeiten waren üblich. Damals musste für einige Gäste die Kulturtage zu einer bitteren Erfahrung sammeln: Gesamtkarten, die von Freunden oder Bekannten abgekauft wurden, hatten keine Gültigkeit…Heute florieren einigen, die nicht zur Kulturtage aus diversen Gründen erscheinen können, die Eintrittskarten über Facebook Schwarzmarkt sie zu einem fairen bzw. wie vom Gehörlosen-Bund vorgegebene Preis um Verlustgeschäft zu vermeiden.

Die Aussteller und Künstler wurden ebenfalls zur Kasse gebeten. Bekannte Händler konnten die Standgebühren aus der Portokasse zahlen, während viele Künstler dafür ihr Erspartes zusammenkratzen mussten. Für Referenten (egal ob 30 Minuten oder 3 Stunden) erhalten als Dankeschön ein freies Eintritt zu allen Veranstaltung während der Kulturtage.

Das Programm zu den Kulturtagen blieb lange Zeit ein gut gehütetes Stasi-Geheimnis aus der DDR-Zeit, bis kurz vor der Eröffnung eine Parodie erschien. Erst danach gab der DGB das Originalprogramm bekannt, das den Besuchern wie vorherigen Veranstaltungen Kopfschmerzen bereitete. Mehrere Referate, Workshops und Aufführungen fanden nämlich zur gleichen Zeit statt…

Der Erfurter Messe war der grösste Raum mit über 3000 Plätzen, dennoch kamen für die Erfurter Kulturtage etwa 2200 Besucher. Die anderen Räume waren mit über hunderten Sitzen spürbar kleiner.

Firmen präsentierten Neuentwicklungen, Vereine stellten sich vor und Künstler liessen sich und ihre Werke bewundern.

Bei den Vorträgen und Referaten erlebten viele Besucher eine Enttäuschung. Dass viele zeitgleich stattfanden und die Wahl somit schwerfiel, war nicht das einzige Übel. Einige Dozenten zeigten sich besonders streng und schlossen pünktlich zum Vortragsbeginn die Tür. Neugierige Gäste durften nicht reinschnuppern.Viele Besucher beschwerten sich über den Ablauf der Vorträge und Workshops.

Interessant ist, wo ein Vortrag mit der Frage “Stirbt die Gebärdensprache aus?” aufgrund von fortschreitender Technik und Innovationen für gehörlose Menschen beschäftigte, könnte es passieren, dass die Gebärdensprache irgendwann mal aussterben könnte. In Dänemark gibt es tatsächlich ein Fall, wo kein Hörgeschädigte bzw. Cochlea-Implantat Träger im Alter zwischen 0-12 Jahre alt kein Gebärdensprache beherrschen können und ebenfalls wurde dort berichtet, wie die schulpolitische Entwicklung in Dänemark ist und auch wie nach CI-Implantation inklusiv ohne Gebärdensprache an Regelschulen beschult wird.

Wahrscheinlich Tiefpunkt des Kulturtages: Es wird via Twitter und durch persönliche Erzählungen gemunkelt, wo Podiumdiskussion über “Barrierefreies Fernsehen” und auch wo man man für 30 Minuten lang für Fragen von Zuschauer auf der Bühne stellen durfte, da rannte plötzlich übereifrige Julia Probst als erste auf der Bühne, und warf Niels Rasmussen, Vorsitzender der ARD-Projektgruppe „Barrierefreier Rundfunkzugang“, NDR Hamburg, mit vollen Mund zu, das man nicht zufrieden sein könne, mit dem geringen Untertitel. Julia Probst war zu diesem Zeitpunkt ausser sich, und entschuldigte kurze Zeit später sich dann, man wolle ja nicht angreifen.

Am Samstag um 13 Uhr beendeten die Veranstalter das Treiben auf dem Erfurter Messer und warfen die Gäste auf die Strasse. Die Besucher nahmen den Rauswurf gelassen hin und verlegten die Kulturtage in die historische Erfurter Altstadt, also die sogenannte Straßenfest “Wenigenmarkt”. Schliesslich machten sich alle auf den Weg zum Altstadt, später kamen die dann wieder abends zurück.

Einzig war das Programm “DDR-Abend” für vielen ein voller Erfolg. Für Abschlussfeier wurde wie auch in Köln bisher blass trotz Tanzvorführungen, Musikauftritten, Kabaretts und jede Menge Grussworten bekamen die Besucher mehr als genug zu sehen. Diesmal wurde der Kulturpreisträger erstmals an drei Frauen vergeben, was ja auch nur bisherigen Kulturpreisträger an Männer vergaben und vielen während der Kulturtage vor 4 Jahren in Köln wegen der Gleichberechtigung forderten. Einige gaben dennoch zu, nichts vom Bühnenprogramm mitbekommen zu haben, da sie mit dem Unterhalten viel zu beschäftigt waren…Auch einige ärgerten sich noch lange nach den Kulturtagen, für die Übernachtung das Doppelte bezahlt zu haben. Für kurze Zeit in Erfurt und viel Geld verprasst, also fast genauso teuer wie im Skiurlaub nach Österreich oder Kurzurlaub nach Italien zum Beispiel.

Viele hoffen, dass die nächsten Kulturtage im Jahre 2016 in Berlin noch besser durchgeführt werden. Die Berliner wollen ja schliesslich nicht, dass ihnen dasselbe passiert wie Deaflympics 2001 in Rom, 4. und 5. Kulturtage in München, Köln oder Berliner neue Megachaos-Airport. Die neuen Gebärdenzeichen für alle organisierte Städte hängen nämlich mit “Chaos” zusammen…

 
 

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Olympia und hörgeschädigte Sportler? #Inklusion

Via Twitter gab es heisse Diskussionen um behinderte/beinamputierte Sportler Oscar Pistorious.
Vergleichen wir mal, wie inklusiv heute und damals wirklich ist.

Der erste behinderte Olympia-Teilnehmer überhaupt, war nämlich Deutsch-Amerikaner George Eyser (USA/Deutschland, beinamputiert).

Bis vor Olympia 2012 machten auch andere behinderte Sportler mit:

- Olivér Halassy (Ungarn, beinamputiert)
- Lis Hartel (Dänemark, Muskelkrankheit)
- Neroli Fairhall (Neuseeland, gelähmt)
- Paola Fantato (Italien, gelähmt)
- Natalie du Toit (Südafrika, beinamputiert)

Heute haben wir Olympia 2012 in London gesehen, wieviele behinderte Sportler/-innen mitgemacht haben. Nämlich:

Natalia Partyka (Polen, armamputiert)
Im Dong Hyun (Südkorea, sehbehindert)
- David Smith (USA, schwerhörig)
- Oscar Pistorius (Südafrika, beinamputiert)

Und die Hörgeschädigte? Kein Inklusion-Problem, damals und heute gab/gibt es einige hörbehinderte Sportler/-innen, die Olympia teilgenommen haben/hatten.

Hier die Nameliste:

- Terence Parkin (Südafrika, gehörlos)
- Frank Bartolillo (Australien, gehörlos)
Chris Colwill (USA, schwerhörig)
- Tamika Catchings (USA, schwerhörig)
- Donald Gollan (Großbritannien, gehörlos)
- Carlo Orlandi (Italien, gehörlos)
- Tony Ally (Großbritannien, gehörlos)
- Hugo Passos (Portugal, gehörlos)
Wjatscheslaw Semjonowitsch Skomorochow (Sowjetunion, schwerhörig)
Anatoli Jewstignejewitsch Masljonkin (Sowjetunion, schwerhörig)
- Ildikó Rejtö (Ungarn, gehörlos)
- Jeffrey Float (USA, schwerhörig)

Und jemand aus Deutschland? Angeblich schreien heute viele, Deutschland sei Inklusionfeindlich. Falsch gelegen. Damals gab´s die und ohne UN-Behindertenkonvention(!!!). Nämlich:

Gerhard Sperling (Deutschland/DDR, gehörlos)
Gertrude Ederle (Deutsch-Amerikanerin, schwerhörig)

Und noch was interessantes über ein gehörloser Olympiateilnehmer aus Estland und Unterschied zu Terence Parkin:

Der estische Ruderer, der nicht “deaf” sein will.

Der Este Jüri Jaanson hat bei der Olympia 2004 im Einer-Rudern die Silbermedaille gewonnen. Für den damals 39jährigen war das ein großartiges Comeback an die Weltspitze. 1990 gewann er den ersten Platz bei der Ruder-WM in Australien, fünf Jahre später belegte er bei der WM in Finnland den zweiten Platz. Erst 2004 stand der leidenschaftliche Ruderer wieder auf der Siegertreppe: In Poznan gewann Jüri den Worldcup. Vor seiner Ruderkarriere war Jaanson Skiläufer, doch er hatte bald keine Lust mehr. “Ich wollte eine Sportart, wo ich mich weiterentwickeln konnte”, meinte Jüri noch, bevor er zum Ruder griff.
Im Gegensatz zu den anderen hörgeschädigten Sportkollegen stuft sich Jaanson (wie auch Ringer Hugo Passos) nicht als “deaf” ein und trägt auch beim Sport Hörhilfen. Jüri Jaanson ist also nicht der Meinung, dass Gehörlosigkeit im Sport Vorteile verschafft – wie sein Sportkollege Terence Parkin stets behauptete. Der Südafrikaner verkündete stolz, Gehörlosigkeit wäre kein Handicap, im Gegenteil: Da Terence Parkin beim Start auf ein Lichtsignal achten müsse und nicht wie die anderen auf einen Startschuss, könne er etwas schneller starten – denn Licht sei ja schneller als Schall. Ja, Sportler können genial sein…

Geholfen hat es Terence Parkin aber wenig, in Sydney gewann er nur Silbermedaille und in Athen schied er zweimal bereits im Halbfinale aus (100m und 200m Brustschwimmen).

 

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Interessante Zitat von Prof. Dr. Gottfried Diller – Gehörlosenkultur?

Man hört so viel über Gehörlosenkultur. Kürzlich entdeckte ich auf Karin Kestners Homepage interessane Zitat von Prof. Diller:

“Kultur ist ein ständig sich vollziehender Prozeß, meint Gottfried Diller. Gehörlosigkeit ist darum an sich keine Kultur. Ein Kind wird ohne Kultur geboren. Kultur muß sich jeder Mensch erst im Laufe seines Lebens wieder und wieder aneignen. Grundlage der Kultur ist zum Einen das, was ich von meinen Anlagen her mitbringe und zum Anderen das, was mir meine Umwelt anbietet. Die gegenwärtige Diskussion ist festgelegt. Kultur hingegen ist offen. Gottfried Diller fordert dagegen ein “offen bleiben” für die Kultur der Zukunft. Die Kultur ist genauso Wandlungen und Anderen unterworfen, wie auch die Sprache selbst.”

Quelle: http://www.kestner.de/n/verschiedenes/presse/1999/rilenbor.htm

Interessant: Wie ist der Begriff “Gehörlosenkultur” genau definiert bzw. wie sehen Gehörlose ihre Behinderung als Kultur? Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß “echte” – man verzeihe mir dieses Wort – Gehörlosen sich gern als nichtbehindert fühlen. Die einzige Behinderung liegt in der lautsprachlichen Kommunikation. Die Gebärdensprache gleicht dieses Manko wieder aus.

Doch, warum Gehörlosenkultur? Eigene Sitten, eigene Gebräuche? Ist “Gehörlosenkultur” ein so weit dehnbarer Begriff, daß man selbst Behinderung als Kultur ansieht?…”

Gerade habe ich mir mal die Beschreibung von Visuelles Denken über Gehörlosenkultur oder Deutscher Gehörlosen-Bund gelesen. Wahrscheinlich hattet Ihr auch Probleme die „Gehörlosenkultur“ richtig einzuschätzen, es klingt doch irgendwie so elitär, fast wie nach einer eigenen Menschenrasse? Wenn es um Inklusion dreht, gibt´s dann keine Gehörlosenkultur mehr?

Gehörlosenkultur – in Amerika ja, aber bei uns in Deutschland? Nicht mal die sogenannte Deutsche Gebärdensprache ist einheitlich! Okay, als Ausrede lasse ich “Dialekt” durchgehen. Vereine, die Geld scheffeln und irgendwas investieren; Saufparties; Lehrer, die angeblich keine DGS beherrschen; teilweise Gebärdensprachverbot an den Schulen; Mangel an Selbstbewusstsein – ist das Gehörlosenkultur? Eher Sitte. Radikales Umdenken ist hier sehr besonders gefragt.

 
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Geschrieben von - 12. August 2012 in Gehörlosenkultur

 

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Interview mit einem Gebärdensprachdolmetscherin

hewritesilent: Hallo “Jana”, ich kenne dich durch dein Auftritt vor der Kamera – war das aufregend für dich? :0)

Jana (Name geändert, echte Name des Interviewpartnerins der Blogger bekannt): Ja, da war ich aufregend. Und ich weiss nicht wer mich gerade im TV anguckt. Normalerweise steht mir immer ein anderer Gehörloser gegenüber und nickt mir zu, wenn ich gebärde. Aber vor der Kamera ist es so kalt, so leer… ich sehe nur ein schwarzes Loch. Daran muss ich einfach immer denken. Aber auch bei besonders schwierigen Aufträgen bin ich aufgeregt. Oder wenn viele Leute da sind. Ich bekomme immer noch ab und zu Lampenfieber, obwohl ich sowas schon oft machen musste. Noch was: Wenn die Aufnahme startet, muss ich noch 6 bis 7 Sekunden warten, bevor ich anfange zu übersetzen. Denn ein Dolmetscher muss zum Schluss noch den letzten Satz übersetzen. Manchmal passiert beim Schnitt auch, dass der Dolmetscher im Film früher fertig ist. Der Inhalt, die Zeit und die Haltung müssen also stimmen. Und immer schön freundlich sein! Deshalb diese ganze Aufregung.

hewritesilent: Wie lange bist du schon Dolmetscherin?

Jana: Seit 20 Jahren also fast genau um diese Zeit, wo damals Mauer gefallen wurde. Da war ich aber noch in der Dolmetscherzentrale.

hewritesilent: Du musst also vor dem Übersetzen viel üben?

Jana: Das ist unterschiedlich. Wenn ich mir die Gebärden überlege, so kann ich mich gut vorbereiten. Und das Anpassen! In der Lautsprache klingt ein Satz oft anders als in der DGS. Also weg damit, ein neuer Satz muss her. Ganz typisch!

hewritesilent: Hast du manchmal das Gefühl, dass du überfordert bist?

Jana: Es wird nicht nur einfach gedolmetscht. Wenn ich den übersetzen muss, gibt es manchmal Schwierigkeiten. Zum Beispiel jemand gebärdet oder redet durchgehend, da muss ich oft darauf achten. Aber überfordert? Nee. Wenn es so wäre, dann hätte ich die Arbeit längst aufgegeben.

hewritesilent: Bekommst du von gehörlose Kunde Kritik, wie du als Dolmetscherin warst?

Jana: Ich bin mir sicher, dass die Gehörlosen untereinander über Dolmetscher reden, aber ob die ihre Meinungen an mich mitteilen? Leider sehr selten.

hewritesilent: Und schwerhörige Kunde, die auf Gebärdensprachdolmetscher angewiesen ist?

Jana: Oh sehr gute Fangfrage, meine bisherige Erfahrungen ist ein schwerhörige Kunde manchmal anders als ein gehörlose Kunde, für den man dolmetschen muss. Zwischen Schwerhörigen und Gehörlosen sind manchmal ein grosser Kontrast! Als Gebärdensprachdolmetscherin gab es auch Situationen und ich bin oft erstaunt, erwundert, wie wenig vor allem Gehörlosen und einige Schwerhörigen an Wissen aufweisen und manchmal Probleme haben z.B. Gespräche. Ich muss mir die Gebärden überlegen und auch darauf achten, dass die Gebärdensprache in Deutschland unterschiedlich ist. Meine Aufgabe ist das Dolmetschen, fertig.

hewritesilent: Du bist hauptberuflich Dolmetscherin. Hast du noch einen Nebenberuf?

Jana: Nein! Das ist genug! Sonst explodiert mir noch der Kopf. Aber ich habe viel Arbeit und ich muss auch Aufträge ablehnen.

hewritesilent: Was? Ablehnen?

Jana: Ja, denn ich arbeite Tag und Nacht. Und einige Gehörlose wissen nicht, dass ich noch viel Büroarbeit erledigen muss. Das ist schon ganz hart. Selbständig halt, leider.

hewritesilent: Was für Büroarbeit?

Jana: Zum Beispiel Auftragsannahme. Wenn ich mit dem Dolmetschen fertig bin, was kommt danach? Erstmal Konzepte erstellen, dann Emails versenden, Kostenvoranschläge faxen oder mailen, Kostenträger ermitteln und so weiter.

hewritesilent: Wie lange dauert das Ganze?

Jana: 10-15 Stunden.

hewritesilent: Was? 10-15 Stunden am Tag?

Jana: Nee, in der Woche. Noch was über die Bezahlung: Viele sagen, dass die Dolmetscher eine Menge Geld verdienen. “Super, ich brauche nur hinzukommen, dolmetschen, kassieren, fertig”. Das stimmt nicht. Wenn ich krank bin und zuhause bleiben muss, verdiene ich gar nichts, aber die Ausgaben laufen weiter. Wenn ich keine Rentenversicherung zahle, bekomme ich auch keine Rente. Dann muss ich nacharbeiten, auch für den Urlaub. Versicherungen kommen noch dazu. Bei Angestellten wird alles automatisch abgezogen und der Rest kommt auf die Hand. Ich muss alles selbst zahlen. Okay, das ist ein guter Job, denn wenn es zuwenig wäre, hätte ich es längst aufgegeben. Ich wohne ganz bescheiden in einer Wohnung.

hewritesilent: Zum Beispiel Dolmetscher in Regelschule. Einige Gehörlosen sagen: “Für jeden Gehörlosen soll ein Dolmetscher zur Verfügung gestellt werden”. Was meinst du dazu?

Jana: Was? Immer derselbe Kunde? Wenn es dazu kommen sollte, dann bin ich dagegen! Immer denselben Gehörlosen zu begleiten bedeutet auch, dass die Kodex irgendwann nicht mehr erfüllt werden kann. Da wird man zu persönlich. Als Dolmetscherin ist für mich Abwechslung sehr wichtig! Ich will verschiedene Leute treffen, öfters andere Aufträge annehmen, dann wird es nie langweilig! Ja, dafür gibt es auch mehr Unregelmässigkeiten, ich muss akzeptieren dass ich keine Beamtin bin, die regelmässig morgens in die Arbeit geht und nachmittags nach Hause darf. Am Wochenende gibt es für mich auch Arbeit, manchmal sogar nachts. Es gibt nun mal verschiedene Menschen.

hewritesilent: Bist du in der Freizeit mehr bei den Hörenden oder bleibst du in der Welt der Gehörlosen?

Jana: Unsere Eltern sind gehörlos. Wenn Freunde und Familie gehörlos sind, dann zeigt man automatisch mehr Verständnis. Selbstverständlich pflege ich auch die Beziehungen zu den Hörenden.

hewritesilent: Danke für das Interview.

Interview durchgeführt am 28. Juli 2012

 

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Inklusion und CI-Situation in Australien

Greetings from Queenslands, Australia. I´m feel here so grouse and i like this boomer. Hooroo! :0)

Inklusion in Australien

Wenn Eltern behinderte Kind zur vollständige inklusive Beschulung schicken wollen, aber es gibt erst die Bedingung in Australien, die man ein behinderte Kind bestehen müsste. In Australien sieht es so vor, sollen jeden Kind je nach Behinderungsart, egal ob hörgeschädigt, sprachbehindert oder geistig behindert müssen vor seiner Einschulung zwölf Monate lang Zugang zu einem integrierte Vorschulprogramm der Schule zu ermöglichen.

Im Vorschulprogramm wird ihnen nicht das Lesen und Rechnen beigebracht, sondern sie werden auf die Schule vorbereitet. Lesen, schreiben und rechnen lernen um Lese- und Lernfähigkeit zu fördern und feststellen, ob ein behinderte Kind geeignet für normale Schule wäre, das ist die Aufgabe der Schule.

Sollte ein behinderte Schüler im integrierte Vorschulprogramm der Schule nicht bestehen, werden die automatisch ins Förderschule “abgeschoben”. Oder man kann auch am Förderunterricht in regulären Schulen teilnehmen, falls mehrere behinderte Schüler mit Förderbedarf in einer Klasse vorhanden ist.

Für Menschen mit Behinderungen, die wahrscheinlich keine Chance auf eine berufliche und wettbewerbsfähige Tätigkeit auf dem offenen Arbeitsmarkt zu einem üblichen Lohn haben und fortdauernde Unterstützung benötigen, stehen spezielle Beschäftigungsmöglichkeiten in geschützten Werkstätten, den so genannten ADE, VET oder RIDBC (ähnlich wie hier in Deutschland: Behindertenwerkstatt, BBW, etc…)  zur Verfügung.

Interessant ist, in Australien besteht nicht die Pflicht, eine Mindestquote an Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen festlegen; obwohl einige Organisationen eine Quotenregelung für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen befürworten. Und Ausgleichsabgabe für behinderte Arbeitsnehmer gibt´s in Australien nicht. Aber beim Eintritt in den Arbeitsmarkt zu unterstützen, übernimmt die australische Regierung einen Teil der Ausbildungskosten. Australische Regierung verfolgen bis auf Melbourne und Sydney aufgrund wegen die abgeschiedene Lage, wirtschaftliche Lage und Lage der Bevölkerung eine andere Strategie als in Deutschland.

Was ein Unterschied zu Deutschland bemerkbar ist, nehmen die australische Gehörlose das Thema “Inklusion” nicht sehr ernst, weil diese schulische System in Australien seit vielen Jahren festgelegt ist, auch vor dem Raitifizierung der UN-Konvention.

Cochlear-Implantat in Australien

Schon einmal hatte hier darüber bereits gebloggt. Siehe “We can consign deafness to history”

Interessant ist, wie in Australien bis heute immer noch kontrovers über Cochlea-Implantat diskutiert wird. Dieses Schlagzeilen über Cochlea-Implantat und Gehörlosenkultur schafften es dadurch sogar australienweit bis in die bekannte australische Presse und TV-Medien, welches hier in Deutschland bislang nur bis in die deutsche hörgeschädigte Presse wie LifeInsight oder Deutsche-Gehörlosenzeitung erreichen konnte.

Selbst die gehörlose Australier bezeichnen die Gehörlosengesellschaft so eine Art hispanischen Gemeinschaft wie in den USA. Einer behauptet selbst: ”Die Gehörlosen ist eine Kultur. Sie sind ähnlich wie die Kultur der hispanischen Gemeinschaft, zum Beispiel wo Eltern die hispanisch sind, oder Gehörlose würde natürlich ihre Familien durch ihre gemeinsame Sprache behalten zu wollen. Ihre primäre Sprache ist, die entweder Spanisch oder Englisch oder für Gehörlose in diesem Fall in Form der Gebärdensprache bzw. Lautsprache.” Was er genau mit Spanisch und Englisch meint, ist nämlich die Lautsprache als Mutter- oder Zweitsprache. Unter der Zweisprachigkeit der Gehörlosen wird verstanden, dass sie die Gebärdensprache und die Lautsprache wie die hispanischen Gemeinschaft als Muttersprache oder Zweitsprache angesehen wird.

 
 

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Gebärdensprachkurse an der VHS – Das Tagebuch von Melanie B.

Vor einige Tagen als durch eine aufsehenerregende Tweet von EinAugenschmaus (Julia Probst) solche heftige Diskussionen über Bestrafung und Regeln via Twitter auslöste, schauen wir mal als Beispiel genauer hin welche für Folgen in Sachen Inklusion und Barrierefreiheit geben könnte.

Das Tagebuch von Melanie B.:

Gehörlose lernen die Gebärdensprache bei den Eltern oder auf dem Schulhof. Hörende dagegen müssen zur Volkshochschule gehen, um die Sprache der Gehörlosen verstehen zu können. Keiner wusste, was die Besucher der VHS-Kurse empfinden – bis jetzt. Denn vor kurzem haben wir das Tagebuch von Simone gefunden und lernten eine völlig andere Welt kennen – die Welt der hörenden Kursbesucher. Simones stumme Leiden – jetzt werden sie laut!

…mein Gott, ich fasse es immer noch nicht! In meiner Klasse waren mindestens 2000 Leute, die die Gebärdensprache lernen wollten! Wir bekamen einen Bogen mit 25 Fragen, die wir innerhalb von 4 Stunden beantworten mussten. “Wann wurde die Gebärdensprache anerkannt?” – woher zum Teufel soll ich das wissen? Ich studiere doch nur Gehörlosenpädagogik und nicht die Gehörlosen!…

Die Aufnahmeprüfung

Weil die Gebärdensprachkurse hoffnungslos ausgebucht sind, müssen die Teilnehmer neuerdings durch die Aufnahmeprüfung. Etwa 2000 Anmeldungen gehen ein – nur die besten 15 dürfen die Gebärdensprache lernen.

…das fing ja toll an, am ersten Tag machten sieben Teilnehmerinnen blau. Heute fühlte ich mich total unfrei. Ich brachte keine Vokabel zustande. Wir bekamen eine Babyrassel in die Hand gedrückt. Wozu sollte das denn gut sein? “Abbau von Hemmungen” nannte das die Dozentin. Pah.

Ich fühlte mich nach den Lockerungsübungen gar nicht lockerer, ausserdem erinnert mich der Kram nur daran, dass ich meine Pille vergessen habe. Das wird wohl nichts mit Stefan…

Bloss keine Hemmungen

Lockerungsübungen und Spiele zur Abbau von Hemmungen.

…ich fühlte mich heute total lau, hätte auch blau machen sollen! Diesmal nur sechs Frauen. Wir durften beim Gebärden nicht reden. Das wäre sonst LBG oder so, meinte die Kursleiterin. Dabei rede ich für mein Leben gern. Wir standen da und schrien ohne zu schreien. “Lauter!” befahl die Kursleiterin. Also schrie ich lautloser. Was für ein Stress. Mir brummt der Kopf immer noch…

Stumme Schreie

Hier lernen die Teilnehmer stumm zu schreien und lautlos zu lachen.

…heute war Helga zusammengebrochen. Sie heulte zwei Stunden lang. Denn heute war unser erstes Mal. Der erste DGS-Satz! Ich werde ihn nie vergessen. “Dein Name was?”…

…mein Gott, muss ich die Gehörlosenpädagogik-Abschlussprüfung auch in DGS schreiben?…

Den ersten Zusammenbruch…

…erleben einige Kursbesucher immer wenn die DGS-Grammatik zuschlägt.

…ich habe schon immer gewusst, dass es nicht gutgehen kann, wenn sich in einem engen Raum nur Frauen befinden (heute warens sieben). Elke machte eindeutige Gebärden. Ich wollte nur noch raus…

Berührungsängste

Sexuelle Belästigung – leider immer noch ein Tabu-Thema bei den Gebärdensprachkursen.

…nur noch drei Teilnehmerinnen. Die anderen haben aufgegeben. Unsere Kursleiterin war heute krank. Johannes übernahm die Vertretung – ich wünschte, ich hätte ihn nie kennengelernt. Meine Arme schmerzten, meine Hände taten mir weh – und ich musste weiter gebärden. Immer weiter… Nach 20 Minuten fiel Heidi vom Stuhl. Fünf Minuten später kippte auch Ute um. Und Stefanie musste sich übergeben.

Ich wollte nur noch nach Hause…

Barack Obama: Alles schaut auf mein Kommando!


“Gebärde oder Stirb!” – die Kursleiter sind ehemalige Ausbilder aus White House und zeigten keinerlei Verständnis für wundgebärdete Hände.

…Endlich! Der letzte Tag! Ich war heute die Einzige in dem Kurs. Ich gebärdete noch schnell diese Sätze: “ich haben buch”, “dein vater wie alt?”, “du schüler du?” – dann wurde mir schwarz vor den Augen und ich brach zusammen.

“ich haben fertig!”…

Das wars…

… Melanie B. hatte als Einzige alle 12 Doppelstunden besucht. Sie brach am letzten Tag wegen Erschöpfung zusammen und musste nach Hause getragen werden.

 
 

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Rentable GMU

“Andereits ist die Entwicklung der Gehörlosenzentrum zu mehr Professionalität gebremst, denn dort gibt es schon alle Angebote von Theater bis Weiterbildung. Das GMU zum Beispiel möchte sich langsam vom Gehörlosenzentrum zu einem Insitut wandeln. Die Frage ist, ob dann alle dort hin wechseln oder sich selbständige Gruppe gründen sollen wie zum Beispiel das IVT, das professioneller und leidenschaftlicher arbeiten als ein Zentrum, das als “Mama”, die sich um ihre Kinder sorgt, fungiert. Ich denke, dass Gehörlosenzentrum nicht mehr alles anbieten sollen, sondern dass öfters eigentsändige Gruppen, zum Beispiel als Kneipe oder Theatergruppe, gegründet werden sollten.”

Quelle: http://www.vibelle.de/tv/watch/108 zwischen 9:20 bis 9:55 Minuten

Interessante Aussage von Mr. Busch. Gehörlosigkeit kann ganz schön rentabel sein. Allerdings nicht für die Betroffenen selbst, sondern für alle, die für Betroffene arbeiten. Manchmal sind es sogar ganze Betriebe. Schauen wir mal nach Österreich/Wien. Eins davon ist das “equalizent” in Wien. Die GmbH beschäftigt allein in der österreichischen Hauptstadt über zwei bis drei Dutzend Mitarbeiter. Seminare, diverse Kurse und Fortbildungen gehören zum Angebot. Sich selbst bezeichnet die Firma als “Qualifikationszentrum”. Es ist dort groß genug, so dass neben einem Veranstaltungsraum und Büros auch kleine Läden drinnen Platz finden. Die dann an “gehörlose Friseur und Fußpfleger” vermietet werden kann. Nach einer Maniküre können die (hörenden) Kunden im hauseigenen Lokal speisen, das ebenfalls von Gehörlosen betrieben werden soll. Hauptspeise: Fingerbuchstabensuppe. Diese Leckerlei wird der Gast auch im Deafshop als Fertiggericht kaufen können. Das ILY-Schlüsselanhänger gibt’s dann als Werbegeschenk…

Woher kommt das ganze Geld? Klar, die Steuergelder! Nicht nur das Bundessozialamt beiteiligen sich, sondern auch die EU mit ihren Fördermitteln beteiligen. Vergleichbar ist das Projekt übrigens mit dem Münchner Gehörlosenzentrum, das dem Gehörlosenverband München (GMU) gehört. Das große Bau kostete mal 2,38 Millionen Euro – ein echtes Schnäppchen! Leider ist die Lage nicht gerade ideal, das GMU befindet sich jetzt am Popo von München. Und die Betriebskosten sollen den Vereinsvorständen jedes Jahr Sorgenfalten in die Gesichter treiben…

Sollte die zu einem Insitut umwandeln und auch ob das deaf’n more später mal Erfolg haben wird? Die Zielgruppe wird ja immer kleiner, da schwerhörige und taube Kinder frühzeitig mit Hörhilfen versorgt werden. So fällt ihnen der Spracherwerb leichter und immer mehr wandern in die Welt der Hörenden ab. (siehe zum Beispiel zuletzt neueste Statistik-Ausgabe 2012 von Deutscher Gehörlosen-Sportverband) In der Projektbeschreibung wird hingegen erwähnt, dass alleine in Wien und Umgebung 6000 Gehörlose wohnen! Woher das equalizent die Zahl hat? In Oberbayern (4,2 Mio Einw.) gibt es über 1000 Gehörlose, in ganz Bayern (12,5 Mio Einw.) sind es etwa leicht über 3000. Und equalizent rechnet vor, dass von den 1,7 Mio. Wienern angeblich 6000 gehörlos sind…

Edit: Danke an die aufmerksame Leser, die mir per Email zugeschickt hat. Siehe Leseprobe von DGZ sehr passend zu diesem Blogartikel, Seite 16, Thema “Brauchen wir Gehörlosenzentrum?” http://www.gehoerlosenzeitung.de/leseprobe/2012_dgz_mai_leseprobe.pdf

 

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Braucht Deutschland schulische Inklusion?

Im Facebook verkünden viele Gehörlosen mit viel Stolz, was die heute draufhaben und berufliches erreichen können. Das zeigt schon sehr deutlich, wie erfolgreich die Gehörlosen heute im Beruf, die zuvor Hörgeschädigtenschule besucht haben, sein kann. Makaber, dass ausgerechnet diese Gehörlosen im Internet über die Zukunft der Gehörlosen z.B. schlechte Bildungsqualität oder keine Gebärdensprache im Unterricht oder Regelschule mit Gebärdensprachdolmtscher mit DGS-Kenntnisse dringend verlangt wird oder andere abstruse Forderungen diskutieren! Obwohl, in Gehörlosenschulen wird häufig ohne den Einsatz von Gebärdensprache unterrichtet. Trotzdem sind viele Gehörlosen im Berufsleben doch erfolgreich. Ergebnis lautet nun also: Schulische Inklusion können wir trotz UN-Behindertenrechtskonvention ruhig verzichten.

Toll was? Das ist das Ergebnis von jahrelangem Besuch an der Gehörlosenschule trotz “angeblich mangelnde” Bildung oder Gebärdensprachverbot. Und da sagt der Dr. Ulrich Hase “es wäre utopisch, zu verlangen, dass alle Lehrer kompetent sein sollen in DGS. Das würde das Studium sprengen”…! Oder gar “den Lehrern soll die Möglichkeit geboten werden”, “Sie sollen studieren können” usw. Hier bitte schön, willkommen auf Scheinwelt und Wirklichkeit —->
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1 Kommentar

Geschrieben von - 3. Februar 2012 in Gehörlosenkultur, Politik

 

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Der Deutsch-Italo Poet Giuseppe Giuranna

http://www.taubenschlag.de/html/ssh/1054.htm

In dieser Folge “Sehen statt Hören” vom 8. Juni 2001 jammerte Giuseppe Giuranna der gehörlose deutsch-italienische Gebärdensprach-Poet über die üblen Zustände hier in Deutschland und dass er seine Heimat so sehr vermisse.

Haben wir, Deutschen, schon wieder was falsch gemacht? Glaube nicht, er ist Italiener, sie regen sich gerne für ihr Leben auf. Wenn er seine Heimat so sehr vermisst, wieso geht er nicht zurück. Wenn er nicht mit unser Land zufrieden ist. Er muß an uns anpassen, entweder er hält sein Maul oder er soll nach Italien gehen! Klar, weil er von uns lebt. In Deutschland lebt sich sehr gut aufgrund von Sozialleistungen. Dann braucht er nicht jammern, sondern das beste aus seinem Leben machen. Denke, Giuseppe ist kein Sizilianer. Ein echter Sizilianer jammert nicht. Er macht kurzen Prozess.

Deutschland wird zwar nicht wärmer und Menschen nicht sonniger, aber man kann nicht alles haben.
Übrigens: je freundlicher Menschen, besser gegenseitige Zuwendung, stärker familiäre Bindungen, desto schlechter ist die Wirtschaft. Für eine starke Industrie und stabile wirtschaftliche Lage brauchen die Länder hartgesottene Bürger mit dicker Haut und einer gehöriger Portion Egoismus. Das ist erwiesene Tatsache.

Inklusion in der Schule und Europa? In Italien ist es bereits seit Jahrzehnten inklusive Standard. “In Ländern wie Italien, Norwegen oder Dänemark gibt es seit Jahren nur noch wenige Spezialschulen für Kinder mit besonderen Bedürfnissen.” Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Inklusion_(Pädagogik)#Geschichte_und_Entwicklung oder “Italien gilt weltweit als Vorbild im Bereich der schulischen Inklusion: Bereits 1971 wurde durch ein Gesetz der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung verpflichtend und flächendeckend eingeführt. Im Jahr 2010 gab es in ganz Italien zwölf Sonderschulen. Offiziell besuchen 99,9 Prozent der Kinder mit Behinderung eine Regelschule.” Quelle: http://diepresse.com/home/bildung/schule/hoehereschulen/727838/Laendervergleich_Viele-Wege-zur-Inklusion?direct=727836&_vl_backlink=/home/index.do&selChannel=1065

Schau´n mer mal, Giuseppe Giuranna sagte Italia Schulmethoden schlecht, Deutschland tutto bene.

 

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Ein augenschmausende Gehörlosigkeit!

Frohes neues Jahr allerseits!


(Bildquelle: Twitter, http://www.twitter.com)

Irgendwie ist es für uns unerklärlich, warum sie darauf besteht, dass man als gehörlos sagt und nicht hörgeschädigt. Warum? Gut, schauen wir mal genauer hin, wer sie wirklich ist. Sie wollte mit dem Bloggen und Twitterei (siehe Bericht http://meinaugenschmaus.blogspot.com am 1. Dezember 2011) ganz gewissenhaft aufhören, doch seit www.taubenschlag.de durch Karin Kestners Schlagzeile sorgte, bloggt sie ganz abstrus wieder doch und aus diesem Grund schreit sich die Kehle aus dem Hals ganz lauthals. Irgendwie schon verständlich, wie sehr in ihr das Herz steckt und in Ohnmacht fällt. Seitdem beobachtet sie mit Argusaugen statt Augenschmaus die Geschehenisse von zwei Mädchen.

Tatsache ist Julia Probst alias EinAugenschmaus Cochlea-Implantat Trägerin. Wenn man auf einer Seite ein Cochlear-Implantat und auf der anderen Seite ein Hörgerät betrachtet. Ich persönlich trage und habe ausreichende Erfahrung mit meine Hörgeräte und trage kein Cochlea-Implantat. Klar ist die Cochlea-Implantat Technologie wesentlich besser und auf der Hörgeräte Seite kann ich nicht immer Sprache vollständig erfassen. Was interessant ist, als ich analoge Hörgeräte hatte, war meine Aussprache etwas anders, als zur Zeit mit den digitalen Hörgeräten. Mit dem Cochlea-Implantat kann man wesentlich besser Sprache erfassen und auch das Hören weniger anstrengend ist. Sie hat dank Cochlear-Implantat das Glück, warum sie in einer Regelschule ohne Gebärdensprachdolmetscher auskommen müssen. Einmal sagte sie zu mir, dass sie vor CI-Operation angeblich gutes Deutsch hatte und angeblich von klein auf nur hörende Schule beschult wurde. Das ist keine Überraschung, warum sie so gut sprechen kann und bruchstückhafte Gebärdensprache (LUG = Lautsprachunterstützende Gebärden) beherrscht. Hier 140 Sekunden (mit UT!) oder hier re:publicca (ab 11:30 Min) oder auch hier ARD Nachtmagazin (ab 5:57 Min). Deshalb ist sie nicht typisch gehörlos, wie man in allen Filmen gut beobachten kann.

Mit normale Hörgeräten kann ich dafür aus technischen, optischen, ethischen und sozialen Gründen angenehmer tragen. Dagegen lehne ich Cochlea-Implantat aus operativen, medizinischen, gesundheitlichen, versicherungstechnischen und juristischen Gründen ab. Endergebnisse lautet also normale Hörgeräte ist ingesamt “freundlicher” als Cochlea-Implantat. Und ich kann auch ähnlich gut sprechen wie sie, nur mein einzigste Schwäche ist wie ich beim Sprechen manchmal unregelmäßig verschlucke, das nennt man Ataxie was ganz normal ist. Drum werde ich von hörende Personen als sprachgestörter Gehörloser angesehen. Nur die Frage ist, warum Julia Probst gerne als gehörlos ausgibt. Mit dem Eigenschaftswort “gehörlos” wird die Aufmerksamkeit auf “durchgestrichenem Gehör” (typisches Gehörlosen-Logo) gelenkt statt auf die Wesen als visuell-orientierte Menschen mit eigener Sprache und Kultur.

Warum das so ist? Klar ist, seit vielen Jahrzehnten konnte man ganz inbesondere Gehörlosenszene oft und immer beobachten, haben Gehörlose eine sehr eigene berühmt-berüchtigten Streitkultur vor allem die Definitionen zwischen “taubstumm, taub und gehörlos” und ist bis heute immer noch nicht auf Durchsetzung aufgebaut worden. Der Knackpunkt ist der Begriff “taubstumm” wurde unaufälligerweise zu “gehörlos” konvertriert, so dass man gut in Gebärdensprache feststellen kann und sich sehr an “taubstumm” erinnert. Hier die Bildbeschreibung:

(Bildquelle: http://www.visuelles-denken.de)

Auch ganz lesenswert ist die Zitat von Paco aus dem einschlägigem Forum.

Paco: Ich zitiere aus einem Editorial der DGZ 1987:

Zitat: 
Ein Vogel ist an allem schuld

… Wer das Wort (gehörlos) „erfunden“ hat, konnte ich noch nicht eindeutig feststellen. Mir ist nur bekannt, dass der Ausdruck „gehörlos“ erstmals nach dem Ersten Weltkrieg aufkam, vermutlich in Anlehnung an das Wort „sprachlos“. Damals waren alle, die nicht hören oder nicht sprechen oder beides nicht konnten, durchweg „taubstumm“. Das passte den Taubstummen, die in der Taubstummenanstalt mittlerweile sprechen gelernt hatten.., gar nicht (…)
Nun wäre es aber ganz logisch und naheliegend gewesen, von dem Wort „taubstumm“ einfach die zweite Silbe auszumerzen und nur noch „taub“ zu gebrauchen – wie die Engländer und Amerikaner das allgemein gut ankommende „deaf“.
Da aber hat uns ein sehr bekannter, vielgeliebter, oft auch gehasster Vogel mit seinem Namen einen dicken Strich durch die Absicht gemacht. Es würde sich doch sehr komisch lesen, wenn unser Leib- und Magenblatt mit dem Titel „Deutsche Tauben-Zeitung“ zu Ihnen kommen würde. Man würde Sie sofort als Mitglied eines Taubenzüchtervereins sehen. Oder wenn der Herr Pastor uns in seiner Kirche mit „Meine lieben Tauben“ anreden würde. Nein, die damaligen Führer der Taubstummenvereine waren sich schnell einig, dass mit dem Wort „taub“ kein Staat zu machen ist. So machte man sich auf die Suche nach einer anderen Bezeichnung und kam eben auf „gehörlos“, das schon hier und dort verwendet wurde und Anfang der zwanziger Jahre bereits in Vereinsnamen zu finden war (….)

Die damalige „Allgemeine Deutsche Taubstummen-Zeitschrift“ änderte ihren Namen am 1. Januar 1927 in „Allgemeine Deutsche Gehörlosen-Zeitschrift“ und 14 Tage später wurde in Weimar der „Reichsverband der Gehörlosen Deutschlands e.V.“ (Regede) mit Sitz in Berlin gegründet, der Vorgänger des jetzigen Deutschen Gehörlosen-Bundes. So war`s mit dem „gehörlos“! Wissen Sie vielleicht ein besseres Wort?
Herzlichst, Ihr Friedrich Waldow

(aus: DGZ 11/1987,Dank an Helmut Vogel für die Übergabe des Artikels)

Quelle: www.gl-cafe.de

Darum ist dies so entstanden. Die gehörlosen Kritiker verstehen unter “stumm” etwas ganz anderes, als Hörende! Es ist tatsächlich so, dass fast alle Hörenden in jedem Gehörlosen/Tauben einen “Stummen” sehen, wie man obige Twitter-Screenshot feststellen kann. Sie denken so: er/sie kann zwar (mehr oder weniger gut) sprechen, aber…

Wenn die Verbände und Gehörlosen also sagen: Wir sind nicht “stumm”, wir wollen dies und das (Anerkennung etc.), dann stiftet das nur Verwirrung in den Köpfen. Dann denken die Hörende: “Was hat das eine mit dem anderen zu tun?”

Auch der Begriff “taub” wird mitunter als abwertend angesehen, z.B. taube Nuss oder auch Gefühllosigkeit etc.

Ist es nicht besser, die echte und alltägliche Benachteiligung zu bekämpfen, als sich wegen angeblichen Diskriminierung durch irgendwelche Begriffe aufzuregen?

Wollen Sie nicht die heilige Gehörlosenkultur zu retten? Man muss sich Fragen stellen, eigentlich ist den Gehörlosen der Gehörlosenkultur heilig und sie zu beschützen. Das tun nur unwissende Menschen (ob Hörende, CI-Industrie, Betonköpfe, etc….), denen nichts und niemand heilig ist und die überall einmischen müssen. Es ist genauso wie den Aborigines der Ayers Rock heilig ist und sie betreten ihn niemals. Auch das tun nur unwissende Touristen und australische Ignoranten, denen nichts und niemand heilig ist und die überall rumlatschen müssen. Was interessant ist, wenn wir mal nach Indien genauer betrachtet, wo die heilige Kuh auf der Strasse niemals von jemanden verjagt oder überfahren dürfen, selbst unwissende Touristen oder Laie wissen wie man sich auf der Strasse korrekt verhält, um sie herum fahren müssen ohne zu verjagen oder überfahren. Oder es gibt noch viele unendliche Heiligtum auf der ganzen Welt, die man immer noch entdecken oder nichts entdecken kann.

Nun die Frage ist, warum für Julia ganz besonders die Bezeichnung nicht typisch gehörlos ist. Für mich ist nur dieser Begriff richtig und auch extra für Julia Probst: hörgeschädigt. Er sagt klar und deutlich, was Sache ist (hat kaputte Ohren, kann aber sprechen (egal wie gut oder schlecht), usw. und verdient ein bisschen Mitleid.) Es gibt solche Leute die als hörgeschädigt angesehen werden, aber medizinisch und juristisch gesehen sind sie gehörlos, weil es auf dem Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen “GL” offiziell steht. Ob Julia in Ihrem Schwerbehindertenausweis gleiche Merkzeichen wie ich hat, ist die Frage und die Bedingung mit dem Merkzeichen “GL” müsse von taubheit grenzende Schwerhörigkeit mit Sprachstörungen vorliegen. Wenn doch, dann darf sie überraschenderweise gerne als gehörlos bezeichnen (und das ohne Sprachstörung?!?).

Sicher ist vielen aufgefallen, warum unter Schwerhörigen (darunter auch die meisten CI-Träger) bisher kaum heißes Brei debattiert wurde. Für Schwerhörigen hätten nichts dagegen und auch möglicherweise hoffentlich auch für Gehörlosen ohne darüber nachzudenken, wenn sie gleich als hörgeschädigt angesehen werden. Nicht dass die Gehörlose einfach so sagt, ob es an fehlende Selbstbewusstsein liegt. Später, wenn wir mal so cool und selbstbewusst werden (!!!) wie die Afro-Amerikaner oder halbstarke Jugendliche, dann können wir uns mit “Ey, was geht ab, tauber Bruda” oder “Bis bald, Taubazz!” Warum tauchen an vielen Schulen die Bezeichnung “Schule für Hörgeschädigte” häufig auf, wo sogar die Mischung von Schwerhörigen und Gehörlosen zu finden sind? Selbst Deutscher Gehörlosen-Bund listet sogar “Schule für Hörgeschädigte” auf, wo man die Schule bundesweit finden kann. Hier den Link!

Nun zum Taubenschlag-Artikel aus meiner Perspektive: Ich finde, die Förderschule (evtl. Regelschule???) muss ein Extra-Fach schon in der Grundschule einführen und zwar: “Grammatik”. Man merkt oft, dass sehr viele Gehörlose und auch Schwerhörigen Probleme haben, die Sprache richtig zu beherrschen, weil manche manche Schwerhörigen und Gehörlosen auch häufig eine Art Mischmasch von DGS und gebärdetem Deutsch verwenden. Manchmal sind die Deutsche Gebärdesprache (=DGS) auch der Grund dafür. Vor allem bei der DGS, da sie keine Grammatik hat und das Verb kommt da erst am Ende, z.B. “Meine Mutter kocht ein Spiegelei” in DGS: “Mein Mutter Spiegelei kochen” oder anderes Beispiel “Schön, daß ich nach langer Fahrt in Mailand angekommen bin.” in DGS: “Lange fahren Mailand da schön” oder auch anderes Beispiel “”Bist du heute morgen zu spät zur Arbeit gefahren?” in DGS: “Heute Morgen du zu spät Arbeit?”. Das ist dann klar, dass sie dann kein gutes Deutsch beherrschen können und auch Missverständnisse führen kann, denn DGS ist eine visuell aufnehmbare Sprache mit eigenen Syntax. Auch ich hatte früher in der Schulzeit mit den Artikeln, Endungen und ein paar Probleme, die im Laufe der Zeit immer besser wurden (dank Internet und “Lesewahn”). Meine Eltern haben mich früher damit echt genervt, aber heute bin ich ihnen dankbar dafür.

Auch ein Cochlear-Implantierte kann nicht gleiche Ergebnisse wie Julia Probst erzielen, wenn sie zur Regelschule schicken sollten, weil häufig individuelle Unterschiede im Spracherwerb aufweisen. Ich kenne einige CI-Träger, die eine erkennbare eingeschränkte grammatikalische Schriftsprachentwicklung haben. Genauso machen CI-Kinder beim Erwerb der Sprache Fehler wie die Schwerhörigen mit normale Hörgeräten und Gehörlosen. Bei CI-Kinder braucht nach der Implantation viel Zeit, um die richtige Spracherwerb wahrzunehmen. Was zählt, sollen die Kinder zum richtigen Zeitpunkt in ihrer geistigen Entwicklung eine Sprache erwerben und zwar in bilingual (hier: Schrift- und Gebärdensprache). Allein Cochlear-Implantat kann alles nicht viel bringen und darum ist es ganz typischerweise von Kind zu Kind verschieden und hängt sehr stark vom Begabung und Erziehung ab.

Und was passiert wenn ein Schwerhöriger und ein Gehörloser zusammen in einer Klasse sitzt? Ob an der Regelschule auch die LBG (= Lautsprachbegleitendes Gebärdensprache) abgeschafft werden und dafür die DGS eingeführt werden soll. Heißt im Klartext so viel wie: Im Unterricht sollten alle die DGS erlernen, wenn nötig auch unter Zwang und die LGB wird abgeschafft. Das muss man sich mal vorstellen, da wird dann in den Klassen nur noch DGS gebärdet. Wenn ein Mensch ohne Gehör auf die Welt kommt, dann kann ihm nicht besseres als die Gebärdensprache passieren. Er kann so lernen zu kommunizieren und als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft auf wachsen. Wie sähe Schwerhörige aus? Interessanterweise ist die LBG gesetzlich nicht anerkannt, sondern nur als Kommunikationsform anerkannt. Jedoch muss er auch gleichzeitig die Lautsprache erlernen. Ganz logopädisch gesehen wichtig für Schwerhörige, sonst leidet man darunter die lautsprachliche Qualität. Möchte man draußen überleben, so muss man auch über die Lautsprache kommunizieren können. Aber auch auf der anderen Seite ist mir bewusst, brauchen die Gehörlosen DGS, um beide Sprachen gefördert werden. Das sollen die Grammatik für Gehörlosen und auch für interessierte Schwerhörigen im Fach “Grammatik” beider Sprachen (Deutsch und DGS) betrachtet werden um zu vergleichen und richtig wahrnehmen zu können, was der Unterschied ist.

Edit:

Antwort von EinAugenschmaus via Google+ (1. Januar 2012): (Link: https://plus.google.com/u/0/105147235498941045340/posts/CRM9tC3qYsd )

@hewritesilent: Eigentlich sehe ich überhaupt keine Veranlassung, dir überhaupt irgendwelche Aufmerksamkeit zur deiner diffamierende Darstellung meiner Person zu schenken. Aber vielleicht helfen dir diese Fakten über mich weiter, die JEDEM bekannt sind, die mein Blog lesen und verstehen können. 

1. Hartmut, eine sehr geschätzte Persönlichkeit aus der Gehörlosenwelt, erklärte dir schon ausreichend in einem Blogcommentar In DEINEM BLOG, dass ich erst mit 12 JAHREN das Cochlear Implantat bekommen habe und ich war nur mit normalen Hörgeräten, die aber schlecht eingestellt waren und ohne Gebärdensprachdolmetscher auf der hörenden Grundschule! 

2. Deine Angaben über mich entsprechen also nicht der Wahrheit. Anscheinend, weil du sie nicht hören kannst oder WILLST. Und zweitens: Ich sagte schon immer, dass meine Gebärdensprachkenntnisse nicht perfekt sind und ich wirklich dann nur gut gebärden kann, wenn ich weiß, dass meine Umgebung aus gehörlosen Menschen besteht. 

3.Und ich bin in keinster Weise gehörgeschädigt, wie du es behauptest. Ist dir denn noch nie in den Kopf gekommen, dass das Wort “gehörgeschädigt” eine ähnliche Abwertung einer Person enthält wie das Wort “kriegsbeschädigt” oder “kriegsversehrter”? In meinem Schwerbehindertenausweis habe ich das Merkzeichen GL, weil ich ohne das Cochlear Implantat erst jenseits ab 90 dzb was wahrnehmen kann. Damit bin ich ganz klar gehörlos ohne das Cochlear Implantat.

4. Ich sagte das schon immer ganz klar: Ohne das Cochlear Implantat bin ich gehörlos, mit dem Cochlear Implantat bin ich schwerhörig und von der kulturellen Identität hörend. Und damit habe ich kein Problem, auch meine gehörlosen Freunde nicht. Die akzeptieren meine Identität und stehen hinter mir, was meine Bloggerei und damit meine Ansichten betrifft. 

5. Und in deinem ganzen Blogeintrag kann man nachlesen, dass du die Replys an mich per Twitter überhaupt nicht 100% richtig verstanden hast. 

Ich fühle mich dennoch sehr geschmeichelt, dass du soviel Zeit meiner Person widmest – ich hoffe, ich werde dir weiterhin noch eine unterhaltsame Zeit bieten.
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Mein Antwort an Julia Probst via Google+ (1. Januar 2012):

1. Dein Antwort via Twitter ist mir damals bekannt. Hartmuts Beiträge sind schon ZU extremistisch! Und ja, wer denkt, ich sei zu radikal. Besser sarkastisch als radikal! :) Viel Spaß beim nachdenken!
2. Dann können wir eines Tages persönlich treffen, wenn du magst/möchtest. Vielleicht bringe ich meine gehörlose Freunde mit. Ich/Wir werde/-n dann analysieren.3. Eigentlich sehr außergewöhnlich! Sprachstörungen hast du meine Feststellung keins, trotzdem.4. Ohne das Hörgerät bin ich gehörlos, mit dem Hörgerät bin ich taubheit grenzend schwerhörig und von der kulturellen Identität alles in einem, also hörend, schwerhörig und gehörlos. :) 5. Wir haben unterschiedliche Vorstellungen, aber eines fehlt was bei dir. :) Extra-Antwort Nummer 6: Früher sagte man “taub und stumm”, dann wurde daraus “taubstumm”. Logisch! Man hatte ja damals keinen passenderen Begriff! Was sollten sie denn sonst sagen – Nichtsprechender und Nichthörender? Später wurde klar, dass ein tauber Mensch nicht stumm sein muss. Was tut man in diesem Fall? Das Wort “stumm” ist weg, und alle Welt ist zufrieden. Nur die Deutschen nicht! Sie erfinden nicht nur ein völlig neues Wort, sondern verdammen auch noch das alte als “diskriminierend”. Muss das sein? Es gibt ja tatsächlich taubstumme oder stumme Menschen, die nicht sprechen können.

Kann jemand mir bitte erklären, wieso ein gehörloser Politiker wie Martin Zierold häufig und immer dieser Begriff “taub” benutzt und nichts anderes. Und du “gehörlos” (laut Twitter und Blog)!

 

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Integration/Inklusion von schwerhörigen und gehörlosen Schülern in eine hörende Klasse.

Wie einige von Euch Vibelle TV über inklusiven Beschulung gesehen haben. Diesen Modellversuch gibt es in Deutschland schon lange und müsste irgendwo erstmals im Zeitraum von 1985 und später ab 1990 richtig (unter schwarz-gelbe Regierung) begonnen sein. Zuerst die schwerhörigen Kinder, dann die gehörlosen Kindern im Zeitraum von 2000 (unter rot-grüne Regierung).

Interessanterweise hat Ronny Bohms kürzlich ein Artikel im Taubenschlag.de veröffentlicht.

Zwar ist der Lehrstoff umfangreicher als in normalen gehörlosen Schulen, ein einzelnes gehörlose Kind wird aber im Laufe der Zeit die Lernstoffe immer mehr isoliert behandelt, wie von vielen häufig befürchtet.

Mag sein, daß es in einzelnen Fällen mit der Zusammenarbeit und Zusammensein zwischen Behinderten und Nichtbehinderten klappt, doch die Mehrheit jedoch wird in eine Isolation gedrängt. Diese Isolation hebt sich wieder auf, sobald das Kind zu seinesgleichen kommt. Dort fühlt es sich wohl, dort kann es sich entfalten.
Wie kam es eigentlich zu Integrations/-Inklusionsklassen? Schuld daran sind die hörende Eltern. Die wollen ein Kind, das ihnen gleicht, ihre Sprache spricht und somit “weniger Mühe” macht. Sogar auch die schwerhörige oder gehörlose Eltern für die bessere Bildungsbedingungen ihrer schwerhörigen oder gehörlosen Kinder zu ermöglichen.

Außerdem meinen hörende Eltern, daß in den schwerhörigen und gehörlosen Schulen zu wenig vermittelt wird und ihr Kind nach der Pflichtschule den Bildungsstand eines Dritt- oder Viertklässlers habe. Und die hörgeschädigte Eltern behaupten aufgrund Ihrer negative Erfahrung an frühere Schulleben, die meisten Lehrern können nicht gebärden oder verwenden angeblich nur LBG/LUG.

Es gab in Österreich Fälle, zum Beispiel dort wurden im Hörgeschädigteninstitut mangels Neuzugang – dem ja von den Eltern die Integrationsklasse auferzwungen wurde – Gehörlosen mit Blinden zusammengelegt. Natürlich getrennt, aber dafür kostensparend. Wirtschaftlichkeit steht immer im Vordergrund, auch auf Kosten der Bildung des einzelnen Individuums. Würden die Integrationsklassen nicht sein, gäbs keinen Mangel an neuen Schülern.

Warum zum Teufel, forciert man nicht den Unterrichtsstoff so wie in normalen Schulen?
Was hindert die Lehrer daran, schwerhörigen und gehörlosen dasselbe Bildungsniveau zu geben, wie den Hörende? Gehörlosen sind doch nicht “behindert”, zu begreifen. Zwar gehts beim Unterricht etwas langsamer, aber der Lohn für alle Mühe wiegt dies bei weitem auf. Komischerweise woher vor allem die jüngere Generation gute Schriftsprachkompetenz kamen, das haben einige vor allem Internet viel zu verdanken. Eigentlich müsste das Internet für gehörlose Menschen ein gutes Kommunikations- und Lernmedium sein. Aber warum klappte die Schule für Hörgeschädigte nicht?

Ist es die Bequemlichkeit der Lehrer? Ist es das Gesetz? Letzteres trifft hier vor allem zu. Es gibt zwar bequeme Lehrer, aber viele geben sich wirklich Mühe und wenn sie könnten wie sie wollten, würde ihnen sicher ein schöner Erfolg beschieden sein.

Welcher Chirurg hat es schon gern, wenn ihm eine Operation mißlingt? Zur Frust und persönlichen Enttäuschung kommt bei ihm noch eine Strafe, wenn er deswegen gerichtlich belangt wird. Auch seine künftige Motivation leidet darunter.

Ist das auch bei GL-Lehrern der Fall? Bei denen herrscht höchstens Lethargie, wenn sie im Laufe der Zeit sehen, wie sich ein gehörlose Kind bildungsmäßig entwickelt. Eine Strafe haben sie allerdings nicht zu befürchten. Das schlimmste ist, daß sie keine eigenen Unterrichtsmethoden anwenden dürfen.
Laut Gesetz dürfen Schwerhörigen und Gehörlosen nur nach Förderschulplan für alle Behinderten unterrichtet werden. Und wie sieht so ein Förderschulplan für Schwerhörige und Gehörlose aus?

Er wird von einigen wenigen zurechtgeschneidert und bestimmt. Leider auch von solchen, die überhaupt keine Erfahrung oder Umgang von hörbehinderten Schüler haben und sie mit anderen Behinderten (etwa Mongoloiden) in einen Topf werfen.

Die Gretchenfrage ist jetzt: Was kann man dagegen tun? Unterschriftenaktionen? Dialoge mit Politikern? Aufklärungsaktionen? Streiks? Sitz-Blockade? Krawalle? Nichts von alldem.

Was bleibt, ist Lethargie und totaler Frust, angesichts der ständigen Winderei der Hörenden, die Forderungen von hörgeschädigten Bürger partout nicht verstehen können oder begreifen und letzten endes vielleicht gar nicht wollen.

Ständig wird versucht, über die hohe Politik ein Weg zur Veränderung des Lehrplanes für Schwerhörigen und Gehörlosen zu erreichen. Nützte bisher nicht viel. Im Parlament gab es Diskussionen ohne Ergebnis. Bloß lahme Verständnisheischereien von den Großparteien, die die aufstrebende Parteien wie “Die Grünen”, die sich für Behinderte einsetzen und sich als Inklusionfans outen, aus kleinlichen Eifersuchtsgründen nicht gewinnen lassen wollen.

So, dies wird letzter Artikel des Jahres sein. Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr wünscht Euch!

 
3 Kommentare

Geschrieben von - 13. Dezember 2011 in Inklusion/Integration

 

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