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Archiv der Kategorie: Gebärdensprache

Demo in Berlin – Aktion Gebärdensprache #dgsmachtstark

Seit vielen Jahren war es wohl die größte Demonstration für “Gehörlose” und wahrscheinlich bunteste (diese Demonstration war nicht nur für Gehörlose, sondern auch Schwerhörige, Cochlea-Implantat Träger, Rollstuhlbehinderte, Hörende usw…) überhaupt. Am 14. Juni 2013 fand eine Großdemonstration statt, die am Reichstag (Platz der Republik) in Berlin begann und bis zur Gehörlosenzentrum an der Friedrichstr. endet, also etwa 3,5 Kilometer lange Demo-Route. Es war erst die zweite Großdemonstration in Sachen Gebärdensprache überhaupt. Damals beteiligten sich etwa 3000 Personen an den Demonstrationen im Jahr 1993 in Hamburg und kämpften ähnlicherweise um die Gebärdensprache! Nicht nur in Deutschland, auch andere Länder wie Österreich hat es auch sowas gegeben. organisierte der österreichische Landesverband zusammen mit Österreichische Gehörlosenbund nach dem Weltkongress in Wien 1995 eine Demonstration. Wie man behauptet kamen damals 600 Demonstranten zur Demo und auch ging es damals um die Gebärdensprache.

In Berlin gingen nach Polizeiangaben etwa 7000-8000 Demonstranten aus ganz Deutschland, einige aus Österreich, Schweiz, Finnland, England und andere europäische Länder auf die Straße. Abseits der Demonstration habe ich freundlicherweise die Polizisten gefragt (natürlich ohne Gebärdensprachdolmetscher und Kommunikation in Gebärdensprache, nur in verständliche Lautsprache), wie sie die Zahl der Demonstranten sich einschätzen können. Daraufhin bekam ich eine Antwort, sie können erkennen wie viele Menschen auf einem Quadratmeter stehen können, je nach Körperkontakt und je nach Einschätzung der Polizei wie dicht die Menschen stehen, dann kann man eine Hochrechnung anstellen. Zweitens fragte ich nach, ob hier die Zahlen zwischen 10.000 und 20.000 Leuten entspräche. Auf diese Frage antwortete sie, aus bisherigen Demo-Erfahrungen, die Flächenverhältnisse, noch dazu wie die Menschen sich nicht so sehr dicht an dicht drängen und auch zählen keine Polizisten, Passanten oder Zugreisende mit. Am Ende werden sogar noch mal zehn Prozent abgezogen, weil immer mal jemand hinzukommt, deshalb reichen die Zahlen nicht aus.

Warum die zweite Demonstration am 14. Juni 2013 in Berlin stattfand? Es geht auch wieder um die Gebärdensprache, die häufigsten Argumente aus Sicht der Demonstranten sind die Beauftragung eines Gebärdensprachdolmetschers sei zu häufig schleppend, aufwändig (teuer) und schwierig. Man muss im voraus gebucht und auch für ihre Dienste, ihre Reise- und Aufenthaltskosten entschädigt werden müssen. Oder auch die Kommunikation zwischen Hörenden und Gehörlosen sind oft nicht vorhanden.

Es ist offensichtlich, dass die meisten Gehörlosen, die auf solche Beratungen angewiesen sind, nicht in Anspruch genommen werden können. Sie können nicht so einfach und spontan wie ihre Mitbürger, die sich der gesprochenen Sprache bedienen, mit Behörden, Arzt oder Elternsprechtag mit ihrer hörenden Kinder in Kontakt treten.

Trotzdem ist es irritierend zu beobachten, wenn wir die Demoplakate und -schilder genauer betrachten. Auf den Plakaten sind zu lesen, sie forderten zum Beispiel 100% Untertitel und aber nicht zu fünf Forderungen von Deutscher Gehörlosen-Bund entsprechen, obwohl sie bereits im Jahr 2008 eine Demonstration von etwa 6000 Gehörlosen für mehr Recht auf 100% Untertitel im Fernsehen während der Deutschen Gehörlosen-Kulturtage in Köln durchführte. Siehe Forderungskatalog von Deutscher Gehörlosen-Bund: http://gehoerlosen-bund.de/dgb/index.php?option=com_content&view=article&id=2664%3Aforderungskatalog-des-deutschen-gehoerlosen-bundes-ev&catid=35%3Anews&Itemid=54&lang=de

Ich habe mal abseits der Demo einige Passanten gefragt und etwas kurz unterhalten, was sie über Gehörlosen denken und über die Anerkennung der Gebärdensprache, die eigentlich seit 2002 in Deutschland anerkannt ist. Die Antworten bzw. Reaktionen waren:

- Sehr ruhige Demo ist das!

- Kommunikation mit Händen gibt es schon immer. Ich gebärde mal “Hallo” oder ”gut”. So zum Beispiel. Warum sollte das nicht mit Gehörlosen klappen?

- Unsere Erfahrung war, dass man da nur sehr schwer reinkommt und finden es schade, dass es so schwer ist, in Gehörlosenkreise hinein zu kommen. Trefft ihr euch nur untereinander oder wie macht ihr das?

- Wenn die Gebärdensprache schon anerkannt ist, dann müssten sie eigentlich auch gesellschaftlich schon anerkannt sein.

- Erstaunlich so viele Gehörlose. Aber wenn Gehörlose sich verstecken, dann kann eine Kommunikation nicht stattfinden.

- Sie müssen doch kein Kampfsport veranstalten, sie können doch gebärden.

- Muss die Anerkennung der Gebärdensprache das wichtigste Anliegen der Gehörlosen sein? Worauf sollen sie auf die Anerkennung der Gebärdensprache warten? Ich sehe kein Zusammenhang.

Nach dem Demo und Erkenntnisse stellten sich die Frage: Genügt es gesellschaftliche Akzeptanz?

Das Problem ist in Wirklichkeit, Zwischen EU und Deutschland sind weltweit bekannt für die bürokratische Tollheit und die Politiker aller Parteien reformieren pausenlos die Gesetze zwischen Paragraphen-Luxus und Paragraphen-Mülleimer, so wuchert die bürokratische Tollheit zwischen EU und Deutschland trotz gesellschaftspolitische Wünsche.

 
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Geschrieben von - 15. Juni 2013 in Gebärdensprache

 

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Aktion-Demo in Berlin: Gebärdensprache macht schwierig!

Eine Demonstration der etwas anderen Art findet am 14. Juni 2013 statt: Gebärdensprachprofis und Gebärdensprachanalphabeten treffen sich um 14 Uhr vor dem Reichtag am Berliner Regierungsviertel, um unter dem Motto „Gebärdensprache macht stark“ zu demonstrieren.

Aufgerufen zu der Demonstration hat der Deutschen Gehörlosen-Bund und Initiativen. “Am 17. Juni 1988 wurde eine Beschlussempfehlung zur Anerkennung der nationalen Gebärdensprachen aus Brüssel vorgelegt. Dadurch wurde in ganz Europa die gesetzliche Anerkennung der Gebärdensprache vorangetrieben. Das ist jetzt 25 Jahre her. Deswegen möchten wir eine große Aktion am 14. Juni durchführen.”, sagte Rudi Sailer der Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bundes.

Komischerweise klagen viele Gehörlosen via Facebook oder Youtube (wenn man sich einige Erfahrungsberichte von Gehörlosen anschaut, siehe hier: http://aktion.gehoerlosen-bund.de/videosammlung), die behaupten, es fehlen nur die Dolmetschermangel oder die erschwerte Barriere im Kommunikationsbereich oder die Behörden lehnen Dolmetschereinsatz ab. Das Problem ist an der Anerkennung oder Nichtanerkennung der Gebärdensprache gibt’s gar nicht! Was genau mit Anerkennung und Nichtanerkennung der Gebärdensprache damit gemeint ist. Mit anderen Worten: Der Geldsegen und Dolmis werden nicht an die irgendwelche Bestimmungen, Gesetze oder “Anerkennung der Sprache” gekoppelt, sondern hängt alleine von finanziellen Lage ab. Und im Moment ist der Staat und die Bundesländer pleite. Aber Dolmetscher gibt’s trotzdem immer. Weil es ohne nicht geht!

Natürlich geht es nicht immer einfach so, ohne vorherige Anmeldung. Wenn man besonders schwierige Situationen meistern muss, z.B. eine Gerichtsverhandlung, sagt man vorher Bescheid. Dann wird eine besonders tüchtige und erfahrene Gebärdensprachdolmetscherin geschickt (es gibt fast keine männliche Dolmetscher und natürlich gibt es keine gesetzliche Männerquote für Gebärdensprachdolmetscher).

 
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Geschrieben von - 1. Juni 2013 in Gebärdensprache

 

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Zwangsbeglückung für alle Hörgeschädigte …

… und zwar mit den Worten: “Auf Grund der durch die Anerkennung der Österreichischen Gebärdensprache (ÖGS) geänderten gesetzlichen Lage ist die ÖGS ein attraktiver Forschungsgegenstand.”

Spätestens jetzt sollten alle Zweifel ausgeräumt sein: Die Gebärdensprache ist dazu da, damit Forschungsgelder fließen, basta. Das ist von höchster Stelle bestätigt worden. Haben Gebärdensprachforscher und Vorstände in Gehörlosenvereinen deswegen die Anerkennung auf Biegen und Brechen vorangetrieben? Es sieht ganz danach aus, denn das Internet wird von Nachrichtenportalen wie www.gebaerdenwelt.at überschwemmt. Dass mit Gebärdenvideos sehr gut verdient werden kann, ist kein Geheimnis – das haben findige (gehörlose und hörende) Betreiber selbst offenherzig zugegeben. In Österreich sitzt doch ein gehörlose Abgerodnete namens Helene Jarmer und kein Gebärdensprachvideos ist www.gruene.at weit und breit nichts zu finden. Offensichtlich knabbern die Grünen an Jarmers luxuriöse Gebärdendolmetscher-Anspruch um jedes Cent.

Doch jedes Geschäft hat auch eine Schattenseite. Gehörlose werden von schwerhörigen Geschäftsleute wie Ralph Raule offen in den Medien stigmatisiert (“Es ist nämlich ein verbreiteter Irrtum, dass gehörlose Menschen lesen können” usw.) und oft zusammen mit Schwerhörigen in einen Topf geworfen. Tatsächlich sprechen neuerdings Forscher und alle anderen, die mit dem “attraktiven Forschungsgegenstand Gebärdensprache” ihre Brötchen verdienen, immer öfters vom Sammelbegriff “Hörgeschädigte”, da diese eine größere Gruppe ausmacht als ein paar tausend Gehörlose. Da leuchten die Forscheraugen wie zur Weihnachtszeit und selbst gehörlose Abgeordnete wie Helene Jarmer hören die Verbandskassen stürmisch klingeln …

Auch die letzte österreichweite Studie “Sprache Macht Wissen” sprach wieder mal von “Hörgeschädigten”, obwohl fast ausschließlich das Thema “Gebärdensprache” behandelt wurde. Auf die Details soll an dieser Stelle verzichtet werden. Denn die hörende Sprachwissenschaftlerin Verena Krausneker hat zusammen mit Kollegen einen 517 Seiten dicken Wälzer rund um ihre Gebärdenstudie zusammengestellt. Ein Artikel darüber im “Silent Writer” hätte sämtliche Rahmen gesprengt …

Eines ist aber erwähnenswert: Die Studie “Sprache Macht Wissen” weckte bei der Zielgruppe wenig Begeisterung. Es wurden unter anderem Fragebögen an sechs Gehörlosenschulen in Österreich verschickt. Die Blätter blieben unberührt oder wurden beschmiert. Dennoch hatten die Schulen die leeren Fragebögen ordnungsgemäß eingetütet und an die Forscher zurückgeschickt …

Im Anschuss an der Studie wurde an der Wiener Universität ein Vortrag gehalten, zu dem recht wenige Zuhörer kamen: Gerade mal 160 interessierten sich für die Ergebnisse und Auswertungen rund um die Gebärdensprache. Doch der Pressedienst von “Sprache Macht Wissen” sorgte dafür, dass zahlreiche Zeitungen und Fernsehen über Krausnekers Gebärdensprach-Forschungsprojekt in Zusammenhang mit “Hörgeschädigten” statt mit Gehörlosen berichteten …

Dieses Ereignis brachte den Österreichischen Schwerhörigenbund (ÖSB) endgültig auf die Palme. Der ÖSB kritisierte unter anderem den Zusammenwurf von Gehörlosen und Schwerhörigen in einen Topf. Zitat: “Die Studie beanspruche nämlich, repräsentativ zu sein, obwohl nur neun Studierende dazu befragt worden seien. Weiters werde nicht klar zwischen “gehörlos” und “hörbehindert” unterschieden und es werde versucht, eine „Zwangsbeglückung mit Gebärdensprache für alle Hörbehinderten” forciert, obwohl von den 1,6 Millionen hörbehinderten Österreichern lediglich 8.000 tatsächlich gehörlos seien.” (Die vollständige Fassung ist hier nachzulesen: →www.parlament.gv.at)

Diese schriftliche Anfrage wurde vom FPÖ-Abgeordneten Ing. Norbert Hofer bei der 58. Nationalratssitzung eingereicht. Es dauerte, bis die →Antwort vom österreichischen Wissenschaftsminister Johannes Hahn kam. Auf die Fragen rund um die fehlende Differenzierung von “Schwerhörig” und “Gehörlos” wurde gar nicht eingegangen – höchstwahrscheinlich aus Unkenntnis.

Interessant ist, dass im Jahre 2007 der promovierte Philosoph Johannes Hahn sich mit schweren Vorwürfen auseinandersetzen musste: Ihm wurde vom Salzburger Medienwissenschaftler Stefan Weber vorgeworfen, beim Verfassen der Dissertation “absolut schlampig” vorgegangen zu sein und während der Arbeit “seitenweise unzitiert á la Karl Theodor zu Guttenberg bzw. Anette Schavan abgeschrieben” zu haben. Nichtdestotrotz hat ein unabhängiges Gutachten die Doktorarbeit des Wissenschaftsministers als “nicht plagiatsverdächtig” abgesegnet. Und vielleicht hat Johannes Hahn sogar ausgewürfelt, ob die Anfrage zum Thema Hörschädigung beantwortet werden soll, denn der Wissenschaftsminister war früher für ein Glücksspielunternehmen tätig …

Jedenfalls ist die Sache beim Nationalrat vom Tisch und die Studien werden wieder kommen und gehen. Ob Schwerhörige und andere lautsprachorientierte und nichtgebärdende Hörbehinderte nicht mehr mit Gebärden(studien) zwangsbeglückt werden, ist die Frage …

 
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Geschrieben von - 24. April 2013 in Gebärdensprache

 

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Deaf Slam – “Poetry Slam” von Aktion Mensch

Deaf Slam (http://www.aktion-mensch.de/filmfestival/deafslam/index.php#dgs) ist eine Veranstaltung, die aus den USA kam und nun auch in Deutschland ihren Siegeszug geschafft hat. Dabei treten in unterschiedlichen Wettbewerbsbedingungen, in Listen eingetragene Dichter und Denker, um ihre Gebärdensprachpoesie vor Publikum, ohne Musik oder sonstige Hilfsmittel (der eigentliche Hilfsmittel sind die Gebärdensprachdolmetscher/-innen, laut NDR TV-Sendung vom 15. April 2013 “Kulturjournal” traten Hörende Teilnehmer ohne Gebärdensprachkompetenz auf) zu performen und bewerten zu lassen. Der Name und der Ruf zählt hier nichts. Es zählt alleine, dieses Publikum an diesem Ort zu dieser Zeit mit diesem Gebärdensprachpoesie zu überzeugen, um mit viel Applaus des Publikums zu bekommen. Doch ausgerechnet ein in Hamburg lebende austro-chinesische Daiwei Ni gewinnt überraschend und durfte sich ein Flugticket nach New York freuen und sich mit anderen Poeten messen. Doch laut sein eigener Aussage im Taubenschlag ist sein Ticket nach New York unsicher. Jemand im Taubenschlag-Kommentar beschwerte sich, warum kein deutsche gehörlose Beteiligung gut abgeschnitten war. Waren die Gebärdensprachpoeten zu einfalllos oder zu langweilig oder lag es an DGS? Es wird gemunkelt, wie die europäische Poeten dennoch befürchten, ob die amerkanische gehörlose Poeten dort dominieren werden. Es könnte sein, wenn ein deutsche Teilnehmer/-in dort in Deutsche Gebärdensprache auftritt und kein Amerikaner verstehen ihn, was genau damit gemeint ist. Kein Problem ich zeig Euch schon mal vor, wie man dominante Amerikanern besiegen kann und wie man dort Respekt bekommt. In den USA werden Respekt ganz groß geschrieben.

Mein Poesie in Textform (weniger ist mehr und sehr verständlich für die Amerikaner!!):

Mein Gebärdensprache beschissen,
die DGS-Grammatik schlecht,
ich bin BSE,
nicht Dawei Ni.

Markiere die Fehler,
sage auch der Presse Bescheid,
ist mir egal,
ist ja deine Zeit.

Nichts anderes zu tun?
Keine Arbeit, oder ein Hobby?
Oder brauchst du den Scheiß
für deine Lobby?

 
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Geschrieben von - 16. April 2013 in Gebärdensprache

 

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Taube Nuss will gebärdensprachliche Revolution!

https://www.facebook.com/photo.php?v=3723846593552

Krass! Andreas Costrau nennt sich selbst als “Taube Nuss”, obwohl er in Wirklichkeit schwerhörig ist. Man kann im Video sehr gut erkennen, wie er Hörgerät trägt. Via Facebook lässt er alle gehörlose Gemeinde mitteilen, wie man die “diskriminierende” gebärdensprachliche Begriff wie “gehörlos” umsetzen könnte. Eher mehr visuelle Begriff wie “von Augen zu Hand”, meinte er. Komisch nur, in allen anderen Ländern dieser Welt sagt man nur “taub”. Nur im deutschsprachigen Raum ist dieses gebärdensprachliche Begriff gehörlos “diskriminierend”. Es wird hier immer schizophrener.

Man muss sich vorstellen, Gehör los. Ohne Gehör. Da hätte man keine Ohren, keine akustischer Kanal, keine Schnecke, nichts. Aber Andreas Costrau kann etwas hören und ist nicht Gehör los, kann visuell wahrnehmen wie wir fast alle Menschen auch. Kein Wunder, warum Andreas sich als Taube Nuss bezeichnet, weil Taub unter anderem auch funktionslos, defekt, nicht in Betrieb sein heißt. Deswegen ist sein “Nuss” was nicht in Ordnung, genau das lässt sich beobachten.

Was noch sehr kurios ist, jemand behauptet im Facebook-Kommentar: “Out: gehörlos In: Augfit”
Augfit? Bitte was? Haben die nichts an Taubblinde oder andere Bezeichnungen (z.B. Augfit-Sportverein Berlin, Augfit-Bund, Augfit-Schulen etc….) gedacht, sind sie alle auch “Augfit”? Müssen Gehörlosen zukünftig die Augen noch mehr geschult werden?

Update: Herzlichen Dank an “Taube Nuss” für anregende Facebook-Kommentare. Es macht mir unglaublich Spaß, was die anderen über mich denken. ;) Offenbar schlägt Wintermüdigkeit durch? Oder ist momentan eine gewisse Unlust zu spüren? Ich bin auch müde. =.=

Die Wahrheit ist, warum vor allem die Deutschen im wahrsten Sinne bereits “Weltmeister der Begriffe-Verweigerung” sind. Vor etwa 6 Jahren war ich bei einem Vortrag von Hartmut Teuber (ein Deutsch-Amerikaner) und ich kann mich noch erinnern, was er behauptet hatte. “Für ihn war das Wort “Gehörlos” auch diskriminierend. Er meinte, das bezieht sich so aufs Gehör, das Hören wird wieder so betont. Und es hat einen negativen Klang, so á la “der, der kein Gehör hat”. Man sagt ja zu einem Blinden auch nicht “Sichtloser” oder “Sehloser”. Seiner Meinung nach sollte man einfach den Begriff “taub” benutzen, damit konnte er sich am besten identifizieren.” Was können wir solche Begriffentwicklung bis heute schon beobachten? Taubstumm fast verschwunden, gehörlos bald auch. Was kommt noch? Wird der Begriff “taub” in 50 oder 100 Jahren vielleicht auch verschwinden?

2. Update: @Annekartin Sterling-Meyer: Sehr interessantes Kommentar über Hörstatus!

Sogar der Deutsche Gehörlosen-Bund hat übrigens bestimmte Regeln über Hör- und Sehstatus erarbeitet:
GebärdensprachdolmetscherInnen müssen über ein uneingeschränktes Hör- und Sehvermögen verfügen. Es dürfen keine Beeinträchtigungen der Sprache, des Sprechens und der Stimme vorliegen. Die Beweglichkeit von Händen, Armen, Oberkörper und Kopf sowie die Mimik müssen die Verwendung der Gebärdensprache uneingeschränkt ermöglichen.

Quelle: http://www.dgsd.de/material/sonstiges/qualitaetsstandards_2005-09.pdf

Die Frage ist, was ist mit taube Gebärdensprachdolmetscher/-innen? Ich selbst konnte die aktuelle Qualitätstandards über taube Gebärdensprachdometscher kein einzigstes Wort finden. Frage Euch einfach in ein Loch in den Bauch aus, es wird immer spannender was wirklich rauskommt! ;)

 
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Geschrieben von - 23. Februar 2013 in Gebärdensprache

 

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Gehörlosen-Schule – ein Schrecken ohne Ende….. #inklusion

Kürzlich eine sehr interessante Argumentation entdeckt und gelesen. Die stammt von politisches Magazin. Ich kann einfach nicht anders, ich MUSS sie hier veröffentlichen!!! Sonst verpasst noch jemand diese bombige Antwort. Also, passt auf, hier sind die Auszüge:

“…Neunzig Prozent der Hörenden, vom Hilfsarbeiter bis zum Uni-Rektor glauben, die Gehörlosen lernen Gebärdensprache von ihren Lehrern an den Gehörlosen-Schulen! Wenn die lesen, Gehörlosen-Lehrer lernen jetzt erst Gebärdensprache, dann würden diese Leser erst recht ein negatives Bild von Pädagogen bekommen. Für jeden normalen Menschen ist es selbstverständlich, daß Lehrer die Sprache ihrer Schüler nicht nur beherrschen, sondern ihnen diese Sprache beibringen.

Seit vierzig Jahren erlebe ich immer wieder, daß Hörende ungläubig den Kopf schütteln, wenn ich ihnen sage: “Die gehörlosen Kinder lernen Gebärdensprache NICHT an den Gehörlosen-Schulen, es ist eine Sprache, die einfach nur von den Älteren an die Jungen weitergegeben wird und in den Gehörlosen-Schulen bis vor einigen Jahren sogar verboten war“.

Am Gymnasium Stegen (bei Freiburg) und an anderen höheren Schulen für Gehörlosen, ist Gebärdensprache bis heute immer noch verpönt. Inzwischen gibt es Hochschulstudium für Gebärdensprach-Dolmetscher. Es ist irgendwie grotesk, Hörende studieren an Hochschulen eine Sprache, die Gehörlosen an keiner Schule lernen, sondern nur im Schulhof und Verein und die Pädagogen besuchen Gebärdensprach-Kurse, anstatt Gebärdensprache im Pädagogikstudium zu studieren und den Gehörlosen-Kindern eine Gebärdensprache mit Niveau zu vermitteln, die den Gehörlosen-Kindern auch einen besseren Zugang zur Schriftsprache ermöglichen könnte….”

Also:

NOCHMAL, BITTE GANZ GENAU LESEN & NACHDENKEN:

“Für jeden normalen Menschen ist es selbstverständlich, daß Lehrer die Sprache ihrer Schüler nicht nur beherrschen, sondern ihnen diese Sprache BEIBRINGEN”. 

“Es ist irgendwie grotesk, Hörende studieren an Hochschulen eine Sprache, die Gehörlosen an keiner Schule lernen, sondern nur im Schulhof und Verein”. 

Das leuchtet ein, oder? Ein Dolmetscher braucht ja ein Diplom als Nachweis für die Beherrschung einer Sprache, die an der Schule nicht unterrichtet wird, weil nicht …….. *ähm* Ich sag lieber nichts dazu.

Ist das nicht pervers? Sollte irgendwann evtl. auch “gehörlose Schüler in Regelschule – ein Schrecken ohne Ende…..” tituliert werden. Wir sind gespannt.

 

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Land der unbegrenzten Gebärdensprachmöglichkeiten

blizzard.gif Quelle: (Youtube)
ASL (= American Sign Language): Don´t lick me!
DGS (= Deutsche Gebärdensprache): Ich besoffen fahren und aufgeben.

Nach Lydia Callis tauchte erneut eine Gebärdensprachdolmetscherin im amerikanischen TV auf, das bisher keine so große mediale Verbreitung wie Lydia Callis gefunden wurde, da die angeblich tonlose anale Lautäußerung gesellschaftlich zu Gunsten der oralen Lautäußerung unterdrückt wurde. An der US-amerikanischen Großstadt Boston haben starke Schneefälle und hohe Windgeschwindigkeiten einen heftigen Wintersturm “Nemo” eingeleitet. Die Großstadt und Bostons bzw. Deutschlands Urgestein Hartmut Teuber Gebärdensprachstil wirkt wie eingefroren. Ausgerechnet eine schwarze Frau mit chinesische Hand-Lüfter dahinter findet das alles zu heiss. Erschreckend die ganze!

Siehe auch Lydia Callis

 
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Geschrieben von - 12. Februar 2013 in Gebärdensprache

 

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Breaking News: Bildungsoffensive – Gebärdensprache wird neues Schulfach für alle

Neues Schuljahr, neues Glück. Mit einer Vielzahl innovativer Änderungen soll das deutsche Bildungssystem wieder auf Vordermann gebracht werden.

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt haben sich die gehörlose grüne Piraten Politiker/-innen einige Veränderungen im kommenden neuen Schuljahr geeinigt. Sie sollen das deutsche Bildungssystem international wieder wettbewerbsfähig machen. “Silent Writer” enthüllt die wichtigsten Neuerungen:

Gemeinsamer Unterricht

Keiner soll mehr ausgegrenzt werden, alle SchülerInnen werden gemeinsam unterrichtet und so auf ein einheitliches Niveau gebracht. Beispiel: Für die Reintegration von Oral-Fans und Gebärdensprach-Gegner Schulschwänzern wird zielgruppengenauer Projektunterricht angeboten.

Gebärdensprache 21

Gebärdensprache wird als neues Fach bundesweit an allen Schulformen eingeführt. Um Deutschland fit fürs 2. Jahrhundert* zu machen, wird die Schule zur grammatikfehlerfreien Gebärdensprachzone erklärt. Verbindlich fürs Erreichen des Abiturs ist das Beherrschen eines Kernwortschatzes von rund 200 Wörtern. Für den Hauptschulabschluss reichen dagegen paar Sätze, die auf das Leben vorbereiten, wie “Ey du Opfer, ich gebärde viel besser als du!” oder “Ey Behindi, was gebärdest du für ein Müll?!”. Dudengenaue Schreibweise wird durch Schreibweise nach empfundenen Gebärden ersetzt.

*Tippfehler – es sollte 19. Jahrhundert heißen.

Oral-O-Mat

Die gehörlose Politikern aus der Partei Grüne und Piraten stellten sich einer entscheidenden Frage: Wie hält man die Oralisten von der Schule fern? Die Lösung war so einfach wie genial: Die Firma “Hart Mut Tauber Ltd.” stellt in der Schuldiele den Oral-O-Mat auf. Dieser Automat verhindert alle Oralisten von der 1. bis zur 13. Klässler und dieser Grundversorgung wird sofort automatisch in Gebärdensprache umgewandelt.

 
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Geschrieben von - 8. Februar 2013 in Gebärdensprache

 

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Gebärdensprachschule – Dozenten

Damals wurde Gebärdensprachkurse an der VHS abgehalten, inzwischen heisst es heute die Gebärdensprachschule. Ahoi Gebärdensprache: Die Branche boomt, immer mehr Hörende lassen sich an der Gebärdensprachschule einschreiben, doch Dozenten sind Mangelware. Siehe Taubenschlag-Meldung!
oder auch hier “Taubenschlag-Dozentenstellenmarkt”

In der Gebärdensprachschule – im Volksmunde “Kontaktschule” genannt – werden auch Gebärdensprachkurse angeboten. Im Gegensatz zu den anderen Kursen werden hier Kontakte mit einer anderen Welt aufgebaut. Dass die Gebärdensprache angeblich eine schwere Sprache ist, bekommen die Kursbesucher wortwörtlich am eigenen Leibe zu spüren. Waren’s bei den Anfängern nur leichte Fingerübungen, müssen hier bei den Fortgeschrittenen komplette Sätze in der verwirrende DGS-Grammatik einstudiert werden.

Genau die DGS-Grammatik bereitete einigen Teilnehmern richtiges Kopfzerbrechen. Die Besucher, die teilweise bereits als Kursleiter tätig sind, quälten sich hier durch. Die Lücken wurden aber schnell geschlossen, und der Unterricht endete pünklich.

Die Gebärdensprach-Kursbesucher sind ein buntes Volk: Alle Altersstufen sind vorhanden, der Berufsspiegel reicht von Anwält(inn)en über Student(inn)en bis Zahnärzt(inn)en…

Wer nicht vorhat, eine Gehörlosen-Party zu besuchen (dort haben übrigens bis zu 30-50% der hörgeschädigten Besucher geringe Gebärdensprach-Erfahrung oder mangelhafte Gebärdensprachkompetenz) – die Kursbesuche können eine interessante Erfahrung sein!

Dieses Kurs kann auch als eine Art Eigeninitiative gesehen werden. Denn Gebärdensprachdolmetscher kommen ja nicht von irgendwoher, sondern werden mehr oder weniger in Gebärdensprachschule-Kursen gedrillt. Und Gehörlose, die sich zu Dozenten ausbilden lassen, leisten dabei ihren Beitrag.

 
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Geschrieben von - 31. Januar 2013 in Gebärdensprache

 

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Wunderschöner Erlebnisabend in Düsseldoof!

Am 26. Januar 2013 fanden die Deutsche-Gehörlosen-Hallenfussballmeisterschaften im antiautoritäre Düsseldorf statt. Die Spieler wurden von den freundlichen Düsseldorfer mit Altbier und Flöns empfangen. Am Vortag gingen die Sportler in die Kneipe bzw. Bar und bestellten Altbier, ein beliebtes Düsseldorfer Zaubergetränk. Nachts torkelten die Mannschaften ins Hotel und schliefen tief und fest. Am nächsten Morgen schwankten alle noch und sahen kaum den Ball. Die Ergebnisse wusste nicht mal der Schiedsrichter, dem die Spieler immer wieder auf die Beine helfen mussten. Statt auf dem Feld wurde das Spiel in den Partykeller verlegt, und statt herumzulaufen tranken die Spieler um die Wette. Schliesslich besiegte bayrische Weizenkönige Augsburger Herrenmannschaft den Düsseldorfer mit 24:21 leergetrunkener Altbiere. Da wenig Zuschauer anwesend waren, denen man das Ergebnis hinterfragen könnte, beschloss man einfach, die netten Düsseldorfer zu den Gewinnern zu erklären. Der Rest wurde Zweiter. Zufrieden fuhren alle heim oder zur Party. Nach den positiven Erfahrungen in Düsseldorf erhielt Heidelberg den Zuschlag. Die Gastgeber schickten als Dankeschön hunderte Kilo Altbier. (Achtung Satire!)

Nach dem Hallenfussball trafen sich tausende Freunde im Düsseldorfer Discohalle Stahlwerk. Ein für Gehörlose musikalisch abgestimmtes Party-Programm bestehend aus Rap und Trommelperformancer aus Japan.

Der gehörlose Rapper Signmark aka Marko Vuoriheimo aus Finnland und ihre Gebärdensprache – nicht immer verständlich. Der finnische Rapper versuchte, dem normalen gehörlose Bürger diese Spezies und ihre musische Kommunikation zu vermitteln – Erfolg nicht garantiert. Weil kein Bürger (kein Wunder alle sind eh taub -> gefühllos) mitgebärdet haben, ausser wo alle Gehörlose am Ende auf ihre Art mitapplaudierten: Händehochwackeln -> Hörende klatschen. Der Grund, warum der finnische Rapper diese Wörter benutzen, liegt in Gebärdensprache. Inzwischen merkten der Rapper Signmark, dass das in deutsche Gebärdensprache nicht möglich war. Aber auf Englisch für alle nicht-englischkompetente Gehörlosen rappen? Auch das ging gar nicht. Alles rauschten an die Augen der Gehörlosen vorbei. Deshalb konnte der Rest der Bevölkerung nichts mehr verstehen und man schob die Rapper auf das Abstellgleis. Darum lebten der Rapper Signmark in ihrer eigenen Welt mit ihren eigenen Worten.

Einzig die japanische Trommelperfomancer konnten allen vermitteln, diese Trommeln werden sie durch die Vibrationen gespürt. Je lauter die Trommeln ist, desto mehr spüren die Gehörlosen. Musikalische Integration aus Japan erfolgreich!

 

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Ja, richtig gehört! #gehörlos

Wenn man alleine oder mit gehörlosen Freunden unterwegs ist, kann man was erleben. Nicht immer, aber immer öfter. ;-) Denn Hörende verhalten sich unterschiedlich, wenn sie Gehörlose/Gebärdensprache sehen:

1. Sie sind neutral und machen gar nichts.
2. Sie glotzen.
3. Sie sind neugierig und interessiert. Sie erzählen, dass sie dreimal “Jenseits der Stille” gesehen haben und fragen, wie man Gebärdensprache lernen kann.
4. Sie sind respektvoll, zurückhaltend, schauen unauffällig.
5. Sie stellen dumme Fragen.
6. Oder Sie haben Angst vor im Umgang mit Kommunikation.

Die Hörenden denken meistens, ich bin auch gehörlos. Im Café, in der U-Bahn u.s.w.- sie wissen nicht, dass ich hören kann. Was sie sagen: “Schau mal, die unterhalten sich in Gebärdensprache. Finde ich ja total interessant. Wie können die das verstehen?” oder “Ey geil, Zeichensprache. Hab ich schon mal im Fernsehen gesehen.” Die meisten Hörenden haben KEINE Ahnung von Gehörlosigkeit.
Hier die “Dumme-Fragen-Höhepunkte”:

Bei der Wohnungssuche
Vermieter: “Gehörlos? Kann er denn die Miete zahlen? — Aha, er arbeitet ganz normal. — Und braucht er die Tiefgarage? — Ja?— Hmm. Darf er denn Autofahren? —- Und wie merkt er, wenn ein Krankenwagen kommt?— Ach, er meint, den kann er sehen. Hmm. Ach, Sehen kann er gut und hoffentlich nicht taub?”

Jeansgeschäft
Verkäuferin: “Dein Freund kann nichts hören? —Pause — Ist er taubstumm? — Waas? Das sagt man nicht? Was dann? Wie heißt das – gehörlos?… Aha. — Mein Gott….. aber er sieht doch so gut aus!”

HNO-Praxis/ Hörtest wegen Attest
Die Testerin sieht den Schwerbehinderten-Ausweis mit 100 % und GL-Stempel.
Nach 5 Minuten Test fragt sie total geschockt:
“Mein Gott, kann er überhaupt nichts hören?”

Disco
Männlicher Verehrer: “Sag mal, Deine Freundin – hört die nichts? — Wirklich nichts? — Sag mal, wollt ihr mich verarschen? — Wie, das ist die Wahrheit? — Sie hört echt nichts? Gar nichts? Aha, fast nichts.— Aber sie benutzt doch diese Blindenschrift, oder?”
Derselbe Depp 10 Minuten später:
“Sag mal — Deine Freundin, wenn die nichts hört — warum kann sie dann so gut tanzen?”

Universität
Professor: “Ähmm, eine Frage – also — ähh — können sie denn lesen und verstehen?”

Zahnarztpraxis
Zahnarzthelferin: “Also – hmm, also — diese Leute — also wenn die nichts hören können — hmm, also – wohnen die dann in so Wohnheimen?”

Beim Vorstellungsgespräch/Arbeitswelt
Könnte glatt vieles wie ein dickes Buch aufschreiben, aber was legendär und unvergessen beim Vorstellungsgespräch erlebt: Gebärdensprachdolmetscherin dolmetschte ein Vorstellungsgespräch, der Chef war “not amused” über sein Erscheinen (denn schließlich MUSS ihr Klient in seinen Augen ja sprechen – da braucht’s keinen Dolmetscher), und forderte ihren Klienten mit folgenden Worten auf, sie “zum schweigen zu bringen”: “Bitte schalten sie ihren Dolmetscher jetzt ab – und aktivieren sie ihn erst wenn Sie ihn unbedingt benötigen!!!”

Edit: @qtom: Bitte jetzt nicht aus Wut über die blöden Hörenden auf den PC einschlagen! Es gibt immer noch zuwenig allgemeine Infos über Gehörlose. Wenn sich daran nichts ändert, wird es weiter dumme Fragen geben…

 

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Lydia Callis Gestik und Mimik

Laut Rollingplanet soll in ganz Amerika Michael Bloombergs Gebärdensprachdolmetscherin Lydia Callis dank ASL hypnotisiert worden, haben wir Deutschen genauer ermittelt, was sie in Wirklichkeit genau meint.


ASL (Amerikanische Gebärdensprache) = Hättest selber sehen sollen!
DGS (Deutsche Gebärdensprache) = Schon gut Alter, ich erzähl dir gleich, wie’s war.
Sperr ma deine Ohren…

ASL = Storm wooow!
DGS = Sturm grausam!


ASL = Ich halt´s echt nicht mehr aus!
DGS = So ein Schrank von Typ! Ich gaaanz vorsichtig und klein.


ASL = Mir wird heiß!
DGS = Abgemacht, du darfst mich auch mal was drücken!

1.Update (31.10.2012):


ASL = Ist der voll die Flasche?!
DGS = OOOoooOOO, wie groß ist denn so ein Schwanz?

2.Update (01.11.2012):

 
 

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taube Gebärdensprachdolmetscher rein, Untertitel raus?

Damals gab es hier themenähnliche Blogartikel “Untertitel rein, Dolmi raus”. Diesmal umgekehrt.

Im TV-Kanal “Phoenix” wurde vorgestern die Tagesschau erstmals mit tauber oder gehörloser oder taubstummer (die Begriff könnt Ihr ruhig aussuchen, welches Ihr am besten gefällt) Gebärdensprachdolmetscher Rafael-Evitan Grombelka gedolmetscht.

Sehr auffallend ist während der Sendung, wie er seine Augen ständig in Richtung hörenden Gebärdensprachdolmetschern (stand hinter der Kamera) schielte und wenn ich richtig gesehen habe, konnte er nicht einwandfrei übersetzen. Was man auch sehr deutlich erkennen kann, hat er am Ende spät übersetzt (trotz zeitsparsame, gebrochene und gekürzte DGS-Grammatik), wo die Tagesschausprecherin in seiner Bericht bereits fertig war. Und man stelle sich vor, zwei Gebärdensprachdolmetscher (hörend und stocktaub) vor Ort anwesend (!!). Wer zahlt das? Ja, unserer GEZ-Gebühr ab 2013! Gerecht oder ungerecht?

Das ist Unfug, da man sich die Sendung ansehen will und nicht den/die “taube” Dolmetscher/in.

Es können niemals alle Gehörlose den “taube” Dolmetscher/-in verstehen. (Dialekte, Bildung, Geschwindigkeit, usw.) Schwerhörige und Gehörlose, die keine Gebärden verstehen, bleiben eh aussen vor. Das bedeutet ein Anschlag an jede Bemühung zur sozialen und geistigen Integration aller Hörbehinderten.

Sollten “taube” Gebärdensprachdolmetscher direkt von Telepromptern ablesen (was für vielen nach Raules bundesweit bekannte Spruch eigentlich unvorstellbar wäre), dann müssten sie eine sehr sehr sehr gute Lesekompetenz verfügen und alles pedantisch übersetzen müssten. Und wenn ein Herr Raule die Meinung verbreiten, dass Gehörlose ungebildet seien (“nicht lesen können”), dann überzeugen sie damit die Eltern einmal mehr, dass Gehörlose + Gebärdensprache und auch was die ahnungslosen Eltern oder Leuten leider oft denken: Dass Gebärdensprache automatisch DGS bedeutet. Das muss aufhören. Gebärdensprache ist Kommunikationsmittel, egal in welcher Sprache z.B. DGS, LBG, LUG, GuK, NVK, LS, etc…

Vielleicht gebärdet Rafael eines Tages bei Phoenix sowie er auch bei SQ?!AT tat. Siehe Bild unten:

(Bildquelle: Taubenschlag, Übersetzung Q = rein und raus)

 

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Oh my US-President Barack Obama!


Eine Gebärdensprachdolmetscherin zeigt seinem Anhängern seinen Respekt mittels Gebärdensprache. (Quelle: unbekannt)

Bevor Barack Obama in die Politik ging, versuchte er es zunächst als Gebärdensprachdolmetscher. Da er aber merkte, dass die Gebärdensprache nur schwer zu erlernen ist und sie von Taubstummen auch nicht so richtig verstanden wird und hatte die Mühe die taubstummen Romney-Anhänger zu abwerben, kam er auf die geniale Idee, eine Alternative zur Gebärdensprache zu erfinden, bei der man sich nicht mit Handbewegungen ausdrückt, sondern durch schmutziges Gebärdensprache, den er selbst immer noch nicht kann und durch Gebärdendolmetscherin während des US-Wahlkampf überliess. Die Gebärdensprachdolmetscherin durfte zur freien Rede betonen. Bis heute haben es Barack Obama und die Gebärdensprachdolmetscherin immer weiter perfektioniert, lange und kluge Reden zu halten, um noch den US-Wahlkampf im kommenden November zu gewinnen. Diese Art der Respektsbezeugung steht allen höhergestellten Persönlichkeiten und staatlichen Autoritäten als Zeichen der Anerkennung ihres Status zu.

Siehe auch Lukas Podolski!

 
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Geschrieben von - 4. Oktober 2012 in Gebärdensprache, Politik

 

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Piraten Landesparteitag in Wernau – Gebärdensprachdolmetscher

Oder auch ihr könnt aus anderen Perspektive besser beurteilen. Hier: http://www.swr.de/landesschau-aktuell-bw/-/id=98428/nid=258368/did=10321160/pv=video/u48uls/index.html

EinAugenschmaus ist immer für neue Überraschung und Innovation gut. Wie findet Ihr die Übersetzung, siehe Youtube?



Meine persönliche Feststellung
: Die Kandidatin hat einen sehr schlauen Trick angewendet: Sie redete und gebärdete in gebrochene Gebärdensprache gleichzeitig und konnten die Rede somit gut rühren … äh, durchschütteln.

Nur ganz kurz (mein Bett ruft!):

Am besten fand ich beide Dolmetschern mit ihrer hervorragender Leistung… Beide haben es geschafft, aus gestrickten Sätzen in Lautsprache und Gebärdensprache von Julia Probst alias EinAugenschmaus jede Menge sehr langen und komplizierten Wortkonstruktionen zu bilden…

Alle Achtung… =0)

… und gute Nacht!

Siehe auch “Droht Deutschland gebärdenprachliche Chaos?”

Update 25. September 2012 (Umfrage):

Umfrageauswertung
gestartet am: 16. September 2012
beendet am: 25. Juli 2012
Stimmen ingesamt abgegeben: 18

Siehe Screenshot:

 
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Geschrieben von - 16. September 2012 in Gebärdensprache, Politik

 

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