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Archiv der Kategorie: Gehörlosigkeit / Hörschädigung

Bevormundet Julia Probst gehörlose Bürger?

http://www.diakonie.de/kirchentag-laute-und-stumme-diskussionen-um-inklusion-12259.html

http://www.diakonie.de/kirchentag-2013-bericht-einer-gehoerlosen-bloggerin-12276.html

Es entsteht zur Zeit der Eindruck, ob man Julia Probst gehörlose Bürger bevormunden möchte. Wenn man alles liest, setzt Julia Probst sich für für die Verbesserung der inklusive Gesellschaft und kommunikative Inklusion der Gehörlosen ein. Dennoch stellt sich die Frage, ob sie sich für gehörlose Bürger bevormunden lassen möchte. Normalerweise wollen die gehörlose Bürger “Mehr Eigenverantwortung und Selbstbestimmung statt Bevormundung”, doch was Julia gerade tut, scheint genau der Gegenteil zu sein, obwohl gehörlose Gläubige anwesend waren. Wozu haben die Gehörlosenverbände- und vereine eine eigene Organisationen, ohne dass sie sich von Julia Probst bevormunden lassen wollen und die Verbände in diesem Fall vor allem die Belange der gehörlosen Bürger vertritt? Sind die Verbände hoffnungslos überfordert oder gehen die Idee leer aus? Oder können gehörlose Bürger sich nicht selbstständig beschwerden? Oder eine solche Bevormundung gefällt vielleicht gehörlose Bürger? Sind diese Bevormundung berechtigt, weil gehörlose Bürger Erziehung bzw. Aufklärung brauchen? Darf es so sein, dass Julia Probst uns alles vorschreibt? Fragen über Fragen…..

Dumm nur die Piratenpartei dümpelten nur vor sich hin und somit hat Julia momentan sehr geringe Chance im Bundestag zu landen. Julia Probst schafften es immerhin mit ihrem Radikalismus in ein paar Klatschzeitungen. Doch selbst emanzipierte Frau wie Julia Probst fanden sie trotzdem nur geringes Echo. Alles bleibt im Sattel wie bisher.

 
 

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Zwangsbeglückung für alle Hörgeschädigte …

… und zwar mit den Worten: “Auf Grund der durch die Anerkennung der Österreichischen Gebärdensprache (ÖGS) geänderten gesetzlichen Lage ist die ÖGS ein attraktiver Forschungsgegenstand.”

Spätestens jetzt sollten alle Zweifel ausgeräumt sein: Die Gebärdensprache ist dazu da, damit Forschungsgelder fließen, basta. Das ist von höchster Stelle bestätigt worden. Haben Gebärdensprachforscher und Vorstände in Gehörlosenvereinen deswegen die Anerkennung auf Biegen und Brechen vorangetrieben? Es sieht ganz danach aus, denn das Internet wird von Nachrichtenportalen wie www.gebaerdenwelt.at überschwemmt. Dass mit Gebärdenvideos sehr gut verdient werden kann, ist kein Geheimnis – das haben findige (gehörlose und hörende) Betreiber selbst offenherzig zugegeben. In Österreich sitzt doch ein gehörlose Abgerodnete namens Helene Jarmer und kein Gebärdensprachvideos ist www.gruene.at weit und breit nichts zu finden. Offensichtlich knabbern die Grünen an Jarmers luxuriöse Gebärdendolmetscher-Anspruch um jedes Cent.

Doch jedes Geschäft hat auch eine Schattenseite. Gehörlose werden von schwerhörigen Geschäftsleute wie Ralph Raule offen in den Medien stigmatisiert (“Es ist nämlich ein verbreiteter Irrtum, dass gehörlose Menschen lesen können” usw.) und oft zusammen mit Schwerhörigen in einen Topf geworfen. Tatsächlich sprechen neuerdings Forscher und alle anderen, die mit dem “attraktiven Forschungsgegenstand Gebärdensprache” ihre Brötchen verdienen, immer öfters vom Sammelbegriff “Hörgeschädigte”, da diese eine größere Gruppe ausmacht als ein paar tausend Gehörlose. Da leuchten die Forscheraugen wie zur Weihnachtszeit und selbst gehörlose Abgeordnete wie Helene Jarmer hören die Verbandskassen stürmisch klingeln …

Auch die letzte österreichweite Studie “Sprache Macht Wissen” sprach wieder mal von “Hörgeschädigten”, obwohl fast ausschließlich das Thema “Gebärdensprache” behandelt wurde. Auf die Details soll an dieser Stelle verzichtet werden. Denn die hörende Sprachwissenschaftlerin Verena Krausneker hat zusammen mit Kollegen einen 517 Seiten dicken Wälzer rund um ihre Gebärdenstudie zusammengestellt. Ein Artikel darüber im “Silent Writer” hätte sämtliche Rahmen gesprengt …

Eines ist aber erwähnenswert: Die Studie “Sprache Macht Wissen” weckte bei der Zielgruppe wenig Begeisterung. Es wurden unter anderem Fragebögen an sechs Gehörlosenschulen in Österreich verschickt. Die Blätter blieben unberührt oder wurden beschmiert. Dennoch hatten die Schulen die leeren Fragebögen ordnungsgemäß eingetütet und an die Forscher zurückgeschickt …

Im Anschuss an der Studie wurde an der Wiener Universität ein Vortrag gehalten, zu dem recht wenige Zuhörer kamen: Gerade mal 160 interessierten sich für die Ergebnisse und Auswertungen rund um die Gebärdensprache. Doch der Pressedienst von “Sprache Macht Wissen” sorgte dafür, dass zahlreiche Zeitungen und Fernsehen über Krausnekers Gebärdensprach-Forschungsprojekt in Zusammenhang mit “Hörgeschädigten” statt mit Gehörlosen berichteten …

Dieses Ereignis brachte den Österreichischen Schwerhörigenbund (ÖSB) endgültig auf die Palme. Der ÖSB kritisierte unter anderem den Zusammenwurf von Gehörlosen und Schwerhörigen in einen Topf. Zitat: “Die Studie beanspruche nämlich, repräsentativ zu sein, obwohl nur neun Studierende dazu befragt worden seien. Weiters werde nicht klar zwischen “gehörlos” und “hörbehindert” unterschieden und es werde versucht, eine „Zwangsbeglückung mit Gebärdensprache für alle Hörbehinderten” forciert, obwohl von den 1,6 Millionen hörbehinderten Österreichern lediglich 8.000 tatsächlich gehörlos seien.” (Die vollständige Fassung ist hier nachzulesen: →www.parlament.gv.at)

Diese schriftliche Anfrage wurde vom FPÖ-Abgeordneten Ing. Norbert Hofer bei der 58. Nationalratssitzung eingereicht. Es dauerte, bis die →Antwort vom österreichischen Wissenschaftsminister Johannes Hahn kam. Auf die Fragen rund um die fehlende Differenzierung von “Schwerhörig” und “Gehörlos” wurde gar nicht eingegangen – höchstwahrscheinlich aus Unkenntnis.

Interessant ist, dass im Jahre 2007 der promovierte Philosoph Johannes Hahn sich mit schweren Vorwürfen auseinandersetzen musste: Ihm wurde vom Salzburger Medienwissenschaftler Stefan Weber vorgeworfen, beim Verfassen der Dissertation “absolut schlampig” vorgegangen zu sein und während der Arbeit “seitenweise unzitiert á la Karl Theodor zu Guttenberg bzw. Anette Schavan abgeschrieben” zu haben. Nichtdestotrotz hat ein unabhängiges Gutachten die Doktorarbeit des Wissenschaftsministers als “nicht plagiatsverdächtig” abgesegnet. Und vielleicht hat Johannes Hahn sogar ausgewürfelt, ob die Anfrage zum Thema Hörschädigung beantwortet werden soll, denn der Wissenschaftsminister war früher für ein Glücksspielunternehmen tätig …

Jedenfalls ist die Sache beim Nationalrat vom Tisch und die Studien werden wieder kommen und gehen. Ob Schwerhörige und andere lautsprachorientierte und nichtgebärdende Hörbehinderte nicht mehr mit Gebärden(studien) zwangsbeglückt werden, ist die Frage …

 
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Geschrieben von - 24. April 2013 in Gebärdensprache

 

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Deaf Slam – “Poetry Slam” von Aktion Mensch

Deaf Slam (http://www.aktion-mensch.de/filmfestival/deafslam/index.php#dgs) ist eine Veranstaltung, die aus den USA kam und nun auch in Deutschland ihren Siegeszug geschafft hat. Dabei treten in unterschiedlichen Wettbewerbsbedingungen, in Listen eingetragene Dichter und Denker, um ihre Gebärdensprachpoesie vor Publikum, ohne Musik oder sonstige Hilfsmittel (der eigentliche Hilfsmittel sind die Gebärdensprachdolmetscher/-innen, laut NDR TV-Sendung vom 15. April 2013 “Kulturjournal” traten Hörende Teilnehmer ohne Gebärdensprachkompetenz auf) zu performen und bewerten zu lassen. Der Name und der Ruf zählt hier nichts. Es zählt alleine, dieses Publikum an diesem Ort zu dieser Zeit mit diesem Gebärdensprachpoesie zu überzeugen, um mit viel Applaus des Publikums zu bekommen. Doch ausgerechnet ein in Hamburg lebende austro-chinesische Daiwei Ni gewinnt überraschend und durfte sich ein Flugticket nach New York freuen und sich mit anderen Poeten messen. Doch laut sein eigener Aussage im Taubenschlag ist sein Ticket nach New York unsicher. Jemand im Taubenschlag-Kommentar beschwerte sich, warum kein deutsche gehörlose Beteiligung gut abgeschnitten war. Waren die Gebärdensprachpoeten zu einfalllos oder zu langweilig oder lag es an DGS? Es wird gemunkelt, wie die europäische Poeten dennoch befürchten, ob die amerkanische gehörlose Poeten dort dominieren werden. Es könnte sein, wenn ein deutsche Teilnehmer/-in dort in Deutsche Gebärdensprache auftritt und kein Amerikaner verstehen ihn, was genau damit gemeint ist. Kein Problem ich zeig Euch schon mal vor, wie man dominante Amerikanern besiegen kann und wie man dort Respekt bekommt. In den USA werden Respekt ganz groß geschrieben.

Mein Poesie in Textform (weniger ist mehr und sehr verständlich für die Amerikaner!!):

Mein Gebärdensprache beschissen,
die DGS-Grammatik schlecht,
ich bin BSE,
nicht Dawei Ni.

Markiere die Fehler,
sage auch der Presse Bescheid,
ist mir egal,
ist ja deine Zeit.

Nichts anderes zu tun?
Keine Arbeit, oder ein Hobby?
Oder brauchst du den Scheiß
für deine Lobby?

 
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Geschrieben von - 16. April 2013 in Gebärdensprache

 

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Viele hörgeschädigte Schüler/-innen sind gegen schulische #Inklusion

Seitdem Politiker die Bildung und Inklusion als wichtiges Thema erkannt haben, überschlagen sich die Reformen. Und trotzdem herrscht bis heute Verunsicherung auf allen Seiten.

Kürzlich erhielt ich einige Informationen über die schulische Inklusion.

Das Rheinisch-Westfälisches Berufskolleg für Hörgeschädigte in Essen (www.rwb-essen.de) hatte am 14. März 2013 einen Besuch von der NRW-Landesregierung (Düsseldorfer SPD-Landtagsabgeordnete) erhalten. SPD-Abgeordnete besuchten eine Gehörlose sowie eine schwerhörige Klasse. Die hörgeschädigten Schüler/-innen haben ihre Erfahrungen und Bedingungen mitgeteilt, welch dies mit sehr viel Interesse aufgenommen wurde.

Die Bedingungen von hörgeschädigten Schüler waren, wie die schulische Inklusion im normale Regelschulklasse aussehen sollte:

- die Sitzordnung muss in einem Halbkreis stattfinden, damit die hörgeschädigte Schüler/-innen jeden das Mundbild ablesen können
- die Lehrer/-innen und nichtbehinderte Mitschüler/-innen müssen Verständnis haben, wenn jemand akustisch nichts verstanden hat, mehrmals zu wiederholen. Das wird in einer Regelschule oft nicht beachtet.
- fehlende FM-Anlage, ohne FM-Anlage fühlen viele Schwerhörigen sich akustisch ausgegrenzt
- fehlende Gebärdensprachkompetenz in der Regelschule, auch viele gehörlosen fühlen sich kommunikativ ausgegrenzt und späteren Schulverlauf häufig alleine gelassen

Sollte alle Bedingungen nicht erfüllt werden, sind die meisten hörgeschädigte Schüler schulische Inklusion dagegen, weil schulische Inklusion für die meisten als Geldsparmodell angesehen wird und zum Scheitern verurteilt ist. Und sie wollen, dass nicht alle hörgeschädigte Schüler/-innen zwangsinkludieren. Denn für fast jeden ist eine Regelbeschulung in der Form der Inklusion nicht das Richtige.

Eine aktuelle RWB-Schülerin berichtete über ihre aktuelle Erfahrung in der Regelschulzeit damals. Sie berichtete, sie war damals auf einer Regelschule, wie sie sich dort fühlte, wie der Regelschul-Unterricht für den Rest der Klasse wird empfindlich gestört wird und Probleme als Hörgeschädigte hatte! 10 Jahre lang. Und weiteres begründet sie, wie sie die ein paar Regelschullehrer, die ihr damals unterstützt haben, aber doch das waren nur wenige.. Die meisten Regelschullehrer/-innen fühlen sich überfordert, um ihre spezielle Förderbedarf zu kümmern. Und seit sie  2013 im RWB Essen ist,  läuft für sie alles besser. Die Lehrer sind dort dafür ausgebildet und wissen wie man mit den Schülern umgehen müssen.

Die bisherige Debatte über Inklusion zeigt jetzt und wird wohl hoffentlich auch dem Letzten glasklar, daß diese Inklusionsgeschichte recht wenig mit der Realität zu tun haben, an den betroffenen Kindern (und damit auch an ihren Eltern und anderen Familienangehörigen!) vorbeigehen, und schlußendlich nur ein erneuter Beweis für die unbedingte Durchsetzung rot-grüner Gutmenschideologie sein wird. Dabei übersehen sie, daß jeder Mensch andere Voraussetzungen und Bedürfnisse für die Teilhabe am Leben mitbringt die man nicht über einen Kamm scheren kann.

Deutsche Politik befindet sich dank UN-Behindertenrechtskonvention im wirren Zustand.

 
 

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Taube Gebärdensprachdolmetscher “diskriminiert” gehörlose Dozenten

https://www.facebook.com/simone.lonne/posts/350343261743571

Simone Lönne beschwerte sich zurecht über Facebook bei der Deutscher Gehörlosen-Bund, weil sie sich als Dozentin angeblich diskriminiert fühlte, warum sie trotz ihre hohe Gebärdensprachkompetenz nicht mehr Texte im Internet übersetzen durfte. Eigentlich ist Deutscher Gehörlosen-Bund bekannt für Gleichstellung sowie Bekämpfung von Diskriminierungen für hörbehinderte Menschen, doch was Deutscher Gehörlosen-Bund ihr wahres Gesicht gezeigt hat, ist leider weit gefehlt. Das bedeutet, jeder müssen sich jeden Tag aufs Neue also für sich selber kämpfen und nicht dank durch tolle Gesetze am Strand sonnen. Der größte Profiteur ist ausgerechnet ein gehörloser Jude namens Mark Zaurov, er ist staatlich geprüfter taube Gebärdensprachdolmetscher und auch gleichzeitig Dozent und grinst über allen wie eine Sonne. Er meinte via Facebook selbst: “Kontrastiver Unterricht ist nicht zu vergleichen mit Übersetzungsarbeiten!”

 
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Geschrieben von - 30. März 2013 in Gebärdensprachdolmetscher

 

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TOP 3 OF der bestesten Verhörer #schwerhörig

Ich stelle gerade fest, wieviele Themen ich in letzter Zeit hier über Gehörlosigkeit gebloggt habe. Diesmal geht´s um Schwerhörigkeit, die wegen ihrem schlechtem Gehör immer alle falsch verstehen. Hier die lustigsten Missverständnisse:

1. Missverständnis:
Ich traf mich mit ein paar Freunden im Kneipe und redeten, was wir am Abend machen könnten. Da sagt eine Freund zu mir: “Du, er gibt eine Runde Tequila aus.” Ich sagte dann: “Aha…” Nach einigen Momenten musste ich grübeln, was er wirklich gemeint hat. Dann fragte ich ihn nocheinmal: “Er gibt sich als KILLER aus?!”
Den Blick des Erwähnten werd ich nie vergessen.

2. Missverstädnnis:
Ich habe mit meine Lehrerin damals über meine Klausur gesprochen.

Meine Lehrerin: “…das ist ein Kriterium”
Ich: “Was, ich bin ein Bakterium???”

3. Missverständnis:
Er: “Musst Du jetzt aufs Klo gehen?”
Ich: “Nein, vielleicht später, jetzt aber nicht. Warum?”
Er: “…was hast Du gerade verstanden?”
Ich: “…?”
Er: “Eigentlich wollte ich dich fragen, ob Du nochmals auf Play drücken kannst.”

 
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Geschrieben von - 21. März 2013 in Schwerhörige

 

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Taube Nuss will gebärdensprachliche Revolution!

https://www.facebook.com/photo.php?v=3723846593552

Krass! Andreas Costrau nennt sich selbst als “Taube Nuss”, obwohl er in Wirklichkeit schwerhörig ist. Man kann im Video sehr gut erkennen, wie er Hörgerät trägt. Via Facebook lässt er alle gehörlose Gemeinde mitteilen, wie man die “diskriminierende” gebärdensprachliche Begriff wie “gehörlos” umsetzen könnte. Eher mehr visuelle Begriff wie “von Augen zu Hand”, meinte er. Komisch nur, in allen anderen Ländern dieser Welt sagt man nur “taub”. Nur im deutschsprachigen Raum ist dieses gebärdensprachliche Begriff gehörlos “diskriminierend”. Es wird hier immer schizophrener.

Man muss sich vorstellen, Gehör los. Ohne Gehör. Da hätte man keine Ohren, keine akustischer Kanal, keine Schnecke, nichts. Aber Andreas Costrau kann etwas hören und ist nicht Gehör los, kann visuell wahrnehmen wie wir fast alle Menschen auch. Kein Wunder, warum Andreas sich als Taube Nuss bezeichnet, weil Taub unter anderem auch funktionslos, defekt, nicht in Betrieb sein heißt. Deswegen ist sein “Nuss” was nicht in Ordnung, genau das lässt sich beobachten.

Was noch sehr kurios ist, jemand behauptet im Facebook-Kommentar: “Out: gehörlos In: Augfit”
Augfit? Bitte was? Haben die nichts an Taubblinde oder andere Bezeichnungen (z.B. Augfit-Sportverein Berlin, Augfit-Bund, Augfit-Schulen etc….) gedacht, sind sie alle auch “Augfit”? Müssen Gehörlosen zukünftig die Augen noch mehr geschult werden?

Update: Herzlichen Dank an “Taube Nuss” für anregende Facebook-Kommentare. Es macht mir unglaublich Spaß, was die anderen über mich denken. ;) Offenbar schlägt Wintermüdigkeit durch? Oder ist momentan eine gewisse Unlust zu spüren? Ich bin auch müde. =.=

Die Wahrheit ist, warum vor allem die Deutschen im wahrsten Sinne bereits “Weltmeister der Begriffe-Verweigerung” sind. Vor etwa 6 Jahren war ich bei einem Vortrag von Hartmut Teuber (ein Deutsch-Amerikaner) und ich kann mich noch erinnern, was er behauptet hatte. “Für ihn war das Wort “Gehörlos” auch diskriminierend. Er meinte, das bezieht sich so aufs Gehör, das Hören wird wieder so betont. Und es hat einen negativen Klang, so á la “der, der kein Gehör hat”. Man sagt ja zu einem Blinden auch nicht “Sichtloser” oder “Sehloser”. Seiner Meinung nach sollte man einfach den Begriff “taub” benutzen, damit konnte er sich am besten identifizieren.” Was können wir solche Begriffentwicklung bis heute schon beobachten? Taubstumm fast verschwunden, gehörlos bald auch. Was kommt noch? Wird der Begriff “taub” in 50 oder 100 Jahren vielleicht auch verschwinden?

2. Update: @Annekartin Sterling-Meyer: Sehr interessantes Kommentar über Hörstatus!

Sogar der Deutsche Gehörlosen-Bund hat übrigens bestimmte Regeln über Hör- und Sehstatus erarbeitet:
GebärdensprachdolmetscherInnen müssen über ein uneingeschränktes Hör- und Sehvermögen verfügen. Es dürfen keine Beeinträchtigungen der Sprache, des Sprechens und der Stimme vorliegen. Die Beweglichkeit von Händen, Armen, Oberkörper und Kopf sowie die Mimik müssen die Verwendung der Gebärdensprache uneingeschränkt ermöglichen.

Quelle: http://www.dgsd.de/material/sonstiges/qualitaetsstandards_2005-09.pdf

Die Frage ist, was ist mit taube Gebärdensprachdolmetscher/-innen? Ich selbst konnte die aktuelle Qualitätstandards über taube Gebärdensprachdometscher kein einzigstes Wort finden. Frage Euch einfach in ein Loch in den Bauch aus, es wird immer spannender was wirklich rauskommt! ;)

 
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Geschrieben von - 23. Februar 2013 in Gebärdensprache

 

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Gehörlosen-Schule – ein Schrecken ohne Ende….. #inklusion

Kürzlich eine sehr interessante Argumentation entdeckt und gelesen. Die stammt von politisches Magazin. Ich kann einfach nicht anders, ich MUSS sie hier veröffentlichen!!! Sonst verpasst noch jemand diese bombige Antwort. Also, passt auf, hier sind die Auszüge:

“…Neunzig Prozent der Hörenden, vom Hilfsarbeiter bis zum Uni-Rektor glauben, die Gehörlosen lernen Gebärdensprache von ihren Lehrern an den Gehörlosen-Schulen! Wenn die lesen, Gehörlosen-Lehrer lernen jetzt erst Gebärdensprache, dann würden diese Leser erst recht ein negatives Bild von Pädagogen bekommen. Für jeden normalen Menschen ist es selbstverständlich, daß Lehrer die Sprache ihrer Schüler nicht nur beherrschen, sondern ihnen diese Sprache beibringen.

Seit vierzig Jahren erlebe ich immer wieder, daß Hörende ungläubig den Kopf schütteln, wenn ich ihnen sage: “Die gehörlosen Kinder lernen Gebärdensprache NICHT an den Gehörlosen-Schulen, es ist eine Sprache, die einfach nur von den Älteren an die Jungen weitergegeben wird und in den Gehörlosen-Schulen bis vor einigen Jahren sogar verboten war“.

Am Gymnasium Stegen (bei Freiburg) und an anderen höheren Schulen für Gehörlosen, ist Gebärdensprache bis heute immer noch verpönt. Inzwischen gibt es Hochschulstudium für Gebärdensprach-Dolmetscher. Es ist irgendwie grotesk, Hörende studieren an Hochschulen eine Sprache, die Gehörlosen an keiner Schule lernen, sondern nur im Schulhof und Verein und die Pädagogen besuchen Gebärdensprach-Kurse, anstatt Gebärdensprache im Pädagogikstudium zu studieren und den Gehörlosen-Kindern eine Gebärdensprache mit Niveau zu vermitteln, die den Gehörlosen-Kindern auch einen besseren Zugang zur Schriftsprache ermöglichen könnte….”

Also:

NOCHMAL, BITTE GANZ GENAU LESEN & NACHDENKEN:

“Für jeden normalen Menschen ist es selbstverständlich, daß Lehrer die Sprache ihrer Schüler nicht nur beherrschen, sondern ihnen diese Sprache BEIBRINGEN”. 

“Es ist irgendwie grotesk, Hörende studieren an Hochschulen eine Sprache, die Gehörlosen an keiner Schule lernen, sondern nur im Schulhof und Verein”. 

Das leuchtet ein, oder? Ein Dolmetscher braucht ja ein Diplom als Nachweis für die Beherrschung einer Sprache, die an der Schule nicht unterrichtet wird, weil nicht …….. *ähm* Ich sag lieber nichts dazu.

Ist das nicht pervers? Sollte irgendwann evtl. auch “gehörlose Schüler in Regelschule – ein Schrecken ohne Ende…..” tituliert werden. Wir sind gespannt.

 

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Land der unbegrenzten Gebärdensprachmöglichkeiten

blizzard.gif Quelle: (Youtube)
ASL (= American Sign Language): Don´t lick me!
DGS (= Deutsche Gebärdensprache): Ich besoffen fahren und aufgeben.

Nach Lydia Callis tauchte erneut eine Gebärdensprachdolmetscherin im amerikanischen TV auf, das bisher keine so große mediale Verbreitung wie Lydia Callis gefunden wurde, da die angeblich tonlose anale Lautäußerung gesellschaftlich zu Gunsten der oralen Lautäußerung unterdrückt wurde. An der US-amerikanischen Großstadt Boston haben starke Schneefälle und hohe Windgeschwindigkeiten einen heftigen Wintersturm “Nemo” eingeleitet. Die Großstadt und Bostons bzw. Deutschlands Urgestein Hartmut Teuber Gebärdensprachstil wirkt wie eingefroren. Ausgerechnet eine schwarze Frau mit chinesische Hand-Lüfter dahinter findet das alles zu heiss. Erschreckend die ganze!

Siehe auch Lydia Callis

 
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Geschrieben von - 12. Februar 2013 in Gebärdensprache

 

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Definition: Stumm = dumb (englisch)

stumm_amerikanisch stumm_britisch
(Bildquelle: http://www.spreadthesign.com)

Ooooooh, wieder ein weiterer Beweis, warum ausgerechnet die englischsprachige gehörlosen Gesellschaft gerne stumme Nichtbehinderte oder Sprachbehinderte als “dumb” stigmatisieren. Welch ein Ironie!
Zumal “taubstumm” mit dem englischen “deaf and dumb” verwandt ist, kann man leicht erklären, dass der Ausdruck logisch ist.

Wenn gehörlose Gesellschaft meinen, das Sie Hörenden immer noch sagen zu müssen, taub wäre jetzt IN oder modern oder richtige Begriff…Ihre Entscheidung. Diese Begriffe werden eh “taub” mit “taubstumm” und “taub und dumm” als mit gehörlos verbunden.

Früher sagte man “taub und stumm”, dann wurde daraus “taubstumm”. Logisch! Man hatte ja damals keinen passenderen Begriff! Was sollten sie denn sonst sagen – Nichtsprechender und Nichthörender? Später wurde klar, dass ein tauber Mensch nicht stumm sein muss. Was tut man in diesem Fall? Das Wort “stumm” ist weg, und alle Welt ist zufrieden. Nur die Deutschen nicht! Sie erfinden nicht nur ein völlig neues Wort, sondern verdammen auch noch das alte als “diskriminierend”. Muss das sein? Es gibt ja tatsächlich taubstumme oder stumme Menschen, die nicht sprechen können.

Komischerweise wollen die Deutschen, die wohl zu grün im Kopf sind, lieber “taub” bevorzugen, obwohl “taub” im deutschen oft negativ interpretiert wird. Wie schizophren und a never ending Story!

Siehe auch:

Definition: Taubstumm / Taub macht stumm Teil 1
Definition: Taubstumm / Taub macht stumm Teil 2

 
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Geschrieben von - 10. Februar 2013 in Gehörlosigkeit / Hörschädigung

 

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Breaking News: Bildungsoffensive – Gebärdensprache wird neues Schulfach für alle

Neues Schuljahr, neues Glück. Mit einer Vielzahl innovativer Änderungen soll das deutsche Bildungssystem wieder auf Vordermann gebracht werden.

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt haben sich die gehörlose grüne Piraten Politiker/-innen einige Veränderungen im kommenden neuen Schuljahr geeinigt. Sie sollen das deutsche Bildungssystem international wieder wettbewerbsfähig machen. “Silent Writer” enthüllt die wichtigsten Neuerungen:

Gemeinsamer Unterricht

Keiner soll mehr ausgegrenzt werden, alle SchülerInnen werden gemeinsam unterrichtet und so auf ein einheitliches Niveau gebracht. Beispiel: Für die Reintegration von Oral-Fans und Gebärdensprach-Gegner Schulschwänzern wird zielgruppengenauer Projektunterricht angeboten.

Gebärdensprache 21

Gebärdensprache wird als neues Fach bundesweit an allen Schulformen eingeführt. Um Deutschland fit fürs 2. Jahrhundert* zu machen, wird die Schule zur grammatikfehlerfreien Gebärdensprachzone erklärt. Verbindlich fürs Erreichen des Abiturs ist das Beherrschen eines Kernwortschatzes von rund 200 Wörtern. Für den Hauptschulabschluss reichen dagegen paar Sätze, die auf das Leben vorbereiten, wie “Ey du Opfer, ich gebärde viel besser als du!” oder “Ey Behindi, was gebärdest du für ein Müll?!”. Dudengenaue Schreibweise wird durch Schreibweise nach empfundenen Gebärden ersetzt.

*Tippfehler – es sollte 19. Jahrhundert heißen.

Oral-O-Mat

Die gehörlose Politikern aus der Partei Grüne und Piraten stellten sich einer entscheidenden Frage: Wie hält man die Oralisten von der Schule fern? Die Lösung war so einfach wie genial: Die Firma “Hart Mut Tauber Ltd.” stellt in der Schuldiele den Oral-O-Mat auf. Dieser Automat verhindert alle Oralisten von der 1. bis zur 13. Klässler und dieser Grundversorgung wird sofort automatisch in Gebärdensprache umgewandelt.

 
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Geschrieben von - 8. Februar 2013 in Gebärdensprache

 

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Bob ain’t deaf! – Pepsi-Werbung mit (teilweise) gehörlosen Darstellern #superbowl

Der US-Konzern Pepsi hat seinen 60-Sekunden-Werbespot kurz vor dem Super Bowl 2008 im voraus angekündigt – die Werbung wurde nämlich erst am 3. Februar 2008 während des Super Bowls gezeigt. Das Besondere dran? Der Spot ist ohne Ton, vollständig untertitelt – und die Darsteller sind allesamt gehörlos. Na ja, eigentlich nicht alle und der Rest ist auch nicht ganz gehörlos …

Zum Inhalt: Eine ordentliche Wohngegend, irgendwo in den Staaten. Es ist bereits dunkel, die Straßen sind leer. Zwei Gehörlose kreuzen in einem dicken Geländewagen auf, um einen Freund zum Super Bowl abzuholen. Der Wagen bleibt stehen, der Fahrer schlürft aus der Pepsi-Flasche, die Innenbeleuchtung wird eingeschaltet. “Wo wohnt Bob?”, gebärdet der Fahrer. “Dachte, du weißt es!”, antwortet der Beifahrer, ebenfalls gebärdend. “Nein, ich dachte, du weißt es!” – “Nein, du!” Bevor es zu einem Streit kommt, geht dem Fahrer ein Licht auf. Er hupt mehrmals. In der Straße gehen bei allen Häusern die Lichter an, ein Hund bellt. Nur in einem Haus bleibt alles dunkel. “Da wohnt Bob!” – Beide steigen aus, betätigen die Klingel, es blinkt drinnen. Bob macht die Tür auf und entschuldigt sich bei der Nachbarin, die aus dem Fenster rüberschaut, mit einer Geste: “Sorry für die Ruhestörung”.

So weit, so gut. Nur – warum hat nicht nur Bob, sondern die ganze Gegend vor so einem wichtigen Ereignis geschlafen? Immerhin waren alle Lichter aus. Und was sind das für schöne Freunde, die nicht wissen, wo ihr Kumpel wohnt? Das Merkwürdigste: Woher wusste Bob, dass die beiden Gehörlosen vorhin gehupt haben – sonst hätte er sich ja nicht entschuldigt …

Solche Kleinigkeiten stören bekanntlicherweise nicht, der lustige Spot wurde bei den Gehörlosen enthusiastisch gefeiert. Aber nicht alle teilten die Begeisterung: Die Alexander-Graham-Bell-Gesellschaft, eine Art Verein für lautsprachlich kommunizierende Gehörlose, versuchte die Ausstrahlung zu verhindern und schrieb einen völlig humorlosen Protestbrief an Pepsi. Der ungefähre Wortlaut: “Der Spot erweckt den Eindruck, alle Gehörlosen würden nur gebärden und nicht sprechen!” Als die Gehörlosen, die auf die Gebärdensprache schwören, Wind von dem Schreiben bekamen, hagelte es Gegenproteste und Beschimpfungen: “Nazi” war noch das Freundlichste, was die Bell-Gesellschaft zu hören bekam …

Die amerikanischen Gebärdensprachfreunde wären wahrscheinlich auch gegen Pepsi laut geworden, wenn sie wüssten, dass Darren Therriault, der Beifahrer aus dem Werbespot, sich vor einigen Jahren ein Cochlea Implantat einsetzen ließ. Darüber hinaus verwendet Darren erst seit 5 Jahren die Gebärdensprache, wie er es in einem Interview beim Sender Fox verriet. Vor der Operation las er nur von den Lippen ab und kommunizierte ausschließlich über die Lautsprache.

Und der “gehörlose” Bob wird von Clay Broussard gespielt, der eigentlich gar nicht gehörlos ist, sondern gut hörend. Der gute Mann fand mit seiner Frau vor Jahren über eine Kirchenorganisation Anschluss zu den Gehörlosen. Beide arbeiten bei Pepsi, Darren seit einem Jahr und Clay seit über 20 Jahren. Der gehörlose Fahrer (Brian Dowling) verdient seine Brötchen bei FritoLay, die Snacks herstellt und eine Tochterfirma von Pepsi ist. Bei den Aufnahmen wurde übrigens penibel darauf geachtet, dass Darrens CI nicht im Bild zu sehen ist – beim Making of hingegen kann man es in einer Einstellung deutlich erkennen …

Die drei Pepsi-Stars sind bei EnAble organisiert, eine Art Beschäftigungsprogramm für behinderte Mitarbeiter, die bei Pepsi angestellt sind. Vor einige Jahren hatten sie die Idee, einen alten Gehörlosenwitz zu verfilmen. Also schrieben sie das Skript, filmten sich gegenseitig und schickten das Demoband an das Management. Die Herrschaften waren von der Idee begeistert, engagierten einen erfahrenen Regisseur und verfilmten den “Stoff” neu. “Das Material senden wir zur besten Sendezeit”, dachte der Vorstand und suchte sich den 3. Februar 2008 als Termin aus. Besser konnte das Timing nicht sein, denn an diesem Tag wurde landesweit der Super Bowl übertragen.

Auch wenn Bob gar nicht taub ist (=Bob ain’t deaf): Wetten, dass die amerikanischen Gehörlosen damals nur noch mit Pepsi in Sektgläsern anstoßen werden …

 
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Geschrieben von - 4. Februar 2013 in Gehörlosigkeit / Hörschädigung

 

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Gebärdensprachschule – Dozenten

Damals wurde Gebärdensprachkurse an der VHS abgehalten, inzwischen heisst es heute die Gebärdensprachschule. Ahoi Gebärdensprache: Die Branche boomt, immer mehr Hörende lassen sich an der Gebärdensprachschule einschreiben, doch Dozenten sind Mangelware. Siehe Taubenschlag-Meldung!
oder auch hier “Taubenschlag-Dozentenstellenmarkt”

In der Gebärdensprachschule – im Volksmunde “Kontaktschule” genannt – werden auch Gebärdensprachkurse angeboten. Im Gegensatz zu den anderen Kursen werden hier Kontakte mit einer anderen Welt aufgebaut. Dass die Gebärdensprache angeblich eine schwere Sprache ist, bekommen die Kursbesucher wortwörtlich am eigenen Leibe zu spüren. Waren’s bei den Anfängern nur leichte Fingerübungen, müssen hier bei den Fortgeschrittenen komplette Sätze in der verwirrende DGS-Grammatik einstudiert werden.

Genau die DGS-Grammatik bereitete einigen Teilnehmern richtiges Kopfzerbrechen. Die Besucher, die teilweise bereits als Kursleiter tätig sind, quälten sich hier durch. Die Lücken wurden aber schnell geschlossen, und der Unterricht endete pünklich.

Die Gebärdensprach-Kursbesucher sind ein buntes Volk: Alle Altersstufen sind vorhanden, der Berufsspiegel reicht von Anwält(inn)en über Student(inn)en bis Zahnärzt(inn)en…

Wer nicht vorhat, eine Gehörlosen-Party zu besuchen (dort haben übrigens bis zu 30-50% der hörgeschädigten Besucher geringe Gebärdensprach-Erfahrung oder mangelhafte Gebärdensprachkompetenz) – die Kursbesuche können eine interessante Erfahrung sein!

Dieses Kurs kann auch als eine Art Eigeninitiative gesehen werden. Denn Gebärdensprachdolmetscher kommen ja nicht von irgendwoher, sondern werden mehr oder weniger in Gebärdensprachschule-Kursen gedrillt. Und Gehörlose, die sich zu Dozenten ausbilden lassen, leisten dabei ihren Beitrag.

 
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Geschrieben von - 31. Januar 2013 in Gebärdensprache

 

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Wunderschöner Erlebnisabend in Düsseldoof!

Am 26. Januar 2013 fanden die Deutsche-Gehörlosen-Hallenfussballmeisterschaften im antiautoritäre Düsseldorf statt. Die Spieler wurden von den freundlichen Düsseldorfer mit Altbier und Flöns empfangen. Am Vortag gingen die Sportler in die Kneipe bzw. Bar und bestellten Altbier, ein beliebtes Düsseldorfer Zaubergetränk. Nachts torkelten die Mannschaften ins Hotel und schliefen tief und fest. Am nächsten Morgen schwankten alle noch und sahen kaum den Ball. Die Ergebnisse wusste nicht mal der Schiedsrichter, dem die Spieler immer wieder auf die Beine helfen mussten. Statt auf dem Feld wurde das Spiel in den Partykeller verlegt, und statt herumzulaufen tranken die Spieler um die Wette. Schliesslich besiegte bayrische Weizenkönige Augsburger Herrenmannschaft den Düsseldorfer mit 24:21 leergetrunkener Altbiere. Da wenig Zuschauer anwesend waren, denen man das Ergebnis hinterfragen könnte, beschloss man einfach, die netten Düsseldorfer zu den Gewinnern zu erklären. Der Rest wurde Zweiter. Zufrieden fuhren alle heim oder zur Party. Nach den positiven Erfahrungen in Düsseldorf erhielt Heidelberg den Zuschlag. Die Gastgeber schickten als Dankeschön hunderte Kilo Altbier. (Achtung Satire!)

Nach dem Hallenfussball trafen sich tausende Freunde im Düsseldorfer Discohalle Stahlwerk. Ein für Gehörlose musikalisch abgestimmtes Party-Programm bestehend aus Rap und Trommelperformancer aus Japan.

Der gehörlose Rapper Signmark aka Marko Vuoriheimo aus Finnland und ihre Gebärdensprache – nicht immer verständlich. Der finnische Rapper versuchte, dem normalen gehörlose Bürger diese Spezies und ihre musische Kommunikation zu vermitteln – Erfolg nicht garantiert. Weil kein Bürger (kein Wunder alle sind eh taub -> gefühllos) mitgebärdet haben, ausser wo alle Gehörlose am Ende auf ihre Art mitapplaudierten: Händehochwackeln -> Hörende klatschen. Der Grund, warum der finnische Rapper diese Wörter benutzen, liegt in Gebärdensprache. Inzwischen merkten der Rapper Signmark, dass das in deutsche Gebärdensprache nicht möglich war. Aber auf Englisch für alle nicht-englischkompetente Gehörlosen rappen? Auch das ging gar nicht. Alles rauschten an die Augen der Gehörlosen vorbei. Deshalb konnte der Rest der Bevölkerung nichts mehr verstehen und man schob die Rapper auf das Abstellgleis. Darum lebten der Rapper Signmark in ihrer eigenen Welt mit ihren eigenen Worten.

Einzig die japanische Trommelperfomancer konnten allen vermitteln, diese Trommeln werden sie durch die Vibrationen gespürt. Je lauter die Trommeln ist, desto mehr spüren die Gehörlosen. Musikalische Integration aus Japan erfolgreich!

 

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CI = Viel Lärm um nichts? (umstrittene Satz des DGZ)

Deutsche Gehörlosen Zeitung Quelle: TuT-Initiative oder http://www.taubenschlag.de/meldung/8152

Inzwischen rumort vielen Gehörlosen des Artikels (Deutsche Gehörlosen-Zeitung) mit dem letzten Satz: “Das Ziel, dass es irgendwann einmal in Deutschland keinen tauben Menschen mehr geben und somit die Deutsche Gebärdensprache aussterben wird, wird vom Bund finanziert.”

Hört, hört! CI-Industrie und Bundesregierung macht Ernst und bläst zum Grossangriff. Heute sind alle Zeitungen und Medien voll von Berichten über die wundersame Heilung von gehörlosen Kindern! Selbst Bundeskanzlerin Merkel sprach von “Wunder”.

Schlimmer noch: “In Zukunft keine Gehörlosen mehr” – dieser Satz lässt mich erschaudern. Haben wir jetzt Zustände erreicht, wie sie im Dritten Reich üblich waren?

Aber da findet man ganz andere Aussagen: “Ich will nicht hören”, “Ich bin froh, dass ich gehörlos bin”, “Ich hoffe, meine Kinder werden gehörlos” usw. Wie? Inzwischen entscheiden sich immer mehr die gehörlose Eltern aus Angst vor gesellschaftlicher Druck, die ein Kind mit Hörbehinderung bekommen, ihr Kind mit Cochlea-Implantaten versorgen zu lassen.

Diese Entwicklung kann keiner aufhalten, leider!

Fakt ist: Es ist fast unmöglich, mehr über die CI-Industrie zu erfahren. Schon alleine die Tatsache, dass Krankenkassen die sündhaft teuren OP’s voll bezahlen, (Hörgeräte werden nur bezuschusst) spricht für ihre Macht. Auch werden CI-Kritiker und CI-Bekämpfer zum Schweigen gebracht. Die ehemals laute Sirene aus dem Norden liess ihre Proteste mehrmals verstummen. Mehrmals!

 
2 Kommentare

Geschrieben von - 24. Januar 2013 in Cochlear Implantat

 

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